| |
|
[
Single-Kultur ] [
Autoren der 68er-Generation
] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Katharina
Rutschky:
Der Stadthund
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Nachrufe zum Tod von Katharina Rutschky
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Katharina Rutschky
in ihrer eigenen Schreibe
|
|
| |
|
-
RUTSCHKY, Katharina (2000): Endlich im
siebten Himmel.
Hera Lind -
Analyse eines Erfolgsmodells,
in: Welt
v. 15.04
-
RUTSCHKY, Katharina (2000): Es
ging um die Kühltruhe.
Was von
1968 bleibt, ist nur die Liberalisierung des gesellschaftlichen
Lebens. Wolfgang Kraushaar sieht das anders,
in: Welt
v. 30.12.
-
RUTSCHKY, Katharina (2001): Samstags
gehört Mutti mir.
Barbara Vinken
wünscht sich die deutsche Mutter katholischer, republikanischer,
berufstätiger,
in: Berliner Zeitung v. 26.05.
- RUTSCHKY, Katharina (2003): Wertherzeit.
Der Poproman - Merkmale eines unerkannten Genres,
in: Merkur, Februar
- RUTSCHKY, Katharina (2003):
Sweet Little Sixteen.
Der erste aller Popromane in einer neuen Übersetzung: Jerome D.
Salingers "Der Fänger im Roggen",
in: Tagesspiegel v. 06.04.
- Kommentar:
RUTSCHKY hat im MERKUR gerade den Poproman als
unerkanntes Genre beschrieben. Dort firmierte GOETHEs Werther als
Urbild des Popromans. Dort stellte sie die Behauptung auf:
"die Popliteratur konzentriert sich auf den Abschied von der
unschuldigen Kindheit und den Eintritt in die Welt der
Erwachsenen, die eine Welt der Schuld ist".
An
der Übersetzung von "Fänger
im Roggen" kritisiert RUTSCHKY erstens, dass Holden - für eine
Gymnasiastenprosa - nicht elitär genug geraten sei und zweitens
sich Holden bestimmt nicht hippiemäßig angebiedert hätte, weswegen
sie lieber das distanzierte SIE bevorzugt hätte.
-
RUTSCHKY, Katharina (2004): Tristesse Familiale.
Der Popliterat Joachim Bessing will das Beziehungsleben
rückzüchten,
in: Berliner Zeitung v. 29.03.
- Inhalt:
"»Tristesse
Royale« setzte den Trend zu einem neuen Typ politischer und
kultureller Reaktion, der sich am jüngsten Buch von Joachim
Bessing gut studieren lässt", schreibt Katharina RUTSCHKY über das
Buch "Rettet die
Familie!".
Weiter
erläutert die Rezensentin den Unterschied zum Konservatismus:
"von
den Konservativen unterscheidet er sich durch die Einsicht, dass
das gelobte Land der Restauration nicht durch das Einlegen des
Rückwärtsgangs erreicht werden kann, sondern nur durch den Marsch
quer durchs Tal der Tränen. Hohe Scheidungsquoten, niedrige
Geburtenziffern und anderes mehr sollen nicht mit moralischen
Argumentationen, geschweige denn sozialpolitischen Maßnahmen
korrigiert werden, sondern in einem dezisionistischen Akt , der
mit den Komplikationen des modernen Beziehungslebens aufräumt."
RUTSCHKY
bescheinigt dem Stiefvater BESSING (seit 2002 mit der
Popliteratin
Alexa von HENNIG-LANGE verheiratet) einen heroischen Ausweg,
der in der Ästhetisierung des Sozialen liege.
-
RUTSCHKY, Katharina (2004): Mein wunderbarer Waschsalon,
in: Welt v. 16.04.
-
RUTSCHKY, Katharina (2004): Ja zum Doktor, nein zu Kindern,
in: Welt v. 30.04.
- Kommentar:
Noch ein Nachtrag zum
Mythos der kinderlosen Akademikerin.
RUTSCHKY möchte das Problem vor dem Hintergrund des
Nationalsozialismus debattiert haben:
"Es ist doch auffällig, dass
Deutschlands niedrige Geburtenquote in Ländern wie Italien,
Spanien, Griechenland, Österreich und inzwischen auch Portugal
Parallelen hat - bei allen kulturellen Unterschieden samt und
sonders Länder, die wie wir die Erfahrungen von Krieg, Bürgerkrieg
und Diktatur machen mussten. So viel Gewalt muss den Lebensnerv
von Generationen beschädigt haben. Schuldzuweisungen und
Panikmache sind die schlechtesten Mittel, ihn wieder
hochzupäppeln."
Parallelen sieht man jedoch
nur, wenn man die Geburtenraten traditionell berechnet.
David A. COLEMANN hat jedoch im neuesten Heft des pro familia
magazins viel differenziertere Erkenntnisse vorgelegt. Die
Entwicklung in Ländern wie Italien, Spanien und Österreich ist
anders verlaufen wie in Deutschland.
Wer den dramatischen
Geburtenrückgang in den neuen Bundesländern ausblendet, wer
überhaupt die Zweiteilung Deutschlands ignoriert, der kann nicht
erwarten, dass seine Überlegungen die Wirklichkeit in Deutschland
einfangen können.
-
RUTSCHKY, Katharina (2004): Keine Frau ist für Abtreibung.
Aber das Recht dazu ist eine Frage der Menschenwürde - eine
Antwort auf Kardinal Meissner,
in: Welt
v. 05.05.
-
RUTSCHKY, Katharina (2004): Heiraten,
in:
Welt
v. 07.05.
- Inhalt:
Katharina RUTSCHKY u.a. über das
Alleinerziehen in Zeiten der Debatten um den Sozialmissbrauch:
"Kein
vernünftiger Mensch dürfte heute noch heiraten. Jede intime
Lebensabschnittsbegleitung wird gesellschaftlich allüberall
akzeptiert. Geheiratet wird aber trotzdem, womöglich sogar zunehmend
von Leuten, die einem vor zehn oder zwanzig Jahren noch erklärt
hätten, dass sie den Staat aus ihren Liebesbeziehungen raushalten
wollten. Es gab auch einen gewissen Kult im Dunstkreis des
Feminismus um allein erziehende Mütter, die nicht auf Erzeuger, wohl
aber auf Väter zu verzichten schienen, weil Männer sich ans
Patriarchat klammerten.
Vorbei! Allein Erziehende belasten heute die Statistik, wo es um
Armut geht und die Sozialarbeit gefragt ist. Heute wird geheiratet,
und mit Lust, weil der amtliche Akt einer Partnerschaft den
romantischen Kick der Überhöhung und des unabsehbaren Abenteuers
gibt: auf ewig angelegt, für gute und für schlechte Zeiten."
-
RUTSCHKY, Katharina (2008): Ein Schritt vom Wege...
Alexa Hennig von Lange legt mit "Risiko" einen Thriller vor, der
mit dem aktuellen Familienmodell abrechnet,
in: Frankfurter Rundschau v. 01.02.
- Inhalt:
"Originell ist an diesem Thriller, bei aller Treue
zum Genre, welche Anregungen
Hennig von Lange aus ihrem
Konservatismus bezieht. Schaut man im Vordergrund auf eine Familien-
und Eheproblematik, wie sie nach 68 für normal gehalten wird, weisen
die Katastrophen des Thrillers auf eine altmodische Wertewelt. Da,
so die implizite Botschaft, hätte das alles nicht passieren können!
Diese Kombination von Realismus und Nostalgie hat die Autorin zu
Einfällen inspiriert, die man in sentimentaleren Abrechnungen mit
dem Mutter-Vater-Kind-Modell niemals finden wird", meint Katharina RUTSCHKY.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
- RUTSCHKY, Katharina (2003):
Was eine rechte Dame werden will.
Der äthiopische Prinz Asfa-Wossen Asserate erklärt den
Deutschen, was "Manieren" sind,
in: Tagesspiegel v. 21.12.
- Inhalt:
"Der
Autofahrer, der Single, der Nachbar, der Erwachsene im
Umgang mit der neuen Jugend oder das geschiedene Ehepaar,
kurz alle, die in einer demokratischen, alters-,
geschlechter- oder sonst von konventionellen Hierarchien
nicht mehr geregelten Welt leben, haben von diesem Buch
wenig zu erwarten", klärt
Katharina RUTSCHKY auf.
- RUTSCHKY, Katharina (2004):
Manieren sind Glückssache.
Die ganz andere
Bibliothek: Wer hat das Benimm-Buch des Prinzen geschrieben?
Und warum muss die "Anonyma" anonym bleiben?
in: Tagesspiegel v. 24.01.
- Inhalt:
Katharina RUTSCHKY, die dem
Manieren-Buch nichts abgewinnen konnte, sieht in Martin
MOSEBACH den eigentlichen Verfasser des Buches:
"Kennern
und Bewunderern des Werks von Martin Mosebach
waren in dem Erfolgsbuch »Manieren«, als dessen Autor ein
äthiopischer Prinz genannt wird, erstaunliche Parallelen
aufgefallen. Verblüfft hörte man auf Nachfragen, dass die
eigentliche Autorschaft doch ein offenes Geheimnis sei und
der Frankfurter Schriftsteller Mosebach (»Der
Nebelfürst«) ein alter Freund des
Prinzen Asfa-Wossen Asserate. Ein herrlicher
Jux fanden manche, der den tristen Alltag so manches
Großfeuilletonisten erfreulich belebt – zumal der Prinz
nun auch noch den Chamisso-Preis erhalten soll.
Ein zynisches, wenn auch lukratives Spiel finden andere,
mit der Gutgläubigkeit des Publikums, das ohne den Hype um
den äthiopischen Frontmann das Buch wohl kaum zum
Bestseller gemacht hätte."
- VOGEL, Sabine (2004):
Freundschaftsdienste.
Der Bestseller des Prinzen Asserate und die Manieren des
Literaturbetriebs,
in: Berliner Zeitung v. 02.02.
- Kommentar:
Was passiert eigentlich, wenn man ein Thema
lancieren möchte und keinen passenden Autor hat?
Man beherzigt das moderne
Prinzip der Arbeitsteilung: einer schreibt das Buch, der andere
präsentiert es politisch korrekt in der Öffentlichkeit.
Ghostwriter gibt es in allen Bereichen. Authentizität ist oberstes
Gebot, notfalls muss sie künstlich erzeugt werden. Imagedesigner
sorgen dafür, dass Bild und Werk optimal aufeinander abgestimmt
sind.
Wir wissen natürlich nicht, wie es sich im Falle des äthiopischen
Prinzen und seines Bestsellers "Manieren" verhält. Wir wollen es
auch gar nicht wissen!
Wir
glauben längst nicht mehr an Authentizität. Wir
interpretieren nur noch Oberflächen und dabei liegen wir
sicherlich genau richtig. Hinter dem schönen Schein gähnt die
Leere, die einmal Gott ausfüllte. Für manche war das auch ganz in
Ordnung.
Sabine VOGEL berichtet nun
darüber, weshalb im Feuilleton der
so genannten Qualitätszeitungen z. Z. über ein Gerücht
debattiert wird und wie es dazu überhaupt hatte kommen können.
VOGEL plaudert sozusagen aus den Nähkästchen der Kultureliten.
Was für die Nicht-Eliten
die Yellow Press ist, das ist für die
neue Möchtegern-Elite mit Hang zum
Niveaumilieu das einstige "Hochfeuilleton".
Bei diesem Klatsch handelt es
sich um das, was die TAZ auch "taz zwei" nennt oder woanders mit
Boulevard tituliert wird. Wer sich also für das Klatschsystem des
Feuilletons interessiert, für den ist das interessant, was VOGEL
so schreibt.
Bei
Alphons Silbermann erfährt man dagegen Näheres über die
Funktion von Klatsch in jenen Situationen, die nun wieder modern
werden.
Für alle anderen reicht es
vollkommen, wenn sie wissen, warum ein Buch wie "Manieren" gerade
jetzt gebraucht wurde.
Welche Rolle
Gustav SEIBT,
Katharina RUTSCHKY, Martin MOSEBACH und Hans Magnus ENZENSBERGER
(hat in der FAZ v. 27.01. die "Boulevardinquisition" beklagt) bei
diesem Gesellschaftsspiel zugedacht werden, das darf jeder selbst
nachlesen.
-
MANGOLD, Ijoma
(2004): Märchenprinz und Nebelfürst.
Zweifel an der Autorschaft des Bestsellers "Manieren",
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.02.
- Kommentar:
"
Der Fall Asserate schien da ein
weiterer Beleg für höchst undurchsichtige Autor-Mystifikationen
der Reihe zu sein. Doch das ist ein Kurzschluss, denn die Fälle
liegen sehr verschieden: »Manieren« lesen wir, anders als die
Anonyma, nicht als erschütterndes historisches Dokument – bei
diesem Buch ist die Frage nach der Authentizität tatsächlich
entscheidend. Die Frage der Autorschaft der »Manieren« mag dagegen
unterhaltsam sein, erheblich ist sie nicht", meint MANGOLD.
Wäre
es dann nicht ehrlicher z.B. ganz auf Autorennamen zu verzichten?
Marketingkonzepte, die auf Identifizierung beruhen, wären dann
nutzlos und solche Debatten würden sich erübrigen.
-
HARTWIG, Ina (2004):
Gefühlte Literatur.
Kleines aktuelles Sittenbild: Manieren, Neger und Nazipornos,
in: Frankfurter Rundschau v. 03.02.
- Inhalt:
Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn Bücher
von Ghostwritern geschrieben werden, fragt HARTWIG? Eigentlich gar
nichts!
- MAYER, Verena (2004): Die
Prinzenrolle.
Asfa-Wossen Asserate bringt
den Deutschen Manieren bei – mit einem Buch, das ein Bestseller
geworden ist. Sogar Gerhard Schröder beruft sich auf den
äthiopischen Adeligen. Die Analyse eines Erfolgs,
in: Tagesspiegel v. 08.02.
- Kommentar:
Muss es denn immer die Wahrheit sein? fragt
Verena MAYER und meint, dass der gute Zweck (den Deutschen
Manieren beizubringen) die Mittel heiligt:
"Fälle
von Fälschen oder Abschreiben mit deutscher Gründlichkeit zu
ahnden, liegt im Interesse jener, deren geistiges Eigentum geklaut
wurde. Was aber, wenn jemandem beim Helfen schlicht die eigene
Brillanz durchgegangen ist? Natürlich, ein Hinweis hätte nicht
geschadet (vergleiche: Dieter Bohlen mit Katja Kessler). Schon
deshalb, um den Unterstützten vor der Peinlichkeit der
Erklärungsnot zu bewahren. Besonders in Hinblick auf den 19.
Februar, denn da wird Asfa-Wossen Asserate der Chamisso-Preis
übergeben, ein Preis, mit dem der Autor für seinen Stil
ausgezeichnet wird. Aber muss es denn wirklich immer »Nichts als
die Wahrheit« sein?
Was sind denn Manieren? Manieren sind der gekonnte Umgang mit Echt
und Gekünstelt, ein Spiel, das den Menschen davor bewahrt, immer
er selbst sein zu müssen, »das Parfum, das vergessen lässt, dass
wir stinken, und wie beim Parfum ist es klug, sich Manieren
anzueignen, die mit den persönlichen Gegebenheiten nicht in
kreischendem Gegensatz stehen, sondern sie glücklich ergänzen«,
wie es im Kapitel »Der schöne Schein« heißt."
-
STEINFELD, Thomas
(2004): Knieübung.
Stilsicher: Die Bayerische Akademie und der Prinz,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.02.
- Kommentar:
Weil sich nicht jeder an LUHMANNs
"Gesetze" hält, schon gar nicht die neuen Reaktionäre,
echauffiert sich STEINFELD:
"Die
Akademie hat den Rahmen der Literatur, das ästhetische
Spiel mit reaktionärem Gedankengut, das durchaus erlaubt
und manchmal notwendig ist, gesprengt und will die
Gesellschaft verändern. Distanzlos schwärmt sie von einem
König der Könige, träumt sie von glücklichen Untertanen
und dem strengen Zeremoniell gerechter Herrscher."
Katharina
RUTSCHKY hat den reaktionären Gehalt des Buches als
einzige angeprangert, das Zeitgeistfeuilleton dankte
es ihr nicht. Jetzt nachträglich zu jammern, das ist
scheinheilig!
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Singles und Hunde in der
Debatte
- WEGMANN, Karl
(2002): Von Katzen und Menschen.
Eine
Studie untersucht den Flirtfaktor von Haustieren,
in:
Berliner Zeitung v. 02.03.
- Inhalt:
Der
Forschungskreis Heimtiere in der
Gesellschaft hat beim Kölner
Rheingold-Institut eine Studie über Haustiere als
"Partnervermittler" in Auftrag gegeben und WEGMANN hat den
dortigen Diplom Psychologen Jens LÖNNECKER befragt. "Das
Ergebnis: Jeder zehnte Mann und jede 20. Frau gab an, dass
sich aus einem ersten Kontakt über einen Hund schon einmal
eine feste Beziehung entwickelt hat." Katzen als das von
Singles bevorzugte Haustier haben nach Meinung des
Psychologen den "Flirtfaktor Null".
-
DRÖSSER, Christoph
(2002): Flirtfaktor Hund,
in:
Die ZEIT Nr.20 v. 08.05.
- Inhalt:
DRÖSSER empfiehlt paarungswilligen
Singles einen Hund als Medium:
"Wo wir uns schüchtern zieren, gehen
die Vierbeiner, vom Trieb getrieben, stracks aufeinander zu
und zerren ihre Besitzer gleich mit. Wenn der Kontakt erst
einmal geknüpft ist, liefern sie auch gleich das
unverfängliche Gesprächsthema, nach dem man in der Kneipe
immer so krampfhaft sucht."
|
|
| |
|
weiterführende
Links
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|