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- GEYER, Christian (2001): Piff, paff -
der neue Mensch.
Karl Otto Hondrich sucht Josef Pieper,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung
v. 06.11.
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GEYER, Christian
(2002): Richtig schlimm wird's vor dem Kino.
Die Studie zur
Single-Existenz,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 04.02.
- GEYER, Christian
(2002): Es nervt.
Ruin einer Deutungsmacht: Harald Schmidt verfehlt den Ton,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 16.11.
- Kommentar:
Die FAZ ist tief in der Krise und GEYER darf
diese Krise eines niedergehenden Milieus zum "nationalen Notstand"
aufblasen!
Man
darf die nachfolgenden Sätze deshalb als Hilferuf an Harald SCHMIDT
interpretieren:
"Seine
Show, bislang die gültige Instanz der Bundesrepublik zur satirischen
Begleitung des Zeitgeschehens, hat vermutlich als allerletzte von
den Deutungsmächten unseres Landes zu befürchten, in die
Milliardenlöcher des wackeren Hans Eichel zu plumpsen. (...).
Natürlich steht nirgendwo geschrieben, daß sich Satire nicht auch am
Genre des nationalen Notstands abarbeiten dürfe, also durch Spott,
Ironie, Übertreibung die Protagonisten des politischen
Abrißkommandos kritisieren und verächtlich machen soll."
Harald SCHMIDT, übernehmen Sie den Fall
FAZ!
- GEYER, Christian (2003): Lauter
Stromschnellen.
Gerhard Schulze, Monteur der "Erlebnisgesellschaft" ist wieder da,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.03.
- Inhalt:
Christian GEYER verortet Gerhard SCHULZEs
"Erlebnisgesellschaft" in der
Tradition der Trendforschung von
Matthias HORX bis
Norbert BOLZ.
Aus dem neusten Werk
"Die beste aller
Welten" hat er eine "zentrale Botschaft der Diagnose-Mimikry"
heraus gelesen:
"Statt eindimensional künftig bitte
zweidimensional denken! Gemeint ist: Gemäß einer Seinssoziologie für
Angestellte, welche Schulze in Spiegelstücken entwirft, soll die
Kassiererin nicht nur kassieren ("Könnenwollen"), sondern sich dem
Kunden auch in der Begegnungsdimension widmen ("Seinwollen")".
Sein Urteil über diese
Angestelltensoziologie ist - mit Seitenhieb auf einen Kollegen -
vernichtend:
"Das ist nicht Feinsinn, wie
Ludger Heidbrink kürzlich wähnte, das ist Unsinn".
- GEYER, Christian (2004): Kinderdenker,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.01.
- Kommentar:
GEYER porträtiert den dänischen Soziologen
Gösta
ESPING-Andersen, der bei der SPD-Klausur in Weimar das zentrale
"Impuls-Referat" halten durfte.
"Er
entwirft den Sozialstaat der postindustriellen Gesellschaft
sozusagen vom Wickeltisch aus",
beschreibt GEYER den Ansatz des neuen Gurus der Sozialdemokratie.
- GEYER, Christian (2004): Adoptiert,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.12.
- Inhalt:
GEYER begrüßt den Vorstoß der Familienministerin, die
Adoptionspraxis so zu lockern, daß auch ältere Paare Kinder annehmen
können.
Bei
dieser Gelegenheit lobt er das Buch
"Das
Wunschkind" von Claus LEGGEWIE & Barbara SICHTERMANN als Plädoyer
für die soziale Elternschaft.
Damit
soll der Überschätzung der natürlichen Herkunft entgegengetreten
werden, denn das Haupthindernis des Kinderkriegens ist für GEYER der
Perfektionismus potentieller Eltern.
- GEYER, Christian (2005): Aus einem Guß.
Frau Merkels Rede vom durchregierten Deutschland,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.07.
- Kommentar:
Christian GEYER straft
Thomas STEINFELD
Lügen, wenn er bei Angela MERKEL "rhetorische Projekte" entdeckt.
Dies ist offenbar die neueste
Zerfallsform von Projekten, die Politik aus einem Guss durch
Worthülsen, Lächeln und Schweigen vortäuscht:
"Die »Politik aus einem Guß«, von der
sie oft spricht, ist (...) nichts anderes als diese Verheißung des
Durchregierens - womit zumindest auf der Ebene der politischen
Rhetorik Politik als Bürge jenes vorpolitischen »Ganzen« auftritt,
das die Linken in »Beliebigkeit zerfaserten«"
Mit "Ganzheitsemblemen" wie
Nation, Familie oder Wahrheit sollen gemäß GEYER individuelle
Sinndefizite politikfähig gemacht werden, denn:
"Die
vielfach verlorene Einheit der Welt, dieser größte anzunehmende
Modernisierungsschaden, kann zwar auch in Deutschland nicht mehr
behoben, wohl aber zivilholistisch kompensiert werden."
GEYER sieht in Peter HAHNEs
Bestseller "Schluss
mit lustig" ein Zeichen, dass für einen christlichen
GOTTESSTAAT massenhaft Bedarf besteht:
"In dieser Fibel wird eine Art
politischer Existentialismus entworfen, eine Bedienungsanleitung,
wie sich das Politische als Antwort auf Sinnbedürfnisse verstehen
und sich ein metaphysisch gehaltvolles Profil geben kann. »Gott«
soll demnach in der Gesellschaft durchregieren, das heißt laut Hahne
den einzelnen wieder »danke« sagen lehren und ihm noch andere von
den Achtundsechzigern ausgetriebene Manieren beibringen. Das
Bändchen wird, wie man im Buchhandel hört, zumeist im Mehrpack
erworben und hat sich als persönliches Orientierungsgeschenk fest
etabliert."
GEYER ist der Ansicht, dass
MERKEL die Erhöhung der Mehrwertsteuer mit einem Schuss Peter HAHNE,
Christa MEVES vom Rheinischen Merkur und dem Papst kulturell
rahmen möchte.
- GEYER, Christian (2005): Ulrich Beck.
Der Großdeuter,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.07.
- Inhalt:
Christian GEYER porträtiert den Münchner
Soziologen Ulrich BECK anlässlich des Erscheinens seines neuen
Buches
"Was zur Wahl steht". GEYER
resümiert, dass BECKs Bücher, "bei allem allem Avantgardeanspruch im
Großen, im Kleinen immer ein paar Jährchen zu spät" kommen:
"Brandts Europa-Vision etwa, die Beck
unverdrossen rekapituliert, hat seit ein paar Wochen Denkpause
eingelegt, und auch die von Beck groß geschriebenen
»Bastelbiographien« stehen derzeit schon aus Kostengründen nicht
mehr zur Wahl."
- GEYER, Christian (2005):
Kinderglück auf!
Ist Paul Kirchhof ein Frontmann gegen die Moderne?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.08.
- Kommentar:
Für wie dämlich hält uns Christian GEYER
eigentlich?
Niemand
bezeichnet Paul
KIRCHHOF als Reaktionär, nur weil er Kinder als erfüllend
betrachtet (Die
Propagierung des Kinderglücks ist -
nur nebenbei bemerkt - mittlerweile bevölkerungspolitische Doktrin).
Das
geht völlig am Problem vorbei. Das Reaktionäre an Herrn KIRCHHOF
ist, dass er allen, die nicht mit Kindern zusammen leben, ein
erfülltes Leben verweigern will.
KIRCHHOF
hat sich z.B. für ein Elternwahlrecht ausgesprochen. Als
kinderlos gelten hierbei z.B. auch Großeltern, Urgroßeltern usf.
Allen,
die nicht gerade mit kleinen Kindern im Haushalt leben - aus welchen
Gründen auch immer - wird abgesprochen, dass ihre Stimme so viel
zählt wie jene der Eltern. Als ob einzig das Leben mit Kindern
gesellschaftsfähig machen würde. Dies ist ein Weg zurück in die
Sklavenhaltergesellschaft.
Ganz
davon abgesehen, dass KIRCHHOF Kinderlosenhaushalte finanziell
schlechter stellen will als Haushaltsfamilien.
In einer
Gesellschaft, in der die multilokale Mehrgenerationenfamilie
dominiert, ist ein solcher Ansatz geradezu absurd.
Die
Vorstellungen KIRCHHOFs führen letztlich zu einer biologischen
Hierarchie: in der Oberklasse leben Eltern, die Unterklasse wird
dagegen von Kinderlosen gebildet.
Und
das soll nicht reaktionär sein?
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GEYER, Christian (2005): Ihre Welt.
Die Kanzlergattin kennt ihren Vorwurf,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 02.09.
- Inhalt:
GEYER pflichtet
SCHRÖDER-KÖPF in der Sache gegen
die kinderlose MERKEL bei:
"Frau
Merkel verkörpert mit ihrer Biographie nicht die Erfahrungen der
meisten Frauen. Die beschäftigt, wie sie Familie und Job unter einen
Hut bekommen, ob sie nach der Geburt für mehrere Jahre aussteigen
wollen oder wie sie ihre Kinder am besten erziehen. Das ist nicht
Merkels Welt."
- GEYER, Christian (2005):
Udo Di Fabios Kindermanifest.
Das Sachbuch des Jahres,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 12.09.
- Kommentar:
Christian GEYER singt ein Loblied auf das Buch
"Die Kultur
der Freiheit" von Udo Di FABIO.
Anknüpfend
an den Erfolg der
Schwarzen
Visionen in den 80er Jahren, bei denen mittels Betonung der
Wahlfreiheit die Aufwertung der Hausfrauenfamilie betrieben wurde,
bezeichnet GEYER den Ansatz von Di FABIO als "postkonventionell und
selbstbestimmt: Wir können auch anders!".
Ziel
dieser Symbolpolitik ist die Akzentuierung der Demographiedebatte
als Wertedebatte, bei der die Schaffung politischer
Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
sekundär ist.
Mittel hierzu ist "das öffentliche Sprechen über die privaten Gründe
und Gegengründe für die Lebensform Familie". Kinderlose, seht
endlich ein, dass nur Kinder ein erfülltes Leben ermöglichen, will
uns das durch die Blume sagen.
Für
GEYER ist Di FABIO ein Verbündeter im Geiste des
Paul KIRCHHOF.
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GEYER, Christian (2006): Das dritte Kind.
Steuer rumreißen: Fahrt gewinnen mit Familiensplitting,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.06.
- Inhalt:
Christian GEYER macht das Familiensplitting
schmackhaft und behauptet, dass es den unerträglichen Druck aus der
demographischen Debatte nehmen würde, wonach jetzt möglichst jede
Frau im gebärfähigen Alter gefälligst ein Kind zu bekommen habe.
Er verweist
darauf, dass die Verfassungsrichterin HOHMANN-DENNHARDT einen breiten Spielraum
für Änderungen des Ehegattensplittings sieht und bezeichnet die
Stellungnahme von Kardinal MEISNER als "Schulterschluß mit Alice
Schwarzer: eine Sternstunde der Emanzipationsgeschichte!"
Die
frohe Botschaft von GEYER lautet:
"Wer keine
Kinder will, der soll auch keine haben müssen, wer schon zwei hat,
dem sei noch ein drittes, viertes dazugegeben. So produktiv
gesplittet könnte unser Land an Fahrt gewinnen".
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GEYER, Christian (2007): Es geht um Kinder, nicht um Autos,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.02.
- Inhalt:
"Wann
begreift die Politik, dass sich über die Krippe kein Kausalnetzwerk
spannen lässt, das von der Berufstätigkeit der Frau über die
Kinderkriminalität bis zur Demographie reicht? (...). Nehmt einfach
den einen Grund ganz ernst, der für mehr Krippenplätze spricht, und
den zu gewichten eures Amtes ist: im Land eine Grundversorgung
herzustellen, die es bisher noch nicht gibt. Nur dann haben auch
jene die Wahl, arbeiten zu gehen, die sich weder Au-pair-Mädchen
noch Tagesmütter leisten können. Wo es keine Krippenplätze gibt, da
gibt es auch keine Wahl. Nicht umgekehrt",
meint Christian GEYER, der auch noch so ganz nebenbei das
Familiensplitting
abhandelt:
"Wer
keine Kinder will, kriegt auch keine, wenn Elterngeld winkt. Wer
welche will, kriegt sie trotz der sozial- und steuerpolitischen
Kinderblockadepolitik unserer Regierungen (was nicht heißt, dass
einer, der schon zwei Kinder hat, seinem Herzen noch leichter einen
Stoß zum dritten Kind gäbe, wenn - wie in Frankreich - auch
hierzulande via Familiensplitting endlich Kinder statt Ehen
steuerlich begünstigt würden, wenn Familie also ein Sparmodell
wäre)."
- Neu:
GEYER, Christian (2007):
Der gepfefferte Soziologe,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.05.
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Klappentext
"Mit überraschender Intensität
wird in der Bundesrepublik die Debatte um die neuen
Möglichkeiten der Gentechnologie und der
Reproduktionsmedizin geführt. Man spricht von einer
Revolution - mit der Erfindung des Feuers
vergleichbar. Im umkämpften Zentrum der
Auseinandersetzung stehen verbrauchende
Embryonenforschung und Präimplantationsdiagnostik.
Dabei verlaufen die Linien quer zu den
weltanschaulichen und politischen Positionen.
Biopolitik lichtet die Fülle der vorgebrachten
Argumente und dokumentiert zentrale Beiträge der
Diskussion. Klar treten die politischen, rechtlichen
und philosophischen Aspekte der aktuellen
Auseinandersetzung hervor.
Im Streit um das ethische Selbstverständnis der
Gattung, um Autonomie und Selbstbeschränkung äußern
sich hier u. a.: Elisabeth Beck-Gernsheim, Ernst
Benda, Ernst-Wolfgang Böckenförde, Andrea Fischer,
Wolfgang Frühwald, Herta Däubler-Gmelin, Horst
Dreier, Otfried Höffe, Wolfram Höfling, Hubert Markl,
Reinhard Merkel, Michael Naumann, Margot von Renesse,
Gerd Roellecke, Frank Schirrmacher, Gerhard
Schröder, Robert Spaemann, Ernst-Ludwig Winnacker."
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