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Harald Martenstein: Die Spaßgesellschaft als zeitgemäße Leistungsgesellschaft

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1953 in Mainz geboren
    • 2001 Buch "Wachsen Ananas auf den Bäumen"
    • 2007 Roman "Heimweg"
    • 2007 Buch "Männer sind wie Pfirsiche"
    • 2008 Buch "Der Titel ist die halbe Miete"
    • 2010 Roman "Gefühlte Nähe"
    • 2011 Buch "Ansichten eines Hausschweins"
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    • Redakteur beim Berliner Tagesspiegel
 
       
     
       
   

Harald Martenstein in seiner eigenen Schreibe

 
   

MARTENSTEIN, Harald (1998): Helmuts Welt.
Versuch, sich an den Beginn der Zeit von Bundeskanzler Kohl zu erinnern,
in: Tagesspiegel v. 25.08.

  • MARTENSTEIN sieht die ersten Jahre von Helmut KOHL durch den Titel von Cora STEPHANs Buch Ganz entspannt im Supermarkt auf den Punkt gebracht.

MARTENSTEIN, Harald (1999): "Tristesse Royale".
Ein Aufstand junger Männer,
in:
Tagesspiegel v. 13.11.

Tristesse Royale - Manifest des popkulturellen Quintetts

MARTENSTEIN, Harald (1999): Bier fünf,
in: Tagesspiegel v. 01.12.

MARTENSTEIN, Harald (1999): Intellektuelle und andere Raucher,
in:
Tagesspiegel v. 01.12

MARTENSTEIN, Harald (2001): Die neuen Väter.
Männer am Rande des Kinderzimmers - Ein Kommentar,
in:
Tagesspiegel v. 07.03.

MARTENSTEIN, Harald (2001): Ein Herz für Kinder.
Über das neue Lieblingsthema der Grünen,
in: Tagesspiegel v. 06.06.

MARTENSTEIN nimmt das Interview der SZ vom 05.06.2001 mit Renate KÜNAST und den Imagewandel der Grünen zum Anlass, um den Wandel von der "individualisierten Single-Gesellschaft" zur Gesellschaft der Neuen-Mitte-Familie nachzuzeichnen:

"Es ist wirklich erst ein paar Jahre her - damals hießen die Modewörter 'Yuppie', 'Selbstverwirklichung' und 'Erlebnisgesellschaft'. Das waren die Achtziger, das Ego-Jahrzehnt, in dem auch die Grünen groß wurden. Später kam die Leitfigur des jungen, selbstverständlich ungebundenen und kinderlosen Internet-Unternehmers dazu, der sein Leben ganz der Firma opfert. Mit vierzig ist er Millionär oder tot. Inzwischen hat der Wind sich gedreht. Die Gesellschaft hat nicht nur die Kinder als Thema wieder entdeckt (man braucht sie schließlich, aus demographischen Gründen). Es tauchen wieder Begriffe wie 'Familie', 'Verantwortung' oder 'Gemeinschaft' auf, bei Personen, von denen man es nicht erwartet hätte. Egoismus ist nicht mehr modern."

Die Zukunft der Grünen: Von der Single- zur Familienpartei oder die neueste Revolte aus deutschen Pfarrhäusern

MARTENSTEIN, Harald (2001): Von Kindern lernen,
in:
Tagesspiegel v. 17.07.

MARTENSTEIN berichtet über die LBS-Studie von Wassilios FTHENAKIS.

MARTENSTEIN, Harald (2001): Der Tag der Entscheidung.
Manche sagen: Die Spaßgesellschaft ist jetzt zu Ende. Aber das geht gar nicht. Ohne Spaß bricht alles zusammen - die Wirtschaft, unser Selbstbild, unsere Kultur. Zu Ende ist etwas ganz anderes,
in: Tagesspiegel v. 21.10.

Für MARTENSTEIN sind am 11. September nicht die "Apologeten der Spaßgesellschaft widerlegt worden, sondern die neoliberalen Propheten der Globalisierung". Deshalb ist eine Repolitisierung der Öffentlichkeit wahrscheinlicher als das Ende der Spaßgesellschaft.

Das Ende der Spassgesellschaft - Kulturkämpfe in der Popmoderne

MARTENSTEIN, Harald (2001): Vom Stürmer zum Verteidiger.
Das neue Feuilleton bewahrt Werte - vor allem den Wert der Ironie,
in: Tagesspiegel v. 15.12.

MARTENSTEIN sinniert über den Wert des Debattenfeuilletons nach dem 11. September. Während Hans Ulrich GUMBRECHT das Feuilleton als edelste Blüte der Spassgesellschaft bezeichnet, die "intellektuelle Lebenshilfe und gehobene Unterhaltung" bietet, ist das MARTENSTEIN entschieden zu wenig. Zwar ist nach dem 11. September offensichtlich nicht alles ganz anders als vorher, denn:

"Jeder sagte genau das, was er oder sie immer sagt. Die Kritiker der Spaßgesellschaft kritisierten die Spaßgesellschaft".

Aber etwas hat sich geändert: das Gefühl der Bedrohung ist hinzugekommen und damit muss nach Meinung von MARTENSTEIN das Feuilleton vom "Wertezertrümmerer" zum Wertewächter bzw. Sinnstifter werden. Offensichtlich handelt es sich hier um eine grasse Fehleinschätzung, denn das Zeitungsfeuilleton war seit den 1980er Jahren kein "Wertezertrümmerer" mehr, sondern bereits "Wertewächter" geworden. Die so genannte Streitkultur, diente nur der Normalisierung jener vom Privatfernsehen "zertrümmerten Werte". Inzwischen ist das Privatfernsehen selbst wiederum zum Verteidiger der Werte geworden und das Internet hat als neuestes Medium die Rolle der Wertezertrümmerung übernommen. Für die Kontroverse Familien contra Singles lässt sich eindeutig belegen, dass Singles im Feuilleton der überregionalen Zeitungen keinen Anwalt besitzen. Stattdessen inszenieren Familienväter oder Mütter als Pseudoanwälte von Singles eine Scheindebatte, die Singles ins gesellschaftliche Abseits drängen soll.

MARTENSTEIN, Harald (2002): Politik nach Kindchenschema.
Verheiratet, urban, ein Kind – unser Autor wird von den Parteien umworben. Noch nie wurde den Familien so viel versprochen wie vor dieser Wahl. Ein Familienvater hat die Kandidaten in seinem Wahlkreis gefragt: Was tun Sie für mich, wenn ich Sie wähle?,
in: Tagesspiegel v. 06.09.

MARTENSTEIN, Harald (2002): Ist Hallenski ein Menschenrecht?
Nach dem 11. September, vor den Wahlen: Warum die Spaßgesellschaft bei manchen verhasst ist - und trotzdem triumphiert,
in: Tagesspiegel v. 15.09.

MARTENSTEIN verteidigt die Spaßgesellschaft gegen ihre Verächter und erklärt das Proletariat zum kulturellen Sieger der Spaßgesellschaft. Die Rolle der Elite und ihr Verhältnis zu den Massen beschreibt er folgendermaßen:

"Wer zur Elite der einflussreichen Meinungsmacher gehören möchte, wer geistige Macht gewinnen will, der muss sich den Maßstäben, dem Geschmack und der Tonlage der Masse anpassen. Verliert die Gesellschaft dadurch ihre Innovationskraft, wird sie statisch? Erstaunlicherweise nicht. Denn der Massengeschmack ist wandelbar, er reagiert sensibel vor allem auf die Charakterrolle des „Rebellen“. Wo ein halbwegs glaubwürdiger „Rebell“ auftaucht, dort bewegt sich der Geschmack früher oder später hin, meistens jedenfalls. Die Spaßgesellschaft hat Verwendung für alles Mögliche, nur die Charakterrolle des Aristokraten ist ihr fremd, desjenigen, der den Betrieb aus der Distanz betrachtet, der nicht dazu gehören will und sich trotzdem als Elite empfindet. Die Angepassten und die Rebellen – so heißen die beiden Hauptrollen in der Spaßgesellschaft. Die einen biedern sich an, die anderen riskieren etwas."

Das Ende der Spaßgesellschaft - revisited

MARTENSTEIN (2003): Das neue Berlin.
Hauptstadt der Singles,
in: Tagesspiegel v. 01.03.

Family-Gentrifier Harald MARTENSTEIN freut sich ganz und gar nicht, dass junge Singles nach Berlin ziehen. Die Jugend ist für eine Übergangszeit ein Auslaufmodell - also sollte sich jede Stadt freuen, dass sie für junge Singles attraktiv ist. MARTENSTEIN hat jedoch die völlig unbegründete Angst, Berlin könnte zur Hauptstadt der jungen Singles werden:

"Mit Kindern geht es weiter, ohne Kinder ist irgendwann Schluss. Berlin, die Stadt, die immer weniger Kinder hat, lebt ganz im Rausch des Heute. Es ersäuft seine Zukunft in einem Meer aus Schulden, es kümmert sich zu wenig um seine Schulen, ist aber der neue deutsche Meister im Partyfeiern".

MARTENSTEIN - bisher als Verteidiger der Spassgesellschaft bekannt - outet sich als Gegner der Spassgesellschaft, sobald sie vor seiner Haustür stattfindet und nicht nur im Fernsehen!

Dienstleistungsmetropole Berlin - Die Hauptstadt der Singles?

MARTENSTEIN, Harald (2005): Zwei linke Hände.
Was bleibt: Kulturell ist Rot-Grün eine Erfolgsgeschichte – politisch haben es die Achtundsechziger nicht geschafft,
in: Tagesspiegel v. 06.06.

Harald MARTENSTEIN zieht ernüchtert Bilanz:

"Ich gehöre zu dieser Generation, besser gesagt: zu dieser sozialen Gruppe, die jetzt wahrscheinlich abgewählt wird. Wir sind wie ein Stamm, wir erkennen einander an Verhaltensweisen oder Äußerlichkeiten, ähnlich wie Ostdeutsche oder Großbürgerkinder einander erkennen. Man hat an WG-Tischen gesessen, Beziehungsdebatten geführt, in K-Gruppen gewirkt ... Wir sind kulturell geprägt, auch wenn viele von uns inzwischen politisch ganz anders denken, oder sogar, wie ich, keine Angst mehr vor der CDU haben.
         Im Grunde, behaupte ich, war Achtundsechzig eher eine kulturelle als eine politische Bewegung. Es ging, wie man heute sagen würde, um einen neuen Lifestyle, der sich auch unwiderruflich durchgesetzt hat, um Veränderungen im Verhältnis zwischen den Geschlechtern, der Umgangsformen, um Sexualität, um eine Liberalisierung des alltäglichen Lebens – das alles ist auch politisch, das stimmt, aber eben nicht politisch im engeren, konkreten Sinn, nicht politisch im Sinne einer Regierungspolitik.
      
  Man muss sich noch einmal die Programme und die Flugblätter der damaligen Zeit in Erinnerung rufen. Fast alle Westdeutschen, die unter Rot-Grün etwas wurden, kamen ja aus K-Gruppen oder von den Spontis oder den Jungsozialisten."

MARTENSTEIN, Harald (2005): Im Auge des Flamingos.
"Park Avenue" ähnelt mehr Grzimeks Zeitschrift "Das Tier" als "Vanity Fair",
in: Tagesspiegel v. 07.06.

Alexander von SCHÖNBURGs neuestes Produkt heißt Park Avenue. Harald MARTENSTEIN findet darin nur hübsche Fotos:

"»Park Avenue« gehört zu den Heften, in denen man den Anzeigenteil vom redaktionellen Teil nur schwer unterscheiden kann, mit schönen Fotos und Texten von bekannten Autoren, bei deren Lektüre man aber oft denkt: »Das hat er jetzt ganz schnell für viel Geld und mit relativ wenig Leidenschaft geschrieben. Normalerweise ist er besser.» (...).
         Die Geschichten sind oft recht seltsam geschrieben, so, als ob die Autoren total zugekokst gewesen wären."

MARTENSTEIN, Harald (2005): Bürger oder Bettelmann.
Was schulden die Reichen den Armen? Schulden sie ihnen überhaupt etwas? Eine soziale Gewissensforschung,
in: Tagesspiegel v. 26.08.

Bobo MARTENSTEIN erklärt uns, dass wir schwächliches Bevölkerungsmaterial uns in Zukunft gefälligst mit einer Ärmstenfürsorge zufrieden geben sollen, denn soziale Gerechtigkeit gibt es sowieso nur im Jenseits.

MARTENSTEIN, Harald (2005): Einzelgänger.
Harald Martenstein entdeckt eine neue Generation,
in: Die ZEIT Nr.41 v. 06.10.

Die neueste Kolumne von Harald MARTENSTEIN beschäftigt sich mit der Website www.single-generation.de. Da Herr MARTENSTEIN kein Angehöriger der Internet-Generation ist, sondern der Single-Generation, hat er den Überblick verloren. Wir geben aber gerne zu, dass es aufgrund des Umfanges durchaus nicht immer einfach ist, den Überblick zu wahren. Wir klären deshalb Herrn MARTENSTEIN hier auf. Davon können natürlich auch andere Besucher profitieren. Autoren, die auf der Website single-generation.de aufgeführt sind, sind nicht automatisch Angehörige der Single-Generation, wie MARTENSTEIN zu glauben scheint:

"Dann habe ich nachgeschaut, welche anderen Autoren außer mir auch noch Theoretiker der Single-Generation sind. Es sind fast alle Autoren, die ich kenne. Sowohl lebende als auch tote. Unter anderem gehören Benjamin Lebert (Jahrgang 1982), Peter Handke (Jahrgang 1942) und Georges Simenon (Jahrgang 1903) dazu.
          Da dachte ich: Das ist ja die Königin der Generationen. Die Single-Generation umfasst Menschen zwischen 23 und 102!
".

Benjamin LEBERT z.B. wird als Angehöriger der Generation @ gelistet, also jener Generation, die nach der Generation Golf (1965 - 1975 Geborene) kommt. Peter HANDKE dagegen gehört der 68er-Generation an (1937 - 1947 Geborene) und Georges SIMENON gehört zur Vor-68er-Generation. Die Single-Generation umfasst dagegen die 1948 - 1964 Geborenen. Für diese Jahrgänge gibt es auch Begriffe wie 78er-Generation (Reinhard MOHR) oder Generation Berlin (Heinz BUDE). Da es auf der Website single-generation.de jedoch im Kern um Lebensformen, speziell um die Kontroverse Familien gegen Singles geht, ist diese Abgrenzung durchaus gerechtfertigt. Der stärkste Anstieg der Singlezahlen fällt in jenen Zeitraum, in dem die genannten Jahrgänge ihr Jugend bzw. Postadoleszenz durchlebten. Seitdem stagnieren die Zahlen, auch wenn das Familienfundamentalisten  anders sehen. Auf der Startseite von single-generation.de wird diese Abgrenzungsstrategie erläutert und eine Einführung in die Generationendebatte bietet weitere Hintergrundinformationen.

"Bei Besuchen im Internet habe ich wiederholte Male festgestellt, dass ich auf einer Internet-Seite als »Theoretiker der Single-Generation« geführt werde. Dabei bin ich, streng genommen, gar kein Single."

Auf der Website single-dasein.de und single-generation.de wird u. a. den Absurditäten des Single-Begriffs nachgegangen. Irgend eine Definition findet sich quasi für jeden. Hier geht es jedoch in erster Linie um den Single-Begriff, der vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden verordnet wird. Doch selbst dieser - nur scheinbar exakte - Begriff bietet immense  Interpretationsspielräume wie die politische Debatte immer wieder beweist. Zuletzt kommen wir zum eigentlichen Anliegen von Herrn MARTENSTEIN:

"Eine andere Liste nennt die »Songs der Single-Generation«, quasi die Singles der Singles, es beginnt mit Sound of Silence von Simon and Garfunkel. Diese Single habe ich mal besessen. Trotzdem musste ich feststellen, dass ich aus der Liste der »Theoretiker der Single-Generation« gestrichen bin. Peter Handke ist noch drin. Das finde ich nicht gut."

Bisher meldeten sich Autoren, die sich von uns "vernachlässigt" gefühlt haben per Email und schrieben keine Kolumnen. Wir freuen uns aber auch über diese Form der Mitteilung. Herr MARTENSTEIN ist auch nicht wirklich aus der Liste gestrichen worden. Die Liste wurde nur irgendwann einmal zu lang, weshalb sie geteilt worden ist. Es gibt nun für die Autoren der Single-Generation (Theoretiker heißt es nur noch auf längere Zeit nicht aktualisierten Seiten) eine Liste der Schriftsteller und eine Liste der Sachbuchautoren & Wissenschaftler. Auf letzterer ist Herr MARTENSTEIN immer noch zu finden.

Die Single-Generation - Ein Manifest

MARTENSTEIN, Harald (2010): Kempowski statt Hegemann,
in: Tagesspiegel v. 14.02.

MARTENSTEIN, Harald (2010): Hegemann und Airen im Textvergleich.
Harald Martenstein wundert sich über den Literaturskandal um Helene Hegemann. Er findet, sie hat den Text des Bloggers Airen verbessert,
in: ZEIT-Magazin Nr.10 v. 04.03.

Eigentlich wollte Harald MARTENSTEIN die Finger von Helene HEGEMANN lassen (siehe hier). Nun also doch. Er macht uns nun nochmals den Andreas KILB. Und das alles nur um das neue ZEIT-MAGAZIN in die Schlagzeilen zu bringen?
 
       
   

Wachsen Ananas auf Bäumen (2001)
Wie ich meinem Kind die Welt erkläre. Komische und nützliche Erziehungsgeschichten
Hamburg: Hoffmann & Campe

 
   
     
 

Klappentext

"Ihre Freunde, Verwandten oder Nachbarn erwarten ein Kind? Und Sie möchten die künftigen Eltern schonend darauf vorbereiten? Dann schenken Sie Martenstein, denn so komisch können Erziehungstipps sein! Kinder sind wahre Wonneproppen und das Schönste, was es auf Erden gibt. Natürlich. Nur manchmal werden die lieben Kleinen bedauerlicherweise größer und beginnen die Welt zu erkunden. Eine Welt, die selbst für Erwachsene immer komplexer und unverständlicher wird ... Hier bedarf es sachkundiger Hilfestellung. Harald Martenstein, ein kampferprobter Vater, gibt sie: Er erzählt davon, wie er seinem Kind die Rätsel des Lebens erklärt. Was es mit der Politik auf sich hat. Warum man die Love Parade meiden sollte. Wie es um den Tod, die Haustierhaltung oder die Gefahren des Alkohols bestellt ist. Welche Risikosportarten für Vater und Sohn gleichermaßen geeignet sind. Weshalb es Krieg gibt. Welche Musik man hören sollte und welche besser nicht. Wieso Autos großartig sind. Und wie man auf raffinierte Weise mit dem anderen Geschlecht umgeht ... Harald Martensteins Betrachtungen geben - thematisch klar geordnet - Erziehungstipps, wie sie komischer selten zu lesen waren. Das ideale Buch für junge Eltern und für ältere Eltern, die an ihrem Erziehungsauftrag nicht verzweifeln wollen."

 
     
 
       
   

Vorabdruck

MARTENSTEIN, Harald (2001): Papa, Günther Jauch hat gesagt...
Wie erklärt ein Vater seinem Kind die Welt? Ein Selbstversuch in zwei Beispielen,
in: Die ZEIT Nr.37

 
   
  • Das Buch in der Debatte

SCHÜTZ, Erhard (2001) Junge, Junge, Jungs!
in: Freitag Nr.43 v. 19.10.

  • SCHÜTZ bespricht weniger das Buch, sondern geht eher darauf ein, wie Medien Trends machen:

    "Wenn der Spiegel den neuen Trend zum Kind ausruft, kann der Tagesspiegel nicht zurückstehen - und meldet alsbald Vollzug in Gestalt von Büchern. Schön arbeitsteilig. Die Redakteurin für Bildung und laut Klappentext Besitzerin eines Sohnes, Dorothee Nolte, beschreibt Wie eine Mutter entsteht, die Geschichte einer Verwandlung, die selbst ein entschiedener Nicht-mehr-Jungmensch jenseits aller Reproduktionsgelüste lesend goutieren kann, weil mit gelindem Selbstspott und einfach originell geschrieben. Der leitende Redakteur Harald Martenstein hingegen wird Vater, indem er mit seinem Sohn das tut, was er sonst mit den Zeitungskäufern macht, die Welt erklären".

ZIEGLER, Helmut (2002): Schreibtischväter.
Nach Ratgebern und Erfahrungsberichten entdeckt die Buchbranche nun das LITERARISCHE VATERBUCH: Für Durs Grünbein und Hanns-Josef Ortheil wurde das Kinderzimmer schon zum Arbeitsplatz,
in: Die Woche v. 11.01.

 
   

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© 2002-2011
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 20. Oktober 2001
Update: 24. Oktober 2011