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Hans Achinger: Sozialpolitik als Gesellschaftspolitik

 
       
   
  • Kurzbiografie

    • 1899 in Elberfeld geboren
    • Studium der Nationalökonomie
    • 1958 Buch "Sozialpolitik als Sozialpolitik"
 
       
   

Sozialpolitik als Gesellschaftspolitik (1958).
Von der Arbeiterfrage zum Wohlfahrtsstaat
Hamburg: Rowohlt (vergriffen)

 
   
 
 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Sozialpolitik als Wissenschaftlicher Gegenstand

1. Ursachen und Wirkungen
2. Kürzere oder längere Zweckreihen
3. Gut und Böse
4. Unsere Väter hatten es leichter
5. Quantität und Qualität

Erster Teil: Die Gesellschaftlichen Ursachen der Sozialpolitik

I. Die Ausgangsposition

II. Die neuen Arbeits- und Lebensformen

1. Die Binnenwanderung
2. Neue Formen der Arbeit
3. Die neuen Formen des Einkommens
4. Familienstruktur und Sozialpolitik
5. Die Verlustliste

III. Die Wirtschaftlichen Voraussetzungen

1. Die Wohlstandsmehrung
2. Marktabhängige Arbeitnehmer
3. Die europäische Position
4. Sozialpolitik und Massenkaufkraft
5. Der Wirtschaftstypus als Dominante der sozialen Politik

IV. Die geistigen Voraussetzungen

1. Der Fortschrittsglaube
2. Das Ideal der Gleichheit und die Nivellierungstendenz
3. Die Herkunft der Sozialpolitik aus der Arbeiterfrage

V. Die Vorgefundene Formenwelt

1. Konkurrierende Möglichkeiten
2. Die Nutzleistung der Formen

VI. Zusammenfassung: Über die Entstehungsgründe der Sozialpolitik

Zweiter Teil: Die gestaltende Wirkung der entfalteten Sozialpolitik

Einleitung

I. Die Umwandlung der Arbeits- und Lebensformen

1. Das Arbeitsverhältnis
2. Die Sozialpolitik verändert die Lebensformen
3. Die Kehrseite der Medaille
4. Neue Lebensdaten für alle

II. Die Wirkung der Institute

1. Die geschichtliche Funktion
2. Die Ausbildung der Institute als öffentliche Verwaltungen
3. Die Entwicklung der Philosophien

III. Wirtschaft und Finanzen

1. Die Kosten der Sozialpolitik
2. Die Aufbringung der Mittel
3. Die zweite Einkommensverteilung als volkswirtschaftliches Phänomen
4. Prinzipien der Finanzierung

IV. Die Wirkungen der entfalteten Sozialpolitik auf die Gesellschaft

1. Sozialpolitik und Klassengegensätze
2. Sozialpolitik und Gesellschaftskrise
3. Kollektivismus und Individualismus
4. Der Machtzuwachs des Staates
5. Fragen an die Zukunft

Enzyklopädisches Stichwort: Sozialpolitik

Zitate:

Die Verstädterung und der Volkstod

"Der alteingefleischten Vorstellung von der Ungesundheit der Städte geht die Meinung der Dichter parallel, die wie R. M. RILKE die Verworfenheit des großstädtischen Daseins überhaupt zu bezeichnen pflegten, bis hin zu OSWALD SPENGLERs »Physiognomik der Weltstädte«. Die Geburtenarmut der großen Städte, so argumentierte man, müsse, wenn diese Städte einen immer größeren Teil der Bevölkerung in sich bergen, die Gefahr des »Volkstods« unmittelbar herbeiführen". (S.28)

Junge Familien als benachteiligte Gruppe auf dem Wohnungsmarkt

"Nach rund dreißig Jahren Kündigungsschutz ist (...) die Verteilung der Wohnungen, wenn man von dem Bedarf der jungen Familie mit Kindern als dem biologisch vordringlichsten Bedarf ausgeht, geradezu auf den Kopf gestellt: Die alten Leute, deren Kinder außer Hause sind, sind oft die Hauptmieter, die jungen Familien mit kleinen Kindern vielfach die Untermieter". (S.89)

Die Entmündigung von Kinderlosen und kinderarmen Frauen durch den Wohlfahrtstaat

"Ist nun die Abwanderung von Verantwortungen auf neue kollektive Träger der sozialen Sicherheit tatsächlich mit der wachsenden Entmündigung der Einzelperson oder des einzelnen Haushalts identisch?
(...).
(Es) ließe sich zugunsten der Entmündigungstheorie (...) auf die kinderlose und kinderarme Mutter von heute verweisen, der alle ernsthaften Lebenssorgen abgenommen sind, die vielleicht Kaffeetante oder Klatschbase werden, ins Kino laufen, Reibungen und Katastrophen geradezu herbeiführen muß, um sich nicht zu langweilen." (S.98f.)

 
 
 
       
   
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