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- TERKESSIDIS, Mark (2000): Langer
Abschied vom Anderssein.
"Spex" galt einmal für viele Leute als "die
beste Band Deutschlands". Doch der Niedergang für das Zentralorgan
der Popdissidenz begann schon in den frühen Neunzigern. Ein
Rückblick aus beteiligter Sicht,
in: TAZ
v. 17.02.
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TERKESSIDIS, Mark (2000): Gezierte
Kontaktaufnahme,
in: Freitag Nr.18 v.
28.04.
- TERKESSIDIS, Mark (2000):
Deutschland AG ohne Interessenkonflikte?
Und wenn es schief geht, dann war eben noch nicht genug
Neoliberalismus,
in: Tagesspiegel v.
22.05.
- TERKESSIDIS, Mark (2000): Das
klaustrophobische Subjekt,
in: Die ZEIT Nr.41 v.
05.10.
- TERKESSIDIS, Mark (2001):
Die besten Rocksongs aller Zeiten.
Thomas Steinfeld schreibt über seine
Lieblingsplatten,
in: Literaturen
Nr.2, Februar
- TERKESSIDIS, Mark (2001): Rheinischer
Grieche.
Heimatkunde (9): Jenseits statischer
Miniparadiese,
in: Frankfurter Rundschau
v. 03.02.
- TERKESSIDIS, Mark (2001): Der Blick
aus der Limousine.
Seit fünfzehn Jahren bespielt der Soziologe
Ulrich Beck jedes verfügbare öffentliche Forum mit seinen höchst
anschlussfähigen Trendformeln. Doch bei seinen metapolitischen
Diagnosen ist Empirie Mangelware. Eine kritische Bilanz,
in: TAZ
v. 17.02.
- TERKESSIDIS, Mark (2001):
Rebellion in der Geschmacksdiktatur.
Pop-Kultur ist anstrengend: Man muss die
richtigen Sachen tragen und die richtige Musik hören. Pop ist ganz
und gar Konsum geworden. Nun regt sich zaghaft Widerstand. Aber kann
man in der Pop-Kultur gegen die Pop-Kultur arbeiten?
in: Tagesspiegel
v. 23.06.
- Inhalt:
Die zentrale
These von TERKESSIDIS lautet:
"Werbung und Marketing haben
die rebellischen Gesten der Populärkultur übernommen und deren
Protagonisten sprachlos gemacht".
Die Kulturkritik ex-linker
Provenienz ist demnach heute fester Bestandteil der
Konsumideologie geworden. "Was ist heute cool?"
gehört zur entscheidenden Frage derjenigen, die in der
Konsumgesellschaft nicht sozial isoliert sein wollen.
Das
Buch "Generation
Golf" von Florian ILLIES ist Ausdruck einer Sozialisation
durch Massenkultur, die Rebellion durch Konsum ersetzt hat. Das
Buch gehört zusammen mit der
Popliteratur
zur neuesten "Version des bürgerlichen Bildungsromans".
TERKESSIDIS erläutert am
Beispiel der Band "Blumfeld"
sowie der Musiker Jan Delay und Matthew Herbert die verschiedenen
Artikulationsweisen von Kritik innerhalb der Populärkultur.
Die
von David BROOKS als
"Bobo" bezeichnete Bildungselite ist das Sinnbild einer
sozialen Gruppe, die den rebellischen Gestus mit einem
wohlhabenden und erfolgreichen Leben in Einklang gebracht haben.
Hinter der Bobo-Fassade
verbirgt sich nach Meinung von TERKESSIDIS jedoch das "Schwanken
zwischen Angst und
Ekel", wie es auch von
Jochen Distelmeyer (Blumfeld)
und
Michel HOUELLEBECQ
zum Ausdruck gebracht wird.
Was für frühere Bildungseliten
die Hochkultur war, das ist für die neue Elite die Populärkultur:
"Platten, Videos und Stilfragen sind für die Identität der
heutigen Neobürger ebenso bedeutungsvoll wie die Hochkultur in
vergangenen Tagen".
Jegliche Totalopposition ist
für TERKESSIDIS unmöglich: "Auch der Einspruch gegen die
konsumistische Differenzkultur ist - eine Differenzgeste. Vor
allem dann, wenn dem 'Ihr', von dem sich der Kulturschaffende
abwendet, kein soziales 'Wir' mehr gegenübersteht, sondern
zunächst bloß ein Individuum."
Einzig die Aufklärung über die
Popkultur - "Alphabetisierung in Sachen Pop" - weist einen Ausweg
aus der "Differenzhölle".
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TERKESSIDIS, Mark (2001): Melodie einer
Zeit.
Im Halseisen der
Klischees. Viviane Forrester und Matthias Horx markieren zwei
extreme Meinungs-Pole zum Thema Globalisierung,
in: Freitag Nr.33 v. 10.08.
- Inhalt:
TERKESSIDIS
stellt der Globalisierungsgegnerin FORRESTER den
glücklichen Globalisierer
Matthias HORX
gegenüber.
"Dass Horx ein
lächerlicher Ideologielieferant ist, wäre vielleicht nicht mal so
tragisch, wenn er denn irgendwelche brauchbaren Beschreibungen
liefern würde. Kürzlich erschien auf Deutsch das Buch des
US-amerikanischen Wirtschaftsjournalisten
David Brooks über die »Bobos«,
die neue »Bildungselite«. Auch Brooks liebt das Objekt seiner
Studie und zählt sich gar selbst dazu. Doch sein Buch war voll von
interessanten Beobachtungen. Bei Horx findet sich nichts
derartiges."
- TERKESSIDIS, Mark (2003): Völlig
losgelöst.
Der Kapitalismus ist wieder ein Thema für Intellektuelle - doch
ihrer Kritik fehlt der Bezug zur eigenen Tradition wie zur Praxis
der Protestbewegungen,
in: Literaturen Nr.3, März
- Kommentar:
Mark TERKESSIDIS bespricht neue Bücher von
Naomi KLEIN ("Über Zäune und Mauern"),
Ulrich BECK ("Macht und Gegenmacht im globalen Zeitalter"),
Axel HONNETH ("Befreiung aus der Mündigkeit") und Christine
BUCHHOLZ u.a. ("Unsere Welt ist keine Ware").
Von den deutschen Autoren ist
TERKESSIDIS wenig begeistert. Die wichtigste Informationsquelle
ist für den Autor das Internet, denn Aktivisten brauchen weniger
Theorie als Information.
Bezeichnend auch, dass er mit Joachim
HIRSCHs & Roland ROTHs "Das neue Gesicht des Kapitalismus. Vom
Fordismus zum Post-Fordismus" ein vergriffenes Buch aus dem Jahr
1986 empfiehlt. Sein Fazit:
"Die
»Multitude« zu denken ist in Deutschland weiterhin das
schwierigste Problem. Die Praxis der vielfältigen Subjektivitäten
hat keinen Platz in den idealistischen Großlösungen Ulrich Becks,
in den ängstlichen, anti-marxistischen Leitbegriffen der
»Kritischen Theorie« oder in der Sehnsucht von Trotzkisten nach
der Einheitsorganisation."
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TERKESSIDIS, Mark (2003): Bloß kein
"Rückfall in die alte Scheiße".
Warum der frühe Tod des Studentenführers eine praktisch
orientierte Kritik am Kommunismus in Deutschland verhinderte,
in: Literaturen, April
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TERKESSIDIS, Mark (2004): Konsumiert, was euch kaputt macht.
Über die Verwandlung kritischer Veranstaltungen in ästhetische
Spektakel. Und die neoliberalen Arbeitsverhältnisse in der
Neoliberalismuskritik,
in: TAZ v. 02.10.
- Inhalt:
TERKESSIDIS beklagt die politische
Folgenlosigkeit globalisierungskritischer Veranstaltungen, denen das
Umfeld einer breiten sozialen Bewegung fehlt:
"»Spannend« ist das Wort der Stunde. Spannend ist
alles mögliche, aber besonders spannend sind Veranstaltungen.
Globalisierungskritik in Häppchen am Theater. Toni Negri und Michael
Hardt, die von Riesenleinwänden herunterpredigen. Zum Witz geronnene
linke Theoriekaskaden im Zelt. Dokumentarische Ausstellungen über
Prostitution im Grenzland. Die Grenze im Allgemeinen. Bootsfahrten
im Palast der Republik. Besichtigungsfahrten durch die koloniale
Archäologie der Stadt. Selbst der Kommunismus wird wieder spannend,
wenn denn der Kongress dazu tanzt. Was »spannend« ist, das spielt
sich in »mobilen Akademien« ab, auf »beweglichen Landkarten« oder in
»Zwischennutzungen«. Meistens jedoch in Theatern, Museen oder an
Ausstellungsorten. Je mehr es aus der Politik tönt, es gebe keine
Alternativen mehr, und je mehr die Kritik als sinnlose
Beschäftigungstherapie für professionelle Bedenkenträger desavouiert
wird, desto stärker wandern Politik und Kritik in die spannende
Veranstaltung aus."
Desweiteren beklagt TERKESSIDIS die
Selbstausbeutung von Akademikern im mittleren Lebensalter, die nicht
selten in der Depression endet.
Alain
Ehrenberg - Das erschöpfte Selbst
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TERKESSIDIS, Mark (2005): Die neuen
Rechthaber.
Groß-Thesen haben ihre Tücken: Die aktuelle Kritik am
Kapitalismus und Globalisierung verrät einiges über das Wir-Gefühl
der Intellektuellen,
in: Literaturen Nr.6, Juni
- Inhalt:
Mark TERKESSIDIS rezensiert gleich - auf den
ersten Blick - 5 ganz unterschiedliche Bücher:
Reinhard SPRENGERs "Der dressierte Bürger", Hans-Peter
BARTELs
"Victory-Kapitalismus",
Peter SLOTERDIJKs "Im Weltinnenraum des Kapitals",
Robert MISIKs
"Genial
dagegen" und Johano STRASSERs "Kopf oder Zahl".
Die Gemeinsamkeiten sieht
TERKESSIDIS zum einen darin, dass alle dem deutschen
Idealismus verhaftet sind und deshalb in Mentalitäten das
Hauptproblem sehen, zum anderen sieht sich jeder Autor als
"paradigmatischer Bürger".
TERKESSIDIS fragt sich dagegen
wie ein Gemeinwohl definiert werden kann, angesichts der
Heterogenität der Bevölkerung, die gespalten ist "nach
Chancen, nach Klassen, nach Geschlecht, nach
geschlechtlicher Orientierung, nach Ethnizität".
Nichtsdestotrotz liebäugelt
TERKESSIDIS mit dem politischen Programm von Hans-Peter
BARTELS, der die Politik der sozialen Inklusion aus
Großbritannien in Deutschland salonfähig machen möchte.
Antidiskriminierung bedeutet für
TERKESSIDIS z.B. dass Theater nur noch dann gefördert werden
sollen, wenn ihr PUBLIKUM sozial repräsentativ ist (Die
Repräsentativität der TheaterARBEITER bleibt dagegen
unberücksichtigt!).
- Neu:
TERKESSIDIS, Mark (2005): Ich will nicht reden müssen.
Nicht alles, was eine Debatte
sein möchte, ist auch eine. Einem Strukturwandel der intellektuellen
Öffentlichkeit, der die verallgemeinerte Beobachtung, das Halbwissen
und die starke Meinung der Recherche vorzieht, sollte man sich
entziehen. Eine Antwort auf das Gesprächsangebot von Ulf Poschardt,
in: TAZ v. 08.10.
- Inhalt:
Mark TERKESSIDIS will in
Ulf POSCHARDT
keinen Ex-Linken erkennen, sondern hält ihn für einen Poser.
Auch
eine revolutionäre Elite sieht TERKESSIDIS in Deutschland nicht am
Werk, sondern "in
Deutschland bestehen die Eliten aus einem neofeudalen Klüngel von
Menschen, deren Eltern und Großeltern auch schon Elite waren und die
hauptsächlich daran interessiert sind, die Eliteposition auch für
ihre Kinder zu sichern. Diese
Elite ist sozial ungefähr so durchlässig, wie die Berliner Mauer es
war - Leistung zählt da gar nichts."
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