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Klappentext
"Eine Frau liebt einen Mann, weil der
die Frau liebt. Was kann man sich Besseres wünschen
in einer Welt, in der die Liebe nur noch ein
Marketinginstrument ist? Ebendiese Welt kennt kein
Pardon: Auf einer Reise nach China kommt der Mann
gleich wieder abhanden, und man fragt sich, ob das
mit rechten Dingen zugeht. Warum sucht man nach
Veränderung, wenn man das Glück gefunden hat? Warum
bleibt man nicht dort, wo man glücklich ist? Sibylle
Berg erzählt eine moderne Liebesgeschichte und zeigt
mit so melancholischen wie bösartigen Bildern eine
Welt, in der man höchstens zu zweit überleben kann."
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Buchrezensionen
BOLZLI, Marina (2009): Ein kraftvolles Glanzstück.
Sibylle Bergs Roman «Der Mann schläft» ist eine
Liebesgeschichte, glücklicherweise durchsetzt mit den
gewohnt bissigen Lebensbetrachtungen der Wahlzürcherin. Und
doch zeigt Berg eine gewisse Altersmilde, die neu ist und
ihr gut steht,
in: Berner Zeitung Online v. 13.08.
HINDEMITH, Wilhelm (2009): Ein falsches Leben.
Sibylle Bergs schwarze, todmüde Sicht auf unsere
menschliche Existenz ist irgendwie schick, gibt sich die
Anmutung anspruchsloser Wahrsagerei. Die Prätention
versteckt sich im betont Unprätentiösen: Maschinenlärm halte
sie gut aus, "allein Geschwätz macht mich verrückt",
schreibt Frau Berg. Ob sie ahnt, wie sehr der Satz auf sie
zurückfallen könnte?
in: Badische Zeitung v. 22.08.
POHL, Ronald (2009): Tränen für das gelbe Meer.
In ihrem neuen, für den Deutschen Buchpreis nominierten
Roman schlägt Berg drastische Saiten an: "Der Mann schläft"
- das Elend aber nie,
in: Der Standard v. 28.08.
NÜCHTERN, Rüdiger (2009): Das Geschlecht schläft.
Sibylle Bergs genitalquietistischer Roman "Der Mann
schläft" ist ein Parlando souverän gehandhabter
Kolumnisten-Prosa,
in: Literaturen, September
MAIDT-ZINKE, Kristina (2009): Sehnsucht nach dem Guten.
Sibylle Bergs neuer Roman ist ein Plädoyer für mehr
Gleichmut in der Liebe und mehr Anspruchslosigkeit im Leben,
in: Die ZEIT Nr.37 v. 03.09.
Misst man den Roman am Ideal des
bildungsbürgerlichen Entwicklungsromans wie Tilman KRAUSE
das tut, dann ist diese Depressionsgeschichte gescheitert.
Dagegen ist der Roman als Symptom für die
Gegenwartsgesellschaft zu verstehen, in der ein "Narzissmus
ohne Freude am eigenen Spiegelbild" um sich greift. Es
handelt sich dabei um eine "Art Schwundstufe des
Unglücklichseins ohne alle Formen der Verfeinerung und
Sublimierung" der bürgerlichen Epoche. Wenig erhellend
empfindet das KRAUSE, aber er ist sich fast sicher, dass der
Roman sein Publikum findet:
"Gleichgestimmte Narzissten und
allgemein Verzweifelte werden (...) die Geschichte
goutieren."
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BUCHELI, Roman (2009): Das Zen der Müdigkeit.
"Der Mann schläft" – Sibylle Bergs elegischer Roman zweier
Liebenden,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 08.09.
HOFMANN, Marit (2009):
Verkehrsbehinderung,
in: Literatur konkret Nr.34. Heft im Heft, konkret,
Oktober
REICHELT, Matthias
(2009): Einer, der nie stört.
Über die Grundbedingungen der Liebe: Schnörkellos suhlt
sich Sibylle Berg in Misanthropie,
in: junge Welt v. 14.10.
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