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Dierk Hirschel:
Einkommensreichtum und seine Ursachen
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Dierk Hirschel
in seiner eigenen Schreibe
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Dierk Hirschel
im Gespräch
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- Neu:
SACHSE, Katrin (2004):
"Papa öffnet die Türen".
Der Ökonom Dierk Hirschel erforscht Ursachen des Reichtums. Er
begründet, warum die soziale Herkunft mehr zählt als Intelligenz,
in: Focus Nr.32 v. 02.08.
- Inhalt:
Dierk HIRSCHEL beschreibt den typischen
Reichen in Deutschland:
"Er ist männlich, lebt mit seiner
Ehefrau zusammen, hat ein bis zwei Kinder, einen Hochschulabschluss,
wohnt in Süddeutschland und arbeitet in einem Konzern, vorzugsweise
einem Produktionsunternehmen, einer Bank oder Versicherung. Ziemlich
wahrscheinlich besitzt dieser Mensch einen einflussreichen Vater,
der ebenfalls studiert hat."
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Klappentext
"Individueller Reichtum, seine
Entstehung, Funktion und Legitimation sind seit über
200 Jahren ein zentrales Thema der Nationalökonomie.
Insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Stagnation
rücken Verteilungsfragen verstärkt in den
Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Hohe
Arbeitseinkommen sind ein wesentlicher Bestandteil
individuellen Reichtums. Die unzureichende
empirische Daten- und Quellenlage zu hohen
Arbeitseinkommen ist jedoch der Steinbruch für eine
umfangreiche wirtschaftswissenschaftliche
Mythenbildung:
Hohe Arbeitseinkommen repräsentieren aus Sicht der
herrschenden Lehrmeinung einen stärkeren
Leistungswillen und somit eine höhere
Grenzproduktivität der Besserverdienenden. Hohe
Einkommensunterschiede sind Ausdruck eines
funktionierenden Anreizsystems, innerhalb dessen
hohe Einkommen eine positive Lenkungsfunktion
übernehmen. Die Legitimität von Einkommensreichtum
in kapitalistischen Gesellschaften basiert auf der
Annahme der Gültigkeit des Leistungsprinzips und der
Existenz von Chancengleichheit. »Individuelle
Leistung« und funktionale Erwägungen sollten darüber
entscheiden, ob jemand eine Position besetzen kann,
die mit hohem Arbeitseinkommen verbunden ist. Die
empirische Relevanz des Leistungsprinzips erfordert
einen starken Einfluss nicht-meritokratischer
Faktoren (Humankapital, Arbeitszeit) auf die
Einkommensentstehung.
In eklatantem Gegensatz zur Popularität dieser These
steht ihre empirische Fundierung. Die Studie des
Autors untersucht erstmals für die Bundesrepublik
Deutschland die Struktur und Bestimmungsfaktoren
hoher Arbeitseinkommen auf der Basis einer
interdisziplinären Datenbasis (Sozioökonomisches
Panel). Herausgearbeitet werden die
unterschiedlichen sozioökonomischen und
soziodemographischen Charakteristika von Reichen und
Nicht-Reichen. Durch die Analyse der
Bestimmungsfaktoren hoher Arbeitseinkommen gelingt
es, Aussagen darüber zu treffen, inwieweit es sich
hierbei um »Leistungseinkommen« handelt, oder nicht
vielmehr um das Ergebnis einer sozialen Selektion
durch soziale Herkunft oder geschlechtliche
Diskriminierung. Die Ursachen des finanziellen
Erfolgs der »Besserverdienenden« geben gleichzeitig
Auskunft über seine Legitimität."
Pressestimmen
"Die Ergebnisse von Hirschels Arbeit stellen (...)
die Relevanz von Chancengleichheit und
Leistungsprinzip ernsthaft in Frage, wodurch
wiederum die Rechtfertigung für eine ungleiche
Einkommensverteilung entfällt. (...). Der Autor
(...) enthält sich wohlweislich einer vorschnellen
Wertung und verweist auf weiteren Forschungsbedarf.
Immerhin wirft dieses überaus lesenswerte Buch noch
ein nicht zu unterschätzendes Nebenprodukt ab: Auf
gut 60 Seiten breitet der Autor die Reichhaltigkeit
bestehender Einkommenstheorien aus".
(Heinz K. Stahl in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung vom 26.07.2004)
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Rezensionen
- STAHL, Heinz K. (2004): Reich
bleibt reich.
Dierk Hirschel untersucht die Ursachen hoher Einkommen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.07.
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