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Christian Kracht: Imperium

 
       
   

Christian Kracht bei single-generation.de

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Imperium (2012)
Köln:
Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Klappentext

"Eine deutsche Südseeballade

In »Imperium« erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans eines Melville, Joseph Conrad, Robert Louis Stevenson oder Jack London spielt. Die Welt wollte er retten, eine neue Religion stiften, gar ein eigenes Reich gründen – eine Utopie verwirklichen, die nicht nur ihn selbst, sondern die Menschheit erlöst, fernab der zerstörerischen europäischen Zivilisation, die gerade aufbricht in die Moderne und in die Katastrophen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Doch in der Abgeschiedenheit der Südsee, in einer Kolonie des wilhelminischen Deutschland, gerät ein von einem vegetarischen Spleen besessener Sonnenanbeter in eine Spirale des Wahnsinns, die die Abgründe des 20. Jahrhunderts ahnungsvoll vorwegnimmt. In seinem vierten Roman zeichnet Christian Kracht die groteske, verlorene Welt von Deutsch-Neuguinea, eine Welt, die dem Untergang geweiht ist und in der sich doch unsere Gegenwart seltsam spiegelt. Zugleich aber ist Christian Krachts »Imperium« eine erstaunliche, immer wieder auch komische Studie über die Zerbrechlichkeit und Vermessenheit menschlichen Handelns."

 
     
 
       
   

Buchrezensionen

LÜTZELER, Paul Michael (2012): Hitler und die Kokosnuss.
Die Palme war seine Kathedrale: Christian Krachts neuer Roman "Imperium" erzählt von August Engelhardt, einem sehr deutschen Erlöser, der sein Bio im Bismarck-Archipel fand,
in: Welt v. 11.02.

LOVENBERG, Felicitas von (2012): Ein kultischer Verehrer von Kokosnuss und Sonnenschein,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.02.

FANIZADEH, Andreas (2012): Die fabelhafte Welt des Christian Kracht.
Solitär-Literatur: Er sähe sich gern in einer Reihe mit Thomas Mann, Lord Byron oder Hergé, dem Schöpfer von "Tim und Struppi". Nächste Woche erscheint Christian Krachts vierter Roman, "Imperium"
in: TAZ v. 11.02.

Andreas FANIZADEH zeichnet die Entwicklung von Christian KRACHT anhand von Faserland und Imperium vom Snob zum Spießer nach.

VOGEL, Sabine (2012): Hitler war kein Hippie.
Und Christian Krachts Roman über das „Imperium“ eines deutschen Aussteigers ist keine Nazischmonzette sondern ein Roman, der ob seiner gespreizten Manieriertheit ziemlich schnell nervt. Der Roman ist ein recht hanebüchener Schmarrn,
in: Berliner Zeitung v. 16.02.

SCHMIDT, Christopher (2012): Der Ritter der Kokosnuss.
Christian Krachts neuer Roman "Imperium" ist eine furiose Satire auf deutsche Ermächtigungsphantasien,
in: Süddeutsche Zeitung v. 16.02.

Neu:
BUCHELI, Roman (2012): Tant de bruit.
Viel heisse Luft in und um Christian Krachts Roman "Imperium",
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 06.03.

 
   

Das Buch in der Debatte

DIEZ, Georg (2012): Die Methode Kracht.
Seit "Faserland" gilt Christian Kracht als wichtige Stimme der Gegenwart. Sein neuer Roman "Imperium" zeigt vor allem die Nähe des Autors zu rechtem Gedankengut,
in: Spiegel Nr.7 v. 13.02.

Infos zu: Georg Diez - Autor der Generation Golf

JELINEK, Elfriede u.a. (2012): "Grenzen zwischen Kritik und Denunziation überschritten".
Offener Brief an Spiegel,
in: boersenblatt.net v. 17.02.

Offener Brief der Schriftsteller Katja LANGE-MÜLLER, 
Daniel KEHLMANN, Elfriede JELINEK, Peter STAMM,
Monika MARON, Thomas von STEINAECKER, Kathrin SCHMIDT, Thomas HETTCHE, Necla KELEK, Rafael HORZON, Stefan BEUSE, Carmen STEPHAN, Benjamin von STUCKRAD-BARRE, Carl von SIEMENS, Eckhart NICKEL, David SCHALKO und Feridun ZAIMOGLU.

MALCHOW, Helge (2012): Blaue Blume der Romantik.
Ist der Schriftsteller Christian Kracht "der Türsteher der rechten Gedanken"? Sein Verleger antwortet auf einen Spiegel-Artikel,
in: Spiegel Nr.8 v. 18.02.

Infos zu: Helge Malchow - Autor der Single-Generation

MÜLLER, Lothar (2012): Phantasie und Format.
Die deutsche Gegenwartsliteratur ist über den Gegensatz von Gesinnung und schönem Schein längst hinaus,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.02.

BARTELS, Gerrit (2012): Im Spiegel der Kritik.
Christian Krachts Roman "Imperium": Die Debatte schwelt weiter. Nach den Kritikern und Kollegen hat sich in der jüngsten Ausgabe des "Spiegels" nun auch Krachts Verleger Helge Malchow für seinen Autor in die Bresche geworfen,
in: Tagesspiegel v. 21.02.

HARTWIG, Ina (2012): Der neue Realismus-Ekel.
Polemiken, schön und gut - aber der Literatur fehlen Pastiches,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.02.

Infos zu: Ina Hartwig - Autorin der Single-Generation

STEINFELD, Thomas (2012): Der ästhetische Souverän.
Empörung, Distanz und Verachtung: Was tut eigentlich die Aufregung um Christian Krachts Roman "Imperium"?
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.02.

Infos zu: Thomas Steinfeld - Autor der Single-Generation

DIEZ, Georg (2012): Meine Jahre mit Kracht.
Hat der Spiegel Rufmord begangen am Schriftsteller Christian Kracht? Ihn denunziert? Eine Antwort des Kritikers Georg Diez an seine Kritiker,
in: Spiegel Nr.9 v. 27.02.

Georg DIEZ verteidigt seine Einordnung von Christian KRACHT als rechten Denker und seine Formulierung von Christian KRACHT als "Türsteher der rechten Gedanken".

DIEZ zieht eine Verbindung zwischen dem Tabuwort  "rechts" von Botho STRAUß' Essay Anschwellender Bocksgesang über Uwe TELLKAMPs Roman Der Eisvogel (2005) zur heutigen Situation einer nervösen Demokratie:

"Was hat sich geändert? Schriftsteller wie Botho Strauß hatten schon immer einen Hang zum Erhabenen - vielleicht auch als Reaktion darauf, dass sich das Land, die alte BRD, gern kleiner machte, als sie tatsächlich war, weniger gefährlich, weniger mächtig. Dieses Abtauchen ist nicht mehr möglich, die Jahre 2008 bis 2012, zwischen Wirtschafts- und Finanzkrise und Euro-Debakel haben das Gefahrenbewusstsein und das Krisengefühl wachsen lassen. (...). Wir leben in einer nervösen Demokratie."

Diese Veränderungen, die Gabriele GÖTTLE in der heutigen taz aus Sicht der Denkwelt von Wilhelm HEITMEYER noch differenzierter schildert, hat einen  Rechtsruck dieser Republik und ihrer neubürgerlichen Mittelschicht zwischen den Jahren 2001 und 2012, mit den Signalereignissen 11. September, Einführung der Hartz-Gesetzgebung und Finanz- bzw. Wirtschaftskrise, ausgelöst und auch nach eigenem Bekunden das Denken von DIEZ ab 2008 verändert:

"Diese Jahre zwischen 2008 und 2012 zwischen Krachts vorherigem Roman Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten und Imperium, haben meinen Blick verändert. Für mich stellt sich Krachts Werk heute anders dar. Ich jedenfalls kann Imperium nicht mehr mit der Brille der Ironie lesen."

Willkommen im Zeitalter der neuen Ernsthaftigkeit, das bereits für 2001 angekündigt wurde. Adé Postmoderne?

Aber vielleicht haben wir es im Zeitalter nationalkonservativer Demografiepolitik nicht lediglich mit einem "wachsendem Krisengefühl" zu tun, sondern vielmehr mit einer neuen Normalität (mehr hier, hier und hier). Die netten Jahre sind vorbei!

Vielleicht ist die Re-Lektüre der Artikel von Georg DIEZ seit 2005 viel erhellender als diese Rechtfertigung.

BÖTTIGER, Helmut (2012): In der Diskursmaschine.
Die Literatur als Debattenstoff verheizen - das soll Kritik sein?
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.02.

Infos zu: Helmut Böttiger - Autor der Single-Generation

BARTMANN, Christoph (2012): Welteroberung und Rohkost.
Das deutsche Kolonialreich als Tummelplatz von Gesundbetern und anderen Spinnern: Christian Krachts Roman porträtiert sie genüsslich,
in: Literaturen Nr.105, Beilage zur Zeitschrift Cicero, Frühjahr

KLAUSNITZER, Ralf (2012): Literatur und Gesinnung.
Imperium: Die Debatte um Christian Krachts Roman zeigt, wie schwer sich die Literaturkritik mit Haltungsfragen tut,
in: Freitag Nr.9 v. 01.03.

KLUTE, Hilmar (2012): Der Fingerzeig.
Die Gesinnung ist wieder schwer in Mode - wer nicht aufpasst, steht plötzlich mit der falschen da,
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.03.

Infos zu: Hilmar Klute - Autor der Generation Golf

 
       
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 11. Februar 2012
Update: 31. Dezember 2014