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Thomas Meinecke:
Für einen Hippie zu jung, für
einen Punk zu alt
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Thomas Meinecke
in seiner eigenen Schreibe
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Thomas Meinecke:
Porträts und Gespräche
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- BOENISCH, Peter M. (2001): Von der
Straße in den Kopf.
Seit 21 Jahren spielt "FSK" die Rolle des profilierten
Außenseiters - nun gibt's eine CD und Konzerte zum Erwachsenwerden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.02.
-
HARTWIG, Ina
(2001): Glamour am Abgrund.
Thomas Meinecke über die Auswirkungen der Anschläge,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.09.
-
NIEDENTHAL, Clemens (2004): "Das, was wir auflegen, ist EU-Musik".
Zu Zeiten des Format-Radios geht das Medium für Musik von Format
verloren. Es gibt zwei Ausnahmen: Klaus Walters "Der Ball ist rund"
(mittwochs um 23.05 Uhr auf HR 2) und der "Zündfunk" mit Thomas
Meinecke (täglich um 19.00 Uhr auf BR 2). Ein
Round-Turntable-Gespräch über Radio und Pop,
in: TAZ v. 23.04.
-
LANTZ, Marek (2004): "Ich würde mich nicht als deutsch definieren".
Gespräch mit Thomas
Meinecke über Stimme und Maschine, über Nazibegriffe und
Gendertrouble, Techno und Black Music,
in: junge Welt v. 22.05.
-
HILD, Marko (2004): Abwechslungsreiche Kontinuität.
Ein Interview mit Thomas Meinecke,
in: satt.org v. 04.09.
- NOLTZE, Holger (2004): Der Treibstoff ist
Neugier.
Literarische Fahrten im Meer der Verweise. Ein Porträt des
Erzählers und Musikers Thomas Meinecke,
in:
Literaturen, Nr.10, Oktober
-
PEITZ, Dirk (2005): Mädchen malen anders.
Frauen und Männer: Neueste
Ermittlungen im Krisengebiet (Ende). Gespräch mit dem
Künstlerehepaar Michaela Melián und Thomas Meinecke über Kunst und
Feminismus,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.06.
- Inhalt:
Michaela MELIÁN und Thomas MEINECKE
parlieren zum Abschluss der
SZ-Serie über Postfeminismus,
Frauenliteratur und
Väterliteratur, den Trend zum Sofabild (männlich dominierte
Leipziger Schule) und das
neue Spießertum:
"Meinecke: Die meisten
ehemaligen Hippies, die heute Eltern sind, haben ihr Linkssein
längst in Stickereien auf Sofakissen verarbeitet. Deren Kinder
können die durch ein konservatives Weltbild nun wirklich nicht
schocken. Eher stimmt das Klischee nicht von den duften,
weltoffenen 50-Jährigen. Oder ganz selten - wir beide sind
vielleicht so welche".
-
MANGOLD, Ijoma (2010): "Ich bin ein bibliomanischer
Schreiber".
Ein Gespräch mit Thomas Meinecke, dem Altmeister des
literarischen Samplings, über Montage, Plagiat und andere
literarische Ab- und Umschreibetechniken,
in: Die ZEIT Nr.8 v. 18.02.
-
Neu:
RABE, Jens-Christian (2010): Im Datenhagel der Verweishölle.
Der Schriftsteller Thomas Meinecke über den Zusammenhang von
Literatur und humpelnden Beats,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.02.
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Klappentext
"Läßt sich erotische Annäherung auch im
Sinn einer Asymptote vollziehen? Lothar erforscht
das gemeinsame Werk des Theologen Hans Urs von
Balthasar und seiner legendären Amica, der Ärztin
und Mystikerin Adrienne von Speyr. Er glaubt sich
einem unglaublichen Liebesdrama auf der Spur. Und
Lothar selbst, ein von den Theaterwissenschaften zur
katholischen Theologie sowie zu sexueller
Enthaltsamkeit konvertierter Student, gerät
zunehmend in Gewissenskonflikte mit seiner hoch und
heilig gelobten Haltung: Das Charisma der
Klavierspielerin Mary Lou stellt ihn vor Versuchung
und Versagung.
Wie in Tomboy entwickelt das
Diskursnetz in Jungfrau ein burleskes
Eigenleben. Hollywoods B-Film-Ikone Maria Montez
sowie ihr Wiedergänger Mario Montez sind darin
ebenso verstrickt wie Clemens Brentano, der
jahrelang Visionen einer stigmatisierten Nonne
protokollierte, Ronald Tavel, Begründer des Theatre
of the Ridiculous, der Camp-Filmer Jack Smith oder
die Jazzpianistin Jutta Hipp."
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Rezensionen
-
FASTHUBER, Sebastian (2008): "Warhol ist der größte
Katholik",
in: Falter Nr.39 v. 24.09.
-
BARTMANN, Christoph (2008):
Unaufhaltsame Lesererwartung nach dem Akt.
Wie man mit sub-akademischen Zitierorgien das erotische
Raffinement steigert: Thomas Meineckes Roman "Jungfrau"
enthüllt die Reize der freiwilligen Selbstkontrolle,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.10.
-
RÜTHER, Tobias (2008): Ist es
egal, wer liest?
Thomas Meinecke kodiert wieder,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.10.
-
HIRSCH, Anja (2009): Katholische
Küsse,
in: Frankfurter Rundschau v. 08.01.
-
MORITZ, Rainer (2009): In der Geschlechtssphäre.
Thomas Meineckes Roman über Jungfrauen, Jazz und Jack
Smith,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 08.01.
WIEMERS, Carola (2009): Roman für Theorieversessene,
in: DeutschlandRadio v. 13.01.
-
BARTELS, Gerrit (2009): Keusch, aber sexy.
Offen sein für die Qual der echten Liebe: Thomas
Meineckes neuer Roman "Jungfrau",
in: Tagesspiegel v. 20.02.
-
ROHLF, Sabine (2009): Sex mit dem Heiligen Geist.
Thomas Meineckes Collagen-Roman über Keuschheit, Körper
und Kirche,
in: Berliner Zeitung v. 26.02.
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Klappentext
"Die Geschwister Karol und Kandis
leben zusammen in Wolfratshausen. Sie erforschen die
Umgebung nach den Spuren von D.H. Lawrence und
Frieda von Richthofen, Rainer Maria Rilke und Lou
Andreas-Salomé. Auch die ehemaligen Dynamit-Werke
erregen ihr Interesse.
Karol arbeitet als Flugbegleiter bei der Lufthansa.
In seiner Freizeit widmet er sich Resignifizierungen
der Musik: wenn leichtverständlicher Swing zu
schwierigem Bebop umkodiert wird oder Disco als
House Music erneut in den Underground abtaucht.
Karol gerät in den süßen Bann der Queer Music und
der Ästhetik des Camp, die er mit seinen Kolleginnen
und Kollegen in diversen Hotelzimmern der Welt
auslotet. Seine heterosexuelle Orientierung erkennt
er dabei gleichsam als das Andere der
Homosexualität.
Kandis ist Schriftstellerin, zieht sich hin und
wieder in eine Almhütte zurück und beschäftigt sich
mit historischen Ansätzen zu Weiblichem Schreiben.
Die Figuren ihres gerade entstehenden Romans, König
Ludwig I. von Bayern, König Ludwig II. von Bayern,
Lola Montez, Claudia Schiffer und viele andere mehr,
wollen am selben Tag wie sie Geburtstag haben. Der
Tag ist gleichzeitig der Todestag von Friedrich
Nietzsche und Aaliyah. In wachsender Überschneidung
ihrer Themen tauschen sich Karol und Kandis aus und
landen dabei unweigerlich bei der Frage: Was ist
eigentlich ein Mann?"
Pressestimmen
"Meinecke läßt seine Helden so tun, als glaubten sie
gar nicht an ein biologisches Geschlecht - zu irgend
etwas muß die Lektüre von Judith Butler und Silvia
Bovenschen ja führen. Der Autor als manischer Leser:
das ist Meineckes Lesern eine vertraute und meistens
auch angenehme Vorstellung, ein Ideal geradezu.
Meinecke sprengt es recht gewalttätig. (...).
Die so gut wie handlungsfreie Geschichte eines in
Wolfratshausen beheimateten Geschwisterpaars ist ein
raffiniertes Stück Popsoziologie".
(Edo Reents in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung vom 06.10.2004)
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Rezensionen
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STÜTTGEN, Tim (2004): Hauptsache
Groove.
Thomas
Meineckes neues Buch heißt nicht umsonst »Musik«, es kommt
dem Ideal eines DJ-Sets schon sehr nahe,
in: Jungle World Nr.38 v. 08.09.
-
MANSKE, Tina (2004): Anverwandlung an den kontingenten Text.
Thomas Meineckes neues Buch ist kein Roman im engeren
Sinne. Dafür erfreut es auf andere Weise,
in: satt.org v. 14.09.
-
BRAUN, Christoph (2004): Das süße Denken.
Tomas Meinecke: Musik,
in: Fluter.de v. 20.09.
-
ZELIK, Raul (2004): Im Diskurs-Cyberspace.
Thomas Meineckes neuer Roman "Musik",
in: Telepolis v. 26.09.
- BUHR, Elke (2004):
Täglich eine neue Gegenwart.
Was Friedrich Nietzsche und die Sängerin Aaliyah
gemeinsam haben. Der Schriftsteller Thomas Meinecke spielt
seine Literatur einfach weiter - wie "Musik",
in: Frankfurter Rundschau v. 01.10.
-
REENTS, Edo (2004): Nietzsches Soul.
Thomas Meineckes Geschlechtersound,
in: Literaturbeilage der Allgemeinen Frankfurter Zeitung v.
06.10.
-
RÜDENAUER, Ulrich (2005): Naheliegend.
Thomas Meinecke: "Musik",
in: DeutschlandRadio v. 22.11.
-
KRAFT, Thomas (2004): Der Soundtrack des Lebens,
in: Welt v. 04.12.
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Klappentext
"Das Multitalent - Meinecke ist
Schriftsteller und Journalist, Musiker (Freiwillige
Selbstkontrolle), Discjockey und Moderator - war
(...) ein Chronist der 70er und 80er Jahre. Forum
für seine skurrilen Zeitgeiststudien war zunächst
die 1978 von ihm und seiner Band gegründete Zeitung
Mode und Verzweiflung, später u.a. Die Zeit und 1986
das Taschenbuch Mit der Kirche ums Dorf. Nun liegen
die aberwitzigen Kurzgeschichten aus Provinz und
Metropole, Fernsehen und Wohnzimmer des
»pop- und dialektikgeschulten
Musikanarchisten« (Hubert Winkels) in erweiterter
Auswahl vor."
Die
Hippie-Generation als erklärter Gegner (1981)
"Wenngleich die sogenannte Hippie-Generation seit
über zehn Jahren bereits am Absterben ist, so hat
sich doch deren Gedankengut noch in seinem
Todeskampf in einige Bereiche der sogenannten Neuen
Welle hinüberretten können, um dort in neuem Gewand
und alter Borniertheit Auferstehung zu feiern. Als
Verkörperung des rückwärtsgewandten und unklaren
Denkens schlechthin bleibt auch diese neue
Hippie-Generation unser erklärter Gegner. Wir haben
den Hippie als überzeitlichen Typ für das naive
Versagen in der Welt erkannt: bereits im 18.
Jahrhundert lärmten die Hippies gegen die Aufklärung
an. (...). Betrachtet der Hippie die Moderne Welt,
so sinkt er in tiefe Weinerlichkeit und verfällt in
sentimentale Sozialkritik. In seiner schwärmerischen
Veranlagung ist der Hippie immer auf der Suche nach
Gemütlichkeit und Nostalgie. Die Befriedigung seiner
Sehnsüchte sucht der Hippie ausgerechnet in der
sogenannten Natur, oder aber auch in der Maschine.
Da der Hippie das Leben nicht erträgt, ist er
ständig gezwungen, das was er bejaht zu
mystifizieren oder zu mythologisieren. Auch der neue
Hippie-Typ, welcher stolz darauf ist, in Plastik und
nicht mehr in Jute umherzulaufen, unterscheidet sich
in all dem nicht von seinem Vorgänger. Da er das
Risiko scheut, erkrankt er alle zwei Wochen an
Melancholie. Der größte Fehler des Hippies, welcher
den Kampf nur aus mangelnder Affektbeherrschung
kennt, liegt jedoch in seinem Hang zu Toleranz und
Liberalität: hier finden wir auch die Ursache für
den schwärmerischen Eskapismus und all das
neukonservative bis reaktionäre Gedankengut der
Naturschwärmerei, welches wir oft unter dem Begriff
Neue Prüderie zusammenfassen."(S.34f.)
Das Manifest der
Freiwilligen Selbstkontrolle (1981)
"wir Kybernetiker (überprüfen) unsere Denk- und
Handlungsweisen durch ihre Anwendbarkeit auf die
Moderne Welt, welche ja ihrerseits in permanentem
Wandel ist; und so müssen wir unsere Wachsamkeit in
Spiel und Revolte der ständig veränderten Situation
anpassen: Heute Disco, morgen Umsturz, übermorgen
Landpartie. Dies nennen wir Freiwillige
Selbstkontrolle." (S.36)
Die kurzen 70er
Jahre (1986)
"Der Hippie diente (...) als Haßobjekt (denn es galt
nun vorrangig, sich auch im Haß zu üben), und die
siebziger Jahre (...) wanderten frühvollendet auf
den Schrottplatz der Geschichte. Worum übrigens
niemand weiter traurig war, handelt es sich doch bei
den siebziger Jahren um das (...) ungeliebte
Jahrzehnt.
Dabei hatten bereits 1972 (dem Schlüsseljahr der
Post-68er-Generation, also der zwischen 1955 und
1960 geborenen) Bands wie Roxy Music (als
Initialzünder des Achtziger-Jahre-Mythos) die Devise
Künstlichkeit ausgegeben und damit erst mal alles
Authentische auf unbestimmte Zeit diskreditiert."
(S.117f.)
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