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Sibylle Berg: Mit Houellebecq Hand in Hand gegen Alice Schwarzer

 
       
     
       
   
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    Sibylle Berg in ihrer eigenen Schreibe

     
       
    • BERG, Sibylle (1999): Der japanische Freund.
      Haruki Murakami wohnt in Tokio und ist ein erfolgreicher Schriftsteller. Seine Bücher handeln von einsamen Menschen, die Bier trinken, schlechten Rock hören und die man gerne als Freunde hätte,
      in: Tages-Anzeiger v. 20.03.
    • BERG, Sibylle (2001): Frau 2000 oder Das Scheitern eines Traums.
      Was hat die Emanzipation den Frauen gebracht? Zwei grosse Feministinnen ziehen Bilanz - ebenso klug wie deprimierend die Bestandsaufnahme von Germaine Greer, geschwätzig und platt die Selbstbeweihräucherung von Alice Schwarzer,
      in: Weltwoche Nr.2 v. 11.01.
    • BERG, Sibylle (2001): Ein Lob auf die Reichen.
      Über Menschen mit viel Geld wird viel Schlechtes geredet. Dabei sind sie wohltätig, fleißig und höflich - eine Betrachtung,
      in: Financial Times Deutschland v. 02.02.
    • BERG, Sibylle (2000): So traurig.
      Michel Houellebecqs trostloser Gedichtband "Suche nach Glück",
      in: Süddeutsche Zeitung v. 17.10.
    • BERG, Sybille (2001): Der Trainingsanzug.
      Teil 20 der Serie "Das war die BRD",
      in: Süddeutsche Zeitung v. 03.05.
    • BERG, Sibylle (2001): Werbepause.
      Sibylle Berg stellt sich vor, ab morgen wäre die Welt werbefrei,
      in: Frankfurter Rundschau v. 20.10.
      • Inhalt:
        Was passiert, wenn frustrierte Singlefrauen Werbung für Werbung sehen...
    • BERG, Sibylle (2001): Was liest...,
      in:
      Literaturen, Nr.11, November
    • BERG, Sibylle (2002): Komisch, das.
      Glückliche Paare in Hongkong. Sie fassen sich an den Händen und gehen zu Bett,
      in: Die ZEIT. Reisebeilage Nr.12 v. 14.03.
      • Kommentar:
        Die Welt der Sozialstaatsdichterin Sibylle BERG ist simpel. Das Sozialstaats-Märchen muss die Welt schwarzweiß malen. Schwarz - das ist Deutschland. Weiß - das ist Nicht-Deutschland, z.B. Hongkong. In Deutschland sind Paare unglücklich und Familien erst recht. In Nicht-Deutschland sind Paare glücklich und Familien erst recht. Deutschland ist scheisshuman und wohlhabend, aber unglücklich. Nicht-Deutschland ist inhuman und arm, aber glücklich. Bescheidenheit ist keine Zier, sondern die Voraussetzung des BERG'schen Glücksversprechen. Wer den Fernseher ausschaltet, die Zeitung beiseite legt, das Buch zuklappt und stattdessen vor die eigene Haustür geht, der kann die glücklichen Paare und Familien ebenfalls sehen. Denn Nicht-Deutschland ist kein geografischer Ort, sondern die Rückseite der öffentlichen Sozialstaatsdebatte!
    • BERG, Sibylle (2004): So leben wir also weiter.
      Haruki Murakamis neuer Roman,
      in: Welt v. 20.03.
    • BERG, Sibylle (2004): Schneller billiger dümmer.
      Die Schriftstellerin Sibylle Berg über das Ende der Frauenzeitschrift "Allegra", für die sie lange schrieb,
      in: Tagesspiegel v. 06.06.
    • BERG, Sibylle (2004): Mein kleines unruhiges Zweitland.
      Die Schriftstellerin Sibylle Berg, die vor kurzem von Zürich nach Tel Aviv gezogen ist, über das Leben in Israel,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 19.09.
      • Inhalt:
        Sibylle BERG u.a. über ihre Überlegenheit gegenüber dem Touristen:

              
          "Um eine Stadt kennenzulernen, empfiehlt es sich, eine Wohnung zu suchen. Da hat man was zu tun, fühlt sich Touristen überlegen und lernt wichtige Sachen. Ich weiß jetzt, was Israelis mit Designerwohnung meinen (Fenster mit Bleiglas), was mit modern (die Fenster lassen sich bewegen, lebhaft (Hauptstraße, Busse, Hupkonzerte). Ich weiß, welche Stadtteile gehen (Zentrum) und welche nicht (Bat-Yam, sieht aus wie Rumänien). Jetzt wohne ich um die Ecke von der Hauptstraße mit Kaffees, Läden, Restaurants, und um die Ecke vom Meer."
    • Neu:
      BERG, Sibylle (2004): City ohne Sex.
      Am Dienstag endet „Sex and the City“. Sibylle Berg trauert um ein nettes Stück Fernsehtrash. Mehr war die Serie nie,
      in: Tagesspiegel v. 12.12.
      • Inhalt:
        BERG versucht zu erklären, warum es zur Fernsehserie "Sex and the City" so viele Erklärungsversuche gab:

              
           "»Sex and the City« war eine Frauenserie. Frauen haben ein schlechtes Selbstbewusstsein. Kein Mann käme auf die Idee, sich zu erklären, weil er Harald Schmidt schaute, »24«, oder anderes Männerzeug. Frauen sahen »Sex and the City« und fügten meist, wenn die Rede darauf kam, zum Eingeständnis eine langatmige Erklärung nach. Über die revolutionäre Idee, Frauen männliche Sexualverhalten zuzuschreiben, über die Designstudien, die man treiben konnte, über die Selbstständigkeit der taffen vier Protagonistinnen. Über Emanzipation. Alles Quatsch.
        »Sex and the City« war sehr gut gemachte Fernsehunterhaltung, und wenn man daran etwas ablesen konnte, so einzig das Gespür der Produzenten für einen riesigen Markt: allein stehende Frauen zwischen 30 und 40. Die Serien-Frauen sahen ein bisschen besser aus als der Durchschnitt ihrer Zuschauerinnen, und damit hatte es sich auch schon mit dem Realitätsbezug.
        "
     
           
       

    Sibylle Berg: Porträts und Gespräche

     
       
    • LITERATUREN (2001): Sex hat keine Worte.
      Ein Gespräch über Erotik und Literatur mit den Schriftstellern Sibylle Berg, Joachim Helfer und Steffen Kopetzky
      in:
      Literaturen Nr.5, Mai
    • PAWLAK, Carin (2001): "Eine untergehende Rasse".
      Warum droht dem Mann das Aussterben? Die Schriftstellerin Sibylle Berg gibt in ihrem neuen Buch Antwort - als Mann,
      in: Focus Nr.40 v. 01.10.
      • Interviewauszug:
        "Focus: (...) Eifern Sie dem französischen Autor Michel Houellebecq nach?
                    Berg: Es gibt eine Verwandtschaft in der Sicht der Lage - der Mensch als gescheitertes Experiment. Ist dies das Ende? Vorher muss man wenigstens versuchen, etwas zu ändern."
    • KUHN, Markus (2001): Sybille Berg,
      in: titel-magazin.de v. 01.11.
    • ADORJÁN, Johanna (2004): Aller Anfang ist schlecht.
      Eine E-Mail-Unterhaltung mit Sibylle Berg, Schriftstellerin, die von Zürich aus die Welt beim Untergang betrachtet . Und die dagegen ist,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.03.
      • Kommentar:
        Sibylle BERG u.a. über ihr neues Buch "Ende gut" und den Terror des grünen Mutterkults:

              
           "der Terror der Grünen, die das Mutterkreuz wieder einführen wollen, wie es scheint - Frauen müssen gebären - super Idee - das heißt, sie können und sollen keine Karriere machen - toll gedacht - warum muß sich jeder vermehren, verdammt noch mal. Ich glaube nicht an einen naturgegebenen Kinderwunsch, das ist Scheiß, der uns er zählt wird, eine Anthropologin hat darüber geschrieben (...), daß Frauen, wenn sie die Wahl haben, sich immer für eine Karriere statt für ein Kind entscheiden würden, wenn sie nicht sozial unter Druck gesetzt würden, einfach, weil eine Karriere ihr Überleben besser absichert. Huiii, da komm ich in Wallungen.
        Aber ich kenne Frauen, die absolut Kinder haben wollen. Ich kenne sogar welche, die haben Kinder. Und arbeiten trotzdem weiter. Ist dann halt lauter am Feierabend, aber irgendwie geht's.
        Geht schon, und nix dagegen, wenn eine wirklich Kinder will, ganz ganz ehrlich. Aber zu wissen, was man wirklich will, ist heikel wie wir seit Takrowskis »Stalker« wissen. (...). Vielleicht wird die Zukunft ja auch großartig: Frauen befruchten sich künstlich, wenn sie Zeit dazu haben, oder man braucht auch keine Frau mehr dazu, und sie leben in freundlichen Lebensgemeinschaften mit anderen Frauen, ab und zu treffen sie Männer zum Teetrinken, aber mehr Wichtigkeit hat das alles nicht."
    • STEIN, Hannes (2004): Finnland, ach Finnland.
      Sibylle Berg spricht. Über fiese Moslems, das gute Amerika und das Glück des Weltuntergangs,
      in: Welt v. 13.03.
    • KANSTEINER, Morten (2004): Sei nett zu den Nachbarn.
      Sibylle Berg kennt den Sinn des Lebens - und schickt deshalb ihre Figuren ins Elend. Zum Beispiel zwei mittelalte Frauen in dem Theaterstück: "Das wird schon. Nie mehr lieben!" Ein Porträt zur Premiere,
      in: TAZ v. 02.10.
     
           
       

    Ende gut (2004)
    Köln: Kiepenheuer & Witsch

     
       
     
     

    Klappentext

    "Eine Frau so um die vierzig – »das sagt man heute so auf Partys, zu denen einen keiner einlädt, noch nicht mal zu verdammten Steh-Partys oder Event-Manager-Geburtstagen lädt einen eine Sau ein« – egal, also, eine Frau, die Heldin dieses Romans, sieht, dass alles den Bach runtergeht: Flutkatastrophen vorm Fenster und im Fernseher, mal wieder bricht eine neue Seuche aus, irgendwas mit Hautausschlag und Sterben, ihren Job in irgendeiner Agentur ist sie los, nun denn. Die Menschheit ist immer Scheiße gewesen. Und nun geht eben die Welt unter. Etwas Besseres kann nicht passieren. In einem Café explodiert eine Bombe, die Heldin mittendrin. Sie schält sich aus den Trümmern und macht sich auf, das Glück oder zumindest ein Leben zu suchen. Durch die Ödnis der deutschen Provinz, über Weimar, Berlin und Amsterdam, gelangt sie schließlich in Begleitung ihres stummen Freundes nach Finnland, wo sie nicht nur auf einen überraschend freundlichen Menschenschlag trifft, sondern auch etwas findet, was ihr erlaubt, wie ein Mensch zu leben. Friedlich und gut."

     
     
     
           
         
           
       

    Das Unerfreuliche zuerst.
    Herrengeschichten (2001)
    Köln: Kiepenheuer & Witsch

     
       
     
     

    Klappentext

    "Sibylle Berg ist wieder da. Als wäre sie nie fort gewesen. Und war sie auch nicht. Sie war nur in der Fremde: bei Männern. Dort hat sie viel gesehen, erlebt, gelernt. Und das teilt sie, wie es ihre Art ist, großzügig mit ihren Lesern. Und diese Kurzgeschichten, Szenen, Momentaufnahmen sind so spaßig wie die Wahrheit. Also eher gar nicht. Gut, dass man wenigstens drüber lachen kann."

     
     
     
           
       
    • Rezensionen

    • BEHRENDT, Eva (2001): Hart wie Frau Berg.
      Monster? Schlampe? Gar eine misanthrope Fusion aus beidem? Eine Hymne auf Sibylle Berg anlässlich ihrer neuen "Herrengeschichten"
      in: TAZ v. 10.10.
    • Kommentar:
      "Der Mann als Täter ist im Grunde Opfer (...), und als solches lässt Berg ihn sich auch darstellen, rechtfertigen, bemitleiden und anklagen, gerne auf den letzten Metern in die geistige und physische (Selbst-)Vernichtung", schreibt BEHREND über das Buch "Das Unerfreuliche zuerst".
                  Sibylle BERG ist jene Frau, die Michel HOUELLEBECQ mitfühlend die Hand auf die Schulter legen möchte und Alice SCHWARZER ans Messer geliefert hat (siehe FACTS v. 06.07.2001).
                  Die Krise des Mannes liegt als Thema im Trend, seit die amerikanische Feministin Susan FALUDI damit im letzten Jahr bestsellerte.
    • BARNSTEINER, Catrin (2001): Zürich tut gut.
      Weil die Welt so schlecht ist und Glücklichsein unmöglich. Meint jedenfalls die Schriftstellerin Sibylle Berg
      in: Welt v. 27.10.
    • KUHN, Markus (2001): Lakonisch-düstere Endlosschleife,
      in: titel-magazin.de v. 01.11.
    • ESSIG, Rolf-Bernhard (2001): Der unglückliche Mann.
      Tiefschürfende "Herrengeschichten" von Sibylle Berg,
      in: Berliner Illustrierte Zeitung. Beilage zur Berliner Morgenpost v. 04.11.
    • ZWICK, Jochen (2001): Aufgeblasene Mannsbilder.
      "Herrengeschichten" von Sibylle Berg,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 08.11.
    • FUHR, Dirk (2001): Der Mann als Frustobjekt.
      Mit aufrichtigem Mitgefühl und der nötigen Fassungslosigkeit: Untergangs-Prophetin Sibylle Berg hat den männlichen Mitteleuropäer in 18 Erzählungen verewigt,
      in: Financial Times Deutschland v. 01.12.
    • MECHLENBURG, Gustav (2001): Von Wölfen und Herren.
      Zu Sibylle Bergs neuem Erzählband "Das Unerfreuliche zuerst. Herrengeschichten",
      in: Literaturkritik.de, Nr.12, Dezember v. 05.12.
    • HARPPRECHT, Klaus (2002): Und plötzlich ist Stille.
      Sibylle Bergs zweites Debüt: unaufdringlich, behutsam im Ton, erstaunlich,
      in: Die ZEIT Nr.8 v. 21.02.
     
       
    • Sibylle Berg in der Debatte

    • BRÜDERLIN, Ruth (2001): Alles bestens?
      30 Jahre Frauenbewegung: Die Tänzerin Anisch und die Feministin Alice Schwarzer über die Rolle der Frau heute,
      in: Facts Nr.23 v. 07.06.
      • Anmerkung:
        "Eine Autorin, zu deren hervorragenden Merkmalen es offenbar gehört, «jünger» zu sein, schrieb kürzlich in der «Weltwoche»". Damit bezieht sich SCHWARZER auf die Rezension von Sibylle BERG in der Weltwoche Nr.2 v. 11.01.2001
     
         
       

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    © 2002 - 2009
    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 30. Oktober 2001
    Update: 24. August 2009