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Sibylle Berg: Mit Houellebecq Hand in Hand gegen Alice Schwarzer

 
       
     
       
   
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    Sibylle Berg in ihrer eigenen Schreibe

     
       

    BERG, Sibylle (1999): Der japanische Freund.
    Haruki Murakami wohnt in Tokio und ist ein erfolgreicher Schriftsteller. Seine Bücher handeln von einsamen Menschen, die Bier trinken, schlechten Rock hören und die man gerne als Freunde hätte,
    in: Tages-Anzeiger v. 20.03.

    Infos zu: Haruki Murakami - Autor der Single-Generation

    BERG, Sibylle (2001): Frau 2000 oder Das Scheitern eines Traums.
    Was hat die Emanzipation den Frauen gebracht? Zwei grosse Feministinnen ziehen Bilanz - ebenso klug wie deprimierend die Bestandsaufnahme von Germaine Greer, geschwätzig und platt die Selbstbeweihräucherung von Alice Schwarzer,
    in: Weltwoche Nr.2 v. 11.01.

    Infos: Alice Schwarzer - Und ewig dauern die 70er Jahre

    BERG, Sibylle (2001): Ein Lob auf die Reichen.
    Über Menschen mit viel Geld wird viel Schlechtes geredet. Dabei sind sie wohltätig, fleißig und höflich - eine Betrachtung,
    in: Financial Times Deutschland v. 02.02.

    BERG, Sibylle (2000): So traurig.
    Michel Houellebecqs trostloser Gedichtband "Suche nach Glück",
    in: Süddeutsche Zeitung v. 17.10.

    BERG, Sybille (2001): Der Trainingsanzug.
    Teil 20 der Serie "Das war die BRD",
    in: Süddeutsche Zeitung v. 03.05.

    BERG, Sibylle (2001): Werbepause.
    Sibylle Berg stellt sich vor, ab morgen wäre die Welt werbefrei,
    in: Frankfurter Rundschau v. 20.10.

    BERG, Sibylle (2001): Was liest...,
    in:
    Literaturen, Nr.11, November

    BERG, Sibylle (2001): Erbmasse.
    Sibylle Berg macht sich Gedanken über das Altern,
    in: Frankfurter Rundschau v. 22.12.

    Eine traurige Geschichte von Sibylle BERG über eine alte Dame, die sich nicht mit ihrem Heim-Dasein abfinden kann: "Sie hatte (...) gedacht, sie wäre bestimmt nicht allein im Alter, es würde schon noch eine große Liebe kommen, eine Familie, oder zumindest zöge sie mit vielen Freunde in ein prima Haus am Meer. Die Freunde waren tot (...). Die große Liebe war nie gekommen. Über Nacht hatten alle Männer ihres Alters junge Stewardessen als Freundin und (...) dann war sie irgendwann immer hingefallen, konnte nicht mehr arbeiten und nun stand sie hier, am Fenster in diesem Heim."

    BERG, Sibylle (2002): Komisch, das.
    Glückliche Paare in Hongkong. Sie fassen sich an den Händen und gehen zu Bett,
    in: Die ZEIT. Reisebeilage Nr.12 v. 14.03.

    Die Welt der Sozialstaatsdichterin Sibylle BERG ist simpel. Das Sozialstaats-Märchen muss die Welt schwarzweiß malen. Schwarz - das ist Deutschland. Weiß - das ist Nicht-Deutschland, z.B. Hongkong. In Deutschland sind Paare unglücklich und Familien erst recht. In Nicht-Deutschland sind Paare glücklich und Familien erst recht. Deutschland ist scheisshuman und wohlhabend, aber unglücklich. Nicht-Deutschland ist inhuman und arm, aber glücklich. Bescheidenheit ist keine Zier, sondern die Voraussetzung des BERG'schen Glücksversprechen. Wer den Fernseher ausschaltet, die Zeitung beiseite legt, das Buch zuklappt und stattdessen vor die eigene Haustür geht, der kann die glücklichen Paare und Familien ebenfalls sehen. Denn Nicht-Deutschland ist kein geografischer Ort, sondern die Rückseite der öffentlichen Sozialstaatsdebatte!

    Sighard Neckel - Lebensstile in der Neidgesellschaft

    BERG, Sibylle (2002): Zurück zur großen Mama.
    Was ist Liebe? Vier Züricher Ausstellungen - und eine Abrechnung von Sibylle Berg,
    in: Die ZEIT Nr.52 v. 18.12.

    Die 68er-Generation musste sich noch an der Liebe abarbeiten, Michael HOUELLEBECQs Leidensgenossen wie Sibylle BERG dagegen müssen sich wieder am Sex abarbeiten. Dem Schicksal einer Generation kann niemand entkommen:

    "Die erste Liebe zerbricht, und der erste Liebeskummer kommt. Ach, wären wir doch gestorben, damals. Wir haben unsere Unschuld verloren und statt ihrer Ideen entwickelt. Wie Liebe sein müsste, die richtige Liebe. Denken wir, muss sein wie fliegen und sich die Sachen vom Leib reißen und sich nie mehr trennen und nicht mehr essen und nicht mehr schlafen und wild muss es sein und seelenverwandt und aufregend und verrückt und nachts tanzen im Regen und Hütchen tragen und 1000 Kilometer fahren nur für einen Kuss, der nie endet, und halten, halten, halten. Das ist die Idee, und sie meint: Eigentlich wollen wir zurück zu der Zeit, als wir eins mit der Mutter waren, Bedingungslosigkeit wollen wir, danach suchen wir und werden immer enttäuscht werden."

    BERG, Sibylle (2004): So leben wir also weiter.
    Haruki Murakamis neuer Roman,
    in: Welt v. 20.03.

    BERG, Sibylle (2004): Schneller billiger dümmer.
    Die Schriftstellerin Sibylle Berg über das Ende der Frauenzeitschrift "Allegra", für die sie lange schrieb,
    in: Tagesspiegel v. 06.06.

    BERG, Sibylle (2004): Mein kleines unruhiges Zweitland.
    Die Schriftstellerin Sibylle Berg, die vor kurzem von Zürich nach Tel Aviv gezogen ist, über das Leben in Israel,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 19.09.

    Sibylle BERG u. a. über ihre Überlegenheit gegenüber dem Touristen:

    "Um eine Stadt kennenzulernen, empfiehlt es sich, eine Wohnung zu suchen. Da hat man was zu tun, fühlt sich Touristen überlegen und lernt wichtige Sachen. Ich weiß jetzt, was Israelis mit Designerwohnung meinen (Fenster mit Bleiglas), was mit modern (die Fenster lassen sich bewegen, lebhaft (Hauptstraße, Busse, Hupkonzerte). Ich weiß, welche Stadtteile gehen (Zentrum) und welche nicht (Bat-Yam, sieht aus wie Rumänien). Jetzt wohne ich um die Ecke von der Hauptstraße mit Kaffees, Läden, Restaurants, und um die Ecke vom Meer."

    LITERATUREN-Titelgeschichte: Liebe.
    Bedichtet von Sibylle Berg, Peter Handke, Burkhard Driest, Martin Walser, Dylan Thomas

    BERG, Sibylle (2004): Es ist so gut.
    Liebe mit vierzig. Eine Handreichung,
    in: Literaturen, Nr.10, Oktober

    BERG, Sibylle (2004): City ohne Sex.
    Am Dienstag endet „Sex and the City“. Sibylle Berg trauert um ein nettes Stück Fernsehtrash. Mehr war die Serie nie,

    in: Tagesspiegel v. 12.12.

    BERG, Sibylle (2005): Es geht auch obdachlos.
    Frau Berg erklärt die Welt,
    in: Die ZEIT Nr.8 v. 17.02.

    Sibylle BERG erläutert uns, dass es uns viel zu gut geht. Erst wenn wir alle obdachlos unter Brücken hausen und am Verhungern sind, sind wird dort angekommen, wo wir hingehören...

    BERG, Sibylle (2008): Die dressierten Hyänen.
    Es lässt sich aushalten - das Leben. Aber ist es auch noch erträglich, wenn die Leidenschaften verschwinden? Wenn man Dummheit und Gier hinnimmt und Feinschmeckerlokale zu den wenigen Höhepunkten zählen? Zum ersten Advent eine Meditation über Kompromisse, den Hunger und das Sattsein,
    in:
    TAZ v. 29.11.

    DAS MAGAZIN-Titelgeschichte: Ab heute ohne dich.
    Glückliche Geschichten vom Verlassenwerden

    BERG, Sibylle (2009): Mann kann nicht Schluss machen.
    Der Durchschnittsmann verlässt eine Frau wortlos – weil er nicht weiss, wie er über Gefühle reden soll. Ein Essay zum heutigen Valentinstag,
    in:
    Das Magazin des Tages-Anzeiger v. 14.02.

    BERG, Sibylle (2009): Schön auf den ersten Blick.
    In Hua Hin steht der Sommerpalast des thailändischen Königs. Das klingt nach Reichtum, gediegenen Pärken und langen Stränden, ist aber auch ein Alptraum wie aus einem Roman von Houellebecq. Ein Bericht,
    in: Weltwoche Nr.15 v. 09.04.

    BERG, Sibylle (2011): Du scharchst, und dafür liebe ich dich.
    Partnerschaft: Im Schlager heißt es, eine neue Liebe sei wie ein neues Leben - darf ich darauf vertrauen? Kann mir ein neuer Mensch an meiner Seite mehr Zuversicht geben und mir die Einsamkeit nehmen? Zu Weihnachten eine Richtigstellung in Sachen Neu-Verlieben,
    in: Spiegel Online v. 24.12.

    BERG, Sibylle (2011): Hier esse ich Geld. Und alle schauen zu.
    Luxus: Nehmen wir an, ich habe 60 Millionen Euro in meiner Urlaubskasse. Warum 60? Egal. Was mache ich da jetzt als Superreiche in St. Moritz?
    in:
    TAZ v. 24.12.

    BERG, Sibylle (2012): Die schrottreife Frau ab 50.
    Frauen über 50? Die sollen doch bitte stricken und das Haus hüten! So lautet die Botschaft von Leuten, die einen Superstar wie Madonna dafür in die Pfanne hauen, dass sie in ihrem Alter noch auf der Bühne steht. Was für eine sexistische Frechheit,
    in: Spiegel Online v. 11.02.

    BERG, Sibylle (2012): Frau Dr. Gebärfreude.
    Eine Frau, die nicht Mutter sein will? Undenkbar. Zumindest in der Welt unserer Familien- und Frauenministerin Kristina Schröder, die sich schlicht nicht vorstellen kann, dass andere Menschen andere Lebensentwürfe haben als sie selbst. Das macht sie leider ungeeignet für ihren Job,
    in:
    Spiegel Online v. 16.06.

    BERG, Sibylle (2012): Liebe ist alles, sonst ist alles nichts.
    Manche Menschen behaupten ja, dass die Liebe überbewertet ist, weil jedes Paar irgendwann gemeinsam unglücklich wird. Das ist Unsinn - und gefährlich. Denn dieses großartige Gefühl ist das einzige, das die Menschheit noch vor dem Untergang bewahren kann,
    in:
    Spiegel Online v. 16.06.

    Christiane Rösinger - Liebe wird oft überbewertet

    Neu:
    BERG, Sibylle (2013): Gegen Kapitalismus hilft nur Liebe.
    Die Kolumnistin steigt auf einen Stuhl und predigt: Die Bindungslosigkeit treibt uns dem Kapitalismus in die Fänge, dem Body-Mass-Index und dem Shopping-Wahn. Also suchen Sie sich verdammt noch mal jemanden, neben dem Sie aufwachen dürfen,
    in:
    Spiegel Online v. 17.08.

    "Der alleinlebende Mensch ist der Motor des Neoliberalismus, der alleinlebende Mensch bindet sich nicht (psychische Schäden oder grauenhafte Schicksale ausgenommen) wegen der Unfähigkeit zur Festlegung",

    schwafelt Sibylle BERG. Was hat das Alleinleben mit der Ideologie des Neoliberalismus bzw. der Unfähigkeit zur Festlegung zu tun? Nicht sehr viel, denn die meisten Alleinlebenden sind es unfreiwillig (Tod des Partners/der Partnerin bei älteren Alleinlebenden bzw. sie haben den passenden Partner noch nicht gefunden) bzw. sie haben einen Partner, der aus unterschiedlichsten Gründen einen eigenen Haushalt führt.

    BERG sollte sich für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Partnerschaft einsetzen. Einer der Hauptgründe für die Zunahme der Partnerlosigkeit ist nicht die Unfähigkeit zur Festlegung, sondern die Zwangsmobilität, die mit Hartz IV sogar in Gesetzesform gegossen wurde.

    Alleinleben und Liebe sind kein Gegensatz, sondern die Konsequenz des Mobilitätszwangs in unserer Gesellschaft. Wer wie BERG die angebliche Bindungslosigkeit anprangert, der ist der wahre Schmierstoff im Getriebe des Neoliberalismus.

     
           
       

    Sibylle Berg: Porträts und Gespräche

     
       

    LITERATUREN (2001): Sex hat keine Worte.
    Ein Gespräch über Erotik und Literatur mit den Schriftstellern Sibylle Berg, Joachim Helfer und Steffen Kopetzky
    in:
    Literaturen Nr.5, Mai

    PAWLAK, Carin (2001): "Eine untergehende Rasse".
    Warum droht dem Mann das Aussterben? Die Schriftstellerin Sibylle Berg gibt in ihrem neuen Buch Antwort - als Mann,
    in: Focus Nr.40 v. 01.10.

    "Focus: (...) Eifern Sie dem französischen Autor Michel Houellebecq nach?
                Berg: Es gibt eine Verwandtschaft in der Sicht der Lage - der Mensch als gescheitertes Experiment. Ist dies das Ende? Vorher muss man wenigstens versuchen, etwas zu ändern."

    KUHN, Markus (2001): Sybille Berg,
    in: titel-magazin.de v. 01.11.

    FOCUS-Titelgeschichte: generation ratlos.
    Die Mittdreißiger.
    Zwischen Jobkrise, Zukunftsangst und Beziehungschaos

    FOCUS (2004): Bloß nicht verzagen.
    Die Autorin Sibylle Berg glaubt fest daran: Es lohnt sich, das eigene Phlegma zu überwinden,
    in: Focus Nr.9 v. 21.02.

    Damit Frau BERG noch zur Titelgeschichte passt, wird ihr Alter einfach jünger angegeben. "Ich kann nicht verstehen, dass diese Generation jammert", behauptet Sibylle BERG, nur um am Ende zu klagen: "Die gleichberechtigte Partnerschaft gibt es nicht."

    ADORJÁN, Johanna (2004): Aller Anfang ist schlecht.
    Eine E-Mail-Unterhaltung mit Sibylle Berg, Schriftstellerin, die von Zürich aus die Welt beim Untergang betrachtet . Und die dagegen ist,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.03.

    Sibylle BERG u. a. über ihr neues Buch Ende gut und den Terror des grünen Mutterkults:

    "der Terror der Grünen, die das Mutterkreuz wieder einführen wollen, wie es scheint - Frauen müssen gebären - super Idee - das heißt, sie können und sollen keine Karriere machen - toll gedacht - warum muß sich jeder vermehren, verdammt noch mal. Ich glaube nicht an einen naturgegebenen Kinderwunsch, das ist Scheiß, der uns er zählt wird, eine Anthropologin hat darüber geschrieben (...), daß Frauen, wenn sie die Wahl haben, sich immer für eine Karriere statt für ein Kind entscheiden würden, wenn sie nicht sozial unter Druck gesetzt würden, einfach, weil eine Karriere ihr Überleben besser absichert. Huiii, da komm ich in Wallungen.
    Aber ich kenne Frauen, die absolut Kinder haben wollen. Ich kenne sogar welche, die haben Kinder. Und arbeiten trotzdem weiter. Ist dann halt lauter am Feierabend, aber irgendwie geht's.
    Geht schon, und
    nix dagegen, wenn eine wirklich Kinder will, ganz ganz ehrlich. Aber zu wissen, was man wirklich will, ist heikel wie wir seit Takrowskis »Stalker« wissen. (...). Vielleicht wird die Zukunft ja auch großartig: Frauen befruchten sich künstlich, wenn sie Zeit dazu haben, oder man braucht auch keine Frau mehr dazu, und sie leben in freundlichen Lebensgemeinschaften mit anderen Frauen, ab und zu treffen sie Männer zum Teetrinken, aber mehr Wichtigkeit hat das alles nicht."

    Shulamith Firestone - Die Tyrannei der biologischen Familie

    STEIN, Hannes (2004): Finnland, ach Finnland.
    Sibylle Berg spricht. Über fiese Moslems, das gute Amerika und das Glück des Weltuntergangs,
    in: Welt v. 13.03.

    KANSTEINER, Morten (2004): Sei nett zu den Nachbarn.
    Sibylle Berg kennt den Sinn des Lebens - und schickt deshalb ihre Figuren ins Elend. Zum Beispiel zwei mittelalte Frauen in dem Theaterstück: "Das wird schon. Nie mehr lieben!" Ein Porträt zur Premiere,
    in: TAZ v. 02.10.

    TAGESSPIEGEL (2007): "Ich bin der Nobelpreisflüsterer".
    Sie kann in die Zukunft sehen. Trotzdem findet sie das Glück im Moment. Sibylle Berg über Zigarre rauchende Verleger, ihre Flugangst und den "Lonely Planet",
    in: Tagesspiegel v. 07.10.

    BEUTH, Patrick (2009): "Romantik ist Bullshit".
    10 Fragen: Die Schriftstellerin Sibylle Berg über gefährliche Liebes-Klischees, dumme Frauen und eine Generation der Einsamen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 24.08.

    "Es regt mich auf, was an verkitschten, verklebten Vorstellungen über Liebe in den Köpfen der Leute ist, die sich nie erfüllen können. Und deshalb sind viele sehr unglücklich und sehr allein. Ich glaube, Liebe ist nicht spektakulär. Die Liebe, die ich meine, hat nichts mit Leidenschaft und Vermehrung zu tun. Sondern wirklich mit »Wir leben zusammen und haben uns gern«. Das meiste, was uns vorgesetzt wird in Büchern, ist der kurze Abschnitt über Leidenschaft und übers Betrügen, all dieses uninteressante Zeug, das ja keine 24 Stunden füllt. Und außer vielleicht Haruki Murakami, der für meinen Geschmack schöne Beziehungen schildert, macht das keiner - eben weil es nicht spektakulär ist", meint die Schriftstellerin Sibylle BERG.

     
           
       

    Sibylle Berg in der Debatte

     
       
    DAS MAGAZIN-Titelgeschichte: Kuß und Schluß

    LEHMANN, Andreas (2006): Wohin mit den kleinen, verhungerten Gefühlen?
    Die Schriftstellerin Sibylle Berg ist unter die Herausgeber gegangen: "Und ich dachte, es sei Liebe" heißt ein Buch voll mit Abschiedsbriefen von Frauen,
    in: Das Magazin, Februar

     
           
       

    Ende gut (2004)
    Köln:
    Kiepenheuer & Witsch

     
       
         
     

    Klappentext

    "Eine Frau so um die vierzig – »das sagt man heute so auf Partys, zu denen einen keiner einlädt, noch nicht mal zu verdammten Steh-Partys oder Event-Manager-Geburtstagen lädt einen eine Sau ein« – egal, also, eine Frau, die Heldin dieses Romans, sieht, dass alles den Bach runtergeht: Flutkatastrophen vorm Fenster und im Fernseher, mal wieder bricht eine neue Seuche aus, irgendwas mit Hautausschlag und Sterben, ihren Job in irgendeiner Agentur ist sie los, nun denn. Die Menschheit ist immer Scheiße gewesen. Und nun geht eben die Welt unter. Etwas Besseres kann nicht passieren. In einem Café explodiert eine Bombe, die Heldin mittendrin. Sie schält sich aus den Trümmern und macht sich auf, das Glück oder zumindest ein Leben zu suchen. Durch die Ödnis der deutschen Provinz, über Weimar, Berlin und Amsterdam, gelangt sie schließlich in Begleitung ihres stummen Freundes nach Finnland, wo sie nicht nur auf einen überraschend freundlichen Menschenschlag trifft, sondern auch etwas findet, was ihr erlaubt, wie ein Mensch zu leben. Friedlich und gut."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    DOMSCH, Sebastian (2004): Elend für alle.
    Deprimierende neue Eigentlichkeit: Sibylle Berg lässt
    in ihrem neuen Roman "Ende gut" die Welt untergehen,
    in: Literaturbeilage der TAZ v. 25.03.

    ROSSUM, Walter van (2004): Amateurin der Trübsal.
    Sibylle Berg entführt uns in die ganz normale Wüste des Alltags,
    in: Literaturbeilage der ZEIT Nr.14 v. 25.03.

    REICHELT, Matthias (2004): Früher Irrtum, späte Reue.
    Moderne Gesellschaftstheorie: Therapeutischer Horror von Sibylle Berg,
    in: junge Welt v. 15.04.

    FUHRIG, Dirk (2004): Krisen-Optimismus.
    Sibylle Bergs "Ende gut",
    in: Literaturkritik, Nr.5, Mai

    BEIKÜFNER, Uta (2004): Die Welt passt in den Kühlschrank.
    Die Popliteratin Sibylle Berg lässt ihre Heldin in der Politik herumstochern wie in einem Sojapudding,
    in: Berliner Zeitung v. 24.06.

     
           
       

    Das Unerfreuliche zuerst.
    Herrengeschichten (2001)
    Köln:
    Kiepenheuer & Witsch

     
       
         
     

    Klappentext

    "Sibylle Berg ist wieder da. Als wäre sie nie fort gewesen. Und war sie auch nicht. Sie war nur in der Fremde: bei Männern. Dort hat sie viel gesehen, erlebt, gelernt. Und das teilt sie, wie es ihre Art ist, großzügig mit ihren Lesern. Und diese Kurzgeschichten, Szenen, Momentaufnahmen sind so spaßig wie die Wahrheit. Also eher gar nicht. Gut, dass man wenigstens drüber lachen kann."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    BEHRENDT, Eva (2001): Hart wie Frau Berg.
    Monster? Schlampe? Gar eine misanthrope Fusion aus beidem? Eine Hymne auf Sibylle Berg anlässlich ihrer neuen "Herrengeschichten"

    in: TAZ v. 10.10.

    "Der Mann als Täter ist im Grunde Opfer (...), und als solches lässt Berg ihn sich auch darstellen, rechtfertigen, bemitleiden und anklagen, gerne auf den letzten Metern in die geistige und physische (Selbst-)Vernichtung", schreibt BEHREND über das Buch "Das Unerfreuliche zuerst".

    Sibylle BERG ist jene Frau, die Michel HOUELLEBECQ mitfühlend die Hand auf die Schulter legen möchte und Alice SCHWARZER ans Messer geliefert hat (siehe Facts v. 06.07.2001). Die Krise des Mannes liegt als Thema im Trend, seit die amerikanische Feministin Susan FALUDI damit im letzten Jahr bestsellerte.

    BARNSTEINER, Catrin (2001): Zürich tut gut.
    Weil die Welt so schlecht ist und Glücklichsein unmöglich. Meint jedenfalls die Schriftstellerin Sibylle Berg
    in: Welt v. 27.10.

    KUHN, Markus (2001): Lakonisch-düstere Endlosschleife,
    in: titel-magazin.de v. 01.11.

    ESSIG, Rolf-Bernhard (2001): Der unglückliche Mann.
    Tiefschürfende "Herrengeschichten" von Sibylle Berg,
    in: Berliner Illustrierte Zeitung. Beilage zur Berliner Morgenpost
    v. 04.11.

    ZWICK, Jochen (2001): Aufgeblasene Mannsbilder.
    "Herrengeschichten" von Sibylle Berg,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 08.11.

    FUHR, Dirk (2001): Der Mann als Frustobjekt.
    Mit aufrichtigem Mitgefühl und der nötigen Fassungslosigkeit: Untergangs-Prophetin Sibylle Berg hat den männlichen Mitteleuropäer in 18 Erzählungen verewigt,
    in: Financial Times Deutschland v. 01.12.

    MECHLENBURG, Gustav (2001): Von Wölfen und Herren.
    Zu Sibylle Bergs neuem Erzählband "Das Unerfreuliche zuerst. Herrengeschichten",
    in: Literaturkritik.de
    , Nr.12, Dezember v. 05.12.

    HARPPRECHT, Klaus (2002): Und plötzlich ist Stille.
    Sibylle Bergs zweites Debüt: unaufdringlich, behutsam im Ton, erstaunlich,
    in: Die ZEIT Nr.8 v. 21.02.

     
       

    Sibylle Berg in der Debatte

    BRÜDERLIN, Ruth (2001): Alles bestens?
    30 Jahre Frauenbewegung: Die Tänzerin Anisch und die Feministin Alice Schwarzer über die Rolle der Frau heute,
    in: Facts Nr.23 v. 07.06

    "Eine Autorin, zu deren hervorragenden Merkmalen es offenbar gehört, «jünger» zu sein, schrieb kürzlich in der «Weltwoche»". Damit bezieht sich SCHWARZER auf die Rezension von Sibylle BERG in der Weltwoche Nr.2 v. 11.01.2001

     
       

    Sibylle Berg im WWW

    www.sibylleberg.ch
     
       

    Weiterführende Links

     
         
       
     
       

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    Update: 15. August 2015