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Das Manifest des popkulturellen Quintetts in der Diskussion

 
       
   

Verzeichnis der Mitglieder des popkulturellen Quintetts

 
     
       
     
       
   

BESSING (HG)(1999): Tristesse Royale.
Das popkulturelle Quintett,
Ullstein: Berlin

 
   
     
 

Pressestimmen zum popkulturellen Quintett

"Dandys der Postmoderne, aber vielleicht auch Abgesandte eines neuen Zeitalters, das Michel Houellebecq in seinem Roman Elementarteilchen groß und einfach das »nachmetaphysische« nennt."
(Iris Radisch in der ZEIT Nr.42,1999)

"Mir erscheint die Rebels without a cause-Haltung der jungen Herren als das logische, einzig mögliche Ergebnis der jüngeren Generation ab 1989. Mit 25 würde ich zu ihrem Club vermutlich dazugehören wollen."
(Harald Martenstein im Tagesspiegel vom 13.11.1999)

"Eigentlich sind die fünf recht fossile Figuren, sie entstammen dem Geist der Lifestyle-Magazine, die vor zehn Jahren Pleite machten, amalgamiert mit dem traditionellen Dandytum, dass sich durch perfekte Beherrschung von Stilfragen einen elitären Anstrich gab. Neu an den fünf Lifestyle-Experten ist ihre radikale Uniformität. Hier tritt der Dandy als Kollektiv auf."
(Harald Jähner in der Berliner Zeitung vom 01.12.1999)

"Der Affekt ist einem noch gut aus den achtziger Jahren bekannt, als es Zeitschriften wie »Mode und Verzweifelung« gab, für die die größte anzunehmende Bedrohung noch in Birkenstockschuhen, Antje Vollmer, Breitkordhosen und »Frankfurter Rundschau« bestand."
(Mariam Lau in der Welt vom 01.12.1999)

"Tristesse Royale und Generation Golf systematisieren Lebensgefühle und Haltungen, die seit 1995 in zwei äußerst erfolgreichen Romanen unter die vorwiegend jungen Leser gebracht wurden, in Christian Krachts Faserland und Stuckrad-Barres Soloalbum. Der Erfolg dieser Bücher allein beweist schon, dass hier ein Nerv getroffen wurde. Die »Generation Berlin« war ein presseinternes, politisch motiviertes Wunschbild, extra entworfen für den Regierungsumzug; die »Generation Golf« ist eine soziologische und kulturelle Tatsache. In ihr erkennen sich viele der zeitgenössisch angeregten jungen Menschen wieder."
(Gustav Seibt in der ZEIT vom 02.03.2000)

 
     
 
       
   

Rezensionen

LÜTZOW, Gunnar (1999): Delirium am Kaminfeuer,
in:
Berliner Morgenpost v. 19.10.

  • Infos zu: Gunnar Lützow - Autor der Generation Golf
  • RADISCH, Iris (1999): Mach den Kasten an und schau,
    in:
    Die ZEIT Nr. 42

  • Infos zu: Iris Radisch - Autorin der Single-Generation
  • MARTENSTEIN, Harald (1999): "Tristesse Royale". Ein Aufstand junger Männer,
    in:
    Tagesspiegel v. 13.11.

  • Infos zu: Harald Martenstein - Autor der Single-Generation
  • WINKLER, Willi (1999): Männer ohne Frauen,
    in:
    Süddeutsche Zeitung v. 15.11.

  • Infos zu: Willi Winkler - Autor der Single-Generation
  • ZAIMOGLI, Feridun (1999): Knabenwindelprosa,
    in:
    Die ZEIT Nr. 47 v. 18.11.

  • Infos zu: Feridun Zaimoglu - Autor der Single-Generation
  • BALZER, Jens (1999): Joachim,
    in: Berliner Zeitung v. 20.11.

  • Infos zu: Jens Balzer - Autor der Generation Golf
  • BARTELS, Gerrit (1999): Denn sie wissen, was sie tun,
    in: TAZ v. 23.11.

    STEMMER, Nikolaus Till (1999): Interview mit Joachim Bessing zur Lesung von Tristesse Royal in der Berliner Buchhandlung PRO qm

    SIEMONS, Mark (1999): Gebt uns ein Leitbild,
    in:
    Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.11.

  • Infos zu: Mark Siemons - Autor der Single-Generation
  • JÄNNER, Harald (1999): Fünf Freunde und das Grand-Hotel,
    in:
    Berliner Zeitung v. 01.12.

    KNIPPHALS, Dirk (1999): Deine Lakaien,
    in: TAZ v. 01.12.

    LAU, Miriam (1999): Dem Treibsand der Ironie entkommen,
    in: Welt v. 01.12.

  • Infos zu: Mariam Lau - Die neuen Sexfronten für die Normalfamilie der Neuen Mitte und Zeitschrift Mode & Verzweifelung

  • MARTENSTEIN, Harald (1999): Bier fünf,
    in:
    Tagesspiegel v. 01.12.

    MARTENSTEIN, Harald (1999): Intellektuelle und andere Raucher,
    in:
    Tagesspiegel v. 01.12.

    MISCHKE, Roland (1999): Ein fein gekleidetes Reptil.
    Eine extravagante Spezies vermehrt sich wieder: Der Dandy,
    in:
    Berliner Zeitung v. 04.12.

    BRODER, Hendryk M. & Reinhard MOHR (1999): Die faselnden Fünf,
    in:
    Der Spiegel Nr. 49 v. 06.12.

    FRIES, Meike (1999): Das popkulturelle Quintett im Mojo-Club,
    in: TAZ Hamburg v. 06.12.

    HILPOLD, Stephan (1999): Die jungen Milden,
    in: Der Standard

    SONNTAGSBLATT (2000): Ab nach Grosny!,
    in: Deutsches Sonntagsblatt v. 07.01.

    HARPPRECHT, Klaus (2000): Von zornigen Alten und braven Jungen,
    in:
    Tages-Anzeiger v. 07.01.

    GAUß, Karl-Markus (2000): Was kleidet noch?,
    in: Die Presse v. 22.01.

    GERSTENBERG, Ralph (2000): Tristesse Royale - Das popkulturelle Quintett,
    in:
    DeutschlandRadio, Sendung v. 26.01.

    SEIBT, Gustav (2000): Aussortieren, was falsch ist,
    in:
    Die ZEIT Nr.10 v. 02.03.

  • Infos zu: Gustav Seibt - Autor der Single-Generation

  • RUTSCHKY, Michael (2000): Die jungen Ernstler,
    in: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt Nr.10 v. 10.03.

  • Infos zu: Michael Rutschky - Der Chronist des Alltags

  • MERTENS, Mathias (2000): Die Leiden des Klassensprechers,
    in:
    Jungle World v. 15.03.

    HANSELLE, Ralf (2000): Alles so schön bunt hier.
    Über Pop, Hotels und Zeichensysteme,
    in:
    Kommune
    Nr.5, Mai

     
       

    Eine Verteidigung

    BESSING, Joachim (2000): Alles am Dandy ist müde.
    Über Typen, denen der Spiegel das Brett vor dem Kopf ersetzt,
    in: Welt v. 25.11.

     
       

    Das Buch Tristesse Royale in der Debatte

     
       

    Die Debatte um die Popliteraten im Anschluss an die Tutzinger Tagung

    TAZ-Serie "Goldene Zeiten für Literatur"

    AREND, Ingo (2000): Wechselwirtschaft.
    Langeweile ist ein Produktivkraft,
    in: Freitag Nr.52 v. 22.12.

    Junges Theater Göttingen: Tristesse Royale

    ASSHEUER, Thomas (2001): Im Reich des Scheins.
    Zehn Thesen zur Krise des Pop,
    in: Die ZEIT
    Nr.16 v. 11.04.

    OSWALD, Georg M. (2001): Wann ist Literatur Pop? Eine empirische Antwort, in: Wieland und Winfried Freund (Hrsg): Der deutsche Roman der Gegenwart, München: Wilhelm Fink Verlag, S.29-44

    LOICHINGER, Stephan (2008): "Tristesse Royale".
    Wenn Pop-Literaten altern,
    in: Frankfurter Rundschau v. 15.10.

    Was macht das popkulturelle Quintett eigentlich heute? Christian KRACHT, Alexander von SCHÖNBURG, Benjamin von STUCKRAD-BARRE, Eckhard NICKEL und Joachim BESSING sind  Angehörige der Generation Golf, die mittlerweile bereits ein Thema der Literatursoziologie ist.

    LOICHINGER sieht in dem Gesprächsband Tristesse Royale den Höhe- und Schlusspunkt der Popliteratur:

    "»Tristesse Royale« war Höhepunkt und wohl auch Schlusspunkt der so genannten Popliteratur in Deutschland. Die hatte ihren Anfang 1995 mit Krachts Debütroman »Faserland« genommen, der launischen Schilderung der Reise eines gelangweilten jungen Mannes durch Deutschland. Ihren Star hatte sie aber in Benjamin von Stuckrad-Barre.
                Der Pastorensohn veröffentlichte zwischen 1998 und 2001 sechs Bücher. Sein Debüt »Soloalbum« mochte an Nick Hornbys »High Fidelity« erinnern und nicht gerade elegant geschrieben sein - es verkaufte sich wie wild. (...). Heute arbeitet er als Reporter für Welt und B.Z."

    NIASSERIE, Sassan (2009): Zehn Jahre Tristesse Royale.
    Was aus den fünf Popliteraten Benjamin von Stuckrad-Barre, Christian Kracht, Joachim Bessing, Alexander von Schönburg und Eckhart Nickel wurde, die im Hotel Adlon über alles debattierten, was ihnen gerade einfiel,
    in: tip Berlin Nr.21 v. 01.10.

    POSCHARDT, Ulf (2009): Die Generation Golf macht jetzt Politik.
    Vor zehn Jahren entstanden zwei Bücher, die das Ende der linksintellektuellen Kulturmacht bedeuteten. Mit Joachim Bessings "Tristesse Royale" und Florian Illies' "Generation Golf" ist die Auflehnung bürgerlich geworden. Beide läuteten eine Wende ein, deren gesellschaftliche Früchte heute auf der Kabinettsbank sitzen,
    in: Welt Online v. 14.12.

    Neu:
    SEIBT, Gustav (2010): Das Papsttum.
    Das war die Gegenwart (17): Aufstieg und Fall des katholischen Eleganzphänomens,
    in:
    Süddeutsche Zeitung v. 17.04.

    Gustav SEIBT verabschiedet den Feuilletonkatholizismus, der in der Mitte der Nuller Jahre Hochkonjunktur hatte. Da wurden Kircheneintritte im Feuilleton hinausposaunt oder die Häresie der Formlosigkeit (Martin Mosebach) stand auf der Agenda. SEIBT entdeckt hier sogar eine geistige Verwandtschaft zu den Popliteraten:

    "Kritische Geister interessierten sich für die »Sinnressourcen« und erhabenen Traditionen des Glaubens in seiner katholischen Gestalt. Dazu trug ein Überdruss an protestantischer Verschwommenheit bei, am Lila der Kirchentage, am grauenvollen Sacropop der Open-Air-Messen. Dies korrespondierte nicht nur untergründig mit dem Unbehagen der Popliteraten von »Tristesse Royale« und »Generation Golf« an pazifistischer Formlosigkeit, an der Strickpullikultur engagierte Pädagogen, an jenem Gebarme, das Eckhard Henscheid in seinem Wörterbuch »Dummdeutsch« in den Eintrag presste: »Frauenfeindlich: ist heut praktisch alles.« Die gottesdienstliche »Häresie der Formlosigkeit«, die Martin Mosebach in seinem Bestseller zur alten katholischen Liturgie anprangerte, sie schien das Kulturproblem einer ganzen Generation junger Ästheten zu sein. Gut, dass der äthiopische Prinz Asfa-Wossen Asserate uns wieder mit den alteuropäischen Manieren vertraut machte".

    Als größten realpolitischen Erfolg des Feuilletonkatholizismus feiert SEIBT die

    "Rückkehr der laschen deutschen Kirche zum strengen Lebensschutz in der Abtreibungsfrage."

     
       

    weiterführende Links

     
         
       
     
       

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    Update: 22. Februar 2015