"Das Buch erschließt den Lesern die
Küche als zentralen Wohnraum des häuslichen Lebens.
Die Autorinnen und Autoren untersuchen die Küche –
nachdem sie seit den 90er Jahren als
modisch-repräsentatives Designobjekt ins Zentrum
rückte – in Bezug auf ihre architektonischen,
kulturellen, sozialen sowie ökonomischen
Bedeutungen. Vorgestellt werden wichtige
Entwicklungstendenzen und wegweisende Küchenkonzepte
der letzten Jahrzehnte (Frankfurter Küche,
Normküchen, Wohnküchen), planerische Grundlagen,
aktuellste Trends, die sich wandelnden Bedürfnisse
heutiger Benutzer an den Küchenraum
(Patchworkfamilien, Singlehaushalte) sowie
kulinarische Aspekte."
Pressestimmen
"Die Beiträge von Michelle Corrodi und Klaus
Spechtenhauser nehmen sich aus historischer
Perspektive der Küche vom 19. Jahrhundert bis in die
Gegenwart an. Anhand der beiden grundlegenden Typen
der Arbeits- und der Wohnküche wird in anschaulicher
Weise deutlich, inwiefern die Küche soziale Theorien
und ökonomische Verhältnisse in architektonischer
Form abbildet – zeig mir deine Küche, und ich sag
dir, wer du bist.
Immer ist die Küche auch der Ort der Frau gewesen;
wenn sie sich in jüngerer Zeit gern als Schaubühne
präsentiert, hängt dies durchaus mit einem neuen
Selbstverständnis des Mannes zusammen, wie etwa in
Johanna Rolshovens Einleitung deutlich wird. Nicht
minder lesenswert ist Marion von Ostens
detektivische Spurensuche zu den Küchenbildern (etwa
in der Werbung), bei denen sich gerade die
Auslassungen als besonders aussagekräftig erweisen.
Weitere Beiträge zur Schweizer Küchennorm, zum
Verhältnis von Küchenkonzepten und Lebensstilen
sowie zur Küchenplanung und essayistische
Annäherungen runden das Bild ab."
(Martino Stierli in der Neuen
Zürcher Zeitung vom 31.01.2006)