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Rocko Schamoni:
Dorfpunks
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Kurzbiographie
- 1966 geboren
- 1991 - 1994 Mitbetreiber des
Pudel's Club im Hamburger Schanzenviertel
- 1995 - 1999 Mitbetreiber des
Golden Pudel Club am St. Pauli Fischmarkt
- 2004 Roman
"Dorfpunks"
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Rocko Schamoni in seiner
eigenen Schreibe
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- SCHAMONI, Rocko
(2004):Wo es immer nass ist.
Pop kommt aus der Provinz:
In Lütjenburg an der Ostsee wird ein Nichtskönner zum King,
in: Tagesspiegel v. 25.09.
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Rocko Schamoni: Gespräche
und Porträts
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- GORBAUCH, Tim (2002): Auch ein
Ostseejunge will mal schlafen.
Maximale Freiheit angestrebt:
Rocko Schamoni über das Süßliche in der Musik, den Punk und die
Ironie,
in: Frankfurter Rundschau v. 18.11.
- Inhalt:
Rocko SCHAMONI u.a. über Ironie:
"Und
wie ist's mit der Ironie?
Das ist eine schwierige Frage.
Stuckrad-Barre und die
neuen deutschen Literaten haben in
Tristesse Royal ja zum Großangriff auf die Ironie geblasen und
da unter anderem auch den Pudel Club, Schorsch Kamerun und mich
attackiert. Ich hab das nie begriffen, weil ich mich nicht als
Ironiker sehe. Das klingt so nach Stefan Raab oder Guildo Horn.
Aber es gibt doch auch viel
subtilere Formen von Ironie. Für Richard Rorty ist Ironie sogar eine
Lebenshaltung, die nicht mehr auf Wahrheit aus ist, sondern auf
»Vermeidung von Grausamkeit«. Das müsste dir doch gefallen.
Ich beschreibe es lieber anders. Ich zersplittere Material, um
Sinn aufzulösen beziehungsweise anders darzustellen. Ich fasse
Klischees zusammen, paradiere mit Abziehbildern und stelle sie in
einen anderen Kontext. Ironie ist mir als Wort dafür zu klein, auch
wenn sie natürlich manchmal Teil meiner Technik sein kann."
- KUHN, Wiebke Anabess (2003): 1987 - 1997.
Die Hamburger Schule, in:
Christoph Twickel (Hg.): Läden, Schuppen, Kaschemmen. Eine Hamburger
Popkulturgeschichte, Hamburg: Nautilus, S.128-178
-
BÖSECKE, Ina (2004): Vom Glanz der Erfolglosigkeit.
Gespräch mit Rocko Schamon
über spießigen Punk, männliche Gewalt, langweiligen Perfektionismus
und den alltäglichen Mahlprozeß,
in: junge Welt v. 26.06.
-
RABE, Jens-Christian (2009): Hochstapelei.
Gespräch mit Rocko Schamoni,
in: Süddeutsche Zeitung v. 18.04.
-
HEMPEL, Lasse Ole (2009): Ein Dorfpunkt am Tor zur Welt.
Über den Musiker, Entertainer und Schriftseller Rocko Schamoni,
in: DeutschlandRadio v. 20.04.
- Neu:
MÜLLER, Kai (2009): "So einfach war das damals".
Punk und die Erinnerungskultur: Rocko Schamoni spricht über
seinen autobiografischen Roman, Steuererklärungen und revolutionäre
Songs
in: Tagesspiegel v. 21.04.
-
TWICKEL, Christoph (2009): Aber wie
sollte es sonst sein?
in: Spex Nr.320, Mai/Juni
- Inhalt:
Rocko SCHAMONI u.a. über
Punk-Verweigerung als Erfolgsmodell:
"Christoph
Twickel: Es gibt seit einiger Zeit die These, dass die
Punk-Verweigerung im Grunde ein spätes, aber nachhaltiges
Erfolgsmodell ist. Lorenz Schröter etwa hat
im SZ-Magazin vor einiger Zeit an den Oehlen-Brüdern, Daniel
Richter, Schorsch Kamerun, Tim Renner und Ihnen und einigen anderen zu
beweisen versucht, dass die Punk-Vergangenheit Sie alle »mit einer
besonderen Energie und Durchsetzungskraft ausgestattet« habe"
Rocko
Schamoni: Als wenn wir quasi getarnt in den Kampf gezogen wären, um
insgeheim auf die Chefsessel derjenigen zu klettern, die wir vorher
als Arschlöcher beschimpft haben. Als sei es nicht um andere Ziele
gegangen, sondern um Erfolg. Ich sehe mich nicht als jemanden, der in
der gesellschaftlichen Hierarchie an einen Ort gekommen ist, den er
verteidigen möchte. Ich habe keine Machtposition. Ich bin auch nicht
besonders stolz auf das, was ich erreicht habe. Ich kann jetzt seit
fünf Jahren zum ersten Mal gut davon leben. Von meinem eigenen Werk
finde ich im Nachhinein etwa fünfzig Prozent scheiße. Aber es gab eben
auch Sachen, die wir gemeinsam erschaffen haben, die richtig gut waren
und sind, Orte wie den Pudel Club zum Beispiel. Den haben wir nicht
aufgemacht, um erfolgreich zu sein, sondern um uns einen eigenen Platz
zu schaffen. Ich fühle mich immer schäbig, wenn ich als Erfolgsmodell
dargestellt werde. »Sternstunden« zum Beispiel ist bevölkert von
Toten: Tobias Gruben, Sigurd Müller, Norbert Karl... Alle diese
Gestalten sind Tote, die ich wieder zum Leben erwecken wollte. Die
waren zum Teil viel weiter als ich. Eine solche Erfolgsthese tut aber
so, als hätten die ihr Leben umsonst gelebt - was ich nicht so
empfinde."
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Klappentext
"Hatte
die taz recht, als sie schrieb, Rocko Schamoni sei
»lustiger als hierzulande erlaubt, und ernster als
hierzulande gewünscht«? Natürlich, dieses Buch ist
der Beweis. Es ist die Erinnerung an eine Jugend,
wie sie viele hatten. Kühe, Mofas, Bier,
Konfirmanendenunterricht, Schulstress, Liebeskummer
und die tödliche Langeweile auf dem flachen Land,
die Windstille am Ende der schlimmen Siebziger. Doch
dann kam PUNK, und PUNK kam auch nach Schmalenstedt
in Schleswig-Holstein"
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Rezensionen
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JP (2004): Rocko Schamoni.
Harter Dorfpunk im Ohrensessel,
in: Welt v. 07.06.
-
ROTHAUG, Andrea (2004): Sein Kommando.
Niemand muß ein
Dorfdepp bleiben, jeder kann wegziehen oder Punk werden oder
beides: Rocko Schamoni über ein hartes Los, das stärker und
schöner macht,
in: junge Welt v. 26.06.
-
WICKING, Malte (2004): Die Freiheit auf dem Lande.
Rocko Schamoni: Dorfpunks,
in: Fluter.de v. 19.07.
- RIESSELMANN, Kirsten (2004):
Hoch in der Jungshierarchie.
Rocko Schamoni
verarbeitet in "Dorfpunks" seine harte Punkrocker-Jugend,
in: Berliner Zeitung v. 14.07.
- MÜLLER, Kai (2005): Der
Dorfpunk.
Pop & Provinz: Rocko Schamonis Erstlingsroman,
in: Tagesspiegel v. 26.07.
- Inhalt:
Kai MÜLLER über Provinz und Pop:
"Pop
wird in der Provinz erfunden. Nirgendwo ist es echter als
dort, wo Diskotheken »Meier’s« heißen. Deshalb funktioniert
»Dorfpunks« auch bestens als literarische Fiktion, während
Jenny Zylkas
»Beat, Baby, Beat« (...), die Pseudo-Biografie einer
Berliner Frauenband, nur Gerede ist. Harmlos, witzlos. In
einer Stadt wie Berlin kommt es nicht darauf an, dass sich
irgendwer mit irgendwem zusammentut, um eine Band zu
gründen. In Schmalenstedt schon. Oder in Timmendorf. Wo auch
immer."
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Lesungen von Rocko
Schamoni
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SCHEIBE, Florian (2004): Wir warn die Härdesten.
Rocko Schamoni liest im Deutschen Theater,
in: Jungle World Nr.28 v. 30.06.
- SCHRÖDER, Christoph (2005):
Lockere Schrauben,
Es ist möglich,
alles richtig zu machen: Rocko Schamoni liest im Mousonturm
aus seiner Autobiografie "Dorfpunks",
in: Frankfurter Rundschau v. 10.03.
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WEBER, Julian (2009): So etwas macht heute keiner mehr.
Rocko Schamonis "Dorfpunks" wird derzeit verfilmt. Seine
Biografie beschreibt lustig und schwungvoll das Punksein im
Westdeutschland der 80er-Jahre. Für die jungen Schauspieler ist das
sehr weit weg. Eine Ortsbegehung an der schleswig-holsteinischen
Ostsee bei der Schrammfilm-Produktion,
in: TAZ v. 13.01.
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weiterführende
Links
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