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Horst W. Opaschowski: Der Generationenpakt

 
       
     
       
   

Horst W. Opaschowski im Gespräch

 
   
  • DILK, Anja (2004): Alter Ego.
    Jung und Alt rücken zusammen - ein Gespräch mit Horst W. Opaschowski über den neuen Generationenpakt,
    in: change X v. 12.05.
    • Inhalt:
      "Sie prophezeien einen neuen Generationenpakt und wollen »den Nachhaltigkeitsfaktor um eine soziale Komponente« erweitern. Was meinen Sie damit?
                  Bisher wurde der Generationenvertrag fast ausschließlich als Geldfrage betrachtet. Doch das ist nur die halbe Miete. Wir brauchen ein Haus der Zukunftsvorsorge, das auf drei Säulen fußt: Eine gesetzliche Grundsicherung, private Zusatzversicherungen und vor allem eine soziale Zukunftsvorsorge. Unsere Umfragen zeigen: Es gibt bereits diesen neuen Generationenpakt. Er gleicht einer Austauschbörse des Gebens und Nehmens. Finanzielle und soziale Transfers fließen schon heute in erheblichem Umfang zwischen den Generationen. Die Älteren stecken den Jungen Geld zu, vererben, verschenken, betreuen die Enkel. Die Jüngeren übernehmen Hilfeleistungen, unterstützen, pflegen. Jung und Alt helfen sich mehr, als dass sie sich bekämpfen. Von einem Generationenkrieg kann keine Rede sein, sondern von einem neuen Generationenpakt, der auf einem neuen Zusammenhalt fußt. Aus der staatlich verordneten Solidarität wird eine persönliche Beziehungssolidarität."
 
       
   

Der Generationenpakt (2004).
Das soziale Netz der Zukunft
 
Darmstadt: Primus Verlag

 
   
 
 

Klappentext

"»Rentnerschwemme«, »Alterslast« und »Zukunftsdiebe« - geradezu zynisch wird die ökonomische Belastung der Jüngeren durch die Älteren beklagt: Die Alten lebten auf Kosten der Jüngeren und beraubten diese ihrer Lebensgrundlage - gar wird behauptet, ein »Krieg der Generationen« drohe.
Nichts davon ist wahr! Horst W. Opaschowski gilt als »Mr. Zukunft«, als wissenschaftlicher Vordenker und Visionär mit Augenmaß. In seiner neuesten Studie belegt er: Alt und Jung kooperieren mehr, als dass sie sich bekämpfen. Beide brauchen einander, beide profitieren von einander. Neben dem alten Generationenvertrag hat sich ein »Generationenpakt« entwickelt: eine auf familialen Werten basierende Übereinkunft zwischen Jung und Alt, ein natürlicher Austausch von Lebensressourcen und Unterstützungsleistungen. Die Beziehung zwischen den Generationen lebt von Alltagssolidarität, von gewachsenen sozialen Beziehungen und Bindungen - und nicht von auferlegten gesetzlichen Verpflichtungen"

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

I. Revolution auf leisen Sohlen. Die demographische Entwicklung

1. Zwischen Zeitbombe und Zukunftsdieben. Eine würdelose Diskussion zum 'alten' Generationenvertrag
2. Aufeinander angewiesen bleiben. Perspektiven eines "neuen" Generationenpakts
3. Veränderungen in der Lebensplanung. Von der Dreiteilung des Lebens zur Patchwork-Biographie
4. Verdoppelung der Lebenserwartung. Kurze Arbeits- und lange Lebenszeiten
5. Zwischen Individualismus und Narzissmus. Auf der Suche nach Ursachen
6. Demographische Zeitenwende. Von der Kinderlosigkeit zum Bevölkerungsschwund
7. Verlust der Geborgenheit. Historische Parallelen

II. Wandel der Generationsstruktur. Ausdehnung der gemeinsamen Lebenszeit

1. Die Entdeckung des gemeinsamen Lebens. Der Generationenkonflikt wird entschärft
2. Forever young. Jugendlichkeit als Ideal moderner Gesellschaften
3. Mit 50 zum alten Eisen. Verjüngungsmythos in den Betrieben
4. Die jüngere Generation. Leben mit immer neuen Anfängen
5. Die mittlere Generation. Aufgaben ohne Ende
6. Die ältere Generation. Ein Anfang fast ohne Ende
7. Das Gefühl, gebraucht zu werden. Bedeutungsaufwertung der Familie

III. Veränderte Lebenskonzepte. Jung und Alt im 21. Jahrhundert

1. Bedeutungswandel des Alters. Mit der Erwerbsarbeit ist die Lebensarbeit nicht zu Ende
2. Länger Leben. Die offene Definition des Älterwerdens
3. Gesellschaft ohne Lebensmitte. Die demographische Spaltung der Gesellschaft
4. Jugend als subjektives Lebensgefühl. Für das Jungbleiben ist man selbst verantwortlich
5. Alter als Lebensschicksal. Gegen das Altsein kann man sich kaum wehren
6. Selbstdefinition. Bezeichnungen für das Leben im Alter
7. Altwerden im Zeitalter des Jugendkults. Jeder Fünfte denkt an Krankheit
8. Hüftgelenk oder Herzschrittmacher. Die medizinische Versorgungslücke
9. Freiwillig bis 67 arbeiten? Über zwei Millionen Beschäftigte sind dazu bereit

IV. Gesellschaft des langen Lebens. Sozioökonomische Folgen

1. Rezession oder Expansion? Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Wirtschaft
2. Zukunftsmarkt Senioren. Wachstumsfelder von morgen
3. Szene 50plus. Senioren und ihre Erlebniswelt
4. Kulturwelt im Wandel. Die kulturellen Interessen verändern sich

V. Neue Netze. Entfernungen und Beziehungen zwischen den Generationen

1. Die Familie und ihr soziales Netz. Der Generationenvertrag wird zum Familienpakt
2. Mehr Nähe als Distanz. Wohnentfernungen zwischen den Generationen
3. Familienkontakte. Intensive Beziehungen durch Telefon und Besuche
4. Generationensorge. Jeder Dritte sorgt sich um andere
5. Voneinander lernen. Zwischen Spontaneität und Kontinuität

VI. Gelebte Solidarität. Der Zusammenhalt zwischen den Generationen

1. Zwischen Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Was in Zukunft wirklich wichtig ist
2. Das Erbe verprassen - und dann nichts mehr tun? Generationen leben lieber verantwortlich weiter
3. Was die jüngere Generation leistet
4. Was die mittlere Generation leistet
5. Was die ältere Generation leistet
6. Der Zusammenhalt ist keine Einbahnstraße

VII. Haus der Zukunftsvorsorge. Das Drei-Säulen-Modell

1. Betreuungsdefizite. Das überforderte Pflegesystem
2. Lebensplanung. Mehrere Standbeine schaffen
3. Materielle Zukunftsvorsorge. Zwischen Rentenanspruch und Lebensversicherung
4. Geldmangel - und (noch) kein Bedarf. Hauptgründe für den Verzicht auf materielle Zukunftsvorsorge
5. Soziale Zukunftsvorsorge. Familie und Freunde als wertbeständige Investition
6. Sorg- und Gedankenlosigkeit. Hauptgründe für den Verzicht auf soziale Zukunftsvorsorge
7. Nur Schulden übernehmen? Die Erbschaftsillusion der Erbengeneration

VIII. Agenda 21. Perspektiven einer Mehr-Generationen-Gesellschaft

1. Ende der Spaßgesellschaft. Die Ichlinge sind auf dem Rückzug
2. Beständigkeit als neuer Trend. Wachsende Sehnsucht nach Ehe, Kindern und Familie
3. Enkellose Generation? Vorschläge für eine bevölkerungspolitische Trendwende
4. Nutzung von Zeitpotenzialen. Wohlfahrtspolitik als Selbsthilfesystem
5. Generationengerechtigkeit? Die nächste Generation tritt ein schweres Erbe an
6. Soziale Spannungen. Was passiert, wenn nichts passiert
7. Zündstoff für die Zukunft. Jüngere Zuwanderer versus ältere Einheimische
8. Familienpolitik als Mehr-Generationen-Politik. Die Neue Soziale Aufgabe des 21. Jahrhunderts
9. Das soziale Netz der Zukunft. Das Gegenseitigkeitsprinzip als soziale Norm
10. Der Generationenpakt. Von der Vision zur Wirklichkeit

 
 
 
       
     
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 02. September 2007
Update: 02. September 2007
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