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Christian Kracht: Urlaub vom Alltag im Faserland

 
       
     
       
     
       
   

Christian Kracht im Gespräch

 
   

WALTER, Guido (1995): Die legendärste Party aller Zeiten,
in:
Berliner Zeitung v. 19.07.

WEHLINGS, Sebastian & Ingo MOCEK (1998): Christian Kracht und Eckhart Nickel "Ich hasse Busfahrer!" - "Ich auch!",
in:
Jungle World Nr.23 v. 03.06.

AMEND, Christoph & Stephan LEBERT (2000): Der schlechteste Journalist von allen.
Ist er der wahre Chronist seiner Generation? Wie blickt so einer auf die Welt? Kracht ist verzweifelt und gelangweilt. Das hat ihn nach Bangkok getrieben,
in: Tagesspiegel v. 01.07.

MEIER, Simone (2001): Hoffnung intakt, kann man denken.
Christian Kracht ist melancholischer Popliterat und zwanghafter Kosmopolit. Eine nächtliche Begegnung in Zürich,
in: Tages-Anzeiger v. 27.01.

REENTS, Edo & Volker WEIDERMANN (2001): "Ich möchte ein Bilderverbot haben".
Christian Kracht über die Askesen des Islam, die Tränen von Goldie Hawn und seinen neuen Roman "1979", der morgen erscheint,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.09.

WEIDERMANN, Volker & Anne ZIELKE (2002): Der Waldverherrlicher.
Christian Kracht und Eckhart Nickel: Muß man Hesse lieben?
in: Frankfurter Allgemein Sonntagszeitung v. 30.06.

THIEDE, Roger (2004): Adresse: Freak Street.
Mit einer neuen Zeitschrift wollen die Schriftsteller Christian Kracht und Eckhard Nickel vom nepalesischen Kathmandu aus... - ja was eigentlich?
in: Focus Nr.41 v. 04.10.

 
       
   

Das Werk von Christian Kracht in der Debatte

 
   

Neu:
CONTER, Claude D. & Johannes BIRGFELD (2009)(Hg.) Christian Kracht. Zu Leben und Werk

 
       
   

Das Literaturmagazin "Der Freund" in der Debatte

 
   

BUCHMARKT (2004): Axel Springer AG und Christian Kracht planen Literaturmagazin DER FREUND,
in: Buchmarkt.de v. 04.09.

MARTENSTEIN, Harald (2004): Souplesse Royale.
"
Der Freund": Christian Kracht bringt eine neue, seltsame Kulturzeitschrift heraus,
in: Tagesspiegel v. 24.09.

  • Harald MARTENSTEIN bekundet seine Abneigung gegenüber dem popkulturellen Quartett und seiner Tristesse Royale anlässlich der Vorstellung der Zeitschrift "Der Freund":

    "Bei Kracht und seinen Popfreunden mischen sich die historischen Bezüge und die Codes, es sind Fin-de-Siècle-Dekadenz, Dandytum, Sehnsucht nach Konventionen und Spaß an der Provokation dabei. Es ist nur ansatzweise politisch, lediglich eine ästhetische Haltung, der Versuch einiger nicht mehr ganz junger, wohlhabender und ratloser Männer, mit hochgezogenen Augenbrauen und abgespreiztem kleinen Finger von ganz oben herab auf die Welt zu blicken, im Grunde eine in die Lebensmitte verlagerte pubertäre Allmachtsfantasie. Je älter sie werden, desto weniger sexy sieht es aus, denn solche Posen lässt man nur der Jugend durchgehen. Sie spielen angestrengt etwas nach, die durchkoksten 20er Jahre, die Salons der Kaiserzeit, den kolonialen Lebensstil, genauso wie in den 70er Jahren die K-Gruppen den Klassenkampf nachgespielt haben. (...). Es ist eine Farce, damals wie heute, weil gesellschaftlich nichts mehr dahinter steht, weder eine revolutionäre Arbeiterklasse noch ein intaktes Bürgertum, nicht einmal eine Idee, lediglich das Ego einiger Selbstdarsteller."

LUETZOW, Gunnar (2004): Draußen,
in: Frankfurter Rundschau v. 25.09.

SCHLÜTER, Christian (2004): Ein Bernhardiner stürmt nun auch mich zu.
Kathmandu oder Berlin - ist doch wurscht. Springers neue Literaturzeitschrift "Der Freund" feiert Großzügigkeit und Verschwendung,
in: Frankfurter Rundschau v. 28.09.

NEUBAUER, Hans-Joachim (2004): Berliner Luft.
Beim "Freund",
in: Rheinischer Merkur Nr.40 v. 30.09.

SCHWARTZ, Claudia (2004): Freak Street, Katmandu,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 01.10.

SUNDERMEIER, Jörg (2004): Dandytum geht anders.
Literaturmagazin Der Freund,
in: Jungle World Nr.42 v. 06.10.

 
       
   

1979 (2001)
Köln:
Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Klappentext

"Teheran 1979: Die Stadt liegt in einem schwer durchschaubaren Taumel, es ist der Vorabend der islamischen Revolution – des Aufstandes der Anhänger Ajatollah Khomeinis gegen den Schah und sein westliches Regime. Der Erzähler, ein junger deutscher Innenarchitekt, und sein hoch gebildeter, zynischer, gesundheitlich zerstörter Freund Christopher reisen zu der Musik von Devo und Blondie durch den Iran bis nach Teheran. Panzer stehen an den Straßenkreuzungen, doch die beiden Protagonisten sehen dies nicht. Sie unterhalten sich lieber über Herrensandalen und Bezüge von Sofakissen. Und deshalb kommen beide in die Hölle. In seinem neuen Roman »1979« inszeniert der Autor in staubtrockenem Ton eine postmoderne Groteske, die seltsam verstörende Bilder hinterlässt. Vor allem aber ist es ein großartiges Stück deutschsprachiger Literatur, dessen Klang völlig eigenständig ist, bisher ungehört. In einer extrem disziplinierten, betörenden Sprache saugt Christian Kracht den Leser in eine Geschichte über das Ende der Zivilisation hinein. Es gibt kein Entkommen."

     
 
       
   

Rezensionen

FREULER, Regula (2001): Weltenbummler sind die wahren Imperialisten.
Christian Kracht rechnet in "1979" mit der Hippiegeneration ab,
in: Sonntagszeitung v. 30.09.

KREKELER, Elmar (2001): Kampf der Kulturlosen.
Das Buch zur Zeit: In Christian Krachts neuem Roman "1979" wird ein Hedonist von sich selbst erlöst,
in: Welt v. 06.10.

CORINO, Karl (2001): Abspecken im Gelben Gulag.
Zeitreise mit Pop-Literat Christian Kracht in den Iran der islamischen Revolution,
in: Welt am Sonntag v. 07.10.

HEIDENREICH, Elke (2001): Nichts wird je wieder gut.
Christian Kracht erzählt in seinem verstörendem Roman "1979" vom Elend der Dekadenz und dem Zwang zum Opfer in einer brutalen, unverständlichen Welt,
in: Spiegel Nr.41 v. 08.10.

JÄHNER, Harald (2001): Dandys Straflager.
Christian Kracht unterzieht sich der islamischen Revolution. Die Popliteratur konvertiert zu Askese und Terror,
in: Berliner Zeitung v. 09.10.

SPIEGEL, Hubert (2001): Wir sehen uns mit Augen, die nicht die unseren sind.
Der Blick auf die Oberfläche reicht nicht mehr aus: Aus Christian Krachts Roman "1979" spricht der Selbsthaß als Lebensgefühl des Westens,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.10.

AMEND, Christoph (2001): Symphonie des Untergangs.
Der Popliterat bereist das Jahr 1979,
in: Tagesspiegel v. 10.10.

BARTELS, Gerrit (2001): Wenn Verzweiflung am allergrößten ist.
Ernste Geschichten am Angang des neuen Jahrtausends: Die ganz schön kaputte Welt von Christian Kracht, Rebecca Casati und Joachim Bessing,
in: TAZ v. 10.10.

BUHR, Elke (2001): Durch nichts erregt werden.
Christian Krachts neuer Roman "1979" schickt einen dummen Dandy durch die Hölle,
in: Frankfurter Rundschau v. 10.10.

HOYER, Lutz (2001): Läuterung der Spaßfraktion.
Junge Literatur: Berluti-Schuhe sind im Iran nicht geländetauglich: Krachts neuer Roman "1979",
in: Berliner Morgenpost v. 11.10.

ALTENBURG, Matthias (2001): Pipi-Mädchen-Prosa.
Matthias Altenburg über Pop-Literaten, die im Fahrwasser von Christian Kracht literarischen Schiffbruch erleiden,
in: Die Woche Nr.42 v. 12.10.

  • Matthias ALTENBURG, ein Autor der Single-Generation, lobt 1979, weil es eine Ahnung davon vermittelt, "dass es ein Leben, wenn auch kein leichtes, jenseits der Simulation gibt". Rebecca CASATIs Hey, Hey, Hey findet dagegen keine Gnade und Joachim BESSINGs Wir-Maschine wertet er als "Pipimädchenprosa" ab, nur das letzte Kapitel ist nach seinem Geschmack. Ansonsten plädiert ALTENBURG für eine "fünfjährige Debütanten-Pause" als Qualitätssteigerungsmaßnahme. Matthias ALTENBURG könnte man Wilhelm GENAZINO entgegenhalten. Auf die Frage, ob es zu viele Schriftsteller gäbe, antwortet er:

    "Im Gegenteil. Es sollte noch mehr geben. Irgendwann kann dann vielleicht jeder Leser den ihm gemäßen Autor finden, fast bis hin zur hundertprozentigen Identität. Das wäre ein Zeichen von hoher Kultur!"

BRINKMANN, Martin (2001): Die Party ist aus.
Ein Schnösel fährt zur Hölle,
in: Rheinischer Merkur Nr.41 v. 12.10.

SEIBT, Gustav (2001): Dunkel ist die Speise des Aristokraten.
Das Jahr "1979" und der Zerfall der schönen Schuhe: Christian Kracht ist ein ästhetischer Fundamentalist,
in: Süddeutsche Zeitung v. 12.10.

KLOTZEK, Timm (2001): Ess-Stäbchen, die sich in den Kopf bohren.
Schwer zu hassen, schwer zu kopieren: "1979" - der neue Roman von Christian Kracht,
in: Jetzt Nr.42. Beilage zur Süddeutschen Zeitung v. 15.10.

HENNING, Peter (2001): Kippfiguren.
Verstörendes Protokoll aus der Dandy-Hölle: Aus Christian Krachts apokalpytischem Roman "1979" spricht die kalte Lust am Untergang,
in:
Weltwoche Nr.42 v. 18.10.

BRAND, Jobst-Ulrich (2001): Dandys Inferno.
Requiem für die Gute-Laune-Literatur: Christian Kracht schickt seinen Helden auf Höllenfahrt,
in: Focus Nr.43 v. 22.10.

LANGE, Wolfgang (2001): Snob auf Morgenlandfahrt.
Christian Krachts hyperrealistischer Roman "1979",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 23.10.

BLANKE, Ludger (2001): Herzlose Finsternis.
Christian Kracht ist nicht der Peter Scholl-Latour des Pop,
in: Jungle World Nr.44 v. 24.10.

MÄRZ, Ursula (2001): Christian Kracht: 1979,
in:
Die ZEIT Nr.44 v. 25.10.

  • Wider den tierischen Ernst:

    "Christian Kracht (...) steht, wiewohl mit einem ganz anderen literarischen Profil als Houellebecq ausgestattet, vor dem gleichen strategischen Problem wie dieser. Wie einen geschmacklich grenzüberschreitenden Roman verfassen, dessen Provokation nicht schon gedacht und deshalb Opfer der Affirmation ist?"

    schreibt MÄRZ in Fortführung ihrer Argumentation in der FR v. 13.10.2001

HENNING, Peter (2001): Die Show ist vorbei.
Aus Christian Krachts apokalyptischem Roman "1979" spricht die kalte Lust am Untergang,
in: Financial Times Deutschland v. 26.10.

FUCHS, Oliver (2001): Dokument der Leere,
Christian Krachts neuer Reiseroman "1979",
in: Rolling Stone Nr.11, November

RÜDENAUER, Uli (2001): Ist doch schön, Gefangener zu sein.
Gepflegte Endzeitstimmung auf den Höhen Tibets: Popliterat Christian Kracht begreift Entbehrung als ästhetisches Lebensmodell
in: Saarbrücker Zeitung v. 06.11.

LEIPPRAND, Eva (2001): Ein guter Gefangener.
Christian Kracht schreibt einen ziemlich paradoxen Roman,
in: Literaturkritik.de Nr.11, November

LÖTSCHER, Christine (2001): Ende der Spassgesellschaft, Ende der Literatur?
Ein Buch verkündet den Untergang der Zivilisation. Sein Autor, der 1966 geborene Schweizer Christian Kracht, wird als seismografisches Genie gefeiert. Das gibt zu denken,
in: Tages-Anzeiger v. 07.11.

Das Ende der Spassgesellschaft - Kulturkämpfe in der Popmoderne

COSMO, Claudia (2001): Christian Kracht: 1979,
in: Büchermarkt. Sendung des DeutschlandRadio v. 13.11.

Infos zu: Jochen Distelmeyer's Blumfeld

BÜRGER, Jan (2001): Lager light.
Wie ein Popautor einen Schnösel in die Hölle schickt und dabei groß wirkt,
in: Literaturen, Nr.12, Dezember

MORITZ, Rainer (2001): Im Innersten rein.
Christian Krachts "1979" und der Verlust des Literarischen,
in: Schweizer Monatshefte, Nr.12, Dezember

Infos zu: Rainer Moritz - Autor der Single-Generation

AREND, Ingo (2001): Der Gesang des Pennälers.
Madenbrei für alle. Christian Krachts umstrittener Roman "1979" ist ein Spiel mit dem Feuer,
in: Freitag Nr.50 v. 07.12.

 
   

Berichte zu Lesungen

BÄCKER, Marcus (2001): Mit gutem Schuhwerk.
Christian Kracht und Rebecca Casati - und ihre sehr unterschiedliche Kunst,
in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 15.10.

  • KRACHT simulierte im Kölner Stadtgarten "mit gnadenloser Konsequenz eine Lesung und brachte es tatsächlich fertig, auf diese Weise den gesamten letzten Teil seines Buches abzuwickeln (...). Ja, so sind sie, die Pop-Stars: verflucht eigenwillig und ganz schön cool," schreibt BÄCKER

IN'T VELD, Volker (2001): In Stylegewittern.
So genannte Pop-Literatur in den Zeiten des Krieges: Christian Kracht und Rebecca Casati lesen heute im Mojo Club,
in: TAZ Hamburg v. 16.10.

SCHRÖDER, Christoph (2001): Guck mal, wer da lacht.
Zwei aus der Pop-Ecke: Christian Kracht stellt seinen zweiten, Rebecca Casati ihren ersten Roman in der Batschkapp vor
in: Frankfurter Rundschau v. 16.10.

  • "Casati hat das Publikum gestreichelt. Dann kam Kracht und packte den Dampfhammer aus. Gut so", meint SCHRÖDER.

MEYER-ARLT, Ronald (2001): Dandys Höllenfahrt,
in:
Hannoversche Allgemeine Zeitung v. 19.10.

 
   

Das Buch in der Debatte

SEIDL, Claudius (2001): Als der Regen kam.
Der Anschlag hat auch das Reich der Fiktion verwüstet,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.09.

KESSEN, Peter (2001): Christian Kracht,
in:
Literatur Konkret 2001

MANATI, Bernhard (2001): Das Ende der Popliteratur?,
in:
MAX Nr.21 v. 04.10.

HAGE, Volker (2001): Vorbeben der Angst.
Wie reagieren die Schriftsteller auf die Terrorangriffe in den USA? Was folgt aus der veränderten Weltlage für die Literatur? Schluss mit Pop-Tralala, ernster Ton, elementare Themen - überraschend haben etliche der Romane deutscher Sprache, die jetzt erscheinen, das längst beherzigt,
in: Spiegel Nr.41 v. 08.10.

STEINFELD, Thomas (2001): Schatten.
Die Frankfurter Buchmesse und der Krieg,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.10.

  • Der Pop-Theoretiker Thomas STEINFELD sieht die Literatur im Rampenlicht, in der ein

    "Vorgefühl des Ernstfalls zu spüren ist. Zwischen sie drängeln sich ebenso viele, die sich nun von außen ein wenig tragisches Gewicht ausleihen möchten. Manch einer wandert in der Phantasie in die Zonen der Angst und des Schreckens, um sich die handgenähten Sohlen mit Blei beschweren zu lassen. Hier gilt es zu unterscheiden, und auch das wird Aufgabe der Messe und ihrer Besucher sein."

MÄRZ, Ursula (2001): Beipackzettel zur Weltlage.
Glücklich verabschiedet, kehrt er plötzlich wieder: Der Nutzen der Literatur soll sich in deren Aktualität erweisen
in: Frankfurter Rundschau v. 13.10.

  • Ursula MÄRZ kritisiert, dass Literatur nur noch wahrgenommen wird, wenn sich aus ihnen etwas zum Thema

    "Islam, westliche Zivilisation, Kulturkampf, Krieg, Amerika, Hochhäuser, Terrorismus, Sprengstoff- bzw. Selbstmordattentat, Flug- bzw. Katastrophenangst, Weltuntergangsmentalität" zitieren lässt:

    "Die indiskutable Grässlichkeit namens Nutzen der Literatur findet Bücher wichtig, in denen kopf- und sprachlose Grünschnäbel nach Teheran reisen und dort die Hölle auf Erde erleben. Nur zur Erinnerung: Über den Abstieg in die Hölle hat ein gewisser Dante vor geraumer Zeit ein recht ordentliches Buch geschrieben."

SACK, Adriano (2001): Kampf um die Deutungshoheit.
Die Kritiker haben den Begriff Popliteratur geboren und zur Waffe gegen junge Autoren gemacht. Der Verleger Helge Malchow wirbt für mehr Toleranz
in: Welt am Sonntag v. 14.10.

KNIPPHALS, Dirk (2001): Unser kleiner Literaturbetrieb.
Wenn die Leichtigkeit des Seins vorbei ist, darf der Selbsthass des Westens mächtig en vogue werden - über die diesjährige Frankfurter Buchmesse,
in: TAZ v. 15.10.

  • KNIPPHALS beklagt wie Ursula MÄRZ (FR v. 13.10.) die Versuche

    "unseren kleinen Literaturbetrieb mit dem großen Weltgeschehen zu verknüpfen - was Christian Krachts Roman '1979', als Ausdruck des Ernsts der Lage gelesen, im Wahrnehmungsranking nach oben spülte und manch anderes Buch dafür abfallen ließ: Romane wie Uwe Timms Alt-68er-Geschichte 'Rot' oder Bodo Kirchhoffs 'Parlando' wären unter anderen Umständen sicherlich noch stärker beachtet worden."

STERN ONLINE (2001): Kracht beerdigt die Popliteratur,
in: Stern Online

BERGER, Jürgen (2001): "Mich macht die Politik wütend".
Er ist der gefragteste Theaterautor der Saison: Der Schriftsteller Albert Ostermaier über Intellektuelle in Zeiten des Krieges, die neue Sehnsucht nach Haltung und die veränderte Rolle des Theaters,
in: Die Woche Nr.45 v. 02.11.

  • OSTERMAIER sieht in KRACHTs Roman 1979 "eine radikale Sehnsucht nach einer neuen Klarheit. Die Zeit des Zynismus ist vorbei." Die Spaßgesellschaft wird nach seiner Ansicht von einem Politisierungsschub in der Literatur abgelöst. Die Bedeutung Amerikas besteht für OSTERMAIER darin, dass Amerika

    "eine mythologische Grundierung geschaffen hat. Was früher die Antike und der klassische Bildungskanon waren, wurde von Popmythen und Filmbildern abgelöst."

BOETTIGER, Helmut (2001): Mickey Mouse und Madensuppe,
in:
Tagesspiegel v. 17.11.

Infos zu: Helmut Böttiger - Autor der Single-Generation

FREUND, Wieland (2001): Zurück in die Wirklichkeit.
Ein Schriftsteller und ein Lektor diskutieren über die neue deutsche Literatur,
in: Welt v. 24.11.

  • Diskussion mit Thomas HETTCHE und Martin HIELSCHER über das Ende der Popliteratur:

    "Hielscher: (...) Ein Buch wie "1979" von Christian Kracht bedeutet die Beerdigung der Popliteratur durch den besten Popliteraten. Und darin kommt auf eine unheimliche Art und Weise ein Alter vom Berge vor, gewissermaßen das Urbild für Bin Laden. "1979" macht drastisch deutlich, dass die Welt, in der wir jetzt im Moment leben, so nicht Bestand haben kann. Und wenn ich etwas aus den Ereignissen um den 11. September entnehme, dann das.
    Hettche: Ich halte Kracht für einen interessanten Autor, aber "1979" ist kein wichtiges Buch. In der Weise, in der dieser Roman die Auflösung, von der Martin Hielscher spricht, geradezu ersehnt, dekuvriert er sich als Jugendbuch. Es zeigt sehr europäisch verschlüsselt die jugendliche Angstfantasie davor, was geschehen könnte, wenn die Eltern nach der Party zu früh nach Hause kommen."

 
   

Sonstiges

KÄMPCHEN, Martin (2001): Billiger machen sie es nicht.
Pilgerreise in Zeiten des Krieges: Eine Reise durch Nepal zum Kailasch, dem heiligen Berg Tibets,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.11.

NICKEL, Eckhart (2001): Zweite Haut am Fuß.
Berluti-Schuhe,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.11.

NICKEL berichtet über den Kult um den Berluti-Schuh.

STEPHAN, Carmen (2001): Was bleibt: Salem,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.

  • STEPHAN schreibt über die angesehenen Schlosskinder von Salem: "Golo Mann, Königin Sofia von Spanien, Hildegard Hamm-Brücher, ja sogar Christian Kracht. Das sind die Absolventen, mit denen man sich in Salem gern schmückt. Dagegen gehören die Absolventen Arianne SOMMER und Isabell KESSLER (noch) nicht dazu. Als "Schloß Luderstein" könnte es jedoch zukunftsweisend sein, meint die Autorin.
 
   

Theaterfassung von "1979" am Bochumer Schauspielhaus

HAMMELEHLE, Sebastian (2003): Endstation Auslöschung.
Christian Krachts Roman "1979" kommt als Theaterstück auf die Bühne,
in:
Welt am Sonntag v. 09.03.

LAUDENBACH, Peter (2003): Wir Menschen vom Planeten Pop.
Am Ende der Party: Das Schauspielhaus Bochum bearbeitet Christian Krachts Roman "1979",
in: Tagesspiegel v. 16.03.

HEINE, Matthias (2003): Spiel mit romantischen Allegorien.
Matthias Hartmann bringt in Bochum Christian Krachts "1979" auf die Bühne,
in: Welt v. 17.03.

IDEN, Peter (2003): Eine Auslöschung als Glücksfall.
Christian Krachts Roman "1979", von Matthias Hartmann multimedial umgesetzt,
in: Frankfurter Rundschau v. 17.03.

KANSTEINER, Morten (2003): Die Hölle bin ich.
Matthias Hartmann hat in Bochum den Roman "1979" von Christian Kracht für die Bühne adaptiert. Auch wenn der Theaterapparat manchmal ins Ächzen kommt: Der Inszenierung gelingt es, den schwierigen Vorgang abzubilden, der die schrittweise Verfertigung der Illusion beim Erzählen heißt,
in: TAZ v. 17.03.

WILINK, Andreas (2003): Das flüchtige Phantom der Freiheit.
Vom Roman zum Making-Of eines Roadmovies: Matthias Hartmann inszeniert in Bochum Christian Krachts "1979",
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.03.

 
       
   

Der gelbe Bleistift (2000)
Köln:
Kiepenheuer & Witsch

 
   

Rezensionen

THOMSEN, Henrike (2000): Gameboy in der Strohhütte,
in: Spiegel
Nr.16 v. 17.04.

STAHL, Enno (2000): Christian Kracht: Der gelbe Bleistift,
in: Büchermarkt, Sendung des DeutschlandRadio v. 30.05.

HERRMANN, Karsten (2000): Ein Dandy in der weiten Welt,
in:Titel-Magazin
v. 21.06.

TERKESSIDIS, Mark (2000): Das klaustrophobische Subjekt,
in:
Die ZEIT Nr.41 v. 05.10.

  • Infos zu: Mark Terkessidis - Autor der Generation Golf
  • JUNG, Christina (2000): Zeitgemäßes über Asien.
    Die Reisenotizen des Schweizers Christian Kracht,
    in: Literaturkritik.de
    v. November

     
           
       

    Mesopotamia (HG)(1999)
    Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt

     
       

    Rezensionen

    PILZ, Michael (1999): Lyrisches Ich ins Grab, hopp, hopp,
    in:
    Welt v. 24.09.

    BAX, Daniel (1999): Das Poesiealbum-Prinzip,
    in: TAZ v. 13.10.

    BARTELS, Gerrit (1999): Auf der Kippe,
    in: TAZ Berlin v. 23.10.

    TAZ (1999): Ironie und Selbstinszenierung,
    in: TAZ Bremen v. 25.10.

    BARTELS, Gerrit (1999): Berührungen mit der Leere,
    in:
    Kieler Nachrichten v. 23.12.

    HÖBEL, Wolfgang (1999): Ist ja gar nicht alles supergut,
    in:
    Spiegel Nr.41 v. 11.10.

    KUTZMUTZ, Olaf (2000): Nur die Pose zählt,
    in: Westfälische Nachrichten v. 04.01.

    MANGOLD, Ijoma (1999): So was von nett,
    in:
    Berliner Zeitung v. 30.10.

    WELT (1999): Kampftrinken in Kambodscha,
    in:
    Welt v. 11.09.

     
       

    Christian Kracht im WWW

    www.christiankracht.com
     
       

    weiterführende Links

     
         
       
     
       

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    webmaster@single-generation.de Erstellt: 10.August 2000
    Update: 04. Juni 2015