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Felix Berth: Die Verschwendung der Kindheit

 
       
     
       
     
       
   

Felix Berth in seiner eigenen Schreibe

 
   

BERTH, Felix (2001): Münchner CSU-Chef fordert: Vermieter dürfen Kinder nicht diskriminieren.
Singhammer will Immobilien-Inserate verbieten, in denen kinderlose Paare und Alleinstehende bevorzugt werden,
in: Süddeutsche Zeitung v.25.04.

BERTH, Felix (2005): Deutschland, Familienland,
in: Süddeutsche Zeitung v. 12.01.

Die SZ zeigt sich angesichts der geballten Ladung konservativer Meinungsforschung völlig ignorant! Die Studien werden mit keinem Wort erwähnt, denn der SZ-Autor hat anderes im Sinn. BERTH zeigt auf, dass Deutschland zwar der Alleinverdiener-Familie europaweit die beste finanzielle Unterstützung bietet. Die Geburtenrate bleibt davon jedoch seiner Meinung nach völlig unbeeindruckt. Die Steigerung der Geburtenrate verlangt gemäß BERTH deshalb nach einer Umverteilung von der Alleinverdiener- auf die Doppelverdiener-Familie:

"Eine Million Euro für die Kinderbetreuung bewirkt mehr als fünf Millionen Euro Kindergeld".

BERTH, Felix (2005): Atlas der Familienfreundlichkeit.
Tagesthema: Eine neue Studie versucht zu zeigen, wo Deutschland für Eltern mit Kindern lebenswert ist,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.01.

Felix BERTH macht die Reformpause bis zu den Bundestagswahlen 2006 dafür verantwortlich, dass nun nur noch mit Umfragen und Studien Familienpolitik betrieben wird.

BERTH, Felix (2005): Statistik auf Erstklässler-Niveau.
Wegen schlechter Datenerhebung lässt sich die tatsächliche Kinderlosigkeit in Deutschland nicht genau beziffern,
in: Süddeutsche Zeitung v. 12.02.

Was BERTH hier betreibt, das ist die Verharmlosung eines bevölkerungsstatistischen Desasters! BERTH schreibt dazu:

"Die Ämter speichern nur die Reihenfolge der Kinder in einer Ehe. Nichteheliche Kinder - in den neuen Bundesländern werden inzwischen die Hälfte aller Kinder von ledigen Müttern geboren - gehen in die Berechnung der Kinderlosigkeit nicht ein.
Das Phänomen der hohen deutschen Kinderlosigkeit, das übrigens nur in den alten Bundesländern festzustellen ist, ist trotzdem kein Phantom."

Was BERTH hier behandelt, das hat single-generation.de bereits vor längerem als "katholische Statistik", bzw. als Problem der Normativität der deutschen Amtsstatistik angeprangert. Dies ist aber nur EIN Problem bei der Schätzung der Kinderlosigkeit in Deutschland. Die gravierende Verzerrung durch Timingeffekte wird von BERTH nicht einmal erwähnt. Denn hier geht es darum, dass die Geburtenraten der jüngeren Jahrgänge möglicherweise gar nicht so viel geringer ausfallen werden als jene der 68er-Rentner, die aus wahltaktischen Gründen aus der Schusslinie gebracht wurden. Auf keinen Fall rechtfertigen sie das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das durch unseriöses Zahlenmaterial des Bevölkerungswissenschaftlers Herwig BIRG aus der 68er-Generation zustande kam. Solange die Generation Golf dies noch nicht erkannt hat, sondern sich die 68er-Deutungen zu eigen macht, können sich unsere 68er-Bevölkerungswissenschaftler beruhigt zurücklehnen. Solange Frauen den Männern Zeugungsstreik und die Männer den Frauen Gebärstreik vorwerfen, solange können sich die 68er und ihre Epigonen ins Fäustchen lachen. Ihre Saat der Verdummung ist aufgegangen. Die Jungen zerfleischen sich selbst! Die Dokumentation auf single-generation.de zeigt jedoch, dass die Single-Lüge nicht ewig aufrecht erhalten werden kann. Was heute auf single-generation.de steht, das wird übermorgen auch in den Tageszeitungen stehen...

BERTH, Felix (2005): Verspätete Eltern.
SZ-Thema: Je länger junge Erwachsene zuhause leben, umso schwieriger wird die Familiengründung,
in: Süddeutsche Zeitung v. 26.03.

Neuerdings geraten die männlichen Nesthocker in den Blickpunkt. Bisher galt dies eher als spezifisch italienisches Problem:

"Von den 25-jährigen deutschen Männern wohnen ungefähr vierzig Prozent noch im Elternhaus - mit steigender Tendenz, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat."

Felix BERTH sieht darin Probleme für die Eigenständigkeit und für die Familiengründung. Mit Hilfe von ökonomischen Anreizen soll die Politik nach Meinung von BERTH gegensteuern. Vorbild sind hier Finnland (Eigenständigkeit) und besonders Frankreich (Steigerung der Geburtenrate).

BERTH, Felix (2005): Baby-Bonus.
Australien erhöht mit finanziellen Anreizen die Geburtenrate,
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.08.

Es gibt eine Zeitenwende in der bevölkerungspolitischen Rhetorik! Galt bislang ein demografischer Fatalismus, so kennzeichnet die demografische Rhetorik nun einen demografischen Aktionismus. Diese neue Leitlinie findet sich im Buch Schrumpfende Gesellschaft des Reaktionärs Franz-Xaver KAUFMANN. BERTH berichtet nun auf Seite 1 der SZ über Australien, wo ein positiver Anstieg der Geburtenrate um 0,03 (!) als Erfolg der Bevölkerungspolitik gedeutet wird. Für Deutschland sind solche Schwankungen in der Geburtenrate seit Jahrzehnten normal, ohne dass dies als Anstieg gedeutet worden wäre. Es muss sogar davon ausgegangen werden, dass auch in Deutschland die Geburtenrate ansteigt. Aufgrund des steigenden Erstgebäralters wird die Geburtenrate seit Jahrzehnten zu niedrig ausgewiesen. Bei den 1965 Geborenen liegt sie z.B. nicht bei 1,4, sondern bei über 1,6. Offenbar soll nun aus dem zu erwartenden Anstieg der Geburtenrate ein neuer Mythos über die Wirksamkeit von Bevölkerungspolitik abgeleitet werden. Diese politische Strategie hatte single-generation.de bereits im Jahr 2003 vorausgesehen.

BERTH, Felix (2005): Die demografischen Märchen.
Eine neue Gebärstreik-Debatte in Deutschland,
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.11.

BERTH, Felix (2005): Generation Praktikum,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.11.

BERTH kritisiert die sozial- bzw. familienpolitischen Weichenstellungen, die im Koalitionsvertrag festgeschrieben worden sind. Im Sinne von Hans BERTRAMs nachhaltiger Familienpolitik mahnt er eine Politik an, die das Nesthockertum begrenzt, und die frühe Selbständigkeit fördert.

BERTH, Felix (2005): Zu zweit allein gelassen.
Wer ohne Partner ein Kind großzieht, hat in Deutschland kaum eine Lobby,
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.12.

Felix BERTH entdeckt die Alleinerziehenden als Armutsgruppe. Dagegen sollen die Rentner zu den Reichen gehören. In beiden Fällen wäre mehr Differenzierung wünschenswert. Tanja MÜHLING weist in ihrer empirischen Untersuchung nach, dass neben den Alleinerziehenden besonders ältere Alleinlebende von Armut betroffen sind. Der Begriff "Alleinerziehende" homogenisiert sehr unterschiedliche Lebenssituationen. Wer mit einem neuen Partner in einer gemeinsamen Wohnung lebt, gehört eigentlich in die Kategorie der nichtehelichen Lebensgemeinschaft. Echte Alleinerziehenden ohne Partner dürften deshalb von Armut noch viel stärker betroffen sein als dies die Haushaltsstatistik ausweist.  

BERTH, Felix (2005): Wer zweifelt, zeugt nicht.
Warum Geburtenraten sinken und Elternratgeber boomen - Anmerkungen zur deutschen Kinderlosigkeit,
in: Süddeutsche Zeitung v. 31.12.

Felix BERTH fühlt sich angesichts der Dramatisierungen der Kinderlosigkeit - auch in der SZ - veranlasst, darauf hinzuweisen, dass in erster Linie die steigende Lebenserwartung dafür verantwortlich ist, dass die Haushalte der Kinderlosen zunehmen:

"In der scheinbar so dramatischen Zahl der kinderlosen Haushalte spiegelt sich (...) die Alterung der Gesellschaft: Wenn die Deutschen - glücklicherweise - immer länger leben, ist es kein Wunder, dass die Zahl der Haushalte mit älteren Menschen steigt und der Anteil der kleinen Kinder sinkt."

Danach beschreibt BERTH die typischen Kinderlosen anhand zweier Fallbeispiele. Die weibliche Variante ist die Kinderlosigkeit der Karrierefrau. Der Aufschub des Kinderwunsches wegen fehlendem Partner oder der Unmöglichkeit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist die Ursache, dass der Zeitpunkt, zu dem Kinder biologisch noch möglich wären, verpasst wird. Die männliche Variante ist dagegen der kinderlose Geringverdiener, der sich der Ernährerrolle nicht gewachsen fühlt. Beide Varianten versucht BERTH auf die Kultur der Selbstreflexion und damit des Zweifels zurückzuführen. Als Experten wurden Christian SCHMITT und Günter BURKART befragt. Die Lösung des Kinderproblems sieht BERTH in einer Familienpolitik, die als Sicherheitspolitik konzipiert ist. Leider vergisst BERTH, dass die Familiengründung bereits mit der Paarbildung beginnt. Wenn die Sicherheit der Familie durch die Unsicherheit des Paarlebens erkauft wird, dann wird der oder die Alleinerziehende zur Norm erhoben.

BERTH, Felix (2006): Sehnsucht nach Familie,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.02.

Felix BERTH verkündet das Ende der Ideologien in der Familiendebatte. Dies ist ein übler Scherz! BERTH baut erst einmal ein Feindbild auf, das spätestens seit Anfang der 90er Jahre nur noch ein Pappkamerad war: Der Kampf des konservativen Patriarchen gegen die linke Kämpferin. Sicher, als Vernebelung des Kampfes der Lebensstile zwischen "alter" und "neuer Mitte", waren diese Pappkameraden Motor einer Entwicklung, die im heutigen Familienfundamentalismus endete. Der Soziologe Ulrich BECK hat mit seiner Individualisierungsthese das Skript für diese Scheindebatte geliefert.

Der Paradigmenwechsel von Ulrich BECK zu Gösta ESPING-ANDERSEN ist gleichzeitig ein Wechsel von der Familien- zur Bevölkerungspolitik. Gemeinsam ist beiden jedoch die Ökonomisierung des Sozialen. Nicht das Ende der Ideologien ist gekommen, sondern nur die Ablösung einer alten durch eine neue Ideologie. Dies hat Konsequenzen, denn wir haben es mit einer neuen historischen Allianz der Besitzstandswahrer von "alter" und "neuer Mitte" zu tun. Die Folge sind Umverteilungen von unten nach oben. Die Rente mit 67 und das Elterngeld sind Ausdruck eines neuen Klassenbewusstseins. Die Zeche zahlen die Geringverdiener. ESPING-ANDERSEN schreibt dazu:

"Die viel bedeutsamere Verteilungsfrage ist intra-generationeller Natur: In allen OECD-Ländern beruht die Rentenfinanzierung gegenwärtig nicht auf Gegenseitigkeit, sondern sie ist degressiv; je mehr sie auf den Lohn- und Gehaltszahlungen beruht, desto degressiver ist sie. Denn man darf nicht vergessen, dass Langlebigkeit und Sterblichkeit nicht gleichmäßig verteilt sind. Die sozial gehobenen Schichten leben durchschnittlich etwa fünf bis sieben Jahre länger als die Durchschnittsarbeiter. Und diejenigen, die die Sonnenseite des Alterns genießen werden, sind eben jene, die das privilegierteste Leben geführt, die größten Einkommen und die meiste Lebenszeit akkumuliert haben. Es werden die Reichen sein, die sowohl hinsichtlich der Altersbezüge als auch hinsichtlich der Altenpflege profitieren."

BERTH fordert, dass Kinderlose im Rentensystem stärker belastet werden:

"Wer heute auf Nachwuchs verzichtet, muss im Alter keine Risiken fürchten. Diese Trittbrettfahrer des Systems stärker zu belasten wäre sinnvoll - schließlich verfügen sie über Geld und Zeit, die andere zur Kindererziehung benötigen."

BERTH outet sich damit als Sympathisant der Nationalkonservativen und einer Biologisierung des Sozialen. Von wem aber schreibt BERTH hier überhaupt? Doch offensichtlich nicht von den 68ern, die zwar Teil des Problems sind, sich aber gerade jeglicher Verantwortung entziehen. Betroffen werden also die Nach-68er sein. Diese sind jedoch durch die Arbeitsmarktkrisen seit Mitte der 70er Jahre, den Wertverfall von Bildungsabschlüssen und die Abschottung des ersten Arbeitsmarktes im besonderen Maße betroffen. Sie waren also gar nicht in der Lage jene Rentenansprüche aufzubauen, die BERTH hier anprangert.

Die 68er-Generation wird die letzte "reiche" Rentnergeneration mit den geringsten intra-generationellen Unterschieden in Deutschland gewesen sein. Wenn jetzt BERTH versucht die Nach-68er in Kinderlose und Eltern zu spalten, dann mag das den Staat und die Unternehmen entlasten (das ist der Hauptzweck eines katholischen Sozialstaats), nur das Problem der ungewollten  Kinderlosigkeit wird sich dadurch nicht lösen lassen.

Was nützt das Elterngeld den jungen Singles der Generation Praktikum, die ihr Dasein als Lebenspraktikanten (Nikola RICHTER) fristen? Was nützt eine Kinderbetreuung, wenn der Arbeitsplatz fehlt, der eine Familie ernähren könnte? Es gibt ja Optimisten, die behaupten, dass in Zukunft Arbeitskräftemangel herrschen wird. Dieses Argument ist ungefähr genauso alt wie die Arbeitsmarktkrise selbst! Es wird keinen generellen Arbeitskräftemangel geben, selbst bei Rückgang des Erwerbskräftepotentials. Die beste Familienpolitik ist jene, die Arbeitsplätze schafft, die eine Familie ernähren können. Wer dagegen Kinderlose bestrafen möchte, der übersieht, dass der Aufschub des Kinderkriegens kein Mentalitäts- sondern ein Strukturproblem ist. Und er erweckt die gefährliche Erwartung, dass lebenslang Kinderlose einen relevanten Beitrag zur finanziellen Entlastung von Eltern leisten könnten (Die besser verdienende, globale Elite der Kinderlosen hat längst die Exitoption gewählt). Lebenslange Kinderlosigkeit ist jedoch mittlerweile in steigendem Maße die Folge von Chancenungleichheit und fehlenden Ressourcen, wenn man die kinderlosen Karrierefrauen einmal außer Acht lässt. Oder wie es Susanne GASCHKE in ihrem Buch Die Emanzipationsfalle ausdrückt: Es handelt sich um Männer, die unzumutbar sind!

BERTH, Felix (2006): Windeln und Wachsmalkreiden.
Ein Muttertagsgruß: Warum die Zukunft der Familien weniger dramatisch ist als oft behauptet,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.05.

Die SZ bietet heute wieder Einblicke in die Dramaturgie des statistischen Ringkampfes um die Familie. Während BERTH im Politikteil das fast heile Bild der Familie zeichnet, vermeldet der Panoramateil Deutschland bei Geburten Schlusslicht. Die Meldung der Katholischen Nachrichtenagentur behauptet, dass nach der neusten EU-Statistik die deutsche Geburtenrate EU-weit die Niedrigste sei. Dies ist falsch. In der Meldung geht es nicht um die Geburtenrate, sondern um die rohe Geburtenziffer. Diese ist jedoch für internationale Vergleiche nicht aussagekräftig. Sie wird dennoch gerne zur Dramatisierung benutzt, weil sie weniger die Fruchtbarkeit der Frauen (Geburtenrate), sondern in erster Linie die Erhöhung der Lebenserwartung und damit die gesellschaftliche Altersstruktur widerspiegelt. Dagegen gibt BERTH Entwarnung:

"Weiterhin entscheiden sich knapp drei von vier Akademikerinnen für Nachwuchs; in anderen Gruppen sind es mehr".

Die neueste Hausmitteilung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung bestätigt zudem noch einmal, dass die März-Debatte der Mitte-Presse um den dramatischen Geburtenrückgang einer Falschmeldung der Welt aufgesessen ist. Nur zu gern wollten die Redakteure der Qualitätspresse glauben, was ihnen so gut zur Präsentation des SCHIRRMACHER-Pamphlets und einer Studie des Berlin-Instituts gepasst hat.

BERTH, Felix (2006): Späte Mütter.
Immer mehr Frauen bekommen erst mit 40 Jahren Kinder. Warum eigentlich?
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.05.

BERTH, Felix (2006): Das Verschwinden der großen Familien,
in: Süddeutsche Zeitung v. 16.12.

Mit Verweis auf Hans BERTRAM berichtet BERTH, dass "1975 jede dritte deutsche Familie drei oder mehr Kinder" hatte. Im Jahr 2000 war nur noch jede siebte kinderreich.

BERTH, Felix (2006): Der Mythos vom Einzelkind,
in: Süddeutsche Zeitung v. 16.12.

Mit Verweis auf Gert G. WAGNER berichtet BERTH, dass 80 % aller Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren Geschwister haben.

SZ-Thema: Demographische Differenzen.

BERTH, Felix (2006): Starthilfe für die Zögernden.
Warum das neue Elterngeld die Geburtenraten in der Bundesrepublik erhöhen kann,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.12.

BERTH, Felix (2007): Eine Rechnung für Kinder.
Wem nützt ein Familiensplitting nach französischem Vorbild - und wem nicht? Eine Steuerfahndung in acht Kapiteln,
in: Süddeutsche Zeitung v. 06.02.

BERTH, Felix (2007): Das Glück im Getümmel.
Neue Studien zeigen, dass die Betreuung in Krippen den Kindern guttut,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.02.

BERTH vergleicht die Debatten um die Kinderbetreuung in der Ära Ursula LEHR (Familienministerin 1988- 1991) und der Ära von der LEYEN. Er kommt zum Schluss, dass heute - im Gegensatz zu damals - nur noch eine Minderheit (z.B. Jochen PECHSTEIN und Christa MEVES) die Krippenerziehung für schädlich hält.

BERTH, Felix (2007): Niedrige Geburtenrate - aber viele Kinder.
Ostdeutsche Frauen bekommen bekanntlich - trotz zahlreicher Kinderkrippen und Kindertagesstätten - weniger Kinder als Westdeutsche. Aber stimmt das wirklich? Das Gegenteil ist der Fall, sagen jetzt zwei Forscher,
in: Süddeutsche Zeitung v. 23.07.

Felix BERTH referiert einen aktuellen Aufsatz von Dirk KONITZKA & Michaela KREYENFELD, in dem Mythen über das west- und ostdeutsche Geburtenverhalten widerlegt werden.

BERTH, Felix (2007): Die Deutschen wollen mehr Kinder.
Eine Studie liefert überraschende Ergebnisse: Der Trend geht zur Großfamilie. Hat unsere Familienpolitik endlich gefruchtet? Oder wollten sich die Befragten aus Imagegründen kinderfreundlicher geben als sie sind?
in: Süddeutsche Zeitung v. 26.10.

Die Aussagekraft von Studien zum Kinderwunsch ist umstritten. Nichtsdestotrotz gehören sie zum Standardinstrumentarium der Umfrageforschung. Bereits im Oktober 2006 erschien die Publikation Childbearing Preferences and Family Issues in Europe. Die Umfrage zum Kinderwunsch wurde im Februar/März 2006 in den 25 Mitgliedstaaten der EG durchgeführt. Warum berichtet BERTH erst jetzt darüber, wäre eine der Fragen, die unbeantwortet bleiben. Hängt es damit zusammen, dass die Studie den gängigen Interpretationen - insbesondere des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung - widerspricht? In Deutschland wurde die Umfrage ausgerechnet im Zeitraum vom 24. Februar bis zum 19. März 2006 durchgeführt, also mitten in der heißen Phase der Debatte um das Buch Minimum von Frank SCHIRRMACHER. Der überraschende Anstieg des Kinderwunsches, die die europäische Kinderwunsch-Studie für Deutschland feststellt, könnte also Ergebnis dieser Debatte sein.
Wenn dies so wäre, dann wäre aber auch das Gegenteil richtig, dass nämlich die Debatte um die Single-Gesellschaft - also die
Single-Lüge - dafür verantwortlich wäre, dass der Kinderwunsch in den letzten Jahren gesunken ist. Unabhängig davon ist die Frage, wie eng der Zusammenhang zwischen geäußertem Kinderwunsch und Kinderkriegen ist. Vieles spricht dafür, dass der Zusammenhang zwischen Einstellung (Kinderwunsch) und Verhalten (Kinderkriegen) weniger eng ist, als es diejenigen behaupten, die von einer Kultur der Kinderlosigkeit in Deutschland sprechen.

BERTH, Felix (2007): Ein teures System.
Wer profitiert von 10 Prozent mehr Kindergeld? Die Kinder der Armen bestimmt nicht - sie müssen von Hartz IV leben. Steinbrücks Verweigerung der Kindergeld-Erhöhung ist vernünftig,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.11.

Am Donnerstag stellte der Deutsche Kinderschutzbund, einer der Lobbyisten in Sachen Familie, seinen Kinderreport 2007 vor. Elternlobbyist Jürgen BORCHERT ist einer der Mitverfasser, der den Konflikt Eltern gegen Kinderlose forciert. Felix BERTH verteidigt in seinem Kommentar die Ablehnung einer Kindergelderhöhung mit der Begründung, dass dieses Geld als Investition in die Kinderbetreuung besser angelegt ist.

BERTH, Felix (2008): Ein Land und seine zahlreichen Geburtstage.
Viele halten das Elterngeld für das Wundermittel, doch dies ist nicht alleine der Grund für den Anstieg der Kinderzahl,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.08.

BERTH verbreitet Optimismus. Er stilisiert Dänemark zum Vorbild. Das skandinavische Land führte 1983 ein Elterngeld ein. Danach stieg gemäß BERTH die Geburtenrate innerhalb von 10 Jahren kontinuierlich von 1,38 auf über 1,8.

BERTH, Felix (2008): Unterm Strich bleibt die Hoffnung.
Im Vergleich zu Frankreich oder Island ist die Geburtenrate in Deutschland niedrig - aber jetzt kann wenigstens kaum noch einer von Kinderfeindlichkeit reden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.08.

BERTH stellt 3 Behauptungen auf, die er zu belegen versucht:

"Die Geburtenrate ist erstens unwichtig, zweitens ungenau und drittens ungeheuer interessant."

Ersteres zielt darauf ab, dass der Einfluss der Geburtenrate auf die Bevölkerungszahl eher gering ist. Der zweite Aspekt zielt auf Verzerrungen durch den sog. Tempoeffekt ab und der dritte Aspekt rankt sich um die Problemdefinition, die an spezifischen Geburtenraten festgemacht wird.

Um die Geburtenraten von 2,1 (Bestandserhaltungszahl) und 1,3 (z.B. low fertility trap, siehe Kultur der Kinderlosigkeit oder lowest low fertility, siehe New York Times Magazine) haben Demografen inzwischen wirkungsmächtige Mythen konstruiert.

BERTH, Felix (2008): Baby-Boom in München.
Im ersten Halbjahr 2007 steigt die Zahl der Geburten in der Landeshauptstadt deutlich an - das Elterngeld hat einen Anteil daran,
in:
sueddeutsche.de v. 14.11.

Für BERTH erklärt das Elterngeld die vergleichsweise hohen Geburtenzuwächse in Großstädten wie München:

"Plausibel ist (...), dass das neu eingeführte Elterngeld gerade in wohlhabenden Städten wie München Wirkung zeigt. Denn wie viel Geld Eltern vom Staat erhalten, hängt von ihrem Einkommen vor der Babypause ab. Wohlhabende Paare profitieren stärker, weshalb der finanzielle Anreiz zum Kinderkriegen in München höher ausfällt als in ärmeren Städten, wo viele Eltern nur den Elterngeld-Mindestsatz von 300 Euro bekommen."

BERTH, Felix (2008): Millionen, die keiner will.
Es war so schön geplant: Mit bis zu 150 Millionen Euro sollten Kinderkrippen in deutschen Unternehmen gefördert werden. Doch nun wird das Familienministerium das Geld nicht los,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 29.11.

BERTH, Felix (2009): Rezepte mit erfreulichen Nebenwirkungen.
Die Familienpolitik hat es offenbar geschafft, dass sich immer mehr deutsche Paare für Nachwuchs entscheiden,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 17.02.

BERTH hat bei Thomas ETZEMÜLLER nachgelesen, aber vergessen zu erwähnen, dass auch die SZ die "Angst vor dem demographischen Niedergang" kräftig mitgeschürt hat. Im März 2006 hieß es Abwärts und im Mai 2006 titelte die SZ Dreißig Jahre nach zwölf und Gustav SEIBT schwadronierte vom Raum ohne Volk. Jetzt erklärt BERTH die Bevölkerungsprognosen für unseriös, die single-generation.de schon immer kritisch hinterfragte.

BERTH, Felix (2009): Weniger Geburten trotz Elterngeld.
Statistiker melden Rückgang der Baby-Zahlen im Jahr 2008,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 10.03.

BERTH, Felix (2009): Zahlentricks der Ministerin,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 10.03.

BERTH, Felix (2009): Das verschwundene Fräulein.
Mit den Familien ändern sich die Begriffe: ein sprachhistorisches Lexikon über Eltern, Kinder und ihre Beziehungen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.04.

Das Glossar von BERTH liest sich wie zusammengegoogelt. Zum Begriff "Single (USA)" wird der Klappentext von Sex and the Single-Girl zitiert. Deutsch klingt das viel weniger sexy: Sex und ledige Mädchen.  Der Begriff "alte Jungfer" verschwindet. Mehr über den Begriffswandel und seine gesellschaftlichen Hintergründe findet man hier. Zum Single (BRD) wird ein FAZ-Leitartikel von Johannes Groß zitiert. Der Anlaß: die erste große Single-Studie im Auftrag des Spiegel wird verschwiegen.

"Bis in die neunziger Jahre werden Singles verdächtigt, egoistisch und beziehungsunfähig zu sein".

Das soll inzwischen verschwunden sein? Danach wird der Single-Begriff von BERTH entkernt, denn anders lässt sich Folgendes nicht erklären:

"statt der Singles stehen eher die Kinderlosen unter kritischer Beobachtung".

Das macht es sich entschieden zu einfach. In der politischen Debatte wurden bislang Kinderlose mit Singles im Sinne von Einpersonenhaushalten gleich gesetzt. Die Ursache lag im fehlenden Willen von Politik, Medien und Wissenschaft sich des Themas differenzierter anzunehmen. Erst nachdem die Rentendebatte zu Ende war und Kinderlose zu einem höheren Beitrag verdonnert wurden, setzten  die ersten differenzierteren wissenschaftlichen Untersuchungen ein (mehr dazu hier und hier).

BERTH, Felix (2009): Die Ritterburg auf dem Wunschzettel.
Mütter möchten mehr arbeiten, Väter weniger - doch in deutschen Unternehmen finden sie nur selten Gehör,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.04.

BERTH, Felix (2009): Kinder sind Nebensache.
Im Streik der Erzieher rückt die pädagogische Arbeit in den Hintergrund: Demnächst wird in Kitas wohl automatisch eingestellt, wer "Kinderbetreuung" korrekt buchstabieren kann,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 16.05.

BERTH, Felix (2009): Späte Kinder,
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.07.

BERTH, Felix (2009): Kinder, Kinder.
Über das Kinderkriegen wird seit langem heftig gestritten. Bekommen Akademikerinnen wirklich keinen Nachwuchs? Und kann Politik das beeinflussen? Sechs demographische Irrtümer,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.09.

Am 29. Juli veröffentlichte das Statistische Bundesamt Daten zur Kinderlosigkeit. Es ging wieder das Gespenst um, dass die Kinderlosen Schuld an der niedrigen Geburtenrate seien. Die Veröffentlichung von EUROSTAT Anfang August heizte die Diskussion noch weiter an. Redakteurinnen der WAMS mussten sogar ihre Kinderlosigkeit rechtfertigen. Heute nun zeigt sich: Trotz "Zunahme" der Kinderlosigkeit ist die Geburtenrate von 1,37 auf 1,38 gestiegen und das obwohl die absolute Geburtenziffer zurückgegangen ist. Dies ist keineswegs ungewöhnlich, sondern wurde hier des Öfteren erläutert - zuletzt anlässlich der EUROSTAT-Veröffentlichung. Felix BERTH hat nun in der Süddeutschen Zeitung 6 demografische Irrtümer aufgelistet. Am 08.11.2005 kämpfte BERTH noch gegen 8 Vorurteile, weswegen hier ein Vergleich angestellt werden soll. Was hat sich innerhalb der letzten 4 Jahre geändert?

1) Ostdeutsche Frauen bleiben häufiger kinderlos als Westdeutsche (2005). In Ostdeutschland bekommen Frauen weniger Kinder als in Westdeutschland (2009). Unter der Hand hat BERTH hier eine Akzentverschiebung vorgenommen: nicht mehr die Kinderlosigkeit, sondern die Geburtenrate ist nun der Fokus. Das Beispiel der Welt zeigt jedoch, dass mit Kinderlosenzahlen immer noch Politik betrieben wird.

2) Vierzig Prozent der Akademikerinnen haben keine Kinder (2005). Fast vierzig Prozent der Akademikerinnen bleiben kinderlos (2009). Das Thema ist zum einen von Position 2 auf 4 abgerutscht, zum anderen setzte BERTH die Akademikerinnenkinderlosigkeit 2005 mit 31 Prozent an, während es nun heißt:

"Betrachtet man die Älteren und beachtet ein paar andere demographische Feinheiten, schnurren die beeindruckenden »fast vierzig Prozent« auf gut zwanzig zusammen".

3) Die niedrigen deutschen Geburtenraten liegen daran, dass so viele Menschen kinderlos bleiben (2005). Dieser Aspekt wird fallengelassen zugunsten des Vorurteils: In Deutschland sinkt die Geburtenrate seit Jahren, deshalb ist sie die niedrigste Europas. Die Geburtenrate stand weder bei der EUROSTAT noch bei der DESTATIS-Veröffentlichung im Mittelpunkt, sondern es ging um Geburtenzahlen. Nimmt BERTH also bereits die zu erwartenden  Agenturmeldungen vorweg?

4) Wer Kinder bekommt, muss später auf Rente verzichten (2005). Entfällt!

5) Mehr als zwei Kinder werden für Eltern zur Last (2005) wird ersetzt durch die Widerlegung des Vorurteils: Südeuropäische Länder sind kinderfreundlicher als Deutschland, wobei Kinderfreundlichkeit von BERTH anhand der Geburtenrate gemessen wird. Soziologen wie Karl Otto HONDRICH oder Peter GROSS sehen das ganz anders: Kinderfreundlichkeit ist ein Produkt niedriger Kinderzahlen pro Frau.

6) Kinderlosigkeit ist für einen Mann kein Problem - er kann ja später noch Vater werden (2005). Entfällt!

7) Jüngere Männer arbeiten stärker in den Familien (2005) wird zu: Wenn viele Frauen arbeiten gehen, bekommen sie insgesamt weniger Kinder.

8) Die Datenlage zur Kinderlosigkeit in Deutschland ist miserabel (2005). Das stimmte damals:

"Das Mikrozensus-Gesetz gilt bis 2012, was allen Diskussionen über deutsche Kinderlosigkeit auch in Zukunft eine erhebliche Unschärfe belassen wird",

meinte BERTH damals. Diese Einschätzung war falsch, denn in diesem Jahr wurden erstmalig Mikrozensusdaten nach neuem Gesetz veröffentlicht. Was den Medien kaum eine Meldung wert war, obwohl die Kinderlosenzahlen prompt wesentlich niedriger ausfielen. Stellt sich abschließend die Frage: Wozu das Ganze. Beweisen möchte BERTH den neuen Punkt 2: Familienpolitik kann die Geburtenrate beeinflussen, aber weniger als das manche Familienpolitiker gerne hätten. Schließlich war die SZ ganz vorne beim Plädoyer für die Einführung des Elterngeldes. Oder anders ausgedrückt: Politik für die Mütterelite.

BERTH, Felix (2009): Der Brausekopf der Kanzlerin.
Warum die Erhöhung des Kindergeldes den Kindern nichts nutzen und den Schulen schaden wird,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.10.

BERTH, Felix (2009): Zum Wohl der Kinder.
Statt über mögliche Formen des Betreuungsgeldes zu streiten, sollte man den Kindergarten neu erfinden - mit mehr Personal und Unterstützung für bildungsferne Familien,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.11.

BERTH, Felix (2009): Das Märchen von der leeren Wiege.
Geburtenrate: Das Aussterben wird vorerst vertagt: Die Geburtenraten in den Industriestaaten steigen wieder. "Die Angst vor extrem niedrigen Geburtenraten, die seit den neunziger Jahren aufkam, ist unbegründet", sagt Joshua Goldstein vom Max-Planck-Institut für Demographie,
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.12.

BERTH, Felix (2010): Einwände aus allen Richtungen.
Koalition und Opposition lehnen neue Sparpläne beim Elterngeld ab. Familienministerin Schröder kündigt Nachbesserungen an,
in: Süddeutsche Zeitung v.
17.07.

BERTH, Felix (2010): Schröders Zumutungen,
in: Süddeutsche Zeitung v.
17.07.

BERTH, Felix (2010): Die Zeit der Politik.
Kommentar zur Kristina Schröders Familienpolitik,
in: Süddeutsche Zeitung v.
29.07.

BERTH, Felix (2010): Das verflixte fünfte Jahr.
Ehen sind stabiler als gedacht - wenn sie scheitern, dann früh,
in: Süddeutsche Zeitung v.
07.08.

BERTH, Felix (2010): Boom, Baby!
Warum viele Frauen die Kinderfrage lange Zeit aufgeschoben haben - und sie nun mit Ja beantworten,
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.12.

BERTH, Felix (2010): Die Kopftuch-Legende.
Bekommen Einwanderer mehr Kinder als Deutsche? Untersuchungen zeigen, dass die Geburtenrate von Migrantinnen seit Jahrzehnten sinkt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.12.

BERTH, Felix (2011): Neuer Anlauf.
Auch die SPD diskutiert über die Besteuerung von Familien,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.01.

BERTH, Felix (2011): Viel Lärm ums Kind.
Bund und Länder wollen es Anwohnern erschweren, gegen Spielplätze und Kitas vor Gericht zu ziehen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.01.

BERTH, Felix (2011): Möhrenbrei und Latte macchiato.
Junge Frauen bekommen wieder mehr Kinder,
in: Süddeutsche Zeitung v. 05.09.

BERTH, Felix (2011): Männer verdienen zu viel.
Das größte Hindernis für moderne Vaterrollen ist der Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern,
in: Süddeutsche Zeitung v. 01.10.

Neu:
BERTH, Felix (2011): Hilfe in der Rush-Hour des Lebens.
Wissenschaftler fordern im neuen Familienbericht für die Bundesregierung: Deutschland braucht eine Zeitpolitik für Mütter und Väter,
in: Süddeutsche Zeitung v. 29.10.

Felix BERTH berichtet über die Entgegennahme des 8. Familienberichts, dessen Forderungen hinsichtlich einer Zeitpolitik er als unbefriedigend einstuft. Er verweist  auf weitergehende Forderungen, z.B. die Abschaffung des Ehegattensplittings, die positive zeitpolitische Effekte hätte, und die Abschaffung von 400-Euro-Jobs, die gemäß Gleichstellungsbericht einer deutlichen Steigerung der Frauenerwerbstätigkeit entgegenstehen.

 
       
   

Felix Berth im Gespräch

 
   
fehlt noch
 
       
   

Die Verschwendung der Kindheit (2011).
Wie Deutschland seinen Wohlstand verschleudert

Beltz Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Immer mehr Kinder wachsen in Armut auf. Sie leben ungesund, ungefördert, unverstanden. Um sie müssen wir uns kümmern. Nicht nur aus Gründen der Fürsorge, sondern auch aus unserem eigenen Interesse: Nur so können wir Wohlstand und Sicherheit in der Bundesrepublik erhalten.

Felix Berth zeigt klar und eindrücklich, dass nur frühe Bildung gegen Kinderarmut hilft. Auf der Basis bemerkenswerter US-Studien und internationaler Vergleiche erläutert er, wieso Chancengleichheit eine Gesellschaft friedlicher und lebenswerter macht. Dabei gibt er einzigartige Einblicke in die Situation gefährdeter Familien im Jahr 2011. Er nutzt die Ergebnisse von Hirnforschern und Entwicklungspsychologen und ergänzt dies mit Einblicken in die Forschung von Ökonomen und Soziologen.

Dieses Buch will keine Angst machen vor einer verwahrlosten Unterschicht. Nüchtern beschreibt es die Spaltung, die die Republik inzwischen durchzieht. Eine Spaltung mit verheerenden Folgen:

• Jedes fünfte Kind zählt heute zu den Chancenlosen.

• Beim Schulstart haben diese Kinder enorme Defizite. Wenn Lehrer und Schulen dann zu helfen versuchen, ist es meist zu spät.

• Aus armen Kindern werden arme Jugendliche. Aus armen Jugendlichen werden arme Erwachsene – eine Dynamik, der nur wenige entkommen."

 
     
 
       
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 23. August 2011
Update: 26. August 2015