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Frank Nullmeier: Die Transformation der Sozialpolitik in der Neidgesellschaft

 
       
     
       
     
       
   

Frank Nullmeier in seiner eigenen Schreibe

 
   

NULLMEIER, Frank (2002): Vergesst die Bürgergesellschaft?!
Der Entwurf einer auf den Markt fixierten Zivilgesellschaft ist ein "Rückzugskonzept",
in: Frankfurter Rundschau v. 24.12.

Zivilgesellschaft und der Umbau des Sozialstaats in der "Single-Gesellschaft"

NULLMEIER, Frank (2003): Spannungs- und Konfliktlinien im Sozialstaat.
Gibt es neue Konfliktkonstellationen in Zeiten des Sozialstaatsumbaus?
in: Der Bürger im Staat. Der Sozialstaat in der Diskussion, Heft 4

HAMANN, Frauke & Frank NULLMEIER (2009): Nicht Vision, sondern Alptraum.
Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag? (6),

in: Frankfurter Rundschau v. 14.11.

NULLMEIER, Frank (2009): Soziale Gerechtigkeit - ein politischer "Kampfbegriff"?
in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.47 v. 16.11.

 
       
   

Die Neidgesellschaft in der Debatte

 
   
Die Neidgesellschaft: Feindbild soziale Aufsteiger und die Kritik an der "Single-Gesellschaft"

Sighard Neckel - Lebensstile in der Neidgesellschaft

 
       
   

Deutschland - eine gespaltene Gesellschaft (2006).
(herausgegeben zusammen mit Stephan Lessenich)
Frankfurt a/M: Campus

 
   
     
 

Klappentext

"Die Rede vom geteilten Deutschland lässt uns spontan an den innerdeutschen Ost-West-Konflikt denken. Doch Deutschland bietet ein Bild vielfältiger sozialer Gegensätze – ob arm versus reich, alt versus jung oder erwerbstätig versus arbeitslos. Welche Gräben durchziehen unsere Gesellschaft und wie bestimmen sie die künftige soziale Entwicklung in Deutschland?

Deutschland hallt wider von Kassandrarufen zur Zukunft der Nation. Überwiegend beruhen sie auf journalistischen Eingebungen oder dem politischen Kalkül unterschiedlicher Interessengruppen. Sozialwissenschaftliche Gegenwartsdiagnosen dagegen spielen in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle: ein Mangel, den dieses Buch beseitigt. Namhafte Autorinnen und Autoren haben in 20 pointierten Essays ein Bild der deutschen Gesellschaft gezeichnet, und zwar entlang der Gegensätze, die auch im Alltagsverständnis die Wahrnehmung der sozialen Welt prägen: arm/reich, erwerbstätig/arbeitslos, alt/jung, Eltern/Kinderlose, gläubig/ungläubig, Deutsche/Nichtdeutsche, Ost/West, Nord/Süd, Frauen/Männer, Gewinner/ Verlierer, Kapital/Arbeit u. a."

 
     
 
       
   

Die Beiträge des Buchs

  • LESSENICH, Stephan & Frank NULLMEIER: Einleitung - Deutschland zwischen Einheit und Spaltung
  • ANDREß, Hans-Jürgen & Martin KRONAUER: Arm - Reich
  • BONß, Wolfgang: Beschäftigt - Arbeitslos
  • VOGEL, Berthold: Sicher - Prekär
  • GANßMANN, Heiner: Kapital - Arbeit
  • KOHLI, Martin: Alt - Jung
  • WIMBAUER, Christine: Frauen - Männer
  • LEGGEWIE, Claus: Eltern - Kinderlose
  • SOLGA, Heike & Justin POWELL: Gebildet - Ungebildet
  • HARTMANN, Michael: Elite - Masse
  • REHBERG, Karl-Siegbert: Ost - West
  • BOHLER, Karl Friedrich & Bruno HILDENBRAND: Nord - Süd
  • HÄUßERMANN, Hartmut: Stadt - Land
  • THRÄNHARDT, Dietrich: Deutsche - Ausländer
  • BUDE, Heinz: Gläubig - Ungläubig
  • NULLMEIER, Frank: Links - Rechts
  • LESSENICH, Stephan: Beweglich - Unbeweglich
  • NECKEL, Sighard: Gewinner - Verlierer
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    Die Transformation der Sozialpolitik (1993).
    Vom Sozialstaat zum Sicherungsstaat
    (zusammen mit Friedbert W. Rüb)

    Frankfurt:
    Campus

     
       
         
     

    Klappentext

    "Die Kerninstitution des deutschen Sozialstaats ist die Sozialversicherung. Deren Umdeutung und gesetzgeberische Veränderung zu einer Einrichtung, in der die politische Gestaltung von Lebenslagen eine immer geringere Bedeutung erhält, steht im Mittelpunkt der Analyse. Die Autoren untersuchen die Wandlungen in der Sozialpolitik seit den 80er Jahren und kommen zu dem Ergebnis, daß das leistungsbezogene Versicherungsprinzip gegenüber der Idee des politisch gewollten Risikoausgleichs immer mehr an Bedeutung gewinnt. Am Beispiel der Rentenpolitik wird die schleichende, aber politisch folgenreiche Neuinterpretation von Gerechtigkeitsnormen, institutionellen Sicherungen und zukünftiger Umweltsituation deutlich gemacht"

    Inhaltsverzeichnis

    Einleitung

    Kapitel 1: Der wissenspolitologische Ansatz

    Kapitel 2: Institution, Identität und Policy-Prinzipien

    1. Die Identität der Rentenversicherung

    1.1 Sozialversicherung versus Privatversicherung
    1.2 Politischer Risikoausgleich als Funktion von Sozialversicherung
    1.3 Die Rechtsnatur der Sozialversicherung
    1.4 Die technische Form der Sozialversicherung

    2 Die Policy-Prinzipien der Gesetzlichen Rentenversicherung

    Kapitel 3: Der Transformationsprozeß

    1 Mißglückte Umstellung: Rentensanierung zwischen 1975 und 1981
    2 Konturierung von Langfristperspektiven: Rentenpolitik von 1982 bis 1986
    3 Einstieg in die systematische Stabilisierung: Die Reform des Hinterbliebenenrechts 1985
    4 Verunsicherungen: Das Vorfeld der Rentenreform 1992
    5 Erfolgreiche Transformation: Der Reformverlauf von 1986 bis 1992

    Kapitel 4: Sozialpolitische Analyse des Rentenreformgesetztes 1992

    1 Renten und Rentenfinanzierung: Das neue Steuerungskonzept
    2 Politische Neugestaltung des Lebenslaufes: Die Erhöhung der Altersgrenzen
    3 Stärkung des Versicherungsprinzips: Das Gesamtleistungsmodell
    4 Sozialer Ausgleich in der Defensive: Rente nach Mindesteinkommen
    5 Jenseits der Erwerbsarbeit: Kindererziehung und Pflege in der Rentenversicherung
    6 Kindererziehungszeiten und Sozialstaatswandel

    Kapitel 5: Schließungsstrukturen

    Kapitel 6: Öffnungsversuche

    1 Mißlungene Öffnung: Rentenpolitik in der feminstischen Diskussion (basierend auf Ausarbeitungen von Heike Budde)

    2 Die demographische Debatte

    2.1 Debattenverlauf und rentenpolitische Wendung
    2.2 Die wirtschaftsliberale Rentenopposition: Kapitaldeckungs- statt Umlageverfahren
    2.3 "Drei-Generationen-Vertrag" und Beitragsstaffelung nach Kinderzahl
    2.4 Das Schwarz-Schilling-Modell
    2.5 Beitragssatzstaffelung, Familienpolitik und Rentenexpertokratie

    3 Die CDU als Ort rentenpolitischer Konflikte

    3.1 Innerparteiliche Strömungen
    3.2 Die Frauen-Union
    3.3 CDA: Die Sozialausschüsse

    4 "Katholischer Sozialstaat" und sozialpolitische Konfliktlinien

    4.1 Verbandskatholizismus, Sozialstruktur und katholische Arbeiterbewegung
    4.2 Katholische Soziallehre als Interpretationsressource
    4.3 Sozialpolitische Konfliktlinien

    Kapitel 7: Grundlagen einer politischen Erneuerung des Sozialstaats

    1 Kritik des Versicherungsprinzips
    2 Auf dem Weg zur Staatsbürgerversicherung
    3 Neue Staatlichkeit und Optionen der Rentenpolitik

     
         
     
           
       

    Beiträge zum Thema

    Neu:
    Rente nach Kinderzahl - Der nicht erklärte Krieg gegen Singles

    Der subsidiäre Sozialstaat - Das Feindbild "Single-Gesellschaft" als Folge der Katholisierung der Berliner Republik

     
           
       

    Politische Theorie des Sozialstaats (2000)
    Frankfurt:
    Campus

     
       
         
     

    Klappentext

    "Der Sozialstaat befindet sich nicht nur ökonomisch und politisch in der Defensive. Es fehlt auch an Theorien, die schlüssig Zielsetzungen darlegen können. Diese Lücke ist nur zu füllen durch eine Bestimmung der treibenden Kräfte menschlichen Handelns. Zwischen Egoismus und Altruismus, von der Statussicherung über Distinktionsstreben zu Neid und Wetteifer - immer beruht das Handeln auf dem Vergleich und der Konkurrenz mit anderen. Politische Integration ist nicht denkbar ohne die soziale Anerkennung der Mitglieder eines Gemeinwesens. Ausgehend von einer ideengeschichtlichen Aufarbeitung sozial vergleichenden Handelns von Rousseau über Nietzsche bis zu neueren Theorien der Differenz und Agonalität setzt der Autor sich mit den verschiedenen Sozialstaats- und Gerechtigkeitskonzepten u.a. bei Habermas und Rawls auseinander und entwirft eine Theorie des Sozialstaats, deren Zentralbegriff die Wertschätzung ist."

    Inhaltsverzeichnis

    I Einleitung: Sozialstaat zwischen "Neid" und "Wettbewerb"

     II Die Welt sozialen Vergleichens: Rousseaus "amour-propre"

    1 Entstehungsgeschichte des sozialen Vergleichens
    2 Überwindung des "amour-propre"

    III Neid und Ressentiment

    1 Aristokratischer Liberalismus und demokratischer Neid
    2 Ressentiment
    3 Neid und Gerechtigkeit
    4 Ressentiment und Differenz
    5 Neid in der Ökonomie und in Rational Choice-Theorien
    6 Sozialpsychologie, sozialer Vergleich und Selbstwert

    IV Wetteifer und Wettbewerb

    1 Wetteifer und Agonalität
    2 Ökonomischer Wettbewerb
    3 Soziologischer Agonismus
    4 Kompetitive Interaktionsorientierungen

    V Komparative Orientierungen

    1 Typus und Modus
    2 Typologie der Handlungsorientierungen
    3 Motivationskultur und Orientierungswandel

    VI Sozialstaat und soziale Wertschätzung

    1 Normative Theorie und komparative Orientierungen
    2 Sozialstaatsbegründungen
    3 Zu einer politischer Theorie des Sozialstaats

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    WIGGERSHAUS, Rolf (2000): Das soziale Vergleichen als treibende Kraft.
    Am Anfang war der Neid. Der Hamburger Politologe Frank Nullmeier legt eine anthropologische Theorie des Sozialstaates vor,
    in: Tages-Anzeiger v. 12.10.

    LAMLA, Jörn (2001): Frank Nullmeier: Politische Theorie des Sozialstaats,
    in:
    Soziologische Revue, 24.Jg, Heft 1, Januar

     
       

    weiterführende Links

     
         
       
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 05. Februar 2001
    Update: 09. Januar 2011