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Thomas Meinecke: Für einen  Hippie  zu jung, für einen Punk zu alt

 
       
   
  • Kurzbiographie

 
       
     
       
   

Thomas Meinecke in seiner eigenen Schreibe

 
   
Die Netznotizen in der Debatte:

CORINTH, Ernst (2005): Netznotizen eines Zeitgenossen.
Pop-Literat Thomas Meinecke schreibt sechs Monate lang im und fürs Internet,
in: Telepolis v. 29.05.

RÜHMKORF, Peter/MEINECKE, Thomas/BUCH, Hans Christoph (2006): Er hat mich einen Mörder genannt.
Zwei Freunde erinnern sich an Streit und Versöhnung, und ein Schüler feiert den Mann, der ihn zum Schriftsteller machte, 
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 26.02.

Thomas MEINECKE erzählt u.a. von seiner Beziehung zu Hubert FICHTE, zur Hamburger Diskothek Grünspan und von Bernd CAILLOUX:

"Das Publikum im Grünspan war gemischt, am einen Ende des Spektrums gab es hedonistische, einem literarisierten Anarchismus zuneigende Gymnasiasten wie mich, (...) am anderen Ende, zunehmend, je näher der Morgen kam, Huren und Zuhälter. Gemeinsamer Nenner aller Beteiligten: Glam. Mein erstes eigenes Buch Hubert Fichtes sollte dann 1975 die rororo-Ausgabe von Detlevs Imitationen - Grünspan sein. Ich konnte es gar nicht glauben, daß einer da, zwanzig Jahre äler al ich, den Namen meiner liebsten Diskothek auf den Titel seines Romans gesetzt hatte, und schloß diesen Autor endgültig in mein Herz.
          
Mehr als zehn Jahre später lernte ich in Bernd Cailloux einen Schriftsteller kennen, der für die revolutionäre Light Show des Grünspan verantwortlich gewesen war.

Neu:
MEINECKE, Thomas & Eckhard SCHUMACHER (2012): Geradeaus Wilhelmsburg. In: Mark Greif u. a. (Hrsg): Hipster - eine transatlantische Debatte, Berlin: Suhrkamp Verlag

 
       
   

Thomas Meinecke: Porträts und Gespräche

 
   

BOENISCH, Peter M. (2001): Von der Straße in den Kopf.
Seit 21 Jahren spielt "FSK" die Rolle des profilierten Außenseiters - nun gibt's eine CD und Konzerte zum Erwachsenwerden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.02.

HARTWIG, Ina (2001): Glamour am Abgrund.
Thomas Meinecke über die Auswirkungen der Anschläge,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.09.

NIEDENTHAL, Clemens (2004): "Das, was wir auflegen, ist EU-Musik".
Zu Zeiten des Format-Radios geht das Medium für Musik von Format verloren. Es gibt zwei Ausnahmen: Klaus Walters "Der Ball ist rund" (mittwochs um 23.05 Uhr auf HR 2) und der "Zündfunk" mit Thomas Meinecke (täglich um 19.00 Uhr auf BR 2). Ein Round-Turntable-Gespräch über Radio und Pop,
in: TAZ v. 23.04.

LANTZ, Marek (2004): "Ich würde mich nicht als deutsch definieren".
Gespräch mit Thomas Meinecke über Stimme und Maschine, über Nazibegriffe und Gendertrouble, Techno und Black Music,
in: junge Welt v. 22.05.

HILD, Marko (2004): Abwechslungsreiche Kontinuität.
Ein Interview mit Thomas Meinecke,
in: satt.org v. 04.09.

NOLTZE, Holger (2004): Der Treibstoff ist Neugier.
Literarische Fahrten im Meer der Verweise. Ein Porträt des Erzählers und Musikers Thomas Meinecke,
in: Literaturen, Nr.10, Oktober

PEITZ, Dirk (2005): Mädchen malen anders.
Frauen und Männer: Neueste Ermittlungen im Krisengebiet (Ende). Gespräch mit dem Künstlerehepaar Michaela Melián und Thomas Meinecke über Kunst und Feminismus,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.06.

Michaela MELIÁN und Thomas MEINECKE parlieren zum Abschluss der SZ-Serie über Postfeminismus, Frauenliteratur und Väterliteratur, den Trend zum Sofabild (männlich dominierte Leipziger Schule) und das neue Spießertum:

"Meinecke: Die meisten ehemaligen Hippies, die heute Eltern sind, haben ihr Linkssein längst in Stickereien auf Sofakissen verarbeitet. Deren Kinder können die durch ein konservatives Weltbild nun wirklich nicht schocken. Eher stimmt das Klischee nicht von den duften, weltoffenen 50-Jährigen. Oder ganz selten - wir beide sind vielleicht so welche".

HARTWIG, Ina (2005): Sind sie konservativ, Thomas Meinecke?
in: Frankfurter Rundschau v. 06.07.

Thomas MEINECKE outet sich als Feuilleton-Katholik, der äußerlich zur Generation Golf gehört haben könnte, als es sie noch gar nicht gab, aber mental liegen dazwischen dann doch Welten:

"es macht mir Spaß, gegenüber denen, die sich als progressiv gerieren, als Konservativer in Erscheinung zu treten. Zum Beispiel in der Schule: Wir hatten in Hamburg bereits in den mittleren Siebzigern Lehrer, die durch »68« gegangen waren, so dass wir im Unterricht Jerry Rubin lasen oder Günter Amendts Sexfront, und die Lehrer wollten unbedingt von uns geduzt werden. Ich erinnere mich, wie ich im Philosophieunterricht Nietzsche lesen wollte, das war schon so ein konservativer Affekt; und nach dem Abitur habe ich mir meterweise Ernst Jünger gekauft. Ich habe sogar gedacht, vielleicht gibt es die Möglichkeit zur Konservativen Revolution. Im Endeffekt bin ich aber doch ein alter Linker."

AKRAP, Doris (2008): "Vogueing ist katholisch".
Interview mit Thomas Meinecke über Katholizismus und Sexualität,
in: Jungle World Nr.43 v. 23.10.

MANGOLD, Ijoma (2010): "Ich bin ein bibliomanischer Schreiber".
Ein Gespräch mit Thomas Meinecke, dem Altmeister des literarischen Samplings, über Montage, Plagiat und andere literarische Ab- und Umschreibetechniken,
in: Die ZEIT Nr.8 v. 18.02.

Anlässlich der Debatte um das Buch Axelotl Roadkill von Helene HEGEMANN interviewt Ijoma MANGOLD den Schriftsteller zum Thema.

RABE, Jens-Christian (2010): Im Datenhagel der Verweishölle.
Der Schriftsteller Thomas Meinecke über den Zusammenhang von Literatur und humpelnden Beats,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.02.

 
       
   

Thomas Meinecke in der Debatte

 
   

HARTWIG, Ina (2006): Katholische Rêverien.
Ich glaube, also bin ich: Schriftsteller im Bekenntnisrausch,
in: Frankfurter Rundschau v. 19.07.

In der Feuilletoncommunity herrscht Einigkeit darüber, dass Protestantismus als unhip, Katholizismus als heiß gilt, erläutert Ina HARTWIG. Single-generation.de hat bereits im April 2004 - also lange bevor die Feuilletonkatholiken sich nach der Papstwahl outeten - die Katholisierung der Berliner Republik vorhergesagt. HARTWIG stellt nun mit Thomas MEINECKE einen popkulturell versierten Neukatholiken vor:

"Zu den Spielern unter den neuen Katholiken gehört der bestgelaunteste deutsche Schriftsteller, der DJ und Musiker Thomas Meinecke. Dass dieser in seinen Romanen die angesagten post-post-post-strukturalistischen Theorien thematisiert, besonders wenn sie Genderfragen betreffen, also eine feinere Form der Sexualität, ist bekannt. Meinecke, ein in der Hamburger Diaspora aufgewachsener Katholik, toppte unlängst seinen theorielüsternen Konstruktivismus durch einen Kunstgriff. Der katholische Priester sei ein drittes Geschlecht (Kraft-Ebbing lässt grüßen), begeisterte er sich auf der Frankfurter Megatagung Kulturzone 06."

 
       
   

Jungfrau (2008)
Frankfurt a/M: Suhrkamp

 
   
     
 

Klappentext

"Läßt sich erotische Annäherung auch im Sinn einer Asymptote vollziehen? Lothar erforscht das gemeinsame Werk des Theologen Hans Urs von Balthasar und seiner legendären Amica, der Ärztin und Mystikerin Adrienne von Speyr. Er glaubt sich einem unglaublichen Liebesdrama auf der Spur. Und Lothar selbst, ein von den Theaterwissenschaften zur katholischen Theologie sowie zu sexueller Enthaltsamkeit konvertierter Student, gerät zunehmend in Gewissenskonflikte mit seiner hoch und heilig gelobten Haltung: Das Charisma der Klavierspielerin Mary Lou stellt ihn vor Versuchung und Versagung.

Wie in Tomboy entwickelt das Diskursnetz in Jungfrau ein burleskes Eigenleben. Hollywoods B-Film-Ikone Maria Montez sowie ihr Wiedergänger Mario Montez sind darin ebenso verstrickt wie Clemens Brentano, der jahrelang Visionen einer stigmatisierten Nonne protokollierte, Ronald Tavel, Begründer des Theatre of the Ridiculous, der Camp-Filmer Jack Smith oder die Jazzpianistin Jutta Hipp."

 
     
 
       
   

Rezensionen

FASTHUBER, Sebastian (2008): "Warhol ist der größte Katholik",
in: Falter Nr.39 v. 24.09.

BARTMANN, Christoph (2008): Unaufhaltsame Lesererwartung nach dem Akt.
Wie man mit sub-akademischen Zitierorgien das erotische Raffinement steigert: Thomas Meineckes Roman "Jungfrau" enthüllt die Reize der freiwilligen Selbstkontrolle,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.10.

RÜTHER, Tobias (2008): Ist es egal, wer liest?
Thomas Meinecke kodiert wieder,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.10.

HIRSCH, Anja (2009): Katholische Küsse,
in: Frankfurter Rundschau v. 08.01.

MORITZ, Rainer (2009): In der Geschlechtssphäre.
Thomas Meineckes Roman über Jungfrauen, Jazz und Jack Smith,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 08.01.

WIEMERS, Carola (2009): Roman für Theorieversessene,
in: DeutschlandRadio v. 13.01.

BARTELS, Gerrit (2009): Keusch, aber sexy.
Offen sein für die Qual der echten Liebe: Thomas Meineckes neuer Roman "Jungfrau",
in: Tagesspiegel v. 20.02.

ROHLF, Sabine (2009): Sex mit dem Heiligen Geist.
Thomas Meineckes Collagen-Roman über Keuschheit, Körper und Kirche,
in:
Berliner Zeitung v. 26.02.

 
       
   

Musik (2004)
Frankfurt a/M: Suhrkamp

 
   
     
 

Klappentext

"Die Geschwister Karol und Kandis leben zusammen in Wolfratshausen. Sie erforschen die Umgebung nach den Spuren von D.H. Lawrence und Frieda von Richthofen, Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé. Auch die ehemaligen Dynamit-Werke erregen ihr Interesse.
Karol arbeitet als Flugbegleiter bei der Lufthansa. In seiner Freizeit widmet er sich Resignifizierungen der Musik: wenn leichtverständlicher Swing zu schwierigem Bebop umkodiert wird oder Disco als House Music erneut in den Underground abtaucht. Karol gerät in den süßen Bann der Queer Music und der Ästhetik des Camp, die er mit seinen Kolleginnen und Kollegen in diversen Hotelzimmern der Welt auslotet. Seine heterosexuelle Orientierung erkennt er dabei gleichsam als das Andere der Homosexualität.
Kandis ist Schriftstellerin, zieht sich hin und wieder in eine Almhütte zurück und beschäftigt sich mit historischen Ansätzen zu Weiblichem Schreiben. Die Figuren ihres gerade entstehenden Romans, König Ludwig I. von Bayern, König Ludwig II. von Bayern, Lola Montez, Claudia Schiffer und viele andere mehr, wollen am selben Tag wie sie Geburtstag haben. Der Tag ist gleichzeitig der Todestag von Friedrich Nietzsche und Aaliyah. In wachsender Überschneidung ihrer Themen tauschen sich Karol und Kandis aus und landen dabei unweigerlich bei der Frage: Was ist eigentlich ein Mann?"

 
     
 
       
   

Rezensionen

STÜTTGEN, Tim (2004): Hauptsache Groove.
Thomas Meineckes neues Buch heißt nicht umsonst »Musik«, es kommt dem Ideal eines DJ-Sets schon sehr nahe,
in: Jungle World Nr.38 v. 08.09.

MANSKE, Tina (2004): Anverwandlung an den kontingenten Text.
Thomas Meineckes neues Buch ist kein Roman im engeren Sinne. Dafür erfreut es auf andere Weise,
in: satt.org v. 14.09.

BRAUN, Christoph (2004): Das süße Denken.
Tomas Meinecke: Musik,
in: Fluter.de v. 20.09.

ZELIK, Raul (2004): Im Diskurs-Cyberspace.
Thomas Meineckes neuer Roman "Musik",
in: Telepolis v. 26.09.

BUHR, Elke (2004): Täglich eine neue Gegenwart.
Was Friedrich Nietzsche und die Sängerin Aaliyah gemeinsam haben. Der Schriftsteller Thomas Meinecke spielt seine Literatur einfach weiter - wie "Musik",
in: Frankfurter Rundschau v. 01.10.

REENTS, Edo (2004): Nietzsches Soul.
Thomas Meineckes Geschlechtersound,
in: Literaturbeilage der Allgemeinen Frankfurter Zeitung v. 06.10.

RÜDENAUER, Ulrich (2005): Naheliegend.
Thomas Meinecke: "Musik",
in: DeutschlandRadio v. 22.11.

KRAFT, Thomas (2004): Der Soundtrack des Lebens,
in: Welt v. 04.12.

 
       
   

Tomboy (2000)
Frankfurt a/M: Suhrkamp

 
   
     
 

Klappentext

"Ein Mädchen, das sich - entgegen gängigen Rollenklischees - wie ein Junge benimmt, wird im Amerikanischen »Tomboy« genannt. Aber ist ein Tom nicht auch immer schon ein Boy und der Begriff damit verräterisch tautologisch? Warum wird dieser doppelt männliche Ausdruck ausschließlich für Mädchen verwendet? Und warum kann ein Mann nicht lesbisch sein? Thomas Meineckes Roman ist ein bizarres Kabinett der gender troubles. Da ist die »zwangsheterosexuelle« Vivian Atkinson, damit beschäftigt, in ihrer Magisterarbeit die Philosophie der amerikanischen Feministin Judith Butler und die Irrtümer Otto Weiningers über Geschlecht und Charakter in Verbindung zu bringen. Da sind der feministische Gelegenheitsarzthelfer Hans Mühlenkamm, die bisexuelle Tennisspielerin Korinna Kohn und die lesbische Doktorandin Frauke Stöver, die mit Vivian Bücher und Platten tauschen. Und da ist Fraukes »phallische Verlobte« Angela, ehemals Angelo, die das katholische Frauenmagazin abonniert hat, weil sie »ganz einfach Frau« sein will."

 
     
 
       
   

Rezensionen

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Mode & Verzweiflung (1998)
Frankfurt a/M: Suhrkamp

 
   
     
 

Klappentext

"Das Multitalent - Meinecke ist Schriftsteller und Journalist, Musiker (Freiwillige Selbstkontrolle), Discjockey und Moderator - war (...) ein Chronist der 70er und 80er Jahre. Forum für seine skurrilen Zeitgeiststudien war zunächst die 1978 von ihm und seiner Band gegründete Zeitung Mode und Verzweiflung, später u.a. Die Zeit und 1986 das Taschenbuch Mit der Kirche ums Dorf. Nun liegen die aberwitzigen Kurzgeschichten aus Provinz und Metropole, Fernsehen und Wohnzimmer des »pop- und dialektikgeschulten Musikanarchisten« (Hubert Winkels) in erweiterter Auswahl vor."

Die Hippie-Generation als erklärter Gegner (1981)

"Wenngleich die sogenannte Hippie-Generation seit über zehn Jahren bereits am Absterben ist, so hat sich doch deren Gedankengut noch in seinem Todeskampf in einige Bereiche der sogenannten Neuen Welle hinüberretten können, um dort in neuem Gewand und alter Borniertheit Auferstehung zu feiern. Als Verkörperung des rückwärtsgewandten und unklaren Denkens schlechthin bleibt auch diese neue Hippie-Generation unser erklärter Gegner. Wir haben den Hippie als überzeitlichen Typ für das naive Versagen in der Welt erkannt: bereits im 18. Jahrhundert lärmten die Hippies gegen die Aufklärung an. (...). Betrachtet der Hippie die Moderne Welt, so sinkt er in tiefe Weinerlichkeit und verfällt in sentimentale Sozialkritik. In seiner schwärmerischen Veranlagung ist der Hippie immer auf der Suche nach Gemütlichkeit und Nostalgie. Die Befriedigung seiner Sehnsüchte sucht der Hippie ausgerechnet in der sogenannten Natur, oder aber auch in der Maschine. Da der Hippie das Leben nicht erträgt, ist er ständig gezwungen, das was er bejaht zu mystifizieren oder zu mythologisieren. Auch der neue Hippie-Typ, welcher stolz darauf ist, in Plastik und nicht mehr in Jute umherzulaufen, unterscheidet sich in all dem nicht von seinem Vorgänger. Da er das Risiko scheut, erkrankt er alle zwei Wochen an Melancholie. Der größte Fehler des Hippies, welcher den Kampf nur aus mangelnder Affektbeherrschung kennt, liegt jedoch in seinem Hang zu Toleranz und Liberalität: hier finden wir auch die Ursache für den schwärmerischen Eskapismus und all das neukonservative bis reaktionäre Gedankengut der Naturschwärmerei, welches wir oft unter dem Begriff Neue Prüderie zusammenfassen."(S.34f.)

Das Manifest der Freiwilligen Selbstkontrolle (1981)

"wir Kybernetiker (überprüfen) unsere Denk- und Handlungsweisen durch ihre Anwendbarkeit auf die Moderne Welt, welche ja ihrerseits in permanentem Wandel ist; und so müssen wir unsere Wachsamkeit in Spiel und Revolte der ständig veränderten Situation anpassen: Heute Disco, morgen Umsturz, übermorgen Landpartie. Dies nennen wir Freiwillige Selbstkontrolle." (S.36) 

Die kurzen 70er Jahre  (1986)

"Der Hippie diente (...) als Haßobjekt (denn es galt nun vorrangig, sich auch im Haß zu üben), und die siebziger Jahre (...) wanderten frühvollendet auf den Schrottplatz der Geschichte. Worum übrigens niemand weiter traurig war, handelt es sich doch bei den siebziger Jahren um das (...) ungeliebte Jahrzehnt.
Dabei hatten bereits 1972 (dem Schlüsseljahr der Post-68er-Generation, also der zwischen 1955 und 1960 geborenen) Bands wie Roxy Music (als Initialzünder des Achtziger-Jahre-Mythos) die Devise Künstlichkeit ausgegeben und damit erst mal alles Authentische auf unbestimmte Zeit diskreditiert." (S.117f.)

 
     
 
       
   

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© 2002 - 2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 16. Oktober 2002
Stand: 14. Mai 2015