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Jürgen Teipel: Punk in der BRD

 
       
     
       
     
       
   

Jürgen Teipel in seiner eigenen Schreibe

 
   

TEIPEL, Jürgen (2001): Der Mensch als Kolben im Turbomotor.
Vor 25 Jahren schockierten die ersten Punker die Welt. Nun liebäugelt die Musikszene erneut mit einem Phänomen, das bis heute niemand recht begriffen hat. Bericht aus dem Inneren der Hochkultur des Hässlichen,
in: Weltwoche Nr.51 v. 21.12.

 
       
   

Jürgen Teipel im Gespräch

 
   

DAX, Max (2002): "Punk war keine Ideologie".
Doch die Hakenkreuze waren schwer zu vermitteln: Mit einer Interviewcollage erzählt Jürgen Teipel in "Verschwende Deine Jugend" von den Punk-Anfängen in Deutschland. Ein Gespräch über historische Wahrheit und die Unschuld der frühen 80er
in: TAZ v. 04.01.

NEIDHART, Didi (2002): Legalize History!
in: Kunstfehler, April

Neu:
WALDT, Anton & Ji-Hun KIM (2012): "Manche Sachen bleiben besser in der Nacht".
Berlins Techno-Anfänge bekommen ein eigenes Buch: Ein Techno-Punk-Gipfeltreffen der besonderen Art. Anlässlich von "Der Klang der Familie", dem Oral-History-Buch zur Entstehungsgeschichte von Techno in Berlin, treffen die beiden Autoren Felix Denk und Sven von Thülen auf Jürgen Teipel, der den zusammengemashten Interview-Stil mit "Verschwende deine Jugend" populär machte. Dabei läuft alles auf die Frage zu, ob Techno es einfacher hatte oder es einfach besser gemacht hat als Punk?
in: de:bug Nr.161, April

 
       
   

Ich weiß nicht (2010)
Köln:
DuMont

 
   
     
 

Klappentext

"Sie sind auf dem Weg zu einem Technofestival in Mexiko City: Das Dreiergespann soll dort auflegen, aber das Verhältnis zwischen Tere und ihrem Exfreund Tommy ist gespannt, und auch Tommy und der Erzähler sind sich suspekt. Als der sich dann auch noch in Tere verliebt, sind die Voraussetzungen für einen Peyote-Trip in der Wüste nicht mehr die besten. Doch unter der sengenden Sonne Mexikos und getaucht in klarstes Mondlicht erlebt jeder von ihnen sein kleines - oder größeres - Wunder, die Psychedelik der Musik kreuzt sich mit dem Geist unendlich alter Orte.

Jürgen Teipels Sprache wirkt wie langen Afterhours abgelauscht und erzeugt dabei Sätze für die Ewigkeit, aus denen die Einsicht spricht, dass das, was drei Menschen zusammenbringt, vielleicht dasselbe ist, was die ganze Welt im Inneren zusammenhält."

 
     
 
       
   

Rezensionen

BARTELS, Gerrit (2010): Schön verstrahlt.
Ewiger Techno: "Ich weiß nicht" von Jürgen Teipel,
in: Tagesspiegel v. 28.02.

 
       
   

Verschwende Deine Jugend. (2001)
Ein Doku-Roman über den deutschen Punk und New Wave
Frankfurt:
Suhrkamp

 
   
     
 

Klappentext

"Verschwende Deine Jugend ist das ultimative Buch zum deutschen Punk und New Wave. In ihm erzählen alle wichtigen Protagonisten dieser Szene, wie durch die englische PunkExplosion von 1977 zum erstenmal auch eine deutschsprachige Popkultur möglich wurde, wie Musik und Haltung der »Neuen Welle« auf Literatur und Malerei ausstrahlten und wie diese blühende Subkultur in der Funkultur der »Neuen Deutschen Welle« ihr Ende fand.
Jürgen Teipel hat Gespräche mit über 100 Interviewpartnern geführt und die Antworten zu einem Text zusammengefügt, der sich wie der Roman einer ganzen Generation liest polyphon, multiperspektivisch und mit unendlich vielen Geschichten.
In diesem Buch kommen nicht nur Bands wie Fehlfarben, DAF oder Abwärts zu Wort und Popmusiker wie Campino, Blixa Bargeld oder Nina Hagen, sondern auch über Punk sozialisierte Künstler wie Christoph Schlingensief, Ben Becker oder Markus Oehlen und Popmusiker von heute wie Westbam oder Jan Müller von Tocotronic. "

 
     
 
       
   

Rezensionen

BRUCKMAIER, Karl (2001): Gott sei Punk: Es ist etwas fürchterlich Neues da.
Als die Subkultur zum Marketingkonzept wurde: Jürgen Teipel schreibt ein großes Buch über die Jahre des Punk und der Neuen Deutschen Welle, Jahre, in denen man seine Jugend noch verschwenden konnte,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.10.

LINTZEL, Aram (2001): Anlehnung und Ablehnung.
Zwei Bücher zur Geschichte der deutschen Popkultur,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 15.11.

Johannes Ullmaier - Popliteratur für die Neue Mitte

FELLMANN, Max (2001): Spätlese.
Pop, der Geschichte macht: Jürgen Teipel und die Ärzte betreiben die Historisierung deutscher Punk-Vergangenheit,
in: Die Woche Nr.47 v. 16.11.

SCHACHINGER, Christian (2001): Mach kaputt, was Dir Spass macht!
Ein Dokuroman über den deutschen Punk widerlegt das Vorurteil einer selbstzerstörerischen Subkultur,

in:
SonntagsZeitung v. 18.11.

PHILIPPI, Anne (2001): Generation ohne Konflikt.
Suche nach einem Jahrzehnt. Ein Buch erinnert an eine Zeit, in der eigentlich nichts passierte,
in: Welt am Sonntag v. 02.12.

WEBER, Julian (2001): Jürgen Teipel: Verschwende Deine Jugend,
in: WochenZeitung Nr.50 v. 13.12.

GEER, Nadja (2001): Punk nach Feierabend.
Jürgen Teipel lässt Urgesteine der frühen deutschen Musikszene plaudern,
in: Die ZEIT
Nr.51 v. 14.12.

MÜHLBAUER, Peter (2001): RAF, LSD und Graninisaft.
Verschwende deine Jugend - Über deutschen Punk und New Wave,
in: Telepolis
v. 14.12.

HEISER, Jörg (2001): "Damals gab es keine Jugendkultur".
Punk-Radikalität als Bluff, Um die Kleinbürgeridylle abzuschütteln,
in: Tages-Anzeiger v. 31.12.

HEIN, Helmut (2001): Harald Schmidt ist ein Produkt von Punk.
Jürgen Teipels beeindruckender Doku-Roman "Verschwende Deine Jugend",
in: Neue Musikzeitung
Dezember/Januar

HEISER, Jörg (2002): Do-It-Yourself-Befreiungsbotschaft.
Der Zusammenbruch der K-Gruppen hat ein großes Vakuum hinterlassen: Wie Jürgen Teipel die Geschichte des Punk erzählt,
in: Frankfurter Rundschau v. 03.01.

WEBER, Julian (2002): Feuilletongerechte No Future.
Jürgen Teipel weckt alte Punk-Geister,
in: Jungle World Nr.15 vom 03.04.

WEBER hat anlässlich der bevorstehenden Lesereise von Jürgen TEIPEL die Feuilletonbeiträge der Neue Mitte-Zeitungen studiert und nach Erklärungen gesucht, warum Punk nun salonfähig geworden ist:

"Statt die Medien zu kritisieren, wie Savage, wird die Definitionsmacht der Presse in Verschwende Deine Jugend nicht hinterfragt.
Die Reaktionen auf Verschwende Deine Jugend waren vielleicht auch darum recht einhellig: »Ein herrliches Auskunftsbüro« (Zeit), »ein stolzes Buch« (Süddeutsche Zeitung) oder »eine Art Punk-Familienroman« (FAZ). Nach der Lektüre von Verschwende Deine Jugend bräuchte ihr kein Punk mehr mit »Haste-ma-ne-Maak« zu kommen, befand die Rezensentin im Modemagazin Tussi Deluxe."

An der Erklärung stört nur, dass auch England's Dreaming von Jon SAVAGE in den Neue Mitte-Zeitungen breit erörtert wurde. Viel eher gilt: Gab es in den 1980ern noch einen inszenierbaren Gegensatz von Punks und Hippies, so dominieren heute die PUPPIES die Feuilletonlandschaft.

SPRINGER, Johannes (2002): Ich will, dass dein Herz hart schlägt.
Die "Chronik der Gefühle" einer Jugendbewegung,
in:
Literaturkritik, Nr.4, April v. 03.04.

 
   

Jürgen Teipel unterwegs

ROHMIG, Stefan (2002): So schön war die Zeit, sie kommt nie wieder.
Jürgen Teipel stellt mit Hilfe von Dias, Bändern und Musik sein Buch "Verschwende deine Jugend" in der U 60311-Bar vor,
in: Frankfurter Rundschau v. 04.05.

ROHMIG bespricht anlässlich einer "Lesung" von Jürgen TEIPEL den Doku-Roman:

"Verschwende Deine Jugend ist spannender als ein Kriminalroman, weil man eine Ahnung davon bekommt, was in dieser Aufbruchsphase zwischen 1977 und 1981 alles möglich war, und wie viele der Nachwirkungen heute noch zu spüren sind."

MAROLDT, Lorenz (2002): Der Kopf ist größer als der Hut.
Jürgen Teipel hat mit "Verschwende deine Jugend" die wahre Geschichte des Punk in Berlin geschrieben,
in: Tagesspiegel v. 07.05.

WEBER, Julian (2002): Deutsche Geschichten.
Irgendwo warteten immer die Einfamilienhäuser: Jürgen Teipel präsentiert heute Abend im Hafenklang seine Punk- und New-Wave-Chronik "Verschwende Deine Jugend",
in: TAZ Hamburg v. 07.05.

 
   

Das Buch in der Debatte

HARTMANN, Andreas (2001): "Ich fand 'No Future' einfach geil".
Die Beweislage ist erdrückend: Jürgen Teipels Doku-Roman "Verschwende Deine Jugend" beweist, dass Ben Becker nicht nur Berlins, sondern ganz Deutschlands größter Punk war und ist. Wer jetzt noch anderes behauptet, der lügt,
in:
TAZ Berlin v. 04.12.

ANGELE, Michael (2002): 1977, im Frühjahr unseres rottenscharfen Mißvergnügens.
Vor fünfundzwanzig Jahren entstand Punk: Häßliches als modisch stets Verläßliches und lebende T-Shirts gegen die Langeweile der Kreisstädte,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.01.

ANGELE berichtet über die europäische Punkbewegung und u. a. auch über den Dokuroman von Jürgen TEIPEL Verschwende Deine Jugend. Ohne die Punkbewegung wäre auch Michel Houellebecq, der prototypische PUPPIE nicht denkbar.

MAROLDT, Lorenz (2002): Geschichte? Wird gemacht!
"Es geht voran" ist die Hymne aller Demos. Peter Hein hat sie geschrieben, aus Versehen. Ein Treffen, 22 Jahre danach,
in: Tagesspiegel v. 30.04.

BRUCKMAIER, Karl (2003): Die Welt ist ein Fjord.
Norwegen wiederholt die Geschichte der Neuen Deutschen Welle,
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.01.

BRUCKMAIER geht zuerst auf TEIPELs Bestseller Verschwende Deine Jugend ein, um ihm dann die Vernachlässigung u. a. der Hannoveraner Szene um den STERN-Kolumnisten Hollow Skai vorzuwerfen, nur um dann am Beispiel Norwegen den Verwertungszyklus von Popstilen aufzuzeigen.
 
   

Ausstellung "Zurück zum Beton" in Düsseldorf:

HAMMELEHLE, Sebastian (2002): Rebellion der Salonmarxisten.
Die Kunsthalle Düsseldorf gedenkt mit der Ausstellung Zurück zum Beton der kurzen Blüte des Punk und New Wave in Westdeutschland,
in:
Welt am Sonntag
v. 07.07.

KNÖPFEL, Ulrike (2002): Blick zurück auf den Zorn.
Ihr Ziel war die Attacke auf Bürgergemüt und Hippie-Seligkeit - 25 Jahre nachdem sich auch in Deutschland junge Menschen mit Sicherheitsnadeln die Wangen piercten, feiert eine Düsseldorfer Schau die Rebellion der Punker als kreative Explosion,
in: Spiegel Nr.28 v. 08.07.

REINDL, Uta M. (2002): S.Y.P.H.
In Düsseldorf eröffnen Kunsthalle und Kunstverein neu: mit einer Punk-Ausstellung,
in: Tagesspiegel v. 09.07.

 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 25. Dezember 2001
Update: 27. Mai 2012