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Kerstin Grether:
Existentialismus statt Konsum
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Kerstin Grether in ihrer
eigenen Schreibe
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- GRETHER, Kerstin (2003): Die Hamburger
Schule im Chill Out.
Bis auf Weiteres eine Demonstration: Das Zick Zick-Label macht
"Geräusche für den Tag danach",
in: Frankfurter Rundschau v. 08.01.
- Inhalt:
Bei Kerstin GRETHER geht es um
"Verschwende Deine Jugend",
aber nun um den
Film,
in dem der Schauspieler STADLOBER eine Rolle spielt. Damit ist
GRETHER in Hamburg und bei Alfred HILSBERG, der einen Sampler auf
den Markt geworfen hat.
- GRETHER, Kerstin (2003): Spaß haben
und den Planeten retten.
Mit den Bands Tomte, Kettcar und Hanin Elias auf Los: Die neuen
Independent-Labels kennen keine Krise,
in: Frankfurter Rundschau v. 15.05.
- GRETHER, Kerstin (2003): Kein Gefühl
auslassen.
Abitreffen der Hamburger Schule: Blumfeld, Begemann, die
Sterne
und Britta stehen heute alle nicht mehr in der Raucherecke herum,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.08.
- GRETHER, Kerstin
(2003): Meine hysterische Musikfamilie und ich, in:
Kursbuch 154 "Die
30jährigen", Berlin: Rowohlt
-
GRETHER, Kerstin (2004): Zuckerbabys.
Romanauszüge aus der Perspektive der Hauptperson Sonja,
in: Jungle World Nr.21 v. 12.05.
- GRETHER, Kerstin (2005): Kopf und Kragen.
Der britische Pop-Autor Nick Hornby und sein Selbstmörderroman,
in: Frankfurter Rundschau v. 08.06.
- Inhalt:
Kerstin GRETHER über die Marke Hornby, den
Hornbyismus und das neue Buch
"A Long Way
Down".
-
GRETHER, Kerstin (2005): Die kleinen Gespenstinnen.
Die dicken Kinder von heute lesen morgen dicke Bücher und retten
übermorgen den Planeten: In seinem plot- und figurenreichen Roman
"Für immer in
Honig" nimmt sich Dietmar Dath unter anderem derjenigen an, die
als neue Unterschichten verteufelt werden - und gibt ihnen die Würde
zurück,
in: TAZ v. 22.08.2005
- Neu:
GRETHER, Kerstin (2008): Streber haben keinen Soundtrack.
Warum man den neuen Feminismus weder der akademischen Arroganz
noch den Hämorrhoiden-Pornos überlassen darf,
in: Die ZEIT Nr.30 v. 17.07.
- Anmerkungen:
Kerstin GRETHER kritisiert den neuen
Feminismus, der nicht popkulturell daherkommt:
"Den
neuen Feminismus eint eine Verachtung gegenüber allem, was
schnoddrig oder rockig daherkommt und es nicht nötig hat, mit dem
Einser-Abitur zu protzen. Ob Alphamädchen oder
Thea Dorns neue
F-Klasse - sie alle definieren sich über weibliches
Strebertum, weil Mädchen die besseren Schul- und
Universitätsabschlüsse machen. Und Streber haben bekanntlich keine
Soundtracks."
GRETHER
macht letztlich nur Werbung für das neue
Missy Magazine,
das ihre Pop-Kollegin
Sonja EISMANN
mit jüngeren Feministinnen mitbegründet hat. Die Frage, sind wir
noch Bohème oder Unterschicht? deutet darauf hin, dass auch dieser
Pop-Feminismus den feinen Unterschied zu den weiblichen
Niedriglöhnern außerhalb des Pop-Business wahrt.
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Kerstin Grether:
Porträts und
Gespräche
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- THESENFITZ, Claudia (2003): Sich einfach
trauen! Oder Pullis stricken.
Zum Independent-Gipfeltreffen in Hamburg wurde das Gespräch der
acht wilden Musikerinnen mit der EMMA-Reporterin. Und auch dabei
nahmen sie kein Blatt vor den Mund,
in: Emma, März/April
- DATH, Dietmar (2004): Kerstin Grether.
Zeitschriftstellerin,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.04.
- Inhalt:
Der ehemalige SPEX-Chefredakteur
Dietmar DATH
stellt Kerstin GRETHER vor, die in diversen Musikzeitschriften von
SPEX bis Intro schreibt:
"Fast mag man (...) nicht recht
glauben, daß sie (...) erst 1975 geboren sein soll, gibt es doch
im hiesigen Popjournalismus
locker zwei Dutzend pressenotorische Mittvierziger, die sich
allmählich sputen müssen, wenn sie die Reife und Durchdachtheit von
Grethers Positionen in in diesem Leben noch erreichen wollen".
- FRÖMBERG,
Wolfgang (2007): Kerstin Grether/Jörg Heiser.
Es nennt sich leider Popdiskurs,
in: Intro,
August
- Inhalt:
Kerstin GRETHER rechnet u.a. mit der
ehemaligen Spex-Avantgarde
ab:
"Die Spex-Zeit der
mittleren 90er kriegt man oft verklärend nachgetragen. Das ist
nett, aber es herrscht davon eine falsche Vorstellung. Ich war
damals - in meinen zwei, drei Jahren als Kulturredakteurin - sehr
jung und habe es als meine Aufgabe gesehen, den sogenannten
Theorie-Import in der Zeitschrift stattfinden zu lassen. Die
Redaktion wurde von etablierten Eogmanen getragen, die für sich
die Wahrheit, den Diskurs, die Theorie, die Musik und die
Gegenbewegung gepachtet hatten. Sie haben behauptet, im Prinzip
könne keiner, außer ihnen, den »großen Kulturartikel« schreiben.
Das stelle sich mal einer vor: Jörg,
Dietmar Dath, Sandra Grether, Barbara Kirchner und alle, die
wir gut fanden - Leute wie Sascha Kösch, Mark Sikora oder
Mercedes Bunz -, sollten den
großen Kulturartikel nicht schreiben können! Ich fand das total
lächerlich und anmaßend und auch den überradikalsierten
Spex-Begriff von Avantgarde zum Kotzen."
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Zungenkuss
(2007).
Du nennst es Kosmetik, ich nenn es Rock 'n' Roll.
Musikgeschichten, 1990 bis heute.
Frankfurt
a/M: Suhrkamp
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Rezensionen
-
MOHR, Christina (2007): Pop-Feminismus,
in: satt.org, März
- Inhalt:
"Oh, wie dringend nötig und längst fällig war
dieses Buch! Druckwerke, in denen die popmusikalische
Sozialisation aus männlicher Sicht dargestellt wird, gibt es
schliesslich wie Sand am Meer. Nick Hornby hat in seinen
mittlerweile zu Klassikern avancierten Romanen wie
»High
Fidelity« den typischen Popfan für alle Zeiten als
nicht-altern-wollenden, meistens weissen, männlichen Nerd
charakterisiert. Und auch der Popjournalismus wird bis heute
von schreibenden Männern dominiert, um das zu überprüfen,
braucht man nur in das Impressum eines beliebigen
Musikmagazins zu schauen. Wer wissen will »what it feels
like for a girl« muss schon etwas genauer hinsehen, sich auf
die Suche begeben. Klar, es gibt sie, Pinky Rose,
Christiane Rösinger,
Elke Buhr,
Sonja Eismann und viele andere. Aber woran liegt es, dass
das Schreiben über und das Leben mit Pop doch so überwiegend
in männlicher Hand ist?" fragt sich MOHR.
- DIEDERICHSEN, Diedrich (2007):
Pop ist immer eine Enttäuschung,
in: Frankfurter Rundschau v. 11.07.
- Inhalt:
"Sexbeat"-Chauvi
DIEDERICHSEN rezensiert die Artikel-Sammlung "Zungenkuss"
von Kerstin GRETHER:
"Kerstin Grether begann - und daher kenne ich sie noch
persönlich, was hier erwähnt sei, weil sich in der Welt
dieses Buches reichlich Leute persönlich kennen - als
Autorin und Redakteurin beim Spex der frühen Neunziger.
Daher stammen auch die im ersten Abschnitt (»Das enthemmte
Wissen. Die 90er«) gesammelten Texte: Butler'scher
Feminismus, detaillierte Diskussionen mit führenden
Gender-Theoretikerinnen und die Rehabilitierung der
Fan-Lektüre in einer damals völlig neuartigen Einheit.
Grundgedanke: Ein männliches Rock-Regime hat die
Rezeptionstechniken von Frauen und Mädchen als
minderwertiges Wissen marginalisiert".
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Rezensionen
- BUHR, Elke (2004): Weil ich ein
Mädchen bin,
in: Frankfurter Rundschau v. 23.04.
-
MOHR, Christina (2004): Kerstin Grether: Zuckerbabys,
in: satt.org, Mai
-
WURSTER, Stephanie (2004): Pop kann krank machen.
Kerstin Grether: Zuckerbabys,
in: Fluter v. 14.06.
- Inhalt:
Stephanie WURSTER präsentiert
"Zuckerbabys" als "Roman über das Popbusiness - in dem
Grether als langjährige Musikjournalistin sich gut
auskennt".
- LANGE, Nadine (2004): Perverse
Hungerwelten.
Niedlich ist kein Kompliment: Kerstin Grethers
Roman-Debüt bulimisiert die Pop-Literatur,
in: Tagesspiegel v. 29.06.
-
RAPP, Tobias (2004): Liebe geht durch den Magen.
Auch ein Roman über
die Magersucht, vor allem aber Popliteratur im besten Sinne:
"Zuckerbabys", der Debütroman der Popjournalistin Kerstin
Grether,
in: TAZ v. 10.07.
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