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Tom Holert:
Angst in der Kontrollgesellschaft
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Kurzbiographie
- 1962 geboren
- 1996 - 1994 Mitherausgeber der
Zeitschrift "Spex"
- 1996 Mitherausgeber des Buchs
"Mainstream der Minderheiten"
- 2000 Mitbegründer des »Institute
for Studies in Visual Culture« (ISVC) in Köln
- 2002 Buch "Entsichert"
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Tom Holert
in seiner eigenen Schreibe
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-
HOLERT, Tom (2001): "Einsamkeit ist gut
für die Ökonomie".
Nachdenken über
die Zukunft der Arbeit - Ein Besuch bei dem kanadischen
Schriftsteller Douglas Coupland,
in: Literaturen Nr.2,
Februar
- Neu:
HOLERT, Tom (2001): Angst essen
Seele auf.
Nie war
sie so wertvoll wie nach dem 11. September: Angst ist die
Schlüsseltechnologie der Kontrollgesellschaft
in: Jungle World Nr.45 v. 31.10.
- Inhalt:
Tom HOLERT betrachtet
Angst als "Machttechnologie des
Kapitalismus". In seiner
Sozialgeschichte der Angst nimmt HOLERT
auch Bezug auf den Zusammenhang zwischen
Angststeuerung und Lebensform:
"In
den fünfziger Jahren wurde sie nicht nur
von oben verordnet, sondern machte
zugleich von unten als »(German)
Angst«, als »malaise« oder als
»Ekel« im internationalen Beatnik- und
Existenzialismus-Underground Furore. Sie
popularisierte nicht nur die
festungsähnlich formierte Kleinfamilie,
sondern auch Subjektpositionen wie jene
von Binx, des an einer gottlosen Welt
erkrankten Protagonisten aus Walker
Percys Roman »The Moviegoer«."
Diese
Angststeuerung der Menschen, die an der
"Materialität des Körpers und
seiner Praktiken selbst" ansetzt,
trifft auf doppelt überforderte,
individualisierte Menschen "durch
seine psychische Befreiung bei
gleichzeitigen sozialen Ansprüchen an
Souveränität und grenzenloser
Persönlichkeitsentfaltung. Und vor
dieser doppelten Überforderung erscheint
auch jenes
»Testament
der Angst« so
plausibel, das uns
Blumfeld in diesem
Jahr hinterlassen haben", meint
HOLERT.
Nicht die
Angststeuerung an sich erscheint ihm
problematisch, sondern die neoliberale
Aufgabe des öffentlichen Raumes, die er
rückgängig machen möchte (siehe hierzu
auch Martin
WENTZ in der FR v. 29.10.2001).
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Tom Holert im
Gespräch
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Klappentext
"Seit einiger Zeit hat der Krieg
auch unseren scheinbar so friedlichen Alltag erobert,
zumindest was die Sprache und die Medien betrifft: Tag
für Tag hören wir von »Scheidungskriegen« und
»Tennis-Kriegen«, von »Terror-Pollen«, »Horror-Kids«,
»Killer-Viren«, »@-Bomben«, »Produktoffensiven« und
»feindlichen Übernahmen«. Und seit die USA nach dem
11. September den »war on terrorism« erklärt haben,
befinden sich die Staaten des Westens auch real auf
einem Feldzug ohne Grenze in Zeit und Raum.
Wie sollen wir dieses symbolische und reale Eindringen
des Krieges in die Eingeweide der Gesellschaft nennen?
Im Übergang zum 21. Jahrhundert ist eine völlig neue
Form des Krieges entstanden. Die Autoren nennen das
Phänomen den »massenkulturellen Krieg«. In
»Entsichert« befassen sie sich zum einen mit der immer
kriegerischer anmutenden Konsumkultur im Westen, einer
Art mentaler Aufrüstung. Zum anderen haben sie in den
letzten Jahren ehemalige und aktuelle
Kriegsschauplätze wie Vietnam, die Staaten des
ehemaligen Jugoslawiens und auch das New York nach dem
11. September besucht. In einer Mischung aus Reportage
und Kulturkritik durchleuchten sie sowohl unseren
Alltag, in dem der Krieg als Spektakel erscheint, als
auch das Leben in jenen Gebieten, wo der Krieg
buchstäblich Alltag geworden ist."
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Rezensionen
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WALTER, Klaus (2002): Bildmaschinen bei der Arbeit.
Kriegsführung und Massenkultur durchdringen sich
wechselseitig, sei es an Oder und Elbe, sei es in Bad
Reichenhall oder Erfurt. "Entsichert" beschreibt, wie diese
Vereinigung den Medien zu verdanken ist und schon vor dem
11. September begann,
in: TAZ v. 24.09.
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weiterführende
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