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der Single-Generation
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Bernd
Raffelhüschen:
Generationenbilanzen
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Zur Person
- 1957
geboren
- Studium der
Volkswirtschaftlehre
- Mitglied der Kommission für die
Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Sozialen
Sicherungssysteme
- 2002 Buch
"Finanzpolitik und Arbeitsmärkte"
- Direktor des Instituts für
Finanzwirtschaft und Volkswirtschaftslehre in Freiburg i.
Breisgau
- Professor am Institut für
Volkswirtschaftlehre an der Universität Bergen (Norwegen)
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Bernd Raffelhüschen
in seiner eigenen Schreibe
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- RAFFELHÜSCHEN, Bernd (2001): Der Teil und das Ganze.
Drei folgenreiche Fehleinschätzungen über Grundsicherung
und Sozialhilfe,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 5.12.
- Kommentar:
RAFFELHÜSCHEN
liefert einen Beitrag zur sozialstaatlichen
Neidgesellschaft.
Die Hilfe zum
Lebensunterhalt ist ihm ein Dorn im Auge. Bezüglich der
Kontroverse Familien contra Singles sind es zwei Punkte, die
der Autor hervorhebt. Zum einen fallen
die Leistungen entsprechend dem Haushaltstyp unterschiedlich
aus:
"Für Ein-Personen-Haushalte, die fast die Hälfte aller
Empfänger stellen, beträgt der Regelsatz in den alten
Bundesländern 560 Mark (in den neuen geringfügig weniger).
Hinzu kommt monatlich eine 'einmalige Leistung von knapp 100
Mark."
Indem
RAFFELHÜSCHEN auf der Haushaltsebene statt auf der
Personenebene argumentiert, erscheint der Anteil der
Sozialhilfeempfänger noch höher als er tatsächlich
bevölkerungsmässig ist.
Es wird auch
nicht deutlich gemacht, dass es sich dabei in erster Linie
um ältere Witwen handelt. So kommt z.B. Margot MÜNNICH in
Wirtschaft und Statistik Heft 7/2001 "Zur wirtschaftlichen
Lage von Rentner- und Pensionärshaushalten" zum Ergebnis:
Die Analyse der
Einkommensverteilung zeigt, dass 1998 15,8 % der
Rentnerhaushalte in Deutschland (...) mit weniger als der
Hälfte des Durchschnittseinkommens aller privaten Haushalte
auskommen mussten und damit in relativer Einkommensarmut
lebten. Zum überwiegenden Teil handelte es sich dabei um
Einpersonenhaushalte (1,3 Mill), während die
Einkommenssituation von Zweipersonenhaushalten (...)
insgesamt als gut bezeichnet werden kann." Bei den
aufgeführten Transferzahlungen handelt es sich vor allem um
Wohngeld."
Stattdessen
suggeriert RAFFELHÜSCHEN, dass es sich vorwiegend um
Erwerbstätige handelt, wenn er schreibt: "Es ist umstritten,
ob der gesetzlich gebotene Lohnabstand für Alleinstehende
gegeben ist." Davon abgesehen ist natürlich die Kategorie
"Alleinstehende" nicht deckungsgleich mit der Kategorie
"Einpersonenhaushalt".
- RAFFELHÜSCHEN, Bernd (2002): Zur Reform
der gesetzlichen Rentenversicherung - eine unendliche Geschichte,
in: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Heft 3, S.319-327
- RAFFELHÜSCHEN, Bernd (2003):
Nachhaltigkeit als fiskal- und sozialpolitischer Begriff.
Zur Notwendigkeit einer Generationenbilanzierung,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 26.04.
- RAFFELHÜSCHEN, Bernd (2003):
Schafft die Pflegeversicherung ab - bevor es zu
spät ist.
Der historische Fehler der Umlagefinanzierung läßt sich
noch korrigieren. Umstieg auf eine private kapitalgedeckte
Versicherung,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5.8.
- RAFFELHÜSCHEN, Bernd (2006): Warum die Rente sicher
ist
Blüms Litfasssäulenscherz darft heute ernst
genommen werden. Nachhaltige Finanzierbarkeit ist gesichert,
in: Welt v. 07.08.
- Anmerkung:
Der Volks- und Finanzwissenschaftler Bernd
RAFFELHÜSCHEN wird von der Welt als
Bevölkerungswissenschaftler ausgewiesen.
-
RAFFELHÜSCHEN, Bernd (2006): Eltern haften für Kinder -
warum aber nicht umgekehrt?
Der Familienbegriff wird immer diffuser.
CDU-Generalsekretär Pofalla und die christliche Soziallehre,
in: Welt v. 11.08.
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Bernd Raffelhüschen:
Porträts und Gespräche
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HAHNE, Peter (2001): "Die
Sozialkassen stehen vor dem Kollaps".
Der
Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen über die Folgen des
Pflegeurteils für die Sozialversicherungen,
in: Welt v. 17.04.
- MEHLITZ, Johannes
(2002): "Ja, die Situation ist wirklich dramatisch",
in: Rheinischer Merkur Nr.48 v. 28.11.
- Kommentar:
Beim Rheinischen MERKUR hat man dem Thema
"Endzeitstimmung in Deutschland?" einen ganzen Brennpunkt
gewidmet, der die übliche Sozialstaatskritik beinhaltet.
MEHLITZ befragt Bernd RAFFELHÜSCHEN, der Mitglied der "Rürup-Kommission"
ist.
-
HAHNE,
Peter (2003): "Wir segeln in den Sturm".
Sozialexperte Bernd Raffelhüschen hält die Reformvorschläge der
Rürup-Kommission zur Pflege für falsch,
in: Welt v. 28.06.
- BARBIER, Hans D. (2005): Wer
heute vierzig ist, schaue in den Spiegel und sage "Selbst
schuld!".
Ordnung des Landes (9): Wer soll welche Risiken tragen?
Bernd Raffelhüschen im Gespräch über die Renten, den
Wohlfahrtsstaat und die Bevölkerungsentwicklung,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.04.
-
BIRKE, Burkhard (2005): "Das Konzept der Bundesregierung ist
falsch".
Finanzexperte Raffelhüschen zur Zukunft der
Pflegeversicherung,
in: DeutschlandRadio v. 01.08.
- Kommentar:
"Die Pflegeversicherung ist ein
demographisches Problem. Wir haben in der
Pflegeversicherung einen Generationenvertrag begründet und
wussten dennoch ganz genau, dass die Generation, die
Generation, die ihn erfüllen soll, im Grunde gar nicht
geboren worden ist. Denn durch den Pillenknick sind die
entsprechenden Beitragszahler nicht da", behauptet Bernd
RAFFELHÜSCHEN.
Wir
haben es nicht - wie RAFFELHÜSCHEN weismachen will - mit
einer
Geburtenkrise, sondern mit einer
Arbeitsmarktkrise zu tun.
Nicht
die Geborenen fehlen, sondern die
Erwerbsarbeitsplätze. Arbeitslose Geborene zahlen keine
Beiträge!
- WORATSCHKA, Rainer (2006): Männer sind die Verlierer,
in: Tagesspiegel v. 02.01.
- Kommentar:
Bernd RAFFELHÜSCHEN, Lobbyist der
Versicherungsindustrie, kritisiert die Pflegeversicherung.
Unisex-Tarife benachteiligen insbesondere die jüngeren
Männer, während sie die älteren Frauen privilegieren.
-
KLEIN, Bettina (2006): "Wir können nicht anders".
Rentenexperte hält späteren Ruhestand für alternativlos,
in: DeutschlandRadio v. 02.02.
- SIRLESCHTOV, Antje (2006): "Die Rente
ist jetzt wirklich sicher".
Überraschende Experten-Befunde über Generationengerechtigkeit -
junge Politiker fordern Nachhaltigkeit,
in: Tagesspiegel v. 13.07.
- Inhalt:
Bernd RAFFELHÜSCHEN, der bis vor kurzem noch
den demografisch bedingten Renten-Gau beschwor, macht sich
plötzlich die BLÜM-Formel zu eigen:
"»Die
Rente ist jetzt wirklich sicher«. Insbesondere Letzteres
überrascht. Ist doch gerade das deutsche Rentenversicherungssystem
im öffentlichen Bewusstsein das am wenigsten zukunftsfeste System
mit den größten Generationen-Ungerechtigkeiten. Raffelhüschens
Antwort lautet dagegen: Die Nachhaltigkeitslücke des Rentensystems
(Basiszahlen 2004) ist allein durch die Entscheidung der Regierung
in diesem Frühjahr, das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre zu
erhöhen, von 3,5 Billionen auf 800 Milliarden Euro gesunken. Was
bedeutet, dass den Deutschen jetzt rund 800 Milliarden Euro
fehlen, um jedem Bürger des Landes, egal wie alt, bis zu seinem
Tod das Leistungsniveau zu garantieren, das heute gezahlt wird.
Raffelhüschen nennt den Betrag »vernachlässigbar klein«."
-
Neu:
BRANDSTETTER, Barbara & STOCKER Franz (2009): Gutverdienern droht die
größere Rentenlücke.
Eine Untersuchung von Finanzexperte Bernd Raffelhüschen und Union
Investment zeigt: Die Menschen im Süden Deutschlands leiden besonders
unter den Reformen der gesetzlichen Rente. Die Verfasser der Studie
erklären, was Versicherte tun können und die Politik tun sollte,
in: Welt am Sonntag v. 02.08.
- Anmerkungen:
Der Finanzbranchen-Lobbyist Bernd RAFFELHÜSCHEN
möchte die Bürger zur privaten Altersvorsorge zwingen, da die
private Altersvorsorge nicht jene Rendite bringt, mit der die
Umstellung auf die Kapitaldeckung im Vorfeld von SCHRÖDERs
Agenda 2010-Reformen
schmackhaft gemacht wurde.
"Demografischer
Faktor" und "Rentenlücke" sind neue
Begriffe, die erst durch die Agenda 2010 überhaupt ihre
Daseinsberechtigung erhalten haben.
Joachim
REINKE, Vorstand einer Fondsgesellschaft, behauptet zwar, dass die
Renditeerwartungen bei Aktienmärkten auf lange Sicht im Plus liegen,
aber schließlich kann niemand dafür garantieren, dass ausgerechnet
dann, wenn Rentner ihr Aktien zu Geld machen müssen, dieses Plus
auch wirklich existiert. Warum sollten die Aktienmärkte in Zukunft
genauso rentabel sein, wie in der Vergangenheit? Nicht erst die
gegenwärtige Krise hat so manchem Rentner im gelobten Land USA seine
Rente gekostet.
In
diesem Monat erscheint das Buch
"Meinungsmache"
von Albrecht MÜLLER, das den Verfechtern der kapitalgedeckten Rente
wenig gefallen dürfte.
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Bernd Raffelhüschen in der
Debatte
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Finanzpolitik und Arbeitsmärkte (2002).
Schriften des Vereins für
Socialpolitik. Herausgegeben von Bernd Genser
(zusammen mit Axel Börsch-Supan, und
Christian Keuschnigg)
Duncker & Humblot
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Klappentext
"Der Finanzwissenschaftliche Ausschuss des
Vereins für Socialpolitik hat in seiner Arbeitstagung 2001
die finanzpolitischen Ansatzpunkte zur Behebung von
Arbeitsmarktproblemen diskutiert. Der Tagungsband enthält
die drei Grundsatzreferate von Axel Börsch-Supan
(Universität Mannheim), Christian Keuschnigg (Universität
St. Gallen) und Bernd Raffelhüschen (Universität Freiburg).
Axel Börsch-Supan weist darauf hin, dass die
Bevölkerungsalterung neben der viel diskutierten Finanzlücke
in der gesetzlichen Rentenversicherung in zwei weiteren
Politikbereichen Handlungsbedarf einfordert. Da die bloße
Erhöhung der Kapitalintensität nicht ausreichen wird, um die
Arbeitsproduktivität so weit zu steigern, dass negative
Auswirkungen der Alterung auf das Bruttoinlandsprodukt
kompensiert werden können, muss die Akkumulation von
Humankapital durch Aus- und Weiterbindung verstärkt werden.
Außerdem wird die veränderte Altersstruktur auf die
Zusammensetzung der aggregierten Güternachfrage
durchschlagen und eine deutlich höhere sektorale
Faktormobilität verlangen, um sektorale Beschäftigungskrisen
zu vermeiden.
Christian Keuschnigg erklärt in einem intertemporalen
Gleichgewichtsmodell das Auftreten von Kreditrationierung
und Arbeitslosigkeit als Folge von Suchfriktionen auf
Kapital- und Arbeitsmärkten. Finanzpolitische Maßnahmen zur
Förderung von Unternehmensgründungen stellen sich dabei als
ein wirksames Instrument zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit
heraus.
Bernd Raffelhüschen weist darauf hin, dass die
sozialpolitische Reformagenda zur Renten- und
Krankenversicherung erweitert werden muss, weil auch die
Grundsicherung durch Sozialhilfe, Wohngeld,
Arbeitslosenhilfe und Pflegegeld reformbedürftig ist. Er
entwickelt eine Blaupause für eine Grundsicherungsreform,
die auf zwei Kerngedanken basiert: subsidiäre Hilfe zur
Selbsthilfe und Subvention von Beschäftigung anstatt
Untätigkeit. Verwandte Reformkonzepte im internationalen
Vergleich und bestehende Anknüpfungspunkte im deutschen
Sozialrechtssystem stimmen Raffelhüschen optimistisch, dass
sein Reformvorschlag nicht nur ökonomisch attraktiv, sondern
auch juristisch umsetzbar und politisch mehrheitsfähig ist."
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Generationenbilanzen in der
Debatte
- BESENDORFER, Daniel
& Christoph BORGMANN (2002): Buchhalter der Fiskalpolitik.
Generationenbilanzen zur Überprüfung
der Nachhaltigkeit,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung
v. 18.05.
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Bernd Raffelhüschen im WWW
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weiterführende
Links
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