Einleitung: Sozialpolitik als
Wissenschaftlicher Gegenstand
1.
Ursachen und Wirkungen
2. Kürzere oder längere Zweckreihen
3. Gut und Böse
4. Unsere Väter hatten es leichter
5. Quantität und Qualität
Erster
Teil: Die Gesellschaftlichen Ursachen der Sozialpolitik
I. Die
Ausgangsposition
II. Die
neuen Arbeits- und Lebensformen
1. Die
Binnenwanderung
2. Neue Formen der Arbeit
3. Die neuen Formen des Einkommens
4. Familienstruktur und Sozialpolitik
5. Die Verlustliste
III. Die
Wirtschaftlichen Voraussetzungen
1. Die
Wohlstandsmehrung
2. Marktabhängige Arbeitnehmer
3. Die europäische Position
4. Sozialpolitik und Massenkaufkraft
5. Der Wirtschaftstypus als Dominante der sozialen Politik
IV. Die
geistigen Voraussetzungen
1. Der
Fortschrittsglaube
2. Das Ideal der Gleichheit und die Nivellierungstendenz
3. Die Herkunft der Sozialpolitik aus der Arbeiterfrage
V. Die
Vorgefundene Formenwelt
1.
Konkurrierende Möglichkeiten
2. Die Nutzleistung der Formen
VI.
Zusammenfassung: Über die Entstehungsgründe der
Sozialpolitik
Zweiter
Teil: Die gestaltende Wirkung der entfalteten Sozialpolitik
Einleitung
I. Die
Umwandlung der Arbeits- und Lebensformen
1. Das
Arbeitsverhältnis
2. Die Sozialpolitik verändert die Lebensformen
3. Die Kehrseite der Medaille
4. Neue Lebensdaten für alle
II. Die
Wirkung der Institute
1. Die
geschichtliche Funktion
2. Die Ausbildung der Institute als öffentliche Verwaltungen
3. Die Entwicklung der Philosophien
III.
Wirtschaft und Finanzen
1. Die
Kosten der Sozialpolitik
2. Die Aufbringung der Mittel
3. Die zweite Einkommensverteilung als volkswirtschaftliches
Phänomen
4. Prinzipien der Finanzierung
IV. Die
Wirkungen der entfalteten Sozialpolitik auf die Gesellschaft
1.
Sozialpolitik und Klassengegensätze
2. Sozialpolitik und Gesellschaftskrise
3. Kollektivismus und Individualismus
4. Der Machtzuwachs des Staates
5. Fragen an die Zukunft
Enzyklopädisches Stichwort: Sozialpolitik
Zitate:
Die
Verstädterung und der Volkstod
"Der
alteingefleischten Vorstellung von der Ungesundheit der
Städte geht die Meinung der Dichter parallel, die wie R. M.
RILKE die Verworfenheit des großstädtischen Daseins
überhaupt zu bezeichnen pflegten, bis hin zu OSWALD
SPENGLERs »Physiognomik der Weltstädte«. Die Geburtenarmut
der großen Städte, so argumentierte man, müsse, wenn diese
Städte einen immer größeren Teil der Bevölkerung in sich
bergen, die Gefahr des »Volkstods« unmittelbar
herbeiführen". (S.28)
Junge Familien als benachteiligte Gruppe auf dem
Wohnungsmarkt
"Nach
rund dreißig Jahren Kündigungsschutz ist (...) die
Verteilung der Wohnungen, wenn man von dem Bedarf der jungen
Familie mit Kindern als dem biologisch vordringlichsten
Bedarf ausgeht, geradezu auf den Kopf gestellt: Die alten
Leute, deren Kinder außer Hause sind, sind oft die
Hauptmieter, die jungen Familien mit kleinen Kindern
vielfach die Untermieter". (S.89)
Die
Entmündigung von Kinderlosen und kinderarmen Frauen durch
den Wohlfahrtstaat
"Ist nun
die Abwanderung von Verantwortungen auf neue kollektive
Träger der sozialen Sicherheit tatsächlich mit der
wachsenden Entmündigung der Einzelperson oder des einzelnen
Haushalts identisch?
(...).
(Es) ließe sich zugunsten der Entmündigungstheorie (...) auf
die kinderlose und kinderarme Mutter von heute verweisen,
der alle ernsthaften Lebenssorgen abgenommen sind, die
vielleicht Kaffeetante oder Klatschbase werden, ins Kino
laufen, Reibungen und Katastrophen geradezu herbeiführen muß,
um sich nicht zu langweilen." (S.98f.)