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Beate Berger:
Bikini
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Kurzbiographie
- 1959 geboren
- 2004 Buch
"Bikini"· ISBN
3-8100-3391-X
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Beate Berger
in ihrer eigenen Schreibe
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Beate Berger
im Gespräch
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Klappentext
"Am 1. Juli 1946 wirft ein
amerikanischer B-29 Bomber über einem Atoll im
Pazifik die erste Atombombe der Nachkriegszeit ab
und leitet damit eine Reihe von Nukleartests ein –
vier Tage später wirft der Bademodendesigner Louis
Réard in Paris alle Regeln des guten Geschmacks über
Bord und zündet damit eine Bombe ganz anderer Art:
Er schickt eine Dame auf den Laufsteg, die nur mit
vier kleinen Stoffdreiecken bekleidet ist. Benannt
ist das Textil nach dem Ort der Atomtests – Bikini.
Es war der Beginn eines beispiellosen
Siegeszugs. Als Ursula Andress bei den Dreharbeiten
zum ersten James-Bond-Film in einem weißen
Baumwollbikini dem Meer entstieg, brach die Filmcrew
spontan in Beifall aus. Und nicht nur die Männer
waren aus dem Häuschen, auch die Frauen konnten dem
gewagten Kleidungsstück eine Menge abgewinnen,
brachte der Bikini ihnen doch die Erfahrung einer
neuen Freiheit: das Gefühl, Wasser, Wind und
bewundernde Blicke direkt auf der Haut zu spüren.
Doch der Bikini war auch Skandalon.
1965, zwei Jahre nach dem spektakulären Auftritt von
Ursula Andress, fand sich in Deutschland die
17-jährige Ilonka plötzlich vor dem Münchner
Jugendgericht wieder, weil sie es gewagt hatte, an
einem heißen Julitag im Bikini über den
Viktualienmarkt zu spazieren. Ilonka wurde zu drei
Wochenenden Putzen im Altersheim vergattert.
Kaum ein anderes Kleidungsstück hat die Menschen
derart begeistert, zugleich aber auch provoziert und
empört wie der Bikini.
Die Modeexpertin Beate Berger verfolgt,
wie der allmähliche Abschied von Prüderie und Spieß
der Adenauer-Zeit den Sittenwandel spiegelt, und
erzählt zugleich mit viel Esprit die
Erfolgsgeschichte des «hübschen Nichts», das der
Erotik neuen Raum eröffnet hat."
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Pressestimmen
"Die Autorin Beate Berger hat ein gelungenes Buch
nicht nur über das »hübsche Nichts«, das Bikini
heißt, geschrieben, sondern hat es verstanden, die
jeweiligen kulturellen und politischen Zusammenhänge
so klug drumherum zu bauen, daß man in dem Buch
herrlich schmökern und dabei noch was lernen kann."
(Barbara Schulz in junge Welt vom
23.06.2004)
"Trotz aller Probleme, die dieses Kleidungsstück
macht – was für den Zweiteiler spricht, ist der
schöne Umstand, dass es sich beim Bikini um eine der
letzten Frauenbastionen handelt. Es gibt die
»Bikini-Trägerin«, das ist eine Frau im Bikini, und
den »Bikini-Träger«, das ist einfach nur das Band,
mit dem das Oberteil gehalten wird; Männer im Bikini
kommen am Strand und im Duden einfach nicht vor.
(...).
Es sind (...) (subjektive) Erzählungen, die das Buch
ganz besonders liebenswert machen. Und ein eigenes
Lob verdient sich die Autorin für die wirklich
überzeugende Erkenntnis, dass es zweierlei Typen von
Müttern gibt, die Einteiler-Mütter und die
Bikini-Mütter. Während Einteiler-Mütter
grundsätzlich mit riesigen Proviantkörben voller
Capri-Sonnen, Hühnerbeinchen und selbst gebackenen
Küchlein am Strand auftauchen, weihen Bikini-Mütter
ihren Nachwuchs früh in die Freuden des
Pommes-Essens im Strandcafé ein. Mit oft
fassungslosem Neid blicken die Töchter von
Einteiler-Müttern auf ihre Freundinnen mit den
großzügig-hedonistischen Bikini-Müttern. Diese
Freundinnen wiederum blicken oft sehnsüchtig auf die
Mädchen, die eine liebevoll-gluckende
Einteiler-Mutter abbekommen haben. Beate Berger
scheint als Tochter einer Einteiler-Mutter mit
Bikini-Tante aufgewachsen zu sein. Eine ideale
Kombination. Ihre Kulturgeschichte des Bikinis ist
jedenfalls eine sachkundige Recherche, die
feministisches Basiswissen und weibliche
Modeerfahrung integriert und nie den Spaß an der
Sache verleugnet. Das Buch gehört an jeden Strand."
(Heike Runge in der Jungle World
vom 21.07.2004)
"Seine gesellschaftspolitische Sprengkraft hat der
Bikini heute eingebüsst. Im Persönlichen, so
illustriert das vorliegende Buch nicht ohne
ironischen Unterton, steckt das einstige
«Figurwunder» nach wie vor ein weites Feld ab
zwischen sommerlichem Wohlgefühl und jenen nackten
Tatsachen, denen die alljährlich im Frühjahr
auftauchenden Checklisten der Frauenmagazine zu
Leibe rücken."
(Claudia Schwartz in der Neuen
Zürcher Zeitung vom 11.08.2004)
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Rezensionen
- WEICKMANN, Dorian (2004): Am Busen der
Zeit.
Beate Berger lustwandelt auf den Spuren des Bikinis durchs 20.
Jahrhundert,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.03.
- KRUSE, Kathrin (2004): Zeig her, was du
verstecken willst!
in: Tagesspiegel v. 25.04.
-
SCHULZ, Barbara (2004): Mit oben ohne.
"Bikini" erscheint pünktlich zur ausbleibenden Hitzewelle,
in: junge Welt v. 23.06.
-
RUNGE, Heike (2004): Nur für Frauen.
Die Kulturgeschichte des
Bikinis steckt voller Glamour. Die individuellen Geschichten über
das Tragen von Zweiteilern dagegen sind gespickt mit Pannen. von
heike runge,
in: Jungle World Nr.29 v. 21.07.
- Inhalt:
Heike RUNGE liefert eine kurze
Kulturgeschichte des Bikinis:
"Für
den den französischen Soziologen Jean Claude Kaufmann, der auf
die Errungenschaften der 68er-Kämpfe mit demselben Ekel blickt
wie der Literat
Michel Houellebecq, ist der mit Bikini-Schönheiten gespickte
Strand ein Kriegsschauplatz, ein Territorium der Intoleranz
voller heimtückischer und erbarmungsloser Klassifikationen und
Hierarchien. Kaufmanns Studie über die neuen Regeln des Strands
kommt zu dem deprimierenden Schluss: »Keine Rasse, kein Alter,
keine Figur ist verboten. Wenn man jedoch genau hinschaut,
bemerkt man, vor allem an den großen Stränden, wenige Dicke,
Alte oder Hässliche, und wenn, dann haben sie sich häufig
schüchtern an den Rand des Strandes verzogen. Denn es ist zwar
nicht verboten, jedoch geben Blicke und tausend unhörbare
Botschaften denen, die von der Norm abweichen, zu verstehen,
dass sie die Zielscheibe der Kritik sind. Sie werden toleriert,
sind aber unwiderruflich verurteilt, disqualifiziert.«"
Die nicht genannte Studie von
Jean-Claude KAUFMANN heißt
"Frauenkörper - Männerblicke" und ist 1996 beim Konstanzer
UVK-Verlag erschienen.
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SCHLEICHER, Barbara (2004): A... A... A... A-toll.
Eine kleine Geschichte des Patents Nummer 19.431,
in: Freitag Nr.29 v. 09.07.
- Neu:
SCHWARTZ, Claudia (2004): Der kleine Sprengstoff.
Ein Sittengemälde rund um den Bikini,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 11.08.
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Der Bikini in der Debatte
- NZZaS-Debatte: Stoff zum Nachdenken.
Der Sommer hat uns viele Antworten geliefert. Auf eine Frage ist
er aber noch eine Antwort schuldig geblieben: Bikini oder
Badeanzug? Ein Philosoph und ein Kunsthistoriker lancieren die
längst überfällige Grundsatzdebatte
- SCHMID, Wilhelm (2002): Der Badeanzug
legt eine Schicht Surrealismus über die Realität,
in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 18.08.
- WYSS, Beat (2002): Der Bikini bringt das
Zeitalter der Werbung auf den Punkt,
in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 18.08.
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