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Christian Kracht: Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten

 
       
     
       
     
       
   

Christian Kracht: Porträts und Gespräche

 
   
  • DIEZ, Georg (2008): Der Heimatdichter.
    Alpenglühen und Deutsche exekutieren:.In Christian Krachts neuem Roman ist die Schweiz eine kommunistische Grossmacht und führt Krieg gegen die ganze Welt
    in: Magazin des Tages-Anzeiger v. 13.09.
  • MOCEK, Ingo (2008): "Ich denke immer an den Krieg".
    Christian Kracht war die Galionsfigur der Popliteratur - und half tatkräftig mit, sie zu zerstören. Im Neon-Interview spricht er über den Geruch der Mandel in seinem neuen Roman, sein Verhältnis zu David Lynch und die zersetzende Kraft des Zynismus,
    in: Neon,
    Oktober
    • Anmerkungen:
      Der Literaturwissenschaftler Moritz BAßLER definierte die Popliteraten als neue Archivisten, weil in deren Romanen Konsumgüter und Markennamen vorkamen, mit denen sich Leser identifizieren und von anderen abgrenzen konnten.

                  "Faserland" (1995) von Christian KRACHT gilt als erster Poproman der Generation Golf.
      In seinem neuen Roman verbannt KRACHT nun alle Marken:

                  "Grass ist wirklich unlesbar. Nazis on Viagra. Aber ich fühle nmich ebenfalls zu alt, um Konsumgüter und Markennamen in meinen Büchern zu erwähnen. Das einzige Konsumgut habe ich noch rechtzeitig aus meinem neuen Roman herausgenommen".
                  Ist also KRACHT nun kein Popliterat mehr? Wiebke POROMBKA entdeckt für die taz auch im neuen Roman wiederum den Archivisten:
                  "Archivisten der Gegenwart hat der Literaturwissenschaftler Moritz Baßler die Generation der Popautoren einmal genannt. Christian Kracht war mit Debütroman »Faserland« im Jahr 1995 vielleicht derjenige, der am mustergültigsten vorgeführt hat, wie man die Oberflächenphänomene der Wirklichkeit zu einer passgenauen Mentalitätsstudie zusammenfügt.
                  In seinem jüngsten Roman nun wendet Kracht wiederum das Prinzip des Archivierens an. Er sammelt Versatzstücke aus der literarischen und historischen Oberfläche und verwebt sie zu einem Text. Was aber als literarisches Verfahren für die Gegenwart seine Berechtigung entfaltet hat, das wird äußerst fadenscheinig, wenn es sein Material im Imaginären und Vergangenen schöpfen muss."
  • BÜSCHER, Wolfgang (2008): Gleich kracht's!
    Sieben Jahre war er weg. Jetzt ist er wieder da, mit einem Roman über einen hundertjährigen Weltkrieg. Der frühere Popautor ist auf dem Weg zum Literaturklassiker. Ein Tag mit Christian Kracht,
    in: ZEITLeben Nr.41 v. 01.10.
  • LINDEMANN, Thomas (2008): "Ich finde, es reicht".
    Der Autor Christian Kracht über seinen Abschied vom Schreiben, Kommunisten und Psychotherapie,
    in: Welt v. 13.10.
 
       
   

Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten (2008)
Köln: Kiepenheuer & Witsch

 
   
 
 

Klappentext

"Nach Faserland und 1979 der lange erwartete neue Roman von Christian Kracht: Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten ist die literarische Erfindung eines alternativen Verlaufs der Weltgeschichte seit dem 1. Weltkrieg. Eine spannende Reise ans Ende der Nacht …

Es ist das Jahr 1917. Lenin besteigt n i c h t den plombierten Waggon von Zürich nach St. Petersburg. Die russische Revolution findet n i c h t statt. Stattdessen erlebt die Schweiz einen kommunistischen Umsturz, und die Geschichte des 20. Jahrhunderts entwickelt sich völlig anders als wir sie heute kennen.

Christian Kracht beginnt sein neues Werk mit der präzisen Sprache eines Kriegsberichts, doch allmählich schleichen sich Elemente des Unwirklichen ein, und die uns bekannten Parameter verschieben sich mehr und mehr.

So erzählt dieser zunächst historisch anmutende Roman die Geschichte eines Schweizer Politkommissars, der einen Mord aufklären soll und zur Réduit, zur großen Schweizer Bergfestung, in das Herz der Finsternis reist.

Der poetische Zauber, mit dem sich Christian Krachts düster-schillernder Zukunftsentwurf in fast filmischen Bildern wie ein – durch einen alten Projektor ratternder – Dokumentarfilm auf die Netzhaut des Lesers projiziert, liegt vor allem darin, dass er zwar innerhalb uns bekannter Koordinaten, jedoch in einer uns vollkommen fremden Welt spielt. Einer Welt, in der die Schweiz ein sozialistisches Imperium ist, eine Kolonialmacht, die sich im immerwährenden Krieg befindet.

Zugleich Polit-Thriller, Science-Fiction und historischer Roman, führt uns Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten in eine betörend fremde Welt, an dessen Ende nur die Kraft der Liebe steht. "

 
 
 
       
     
     
   

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Update: 15. Oktober 2008
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