Einleitung
I. Die alte Jungfer
und der alte Junggeselle
II. Der Opfertypus
III. Der
Arbeitsmensch
IV. Die Suche nach
dem Unerreichbaren
V. Die Enttäuschten
und die Hängengebliebenen
VI. Der Mangel an
Chance und die verpaßten Gelegenheiten
VII. Der Don Juan
und der Dirnentyp
VIII. Die Kranken
und Anomalen
IX. Die mehrfache
Determiniertheit der Ehelosigkeit
Abschließende
Erörterungen
Zitat:
Der typische alte
Junggeselle
"Der typische
»alte Junggeselle« lebt allein in einem möblierten
Zimmer, in einer Pension, wo er sich von den anderen
fern hält. In den etwas wohlhabenderen Kreisen, hat er
seine Wohnung, bisweilen die Wohnung der Eltern, die
er nach deren Tode behalten hat. Er lebt mit einer
Haushälterin, die für ihn sorgt, seine Sachen in
Ordnung hält, die ihn oft beherrscht, der er aber
sonst kaum eine nähere Beziehung zu seinem Leben
erlaubt. Affektive Beziehungen bestehen auch hier
nicht. Wo er allein lebt, wo niemand auf ihn »aufpaßt«,
ist er nicht selten unordentlich und nachlässig in
seiner Kleidung, in seinem Aufzug, bisweilen auch
etwas verschroben. Von Zeit zu Zeit findet sich dann
einmal ein weibliches Wesen, das sich seiner etwas
annimmt." (S.16)
Stimmen zum Buch
"Der Autor,
klinischer Psychologe und Psychoanalytiker im Gefolge
Alfred Adlers, versucht hier, die Ehe als eine der
Lebensaufgaben des Menschen darzustellen (...).
Der Status des Unverheiratetseins wird von Stern
folglich als defizitäre Lebensform gewertet, und, wie
dies bei einem Psychologen kaum anders zu erwarten
ist, als eine, die zu mehr oder weniger schweren
psychischen Defekten führt. Der gängigen Auffassung
von der Geschlechterdifferenz entsprechend, hält Stern
weibliche Ehelosigkeit für problematischer als
männliche".
(aus: Katrin Baumgarten "Hagestolz
und Alte Jungfer", 1997, S.231f.)