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Maximilian Hecker:
Porträts
und Gespräche
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BARTELS, Gerrit (2003): Der Wimp in
mir ist der Wimp in dir.
Wenn sich Selbstbewusstsein und Narzissmus immer wieder in die
Quere kommen mit Schüchternheit und Unbeholfenheit: Der Berliner
Singer und Songwriter Maximilian Hecker präsentiert auf seinem neuen
Album "Rose" Songs voller Pathos, Herzschmerz und
juvenil-romantischem Verlangen,
in: TAZ v. 29.04.
- Kommentar:
BARTELS war im Berliner Kaffeeburger bei einem Konzert von
HECKER. In seiner Konzertkritik rückt er erst einmal ein Klischee
zurecht, das Gustav SEIBT bei seiner Besprechung des
Romans "In
Plüschgewittern" von Wolfgang HERRNDORF in die Welt gesetzt hat.
Gleichzeitig bringt er die Lokalität mit der Karriere von HECKER
zusammen:
"So
aus allen Nähten platzt es in der Regel nur, wenn
»Russendisko«
ist. Meist finden hier unter der Woche Lesebühnenabende und
Verbrecherversammlungen statt, viel Pop der anderen Art, Off-Pop
sozusagen. Mitnichten ein Ort, in dem ȟberall nur ganz, ganz junge
Leute in Trainingsjacken rumstehen«, wie es in einem Berlinroman
heißt, sondern in dem sich eine Mischung aus alter
Prenzlauer-Berg-Boheme, letzten linken Studenten und jüngeren
Neue-Mitte-Hassern trifft. Hier werden alter Mief und angestrengte
Kleinkunst aufs Beste mit Weirdotum und stranger Hipness versöhnt,
hier wirkt so ein blass-zartes Popstarjüngelchen mit Sixties-Frisur
und Modparka wie Maximilian Hecker wie ein Wesen von einem anderen
Stern.
Andererseits ist die Umgebung des Kaffee Burger Heckers angestammter
Hometurf. Und auch seine kleine Erfolgsgeschichte ist eine, die in
Berlin-Mitte ihren Ursprung hat und dabei vom Niedergang der New
Economy und vom Clubsterben nicht mal am Rande tangiert worden ist.
Möglicherweise wird Hecker mal ein Evergreen, so wie das Kaffee
Burger."
-
Neu:
HOFER,
Sebastian (2003): Pein und Peinlichkeit.
Ein neuer Romantizismus hält Einzug im Pop: Der Berliner
Maximilian Hecker und der französische Gainsbourg-Nachfahre Benjamin
Biolay arbeiten an Updates des guten alten Liebeslieds,
in: Profil Nr.20 v. 12.05.
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Pressestimmen
"Maximilian Hecker lässt sich viel Zeit.
Dicht gedrängt, aber geduldig wartet das Publikum über
zwei Stunden darauf, dass Hecker an diesem Freitagabend
im Berliner Kaffee Burger die Bühne betritt und erstmals
die Songs seines neuen Albums »Rose« live vorstellt.
Songs, die voller Pathos, Herzschmerz und
juvenil-romantischem Verlangen sind, die »My Love For
You Is Unsane« oder »I Am Falling Now« heißen und die so
klingen, als würden sie von einem schüchternen
Sensibelchen stammen, das ungern seine sicheren vier
Wände verlässt."
(Gerrit Bartels in der TAZ vom 29.04.2003)
"So
gebrochen die öffentliche Figur Heckers auch sein mag,
seinen Liedern kann eine stringente Linie nicht
abgesprochen werden. Sie heißt, um es noch einmal zu
betonen: Liebe.
Unerfüllte Liebe, erweitert um das Pathos der
verzweifelnden Sehnsucht. Stilisiert wie das Bild der
schwarzen Rose, die das Cover ziert – oder auch jene
Fotografie im Booklet, die Hecker als jugendlichen
Selbstmörder zeigt. Überhaupt spielt das Suizidale eine
eminente Rolle auf »Rose«, der
persönliche Weltuntergang, den Hecker nicht müde wird zu
besingen – und dabei aber keineswegs vergisst, auch die
angenehmen Seiten gepflegter Melancholie zu preisen."
(Sebastian Hofer im Profil vom 12.05.2003)
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