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Kristina Schröder: Danke, emanzipiert sind wir selber!

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1977 in Wiesbaden geboren
    • Studium der Soziologie, Mittlerer und Neuerer Geschichte und Philosophie
    • Mitglied der CDU
    • 2012 Buch "Danke, emanzipiert sind wir selber!"
    • 2009 - 2013 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
 
       
     
       
   

Kristina Schröder (geb. Köhler): in ihrer eigenen Schreibe

 
       
   

SCHRÖDER, Kristina (2010): Mutter, Vater, Kind.
Das Elterngeld ist keine Gebärprämie, sondern ermöglicht Familien gemeinsam in die Verantwortung für ein Baby hineinzuwachsen. Eine Verteidigungsschrift,
in: Welt v. 26.11.

SCHRÖDER, Kristina (2011): Abschied vom Kampf der Geschlechter.
Vor lauter Frauenpolitik haben wir die Männer vergessen. Auch die wollen gefördert werden,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.04
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Kristina Schröder (geb. Köhler): Porträts und Gespräche

 
       
   

HOLLSTEIN, Miriam & Mariam LAU (2009): "Kinder machen nicht arm".
Die Familienministerin über die Risiken des Betreuungsgelds, Sarrazins Thesen und einen neuen Generationenvertrag,
in: Welt v. 05.11.

FAS-Thema: Familienpolitik

LOHSE, Eckart & Markus WEHNER (2010): "Für die Pflege von Angehörigen will ich Zeit geben".
Familienministerin Kristina Köhler über Vätermonate, Politik als Hobby, ihren Aufstieg und ihre Sympathien für die Grünen,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 24.01.

HASELBERGER, Stephan & Hans MONATH (2010): "Ich habe nicht vor, in Fußstapfen zu treten".
Kristina Schröder über das Erbe ihrer Vorgängerin Ursula von der Leyen, den Mut junger Eltern eine Familie zu gründen und ihren Widerstand gegen Sparpläne bei der Kinderbetreuung,
in: Tagesspiegel v. 30.05.

PFISTER, René & Markus FELDKIRCHEN (2010): "Wir müssen selbstbewusster werden".
Familienministerin Kristina Schröder, 33, über die Schattenseiten des Feminismus, benachteiligte Jungs und warum Frauen keine Weicheier als Partner wollen,
in: Spiegel Nr.45 v. 08.11.

Mehr zur Kontroverse zwischen Kristina Schröder und Alice Schwarzer hier.

NIEJAHR, Elisabeth & Henning SUSSEBACH (2011): "Sozialistische Bevormundung".
Was spricht gegen die Frauenquote? Ein Gespräch mit Familienministerin Kristina Schröder,
in:
Die ZEIT Nr.9 v. 24.02.

SCHNEIDER, Susanne (2011): Nett ist sie ja, aber...
viel netter als gedacht. Vor allem aber ist sie keine Angeberin, sondern eine kluge Frau. Ein Porträt unserer Familienministerin Kristina Schröder,
in: SZ-Magazin Nr.11 v. 18.03.

STRITTMACHER, Judka (2011): Nett ist sie ja, aber...
sie zieht einen nicht an: zu langweilig, zu vernünftig, zu wenig Brüche. Ein Porträt unserer Familienministerin Kristina Schröder,
in: SZ-Magazin Nr.11 v. 18.03.

SIEMS, Dorothea & Miriam HOLLSTEIN (2011): Die Ministerin antwortet Eva Herman.
Kristina Schröder über ihre geplante Frauenquote und junge Mütter, für die Kind und Karriere kein Widerspruch mehr ist,
in: Welt am Sonntag v. 25.09.

BRAUN, Stefan (2011): "Ich will das Bewusstsein in Unternehmen ändern".
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder über den Karriereknick, Elterngeld und geteilte Arbeit,
in: Süddeutsche Zeitung v. 01.10.

AMRHEIN, Marie & Hartmut PALMER (2011): "Ich will den Eltern Wahlfreiheit lassen".
Kristina Schröder im Gespräch: Die Bundesfamilienministerin hält am einklagbaren Rechtsanspruch auf Kitaplätze fest und will mit ihrer "Flexiquote" den Frauen mehr Einfluss verschaffen,
in: Cicero, Dezember

MONATH, Hans & Antje SIRLESCHTOV (2011): "Entweder es passiert gar nichts. Oder wir gehen meinen Weg".
Kristina Schröder über eine Frauenquote für die Wirtschaft, das Betreuungsgeld und den Kampf gegen Rechtsextremismus,
in: Tagesspiegel v. 11.12.

LÖWENSTEIN, Stephan (2012): "Es gibt keine Einheitsfamilien".
Kristina Schröder möchte mehr Zeitsouveränität für Familien. Im Gespräch nennt sie als wichtigstes Ziel bis zur Bundestagswahl im Herbst 2013 den Ausbau der Krippenplätze,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.04.

Kristina SCHRÖDER verteidigt ihre Politik mit dem Begriff "Wahlfreiheit". Fakt ist jedoch, dass es keine Wahlfreiheit für berufstätige Mütter gibt, weil nicht genügend Krippenplätze existieren und das Personal nicht qualifiziert genug ist. Dies soll nach dem Willen von SCHRÖDER auf dem Rücken jeder einzelnen Mutter, die einen Krippenplatz sucht, ausgetragen werden:

"Was passiert denn, wenn dann eine Familie einen Krippenplatz beansprucht, aber keiner mehr da ist?
Dann werden sie klagen und recht bekommen. Die Kommune würde dann wohl verpflichtet, einen Betreuungsplatz bereitzustellen. Das kann auch über eine Tagesmutter laufen."

In Deutschland wird die Hausfrauenfamilie weiterhin massiv subventioniert. Wahlfreiheit würde bedeuten, dass diese Subventionierung abgebaut wird. Davon kann jedoch keine Rede sein..

 
       
   

Kristina Schröder (geb. Köhler) in der Debatte

 
       
   

KIRSCHSTEIN, Gisela (2009): Unverheiratet, kinderlos, Familienministerin.
"Eines der großen Nachwuchstalente": Neue Familienminsterin in Angela Merkels Kabinett wird nach Franz Josefs Rücktritt die junge hessische CDU-Politikerin Kristina Köhler. Sie könnte in der Partei eine neues Familienbild mitprägen – auch weil die 32-Jährige Unterstützung von ganz oben hat,
in: Welt Online v. 27.11.

JAKOBS, Hans-Jürgen (2009): Merkels Mädchen.
Der Jugend eine Chance: Die 32-jährige Kristina Köhler löst Ursula von der Leyen als Familienministerin ab. Die Aufsteigerin aus Wiesbaden fand schon mit zwölf Jahren Helmut Kohl klasse. Ihrem hessischen Mentor Roland Koch ist sie ganz verpflichtet,
in: sueddeutsche.de v. 27.11.

VITZTHUM, Thomas (2009): Frau Köhler heiratet Herrn Schröder.
Die neue Familienministerin gibt ihre Hochzeit bekannt - Böse Zungen mutmaßen sogleich: Die Partei hat das gewollt,
in: Welt v. 02.12.

BRAUN, Stefan (2011): Ministerin im Praxistest.
Geradezu inszeniert wirkt die Bekanntgabe von Kristina Schröders Schwangerschaft. Dahinter steckt wohl die Hoffnung der Ministerin, zugleich ein politisches Problem loszuwerden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.01.

SIEMS, Dorothea (2011): Private Familienpolitik.
Ministerin Schröder erwartet ein Baby - und will im Amt bleiben: "Die gleichen Herausforderungen wie andere Paare auch",
in: Welt v. 20.01.

JUNGE, Barbara/SCHULZE, Katrin/TRETBAR, Christian (2011): Familienministerin in anderen Umständen.
Familienministerin Kristina Schröder erwartet als erste Ministerin in Deutschland während ihrer Amtszeit ein Kind. Welche Folgen hat das?
in: Tagesspiegel v. 20.01.

SCHMALE, Holger (2011): Die öffentliche Mutter.
Zeit für die Familie sei die Leitwährung moderner Familienpolitik, findet die Ministerin Kristina Schröder. Jetzt ist sie schwanger. Und wird zeigen müssen, wie ernst sie ihre These meint,
in: Berliner Zeitung v. 20.01.

THURNER-FROMM, Barbara (2011): Der ganz normale Wahnsinn.
Schwangerschaft: Kinder verändern alles, das gilt auch für Politikerinnen,
in: Stuttgarter Zeitung v. 20.01.

KÄFER, Armin (2011): Auch ein runder Bauch kann Profil geben.
Regierung: Familienministerin Schröder ist schwanger. Das ermöglicht ihr eine Politik unter anderen Umständen,
in: Stuttgarter Zeitung v. 20.01.

DRIBBUSCH, Barbara (2011): Macht mal, Supermädels.
Vorbilder: Schwangere Ministerinnen, die ihre Kinder eher so nebenbei zu kriegen scheinen, erzeugen Rollendruck für normale Frauen. Da gilt es, cool zu bleiben,
in: TAZ v. 21.01.

Don Alphonso (2011): Raubmütter vor München. Oder Berlin,
in: faz.net v. 22.01.

STELZER, Tanja (2011): Kristina Schröder. Jung.Mächtig.Schwanger.
Ministerin Schröder wird Mutter – und die ganze Nation schaut zu. Hält sie das aus?
in: Die ZEITmagazin Nr.10 v. 03.03.

SEELIGER, Julia (2011): Verordnete Kinderlosigkeit.
Familienpolitik: Kristina Schröder möchte "ungewollt kinderlosen Paaren" helfen. Doch wer nicht der Norm "heterosexuelle Zweierbeziehung" entspricht, bleibt außen vor,
in: TAZ v. 11.05.

DÜCKERS, Tanja (2011): Ohne Kinder im Abseits.
Kinderwünsche sollen nach Ministerin Schröder nicht mehr an Geld und veralteten Bestimmungen scheitern. Über das neue Mutterbild und ungewollte Kinderlosigkeit,
in: ZEIT Online v. 03.06.

OESTREICH, Heide (2011): Versetzung gefährdet.
Familienministerium: Ressortchefin Kristina Schröder (CDU) kehrt in ihr Amt zurück. Extremismusklausel, Krippenflaute und Männerförderung - eine mäßige Halbzeitbilanz,
in: TAZ v. 12.09.

LEHMANN, Anna (2011): Schröder will Teilzeitprämie.
Betreuungsgeld: Die Familienministerin legt einen neuen Vorschlag vor. Auch in Teilzeit arbeitende Mütter sollen profitieren - aber nur ein Jahr,
in: TAZ v. 10.10.

SCHMOLLACK, Simone (2011): Die Blokadeministerin.
Über Herdprämie, Kitaplätze und Kristina Schröder,
in:
TAZ v. 15.11.

MÜHL, Melanie (2012): Bundesministerin für Wasnochmal?
Für diese Woche kündigt Kristina Schröder eine programmatische Rede an. Zeit wird’s, denn die belasteten Familien hatten bisher wenig von ihr,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.01.

"Dass Kristina Schröder Familienministerin ist, hindert sie nicht daran, sich, sobald es um Familienpolitik geht, hinter dem Begriff der Wahlfreiheit zu verschanzen, der nichts weiter als ein Euphemismus ist und die Tatsache beschönigt, dass jeder von uns gezwungenermaßen Prioritäten setzt. Die Wahlfreiheit entpuppt sich spätestens dort als leeres Versprechen, wo Krippenplätze fehlen. In Deutschland ist das leider ziemlich häufig der Fall", meint Melanie MÜHL.

 
       
       
   

Danke, emanzipiert sind wir selber (2012).
Abschied vom Diktat der Rollenvorbilder
(mit Caroline Waldecke)
München: Piper Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Kristina Schröder hat Karriere gemacht und gerade ein Kind bekommen. Steht sie deshalb für ein Leitbild, an dem junge Frauen sich orientieren sollen? Nein, sagt sie, die Frauen von heute brauchen keine Leitbilder! Feministinnen machen den gleichen Fehler wie die Strukturkonservativen auf der anderen Seite des politischen Spektrums: Beide schreiben vor, wie das ideale Frauenleben auszusehen hat. »Gefährlich und falsch!«, sagt Kristina Schröder. Frauen (und Männer!) sollen endlich frei wählen können, wie sie ihr Leben gestalten wollen, ob mit oder ohne Familie, mit oder ohne Karriere. Diese Entscheidungen sind privat. Politik sollte keine Leitbilder vorgeben, sondern sicherstellen, dass alle Männer und Frauen Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben haben und ihrer Verantwortung in Familie und Partnerschaft gerecht werden können. Welche Wege dahin führen zeigt sie in diesem zugleich politischen und persönlichen Buch - angriffslustig und klar."

 
     
 
       
   

Das Buch in der Debatte

NOHN, Corinna (2012): Kinder, Küche, Kristina.
Wenn unsere Familienministerin über Väter, Mütter und Gleichstellung spricht, hat man das schöne Gefühl, einer unablässig rezitierten Wellness-Formel zu lauschen. Jetzt hat Kristina Schröder auch noch das Buch zu ihrem Freiheits-Mantra geschrieben - aber der Titel "Danke, emanzipiert sind wir selber!" klingt in den Ohren junger Frauen wie blanker Hohn,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 07.04.

VOIGT, Claudia (2012): Selber schuld.
Sie ist jung, Mutter und seit gut zwei Jahren Ministerin für Familie. Und sie ist gegen die Quote. In einem Buch wirbt Kristina Schröder jetzt für das Frauenglück im Privaten,
in:
Spiegel Nr.15 v. 07.04

OESTREICH, Heide (2012): Die allerletzte Postfeministin.
Geschlechter: Nach Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sucht Ministerin Schröder in ihrem neuen Buch nicht. Sie kämpft lieber gegen Windmühlen,
in:
TAZ v. 16.04.

MONATH, Hans (2012): Eine Frau im politischen Abseits.
Kristina Schröder: Politik gegen die Mehrheitsmeinung zu machen, ist schwierig. Vor allem, wenn man Ministerin ist. Trotzdem hält Kristina Schröder auch in ihrem Familienressort an ihrem Leitsatz fest: "Emanzipiert sind wir selber",
in:
Tagesspiegel v. 19.04.

BAUM, Antonia (2012): Jeder, wie er will - aber so nun nicht.
Familienministerin Kristina Schröder hat ein weitgehend unverständliches Buch über den Feminismus geschrieben,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 22.04.

KLINGNER, Susanne (2012): Schluss mit der Diskussion.
Die Farbe Lila: Kristina Schröder will das Ende des feministischen Terrors,
in:
TAZ v. 23.04.

HORST, Claire (2012): Kinder, Küche, Kaviar.
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) ist stets auf der Suche nach neuen Feindbildern. Mittlerweile hat die Ministerin auch den Feminismus als Feind ausgemacht und sorgt mit ihrem Buch »Danke, emanzipiert sind wir selber!« für Aufregung,
in:
Jungle World Nr.17 v. 26.04.

NOHN, Corinna (2012): Obstbrei mit dünner Sauce.
Kristina Schröder missversteht die Probleme junger Frauen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 30.04.

Corinna NOHN bespricht das Buch Danke, emanzipiert sind wir selber von Kristina SCHRÖDER und ihrer Mitarbeiterin Caroline WALDECK. Ihr Fazit:

"Schröder (...) gibt zwar zu, dass Frauen noch keine Wahlfreiheit haben. Doch sie sieht die Hürden nicht in jenen gesellschaftlichen Strukturen, an denen die Politik, am besten die Familienministerin selbst, etwas ändern könnte. Nein, das Problem seien die »Rollenleitbildfanatiker«, die Frauen in eine Ecke (...) drängen. Und das ist nun wirklich weltfremd."

PETROPULOS, Kostas (2007): Ministerielle Verheißungen.
Ursula von der Leyen, Maria von Welser: "Wir müssen unser Land für die Frauen verändern",
in: DeutschlandRadio v. 19.03.

 
       
   

Debatte um die Wirkung des Elterngeldes

HEINSOHN, Gunnar (2009): Elterngeld - Fortpflanzungsprämie für Unterschicht,
in: Welt Online v. 03.11.

ECKHORST, Kendra (2009): "Männer sollten sich als Väter outen".
Neue Männer: Für seine Studie "Väter und Erziehungszeiten" befragte der Politikwissenschaftler Patrick Ehnis Väter und Betriebe zu Elternzeit, Elterngeld und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie,
in: TAZ v. 19.12.

KEMPER, Andreas (2010): Elterngeld - Eine sozialeugenische Maßnahme?
in: Dishwasher v. 15.01.

SCHMOLLACK, Simone (2010): "Mehr Vätermonate sind falsch".
Elterngeld: Zwölf Monate Elternzeit reichen, sagt Wirtschaftsexperte Michael Hüther: Die geplante Verlängerung gehe zu Lasten der Berufstätigkeit von Müttern und Vätern,
in:
TAZ v. 09.04.

SCHMOLLACK, Simone (2010): Schröder pokert ums Elterngeld.
Kinder: Die Bundesfamilienministerin plant zwei weitere Monate Elternzeit und ein längeres Teilelterngeld. Doch Finanzminister Schäuble will nicht zahlen. Deshalb sucht die Ministerin nach Sparmöglichkeiten in ihrem Etat,
in: TAZ v. 05.05.

UNGER, Christian (2010): Schwere Geburt.
Trotz des Elterngeldes und des Rechts auf Kita-Betreuung kamen in Deutschland 2009 so wenig Kinder wie noch nie seit 1945 zur Welt,
in: Hamburger Abendblatt v. 18.05.

PETROPULOS, Kostas (2010): Die Familienpolitik ist gescheitert.
Die neuesten Geburtenzahlen sind ein Tiefschlag für die Familienpolitik: Trotz Elterngeld und Krippenoffensive gibt es hierzulande so wenig Babys wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Deutschen kriegen keine Kinder, weil ihre Jobs nicht sicher sind,
in: Tagesspiegel v. 21.05.

"Bundesfamilieministerin Kristina Schröder verbreitet dennoch unverdrossen Zweckoptimismus. Die Zahlen seien keineswegs alarmierend, da ja mit dem demografischen Wandel auch die Zahl der potenziellen Mütter zurückgehe. Pro Frau würden weiterhin genauso viele Kinder geboren wie seit Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007.

Fachleute widersprechen jedoch der Jungministerin. Sie rechnen vor, dass die Geburtenrate von 1,38 im Jahr 2008 auf voraussichtlich 1,33 im letzten Jahr gesunken ist. Damit wäre sie wieder auf das Niveau von 2006 abgesackt – dem Jahr vor der »konservativen Familienrevolution« unter Führung von Ex-Ressortchefin Ursula von der Leyen", behauptet Kostas PETROPULOS.

Die Geburtenrate für 2009 wird vom Statistischen Bundesamt erst im Sommer veröffentlicht. PETROPULOS bezieht sich mit seinen Angaben der TFR von 1,33 auf die Schätzungen des Rostocker Zentrum für Demografischen Wandel. Die Geburtenrate läge damit immer noch höher als Mitte der 1990er Jahre als sie unter 1,3 gesunken war.

PANY, Thomas (2010): Elterngeld: Werbepause vom Leben.
Die Maximalzahlungen des Elterngelds sollen von den Sparplänen verschont werden, heißt es aus dem Familienministerium. Besser wäre es, das Elterngeld, wie es von der Leyen konzipiert hat, ganz abzuschaffen,
in: Telepolis v. 03.06.

BOHSEM/KUHR/HUVESCHEIDT (2010): Das Elterngeld wird gekürzt.
Sparprogramm der Koalition soll alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen treffen. DGB warnt vor Belastung der "kleinen Leute",
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.06.

HARDENBERG, Nina von (2010): Am Papa gespart,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.06.

MONATH, Hans (2010): Familienministerin kürzt das Elterngeld.
Kristina Schröder verzichtet vor Sparklausur auch auf ihre Pläne für mehr Vätermonate und Teilelternzeit,
in: Tagesspiegel v. 02.06.

KNEIST, Sigrid (2010): Kein Elterngeld mehr für 10.000 Hartz-IV-Familien,
in: Tagesspiegel v. 09.06.

SCHULTE, Ulrich (2010): Der Hass auf die Unterschicht.
Über die Elterngeldkürzung für Hartz-IV-Bezieher,
in: TAZ v. 09.06.

BAUREITHEL, Ulrike (2010): Die Überflüssigen, unerwünscht.
Kalte Aussperrung: Die Sparbeschlüsse zeigen den Willen zu einer qualitativ orientierten Bevölkerungspolitik,
in: Freitag Online v. 09.06.

Ulrike BAUREITHEL zählt neben Gunnar HEINSOHN, der bereits in der Welt vom 23.08.2007 und in der Welt vom 03.11.2009 das "Elterngeld als Fortpflanzungsprämie für die Unterschicht" kritisiert hat, die ZEIT-Redakteurin Susanne GASCHKE zu jener großen Koalition, die für eine Einschränkung der Fortpflanzung der Unterschicht - oder positiv gewendet - für eine stärkere Förderung von Akademikerinnenkindern eintreten und damit eine "qualitativ orientierte Bevölkerungspolitik" befürworten.

DESTATIS (2010): Elterngeld beträgt im Schnitt 699 Euro im Monat,
in: Statistisches Bundesamt v. 10.06.

HÖFLING, Gabriele (2010): "Ergebnis nach zehn Jahren".
Elterngeld: Die Koalition spart bei der Lohnersatzleistung. Sie war eingeführt worden, damit die Geburtenrate steigt. Noch hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt,
in: Rheinischer Merkur Nr.23 v. 10.06.

EL-SHARIF, Yasmin (2010): Warum das Elterngeld doch ein Erfolg ist.
Debatte um das Sparpaket: Das Elterngeld steht massiv in der Kritik, die Zahl der Neugeborenen in Deutschland sinkt. Hat die Regierung also Recht, wenn sie die Beihilfe kürzt? Keineswegs, denn ohne die Förderung stünde es um Familien noch viel schlechter,
in: Spiegel Online v. 11.06.

HEINSOHN, Gunnar (2010): Stoppt die Vermehrungsprämie!
Kein Elterngeld für Sozialhilfemütter,
in: Welt v. 15.06.

PERGANDE, Frank (2010): Das Elterngeld wirkt.
Eine Studie in Greifswald belegt: Mehr Kinder in gut verdienenden Familien,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 16.06.

DESTATIS (2010): Vorläufige Ergebnisse für das 1. Quartal 2010: Mehr Geburten und Eheschließungen, weniger Sterbefälle,
in:
Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Wiesbaden v. 16.06.

"Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist nach vorläufigen Ergebnissen die Zahl der lebend geborenen Kinder in Deutschland im ersten Quartal 2010 mit 162 100 Kindern um rund 7 000 oder um 4,5% gegenüber dem ersten Quartal 2009 (155 100) gestiegen", heißt es in der Pressemitteilung, die ganz offensichtlich die seit der Veröffentlichung der Geburtenzahlen für das Jahr 2009 im Mai entbrannte Debatte um das Elterngeld eindämmen soll.

STEINMAIER, Daniel (2010): Streicht es allen!
Familienministerin Christina Schröder will Hartz-IV-Empfängern das Elterngeld streichen. Das hört sich ungerecht an, geht aber in die richtige Richtung,
in: Jungle World Nr.24 v. 17.06.

LEINEMANN, Susanne (2010): Elterngeld abschaffen!
Ein Wunschprogramm für Väter können wir uns nicht leisten,
in: Welt v. 28.06.

PANY, Thomas (2010): "Familienpolitik à la Pinochet".
Und es wirkt doch, das Elterngeld: Bei den Debatten allemal und, wie eine Studie in Pommern festgestellt hat, bei der Entscheidung "gut ausgebildeter" Eltern für ein Kind,
in: Telepolis v. 27.06.

WALTHER, Rudolf (2010): Wer soll die Kinder kriegen.
Frankfurter Positionen: Wolfgang Streeck, Direktor des Kölner Max-Planck-Instituts, über Familien- als Geburtenpoltik,
in: TAZ v.
16.07.

ÖCHSNER, Thomas (2010): Kein Elterngeld für Mini-Jobber.
Sparpaket der Bundesregierung: Die Pläne der schwarz-gelben Regierung, das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger zu streichen, gehen weiter als bislang bekannt. Die Kürzungen treffen vor allem Geringverdiener - sie erhalten bis zu 300 Euro weniger,
in: Süddeutsche Zeitung v.
16.07.

SCHRÖDER, Gerhard (2010): Das verpuffte Elterngeld.
Überlegungen zur Reform einer Hilfsleistung,
in: DeutschlandRadio v.
16.07.

PANY, Thomas (2010): Türsteherpolitik mit Elterngeld.
Neue Planungen für weitere Einsparungen treffen wieder nur die Ärmeren,
in: Telepolis v.
16.07.

BERTH, Felix (2010): Einwände aus allen Richtungen.
Koalition und Opposition lehnen neue Sparpläne beim Elterngeld ab. Familienministerin Schröder kündigt Nachbesserungen an,
in: Süddeutsche Zeitung v.
17.07.

BERTH, Felix (2010): Schröders Zumutungen,
in: Süddeutsche Zeitung v.
17.07.

SCHÄDLER, Karin & Ariane LEMME (2010): Schröder wegen Elterngeld unter Beschuss.
Sparpaket: Pläne zur Kürzung der Familienleistung stoßen selbst in den eigenen Reihen auf Ablehnung,
in: TAZ v.
17.07.

TICHOMOROWA, Katja (2010): Viel Ärger ums Elterngeld.
Geringverdiener: Pläne des Bundesfamilienministeriums, das Elterngeld auch für Mini-Jobber und Empfänger des sogenannten Kinderzuschlags zu kürzen, erhitzen die Gemüter,
in: Frankfurter Rundschau v.
17.07.

DESTATIS-Publikation "Elterngeld für Geburten 2008 nach Kreisen" in den Medien

HEININGER, Wolfgang (2010): Alternativ - aber bitte lukrativ.
Elterngeld nehmen vor allem die Väter in Anspruch, die sich die Babypause ohnehin leisten könnten. Die meisten Väter, die Werkbank mit Wickeltisch tauschen, gibt es in Bayern,
in: Frankfurter Rundschau v.
04.08.

ONKEN, Anne (2010): Sichere Jobs machen die Väter moderner.
Neue Statistik belegt: Je wohlhabender eine Region, desto mehr Männer nehmen eine Auszeit. Im Schnitt kehren sie nach dreieinhalb Monaten ins Büro zurück, Frauen bleiben ein ganzes Jahr daheim,
in: TAZ v.
04.08.

WIRMINGHAUS, Niklas (2010): "Mehr als zwei Monate sind für die meisten nicht drin".
Elterngeld: Immer mehr Väter nehmen Elternzeit und sehen in der Auszeit kein Karrierehemmnis. Gespräch mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Kerstin Pull,
in: TAZ v.
23.08.

SCHMOLLACK, Simone (2010): Rückbau statt Ausbau.
Über die Bilanz von Familienministerin Schröder,
in: TAZ v.
23.08.

KLOPOTEK, Felix (2010): Mangel im Überfluß.
Ohne großes Aufsehen hat die Bundesregierung ein "Sparpaket" beschlossen, das die Ressentiments gegen die prekäre Unterschicht in Form von Gesetzen festschreibt,
in:
Jungle World Nr.36 v. 09.09.

"In den Tagen, in denen Sarrazin dank seiner kruden Thesen mehr und mehr zum Volkshelden wird, der endlich sagt, was alle denken, und die Regierung mit großer Geste verspricht, die Diskussion zu versachlichen und endlich »ohne Tabus« über »Integration« zu sprechen – als hätte es die quälenden Debatten der letzten zehn Jahre nicht gegeben – wird nahezu unkommentiert das »Sparpaket« auf den Weg gebracht, vor dem die Opposition seit der letzten Bundestagswahl unablässig warnt. (...).
50 000 Alleinerziehende und 85 000 Paarhaushalte sind von der Streichung des Elterngelds betroffen, wie das Familienministerium mitteilte. Der Zwang, Arbeit anzunehmen, soll weiter erhöht werden, schließlich sollen Transferleistungen nicht zur Vergrößerung der Unterschicht beitragen. So werden die bevölkerungspolitischen Ideale Sarrazins vom schwarz-gelben Kabinett längst verwirklicht", kritisiert Felix KLOPOTEK.

SCHMOLLACK, Simone (2010): FDP will Reichen das Elterngeld streichen.
Familie: Wer viel verdient, braucht kein Geld vom Staat für Kinder, sagt die FDP. Doch, sagt CDU-Familienministerin Kristina Schröder,
in: TAZ v. 12.10.

SCHMOLLACK, Simone (2010): Die Gerechtigkeitslücke.
Über die andauernden Debatten zum Elterngeld,
in: TAZ v. 12.10.

SCHMOLLACK, Simone (2010): Spitzenverdienern soll das Elterngeld gestrichen werden.
Elterngeld: Wer 250.000 Euro im Jahr verdient, braucht kein Geld vom Staat, meint die Regierung,
in: TAZ v. 27.10.

ÖCHSNER, Thomas (2010): Symbolpolitik à la Schwarz-Gelb,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.10.

LUDWIG, Jan (2010): Weniger Geburten im Jahr 2009.
Die Zahl der Geburten in Deutschland sinkt weiter. Leyens Kind, das Elterngeld, scheint nicht zu wirken. Die Opposition kritisiert deswegen die Regierung,
in: Tagesspiegel v. 13.11.

RÜRUP, Bert (2010): Tief in der Geburtenfalle.
Deutschlands Familienpolitik ist gescheitert. Bessere Bildung ist der einzige Ausweg,
in: Handelsblatt v. 16.11.

PETROPULOS, Kostas (2010): Der Kinderschwund macht sprachlos.
Demografie: Die Statistik zur Geburtenrate kam vier Monate später als sonst. Und die Familienministerin schweigt über das Thema. Die Politik kapituliert vor der Demografie,
in: ZEIT Online v. 17.11.

Der nationalkonservative Bevölkerungslobbyist Kostas PETROPULOS verbreitet - wie bereits im Mai - Halbwahrheiten. Die Geburtenrate sackte nicht ab auf den Stand des Jahres 1999, sondern ist höher als im Jahr 2006, also vor Einführung des Elterngeldes, wie man beim Statistischen Bundesamt nachlesen kann.

Erfolg oder Misserfolg des Elterngeldes lässt sich auch nicht am gesamtgesellschaftlichen Geburtentrend ablesen, sondern nur am Anstieg der Geburten von Akademikerinnen. Aufgrund der normativen deutschen Bevölkerungsstatistik, die derzeit nur alle 4 Jahre die Geburtenfolge richtig erfasst, gibt es derzeit keine Möglichkeit den Erfolg der qualitativen Bevölkerungspolitik genau festzustellen. Zu welchen gravierenden Fehleinschätzungen die normative Statistik in der Vergangenheit führte, konnte man zuletzt in der FAZ lesen.

LÖWENSTEIN, Stephan (2010): Zweifelhafte Erfolgsgeschichte.
Sozialpolitisch ist das Elterngeld unvertretbar; familienpolitisch wirkt es kontraproduktiv. Es liegt in seinem Wesen nach quer zum Sozialstaat - nicht erst, wenn es für Hartz-IV-Empfänger wegfällt. Angesichts der Schulden sollte es abgeschafft werden,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 18.11.

BODE, Kim & Alexander NEUBACHER (2010): Kind im Mann.
Das Elterngeld kostet Milliarden, verfehlt aber alle von der Bundesregierung gesteckten Ziele. Experten raten: Weg damit!
in: Spiegel Nr.47 v. 22.11.

BODE & NEUBACHER behaupten, dass Bert RÜRUP das Elterngeldkonzept für gescheitert hält. Dies ist nicht der Fall, sondern RÜRUP sagte im Handelsblatt nur, dass es für "ein abschließendes Urteil" noch zu früh sei und dem Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung viel mehr Gewicht zukommen muss.

SIEMS, Dorothea (2010): Großfamilien sind die Verlierer.
Mit dem Elterngeld will die Politik für mehr Nachwuchs sorgen. Doch ausgerechnet Familien mit vielen Kindern werden benachteiligt - und klagen jetzt in Karlsruhe,
in: Welt v. 23.11.

MÜLLER-NEUHOF, Jost (2010): Kinder werden älter.
Der Staat teilt Kinder in wertvolle und weniger wertvolle auf. Warum die Koalition das Elterngeld streichen sollte – und die Herdprämie gleich mit,
in: Tagesspiegel v. 26.11.

AFP (2010): Mehr Geburten.
Staat muss mehr Elterngeld zahlen,
in: Tagesspiegel v. 18.12.

Wie bereits anlässlich der Veröffentlichung der Geburtenrate im November von single-generation.de berichtet wurde, war die tatsächliche Geburtenzahl 2009 höher als vom Statistischen Bundesamt zuerst geschätzt. Obwohl die Familienministerin Kristina SCHRÖDER noch vor kurzem das Elterngeld nicht als bevölkerungspolitische Maßnahme, die es ist, verstanden wissen wollte, werden jetzt wieder Geburtensteigerungen bejubelt:

  • "Noch im Januar 2010 sei das Statistische Bundesamt von 645 000 bis 660 000 Geburten im Jahr 2009 ausgegangen.
    Tatsächlich aber seien 665 126 Kinder geboren worden. Dieser Trend setze sich fort. Im ersten Halbjahr 2010 hätten die Geburten gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um 1,2 Prozent zugenommen.
    "

Das Elterngeld geriet in letzter Zeit von unterschiedlicher Seite unter Beschuss (mehr hier, hier und hier), sodass solche Geburtensteigerungen nun besonders betont werden müssen.

WEIGUNY, Bettina (2010): Elterngeld zeugt keine Kinder.
Mit Milliarden lässt sich die Gebärfreude der Deutschen nicht steigern. Macht nichts: Die Mittelschicht nimmt das Staatsgeld gerne,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 19.12.

SIEBERT, Sven (2010): Ist das Elterngeld gescheitert?
Der Staat zahlt Milliarden an junge Eltern, aber die Geburtenzahlen gehen weiter zurück. Doch für eine Bilanz ist es zu früh,
in: Sächsische Zeitung v. 24.12.

SIEBERT argumentiert mit den bereits hier  vorgestellten Einwänden gegen die Elterngeld-kritischen Artikel in FAZ und Spiegel.

WINKELMANN, Ulrike (2011): "Das ist der feministische Grundirrtum".
Elterngeld und Kitaplätze sollen nur die Eltern dem Marktdiktat unterwerfen, sagt Kostas Petropulos vom Heidelberger Familienbüro. Er fordert ein Erziehungsgehalt,
in: Freitag Online v. 01.01.

TUTT, Cordula (2011): Wohlstandskinder.
Geburten: Paare in Deutschland schieben ihren Kinderwunsch nicht länger auf. Eine Trendwende kommt langsam in Sicht,
in: Wirtschaftswoche Nr.1/2 v. 10.01.

Cordula TUTT stilisiert die Dresdnerinnen zu Pionierinnen des deutschen Babybooms. Mit Hans BERTRAM und Michaela KREYENFELD hat sie zudem zwei Experten gefunden, die im Gegensatz zum bundesrepublikanischen Mainstream dem Elterngeld eine langfristig geburtenfördernde Wirkung zuschreiben.

BOHSEM, Guido (2011): Elterngeld für Zinsmillionäre.
Gesetzeslücke: Steuerrechtler: Auch wer über 250 000 Euro Kapitaleinkünfte hat, bekommt die Staatshilfe,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 07.02.

SCHMOLLACK, Simone (2011): Väter bekommen weiterhin nur zwei Monate Elternzeit.
Familie: Ministerin Kristina Schröder weitet das Elterngeld nicht aus. Es bleibt bei 14 Monaten,
in: TAZ v. 12.04.

SCHMOLLACK, Simone (2011): Wo bleibt die Männerpolitik?
Über Ministerin Schröder und die Vätermonate,
in: TAZ v. 12.04.

SOMMER, Sarah (2011): Familien-Soli. Das Eltergeld wird zum brisanten Gefahrengut.
Familienministerin Kristina Schröder feiert die Elternzeit als Erfolg. Dabei sorgt der Familien-Soli nicht für mehr Nachwuchs im Inland. Die Elternzeit weckt vor allem die Reiselust junger Gutverdiener, wird zur Turbosubvention der Reisebranche im Ausland - und sorgt für Probleme in deutschen Büros,
in: Manager-Magazin Online v. 10.05.

EUBEL, Cordula (2011): Bundeskrippen.
Elterngeld und Kindergärten: Mehr Väter erfüllen sich inzwischen den Wunsch, befristet aus dem Job auszusteigen, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. Auf Dauer wird das die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern,
in: Tagesspiegel v. 16.05.

STRAUß, Hagen (2011): "Elterngeld ist nicht für Bedürftige". FDP bekräftigt Kritik am Elterngeld.
Die Vorsitzende des Familienausschusses des Bundestages, die FDP-Politikerin Sibylle Laurischk, verteidigt die von ihrer Partei initiierte Debatte über das Elterngeld. Im Gespräch fordert sie die Einführung eines Kinder-Grundeinkommens,
in: Saarbrücker Zeitung v. 17.05.

LIMINSKI, Jürgen (2011): Unionsfraktion: Am Elterngeld wird nicht gerüttelt.
Gespräch: Familienpolitische Sprecherin Dorothee Bär weist Abschaffungsvorstoß der FDP zurück,
in: DeutschlandRadio v. 17.05.

SIEMS, Dorothea (2011): Weg mit dem Elterngeld.
FDP-General Lindner hält die Familienleistung für überflüssig. Er sollte für die Abschaffung kämpfen. Denn das Instrument ist bevölkerungspolitisch kontraproduktiv und kommt die Mittelschicht teuer zu stehen,
in: Welt Kompakt v. 17.05.

LEHMING, Malte (2011): Wie käuflich sind Kinder?
Kontrapunkt: Mit dem Elterngeld hat der Staat versucht, die Gebärfreude deutscher Akademikerinnen zu fördern. Die Idee hätte von Thilo Sarrazin stammen können,
in: Tagesspiegel v. 17.05.

SEVERIN, Weiland (2011): Schröder will beim Elterngeld eisenhart bleiben.
Lohnt sich der Aufwand? Das Elterngeld bringe keine Zunahme der Geburten, konstatierte FDP-Generalsekretär Lindner - lediglich "Mitnahmeeffekte". Helle Aufregung bei Teilen der Union, vor allem bei Familienministerin Schröder. Doch auch in der CDU wird Kritik an dem Vorzeigeprojekt laut,
in: Spiegel Online v. 18.05.

GRUNDEI, Melani (2011): Familienpolitik ist mehr als nur höhere Geburtenraten.
Kinderbetreuung im Kabinett,
in: DeutschlandRadio v. 18.05.

FAS-Kontroverse: Soll das Elterngeld wieder abgeschafft werden?
Das Elterngeld kostet Milliarden, der Effekt ist umstritten. Die FDP will es abschaffen, die Union nicht. Auch die FAS ist gespalten

WEIGUNY, Bettina (2011): Ja.
Geld zeugt keine Kinder,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.05.

NIENHAUS, Lisa (2011): Nein.
Geld fördert Frauenkarrieren,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.05.

Es ist noch kein halbes Jahr her, da war für den Wirtschaftsteil der FAS klar, dass das Elterngeld seine Wirkung verfehlt hat. Bettina WEIGUNY bleibt bei ihrer These vom Mitnahmeeffekt bei Akademikerpaaren und neidet ansonsten den jüngeren Familien ihr Elterngeld. Ansonsten behauptet sie anhand des Verweises auf die gleich gebliebene gesamtdeutsche Geburtenrate, dass die Wirkung des Elterngeldes, gemessen an der Geburtenrate der Akademikerinnen, ausgeblieben sei. Ihre 10 Jahre jüngere Kollegin NIENHAUS behauptet dagegen:

"Der Anteil der Frauen und Männer, die mehr als 1500 Euro Elterngeld bekamen, die also vor der Geburt gut verdient haben, ist zwischen 2008 und 2010 gewachsen: von 6,7 auf 9,5 Prozent."

Müssen diese Gutverdiener aber Akademiker sein? Das wird suggeriert, aber nicht belegt. Auf die gleiche Weise behaupten ja Gunnar HEINSOHN und Thilo SARRAZIN das Gegenteil, nur dass sie mit denjenigen Elterngeld-Empfängern argumentieren, die den Mindestsatz erhalten: alles faule geldgierige Sozialhilfemütter.

Festzuhalten ist: sowohl die Gegner als auch die Befürworter des Elterngeldes können derzeit ihre Standpunkte nicht belegen, weil die Daten dazu fehlen. Erst nächstes Jahr wird mit dem Mikrozensus 2012 erneut die Zahl der Geburten in Deutschland richtig erfasst. Danach wird man abschätzen können, welche Veränderungen es bei den Geburtenzahlen von Akademikerinnen zwischen 2008 und 2012 gegeben hat.

Klar ist aber auch: die Zensusergebnisse werden auch zu einer Revidierung der Geburtenrate führen, denn diese Zahl ist abhängig von der Bevölkerung. Wird festgestellt, dass es in Deutschland bereits heute 1 Million weniger Bürger gibt, dann bedeutet dies, dass sich die Geburtenrate erhöht, wenn davon Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind, aber auch die rohe Geburtenziffer, die gerne von Nachrichtenmagazinen im Ländervergleich benutzt werden, ändert sich. Die Auswirkungen werden sich voraussichtlich nur hinter dem Komma bemerkbar machen, aber selbst in diesem Bereich wird ja in Deutschland heftig gestritten.

HAMACHER, Sabine (2011): Nie mehr arme Kinder.
Leitartikel: Es ist Zeit für ein paar politische Umwälzungen zugunsten der Eltern. Ein Grundeinkommen für den Nachwuchs könnte Familien effektiv fördern und soziale Benachteiligungen ausgleichen,
in: Frankfurter Rundschau v. 23.05.

KOW, Anna & Kimey PFLÜCKE (2011): Kinder für die neue Mitte.
Eigentlich sollte das von der früheren Familienministerin Ursula von der Leyen eingeführte »Elterngeld« die Gleichstellung der Geschlechter bei der Kindererziehung fördern. Tatsächlich hat es bislang vor allem zur Verfestigung sozialer Unterschiede beigetragen,
in: Jungle World Nr.23 v. 09.06.

BREKER, Gerd (2011): Elterngeld ist "eine gute Maßnahme".
AWO-Mitarbeiterin über den Zusammenhang zwischen Kindersegen und staatlicher Unterstützung,
in: DeutschlandRadio v. 19.08.

DESTATIS (2011): Elterngeld steht bei Vätern und Müttern hoch im Kurs,
in: Pressemeldung des Statistischen Bundesamt Deutschland v. 06.09.

FELSCHEN, Christina (2011): Nomaden mit Elterngeld.
Reisen mit Kindern: Was machen Weltenbummler, wenn sie plötzlich zu dritt sind? Nun, weiterreisen: Ein deutsch-polnisches Journalistenpaar nutzte das Elterngeld für den Roadtrip,
in: TAZ v. 22.10.

ROTH, Steffen (2012): Wenn das Kind der Managerin mehr wert ist.
Beim Elterngeld werden sozial schwächere Bevölkerungsschichten bewusst benachteiligt,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 02.01.

NOHN, Corinna (2012): Das alte Rollenbild wird zementiert.
Auch weil das Elterngeld zu wenig zur Gleichberechtigung beiträgt, muss das Ehegattensplitting fallen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 05.03.

"sechs Millionen oft gut ausgebildete Frauen arbeiten nicht. Doch deren Nein zum Job fällt nicht ohne Zwänge. Denn nach Vergleich der Gehälter, staatlichen Zuschüssen und Kita-Gebühren merken sie schnell: Besser: Er arbeitet, und sie bleibt zu Hause", klagt NOHN.

DESTATIS (2012): Elterngeld.
Erwerbstätigkeit von Frauen führt zu höherer Väterbeteiligung,
in:
Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Wiesbaden v. 27.06.

QUADBECK, Eva (2012): Geburten trotz Zahlungen auf Tiefstand.
CDU-Abgeordneter stellt Elterngeld infrage,
in:
Rheinische Post v. 03.07.

BÖS, Nadine (2012): "Die Geburtenzahl sagt nichts über den Erfolg des Elterngeldes".
In Deutschland kommen immer weniger Kinder zur Welt. Der CDU-Fraktionschef Volker Kauder hat es deshalb in Frage gestellt. Ist das Elterngeld wirklich wirkungslos? FAZ.NET hat mit dem Demographie-Spezialisten Axel Börsch-Supan darüber gesprochen,
in:
faz.net v. 09.07.

SEIFERT, Julia (2012): Mehr Väter bleiben zu Hause.
Mittlerweile nimmt jeder Vierte von ihnen Elterngeld in Anspruch. Besonders stark steigt die Zahl der Besserverdienenden, die sich um den Nachwuchs kümmern,
in:
Welt Hamburg v. 19.07.

JALSOVEC, Andreas (2012): Weniger Geld für Eltern.
Nahezu unbemerkt hat der Bundestag das Elterngeldgesetz geändert. Ab 2013 sinkt deshalb der Zuschuss für viele Paare,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 27.07.

WINKELMANN, Ulrike (2012): Schröders Traum vom Kinde.
Angeblich mehr Akademikerkinder: Eine Politikerin wollte eine schöne Meldung: Hurra, die studierten Frauen kriegen wieder mehr Kinder. Nur leider lässt sich das so einfach gar nicht sagen,
in: taz.de v. 20.09.

SCHULZ, Stefan (2012): Das Elterngeld wirkt doch.
Geburten: Akademikerinnen bekommen wieder mehr Kinder - aber zu einem späteren Zeitpunkt im Leben. Ist die Einführung des Elterngelds für die Steigerung verantwortlich?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.09.

SIEMS, Dorothea (2012): Gefährliche gesellschaftliche Schieflage.
Weniger Geburten: Trotz Milliardenausgaben für Elterngeld, Krippenoffensive und höheres Kindergeld kommen zu wenige Kinder. Das hat fatale Folgen für die Politik und die Sozialkassen,
in: Welt Online v. 20.09.

WEHNER, Markus (2012): Kinder in Raten.
Deutschland braucht mehr Nachwuchs - hieß es lange Zeit. Jetzt soll das plötzlich kein Ziel mehr sein,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 11.11.

Markus WEHNER erzählt zuerst die Geschichte vom Tabubruch "aktiver Bevölkerungspolitik in Deutschland", die - angeblich - erst mit der Familienministerin Renate SCHMIDT im Jahr 2003 begann, von Ursula von der LEYEN fortgesetzt wurde, und nun aufgrund des ausbleibenden Anstiegs der zusammengefassten Geburtenziffer (TFR) - trotz Einführung des Elterngeldes, bei jedoch ungenügendem Ausbau der Kinderbetreuung, den das Betreuungsgeld noch dazu konterkariert - von der derzeitigen Familienministerin Kristina SCHRÖDER - zumindest vorerst rhetorisch - auf Eis gelegt wurde.

WEHNER stellt deshalb die Frage, ob Familienpolitik die Geburtenrate überhaupt beeinflussen kann. Dazu zitiert er Martin BUJARD, der von der Wirksamkeit überzeugt ist. WEHNER überwertet jedoch den Verweis auf den nationalsozialistischen Missbrauch von Geburtenförderung als Hemmnis:

"Länder, in denen nationalistische Regime Missbrauch mit der Geburtenförderung betrieben hätten, seien heute noch davon geprägt. »Sie haben auch eine deutlich niedrigere Geburtenrate als vergleichbare Länder. Das gilt für Deutschland, aber auch für Italien, Spanien oder Japan«, sagt Bujard. Das klingt nicht gerade ermutigend."

Gegen dieses Argument spricht jedoch, dass in der Schweiz, die vom nationalsozialistischen Missbrauch nicht betroffen war, ähnliche Probleme mit der Geburtenrate bestehen wie in Westdeutschland. Die Problemgrenze zieht in der Schweiz der Sprachraum, d.h. das Problem liegt in der typisch deutschsprachigen Debatte in Politik, Medien und Wissenschaft:

"Nicht der Abschluss eines Studiums sei entscheidend für Kinderlosigkeit, sagt der Soziologe Hans Bertram, sondern der Beruf. Besonders wenige Kinder haben etwa Abgeordnete und Publizisten – also auch Leute, die über Familienpolitik entscheiden oder berichten."

Die zusammengefasste Geburtenziffer ist zudem ein schlechter Indikator für die Geburtenentwicklung. WEHNER zitiert hierzu Michaela KREYENFELD:

"Bei den Untersuchungen des Instituts kommen Frauen, die in den sechziger Jahren geboren wurden, immerhin auf Raten zwischen 1,5 und 1,6 Kinder. Zwanzig Prozent von ihnen sind kinderlos. Doch sei der Anstieg der Kinderlosigkeit immerhin seit Jahren gestoppt, sagt Kreyenfeld."

Zur Kinderlosigkeit wird Martin BUJARD zitiert, der eine positive Entwicklung hinsichtlich der Geburtenrate von Akademikerinnen sieht.

Wie müsste eine "demographiebewusste Familienpolitik" aussehen? Dazu werden mit Verweis auf Holger BONIN mehrere Ansätze vorgestellt:

- Reduzierung der Kinderlosigkeit
- Förderung der Mehrkinderamilie
- Zeitpolitik, die auf das Erstgebäralter und den Geburtenabstand Einfluss nimmt

Alternativ zur Bevölkerungspolitik besteht eine Lösung des Demografieproblems in einer Steigerung der Produktivität

SCHMOLLACK, Simone (2012): Schuld ist der Perfektionismus.
Familie: Trotz Kinder- und Elterngeld und verbesserter Betreuungsangebote bleibt die Geburtenrate niedrig,
in: TAZ v. 18.12.

TRUMANN, Andrea (2013): Die geschrumpfte Familie.
Dossier: Zur Transformation des Privaten in Zeiten von Elterngeld und Minijobs,
in:
Jungle World Nr.19 v. 09.05.

Neu:
SCHAAF, Julia (2013): Die Vereinbarkeitslüge.
Wir kriegen Kind und Karriere nicht unter einen Hut und denken noch, wir wären selbst schuld. Ein Gruß zum Muttertag,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 12.05.

 
       
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 01. Dezember 2013
Update: 14. April 2017