Inhaltsverzeichnis
Intro
Weil Sie es sich wert sind!
My home is my castle
Verankern Sie sich!
Kleiner Exkurs für Morgenmuffel
Wahlverwandtschaften
Kleiner Exkurs für Stubenhocker
Sei freundlich zu deinem Leib
Das kleine Glück
Dinner for One
In der Ruhe liegt die Kraft
Kleiner Exkurs für Angsthasen
Bedrückende Stille
Keiner liebt mich
Pärchenblues
Bin ich schön?
Sunday, bloody sunday
Der alte Affe Angst
Was Sie schon immer über Sex wissen wollten
Ohne Moos nix los?
Kleiner Exkurs für Trauerklöse
Verrückt nach Liebe
Weiblich, ledig, jung sucht...
Bon voyage!
Alle Jahre wieder...
Happy End?
Zitate:
Die
Ambivalenz des Single-Daseins
"Um den
Single ranken sich seltsame Mythen und Legenden. Obschon er
immer wieder Gegenstand von Untersuchungen ist, so ist doch
der gesamtgesellschaftliche Blick auf den Single von einer
sonderbaren Schwarz-Weiß-Polarität geprägt, die uns entweder
zu bedauernswerter Verlassenheit oder zu ewiger
Selbstgenügsamkeit verdammen will. Dabei bewegen wir uns
ständig zwischen den beiden Polen hin und her, die einen
schneller, die anderen langsamer - und manche kommen nie vom
Fleck!" (S.10f.)
Die
Reaktionen des sozialen Umfeldes
"Als
Single haben Sie es nicht leicht. Entweder Sie müssen
herablassendes Mitleid über sich ergehen lassen (»Du findest
auch noch jemanden!« - wird besonders gern aufmunternd von
frisch Verliebten geäußert), werden aufgrund Ihrer
»Verfügbarkeit« misstrauisch als potentielle Konkurrentin
eingestuft (und unter Umständen zu Festlichkeiten gar nicht
mehr eingeladen) oder sie werden der Bindungsunwilligkeit
bezichtigt - ein Vorwurf, der Ihnen unter Umständen nicht
nur von gebundenen Menschen, sondern auch von Singles selbst
gern gemacht wird; oder noch schlimmer: der
Bindungsunfähigkeit, als hätten Sie ein kapitales Verbrechen
wider die Menschheit begangen." (S.11)
Die Wahlfamilie
"Das
Aufweichen der traditionellen Familienstrukturen überhaupt
macht es alleinstehenden Frauen einfacher, einen Platz in
der Gesellschaft zu finden, der nicht mehr ausschließlich in
der Gründung eines eigenen Familienhaushalts besteht. Selbst
der Begriff der Familie hat sich verändert, heutzutage muss
eine Familie nicht mehr zwangsläufig aus Vater, Mutter, Kind
bestehen (...) und ganz allmählich scheint sich auch der
Begriff der Wahlfamilie durchzusetzen (der ursprünglich aus
der schwul-lesbischen Szene stammt), dem der Begriff der
Herkunftsfamilie entgegengesetzt ist.
»Wahlfamilie«
impliziert, dass Sie sich Ihre eigene Familie schaffen, in
der die Werte, die ursprünglich an den Begriff »Familie«
geknüpft waren, wieder als Motor fungieren. Ich denke hier
vor allem an Dinge wie Geborgenheit, Anteilnahme,
Wertschätzung, Verbindlichkeit, Förderung, um nur einige zu
nennen; Dinge, die viele Menschen in ihren Herkunftsfamilien
nicht erfahren haben." (S.37f)
Der
Pärchenblues
"Für mich
ist der Pärchenblues wie eine Art Fluch in meinem ansonsten
ziemlich schönen Leben, ja, ich betrachte ihn fast als etwas
wie eine Krankheit, da er genauso in Schüben auftritt,
vehement an meinen Grundfesten und an meinem Ego rüttelt, um
dann von einer Sekunde zur anderen zu verschwinden - bis zum
nächsten Mal. Dass das nächste Mal kommen wird, ist gewiss,
und jedes Mal hoffen ich, dass es nicht so schnell sein
wird. Immerhin habe ich gelernt, zu akzeptieren, dass der
Pärchenblues eben zu meinem Singleleben dazugehört und dass
ich ihn einfach ertragen muss (bzw. mich in diesen
Zustand)." (S.84)