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MARTENSTEIN, Harald (1998): Helmuts
Welt.
Versuch, sich an den Beginn der Zeit von Bundeskanzler Kohl zu
erinnern,
in: Tagesspiegel v. 25.08.
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MARTENSTEIN sieht die ersten Jahre von Helmut KOHL
durch den Titel von Cora STEPHANs Buch
Ganz
entspannt im Supermarkt auf den Punkt gebracht. |
MARTENSTEIN, Harald (1999):
"Tristesse Royale".
Ein Aufstand junger Männer,
in:
Tagesspiegel v.
13.11.
MARTENSTEIN, Harald (1999): Bier
fünf,
in:
Tagesspiegel v.
01.12.
MARTENSTEIN, Harald (1999):
Intellektuelle und andere Raucher,
in:
Tagesspiegel v. 01.12
MARTENSTEIN, Harald (2001): Die neuen
Väter.
Männer am Rande
des Kinderzimmers - Ein Kommentar,
in:
Tagesspiegel v. 07.03.
MARTENSTEIN
nimmt das
Interview der SZ vom 05.06.2001 mit Renate KÜNAST und den
Imagewandel der Grünen zum Anlass, um den Wandel von der "individualisierten
Single-Gesellschaft"
zur Gesellschaft der Neuen-Mitte-Familie nachzuzeichnen:
"Es ist wirklich
erst ein paar Jahre her - damals hießen die Modewörter 'Yuppie',
'Selbstverwirklichung' und 'Erlebnisgesellschaft'.
Das waren die Achtziger, das Ego-Jahrzehnt, in dem auch die Grünen
groß wurden. Später kam die
Leitfigur des jungen, selbstverständlich ungebundenen und
kinderlosen Internet-Unternehmers
dazu, der sein Leben ganz der Firma opfert. Mit vierzig ist er
Millionär oder tot. Inzwischen hat der Wind sich gedreht. Die
Gesellschaft hat nicht nur die Kinder als Thema wieder entdeckt
(man braucht sie schließlich, aus
demographischen Gründen).
Es tauchen wieder Begriffe wie 'Familie', 'Verantwortung' oder
'Gemeinschaft' auf, bei Personen, von denen man es nicht erwartet
hätte. Egoismus ist nicht mehr modern."
Die
Zukunft der Grünen: Von der Single- zur Familienpartei oder die
neueste Revolte aus deutschen Pfarrhäusern |
MARTENSTEIN,
Harald (2001): Von Kindern lernen,
in:
Tagesspiegel
v. 17.07.
MARTENSTEIN berichtet über die
LBS-Studie von
Wassilios FTHENAKIS.
MARTENSTEIN, Harald (2001):
Der Tag der Entscheidung.
Manche sagen: Die Spaßgesellschaft ist jetzt zu
Ende. Aber das geht gar nicht. Ohne Spaß bricht alles zusammen - die
Wirtschaft, unser Selbstbild, unsere Kultur. Zu Ende ist etwas ganz
anderes,
in:
Tagesspiegel
v. 21.10.
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Für
MARTENSTEIN sind am 11. September nicht die "Apologeten der
Spaßgesellschaft widerlegt worden, sondern die neoliberalen
Propheten der Globalisierung". Deshalb ist eine Repolitisierung
der Öffentlichkeit wahrscheinlicher als das Ende der
Spaßgesellschaft.
Das Ende der
Spassgesellschaft - Kulturkämpfe in der Popmoderne |
MARTENSTEIN, Harald (2001): Vom
Stürmer zum Verteidiger.
Das neue
Feuilleton bewahrt Werte - vor allem den Wert der Ironie,
in: Tagesspiegel
v. 15.12.
MARTENSTEIN
sinniert über den Wert des Debattenfeuilletons nach dem 11.
September.
Während Hans
Ulrich GUMBRECHT das Feuilleton als edelste Blüte der
Spassgesellschaft bezeichnet, die "intellektuelle Lebenshilfe
und gehobene Unterhaltung" bietet, ist das MARTENSTEIN entschieden
zu wenig.
Zwar ist nach dem
11. September offensichtlich nicht alles ganz anders als vorher,
denn:
"Jeder sagte genau das, was er oder sie immer sagt. Die
Kritiker der Spaßgesellschaft kritisierten die Spaßgesellschaft".
Aber etwas hat
sich geändert: das Gefühl der Bedrohung ist hinzugekommen und
damit muss nach Meinung von MARTENSTEIN das Feuilleton vom
"Wertezertrümmerer" zum Wertewächter bzw. Sinnstifter werden.
Offensichtlich
handelt es sich hier um eine grasse Fehleinschätzung, denn das
Zeitungsfeuilleton war seit den 1980er Jahren kein
"Wertezertrümmerer" mehr, sondern bereits "Wertewächter" geworden.
Die so genannte Streitkultur, diente nur der Normalisierung jener
vom Privatfernsehen "zertrümmerten Werte".
Inzwischen ist
das Privatfernsehen selbst wiederum zum Verteidiger der Werte
geworden und das Internet hat als neuestes Medium die Rolle der
Wertezertrümmerung übernommen.
Für
die Kontroverse Familien contra Singles lässt sich eindeutig
belegen, dass Singles im Feuilleton der überregionalen Zeitungen
keinen Anwalt besitzen.
Stattdessen
inszenieren Familienväter oder Mütter als Pseudoanwälte von
Singles eine
Scheindebatte,
die Singles ins gesellschaftliche Abseits drängen soll. |
MARTENSTEIN, Harald (2002): Politik
nach Kindchenschema.
Verheiratet, urban, ein
Kind – unser Autor wird von den Parteien umworben. Noch nie wurde
den Familien so viel versprochen wie vor dieser Wahl. Ein
Familienvater hat die Kandidaten in seinem Wahlkreis gefragt: Was
tun Sie für mich, wenn ich Sie wähle?,
in: Tagesspiegel v.
06.09.
MARTENSTEIN, Harald (2002): Ist Hallenski ein Menschenrecht?
Nach dem 11. September, vor den Wahlen: Warum die
Spaßgesellschaft bei manchen verhasst ist - und trotzdem
triumphiert,
in: Tagesspiegel v. 15.09.
MARTENSTEIN verteidigt die Spaßgesellschaft gegen
ihre Verächter und erklärt das Proletariat zum kulturellen Sieger
der Spaßgesellschaft. Die Rolle der Elite und ihr Verhältnis zu
den Massen beschreibt er folgendermaßen:
"Wer zur Elite der
einflussreichen Meinungsmacher gehören möchte, wer geistige Macht
gewinnen will, der muss sich den Maßstäben, dem Geschmack und der
Tonlage der Masse anpassen. Verliert die Gesellschaft dadurch ihre
Innovationskraft, wird sie statisch? Erstaunlicherweise nicht.
Denn der Massengeschmack ist wandelbar, er reagiert sensibel vor
allem auf die Charakterrolle des „Rebellen“. Wo ein halbwegs
glaubwürdiger „Rebell“ auftaucht, dort bewegt sich der Geschmack
früher oder später hin, meistens jedenfalls. Die Spaßgesellschaft
hat Verwendung für alles Mögliche, nur die Charakterrolle des
Aristokraten ist ihr fremd, desjenigen, der den Betrieb aus der
Distanz betrachtet, der nicht dazu gehören will und sich trotzdem
als Elite empfindet. Die Angepassten und die Rebellen – so heißen
die beiden Hauptrollen in der Spaßgesellschaft. Die einen biedern
sich an, die anderen riskieren etwas."
Das
Ende der Spaßgesellschaft - revisited |
Family-Gentrifier Harald MARTENSTEIN freut sich ganz und gar
nicht, dass junge Singles nach Berlin ziehen.
Die Jugend ist für eine
Übergangszeit ein Auslaufmodell - also sollte sich jede Stadt
freuen, dass sie für junge Singles attraktiv ist.
MARTENSTEIN hat jedoch die völlig
unbegründete Angst, Berlin könnte zur
Hauptstadt der jungen
Singles werden:
"Mit Kindern geht es weiter, ohne
Kinder ist irgendwann Schluss. Berlin, die Stadt, die immer
weniger Kinder hat, lebt ganz im Rausch des Heute. Es ersäuft
seine Zukunft in einem Meer aus Schulden, es kümmert sich zu wenig
um seine Schulen, ist aber der neue deutsche Meister im
Partyfeiern".
MARTENSTEIN - bisher als
Verteidiger der Spassgesellschaft bekannt - outet sich als Gegner
der Spassgesellschaft, sobald sie vor seiner Haustür stattfindet
und nicht nur im Fernsehen!
Dienstleistungsmetropole Berlin - Die Hauptstadt der Singles? |
MARTENSTEIN, Harald (2005): Zwei linke
Hände.
Was bleibt: Kulturell ist Rot-Grün eine Erfolgsgeschichte –
politisch haben es die Achtundsechziger nicht geschafft,
in: Tagesspiegel v. 06.06.
Harald MARTENSTEIN zieht ernüchtert Bilanz:
"Ich gehöre zu dieser
Generation, besser gesagt: zu dieser sozialen Gruppe, die jetzt
wahrscheinlich abgewählt wird.
Wir sind wie ein Stamm, wir erkennen einander an Verhaltensweisen
oder Äußerlichkeiten, ähnlich wie Ostdeutsche oder
Großbürgerkinder einander erkennen.
Man hat an WG-Tischen
gesessen, Beziehungsdebatten geführt, in K-Gruppen gewirkt ...
Wir sind
kulturell geprägt, auch wenn viele von uns inzwischen politisch
ganz anders denken, oder sogar, wie ich, keine Angst mehr vor der
CDU haben.
Im Grunde, behaupte ich, war
Achtundsechzig eher eine kulturelle als eine politische Bewegung.
Es ging, wie man heute sagen würde, um einen neuen Lifestyle, der
sich auch unwiderruflich durchgesetzt hat, um Veränderungen im
Verhältnis zwischen den Geschlechtern, der Umgangsformen, um
Sexualität, um eine Liberalisierung des alltäglichen Lebens – das
alles ist auch politisch, das stimmt, aber eben nicht politisch im
engeren, konkreten Sinn, nicht politisch im Sinne einer
Regierungspolitik.
Man muss sich noch einmal die
Programme und die Flugblätter der damaligen Zeit in Erinnerung
rufen. Fast alle Westdeutschen, die unter Rot-Grün etwas wurden,
kamen ja aus
K-Gruppen oder von den
Spontis
oder den Jungsozialisten."
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MARTENSTEIN, Harald (2005): Im
Auge des Flamingos.
"Park Avenue" ähnelt mehr Grzimeks Zeitschrift "Das Tier" als
"Vanity Fair",
in: Tagesspiegel v. 07.06.
Alexander von SCHÖNBURGs neuestes
Produkt heißt Park Avenue. Harald MARTENSTEIN findet darin nur
hübsche Fotos:
"»Park Avenue« gehört zu den
Heften, in denen man den Anzeigenteil vom redaktionellen Teil nur
schwer unterscheiden kann, mit schönen Fotos und Texten von
bekannten Autoren, bei deren Lektüre man aber oft denkt: »Das hat
er jetzt ganz schnell für viel Geld und mit relativ wenig
Leidenschaft geschrieben. Normalerweise ist er besser.» (...).
Die Geschichten sind oft recht
seltsam geschrieben, so, als ob die Autoren total zugekokst
gewesen wären."
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MARTENSTEIN, Harald (2005): Bürger oder Bettelmann.
Was schulden die Reichen den Armen? Schulden sie ihnen überhaupt
etwas? Eine soziale Gewissensforschung,
in: Tagesspiegel v. 26.08.
Die neueste Kolumne von Harald MARTENSTEIN
beschäftigt sich mit der Website www.single-generation.de. Da
Herr MARTENSTEIN kein Angehöriger der Internet-Generation ist, sondern der
Single-Generation, hat
er den Überblick verloren. Wir geben aber gerne zu, dass es
aufgrund des Umfanges durchaus nicht immer einfach ist, den
Überblick zu wahren. Wir
klären deshalb Herrn MARTENSTEIN hier auf. Davon können natürlich
auch andere Besucher profitieren. Autoren,
die auf der Website single-generation.de aufgeführt sind,
sind nicht automatisch Angehörige der Single-Generation, wie
MARTENSTEIN zu glauben scheint:
"Dann
habe ich nachgeschaut, welche anderen Autoren außer mir auch noch
Theoretiker der Single-Generation sind. Es sind fast alle Autoren,
die ich kenne. Sowohl lebende als auch tote. Unter anderem gehören
Benjamin Lebert (Jahrgang 1982), Peter Handke (Jahrgang 1942) und
Georges Simenon (Jahrgang 1903) dazu.
Da
dachte ich: Das ist ja die Königin der Generationen. Die
Single-Generation umfasst Menschen zwischen 23 und 102!".
Benjamin
LEBERT z.B. wird als
Angehöriger der Generation @
gelistet, also jener Generation, die nach der
Generation
Golf (1965 - 1975 Geborene)
kommt. Peter
HANDKE dagegen gehört der
68er-Generation
an (1937 - 1947 Geborene) und Georges SIMENON gehört zur
Vor-68er-Generation. Die
Single-Generation
umfasst dagegen die 1948 - 1964 Geborenen. Für diese Jahrgänge
gibt es auch Begriffe wie
78er-Generation (Reinhard MOHR)
oder
Generation Berlin
(Heinz BUDE). Da
es auf der Website single-generation.de jedoch im Kern um
Lebensformen, speziell um die Kontroverse Familien gegen Singles
geht, ist diese Abgrenzung durchaus gerechtfertigt. Der
stärkste Anstieg der Singlezahlen
fällt in jenen Zeitraum, in dem die genannten Jahrgänge ihr Jugend
bzw. Postadoleszenz durchlebten. Seitdem stagnieren die Zahlen,
auch wenn das Familienfundamentalisten anders sehen. Auf der
Startseite von single-generation.de
wird diese Abgrenzungsstrategie erläutert und eine
Einführung in die Generationendebatte
bietet weitere Hintergrundinformationen.
"Bei
Besuchen im Internet habe ich wiederholte Male festgestellt, dass
ich auf einer Internet-Seite als »Theoretiker der
Single-Generation« geführt werde. Dabei bin ich, streng genommen,
gar kein Single."
Auf
der Website
single-dasein.de und
single-generation.de wird u. a. den
Absurditäten des Single-Begriffs nachgegangen.
Irgend eine Definition findet sich quasi für
jeden. Hier
geht es jedoch in erster Linie um den
Single-Begriff, der vom Statistischen
Bundesamt in Wiesbaden verordnet wird.
Doch selbst dieser - nur scheinbar exakte - Begriff bietet immense
Interpretationsspielräume wie die politische Debatte immer wieder
beweist. Zuletzt
kommen wir zum eigentlichen Anliegen von Herrn MARTENSTEIN:
"Eine
andere Liste nennt die »Songs der Single-Generation«, quasi
die Singles der Singles, es beginnt mit Sound of Silence
von Simon and Garfunkel. Diese Single habe ich mal besessen.
Trotzdem musste ich feststellen, dass ich aus der Liste der
»Theoretiker der Single-Generation« gestrichen bin. Peter Handke
ist noch drin. Das finde ich nicht gut."
Bisher
meldeten sich Autoren, die sich von uns "vernachlässigt" gefühlt
haben per Email und schrieben keine Kolumnen. Wir freuen uns aber
auch über diese Form der Mitteilung. Herr
MARTENSTEIN ist auch nicht wirklich aus der Liste gestrichen
worden. Die Liste wurde nur irgendwann einmal zu lang, weshalb sie
geteilt worden ist. Es gibt nun für die Autoren der
Single-Generation (Theoretiker heißt es nur noch auf längere Zeit
nicht aktualisierten Seiten) eine
Liste der Schriftsteller
und eine Liste der
Sachbuchautoren & Wissenschaftler. Auf letzterer ist Herr
MARTENSTEIN immer noch zu finden.
Die
Single-Generation - Ein Manifest |
MARTENSTEIN, Harald (2010): Hegemann und Airen im Textvergleich.
Harald Martenstein wundert sich über den
Literaturskandal um Helene Hegemann. Er findet, sie hat den Text des
Bloggers Airen verbessert,
in: ZEIT-Magazin Nr.10 v. 04.03.
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