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Jürgen
Borchert: Feindbild Single
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Jürgen
Borchert im Porträt
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- RATH, Christian
(2001): Freund der Familie,
in: TAZ
v. 03.04.
- RATH,
Christian (2001): Engagierter Streiter für die
Rechte der Familien.
Sozialrichter
Jürgen Borchert: Nach dem Trümmerfrauenurteil
neue Klage gegen die Pflegeversicherung und die
Ökosteuer,
in: Badische
Zeitung v. 03.04.
- RATH, Christian
(2001): Ein Vorkämpfer für die Familien,
in: Hannoversche Allgemeine
Zeitung v. 03.04.
- Kommentar:
Wenn es ein
Charakteristikum gibt, das auf BORCHERT
voll und ganz zutrifft, dann dass er in
den Medien die "Kunst der
Zuspitzung" beherrscht (siehe hierzu
die Süddeutsche Zeitung v. 24.02.2001).
- ZITZMANN, Peter
(2001): Initiator,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 05.04.
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Jürgen
Borchert in seiner eigenen Schreibe
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- BORCHERT, Jürgen
(2000): "Frauen, Familie und das ganze
Gedöns".
Die Einwanderungsdebatte und
der Bankrott der Familienpolitik. In der Ära
Kohl blieben die Familien auf der Strecke - Bei
Rot-Grün ist es nicht besser. Letzte Hoffnung
Bundesverfassungsgericht,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 31.10.
- BORCHERT, Jürgen
(2001): Politiker haben kein Herz für Kinder.
Warum das Familiengeld eher
schadet denn nützt. Einfach das vierfache
Kindergeld zu verordnen, ist die Logik der
Kurpfuscher,
in:
Süddeutsche Zeitung v.
24.02.
- Kommentar:
BORCHERT ist ein
"Kollege" von
WEFING (FAZ v.
22.02.2001). Statt Ruinen hier
Kriegsmetaphern und Froschexperimente, um
den Meinungen Nachdruck zu verleihen.
BORCHERT
spricht zwar von Familien, meint aber nur
den sogenannten
"Familiensektor". Mit dieser
Zauberformel läßt sich eine komfortable
Familienmehrheit in eine Minderheit
umdefinieren.
Familienpolitik
soll nach BORCHERT sozial selektiv sein,
d.h. sie soll Modernisierungsgewinnern
zugute kommen, aber nicht
Modernisierungsverlierern. Nicht die
Erhöhung der Geburtenrate ist also das
Hauptproblem, sondern die Förderung der
"richtigen" Kinder.
Familiengeld lehnt er ab, weil es
"junge Mädchen ohne Ausbildung und
mit niedrigen Verdiensten" anlocken
würde.
BORCHERT
spricht von "lebenslang kinderlosen
Menschen", die "mit
Riesenschritten auf die
40-Prozent-Marke" zugehen. Solche
Angaben beruhen vor allem auf einem
verkürzten Familienbegriff und
Vermengungen mit Prognosen (siehe
hierzu auch meinen Kommentar mit
weiterführenden Links zu Susanne MAYER
in der ZEIT v. 01.02.2001).
- BORCHERT, Jürgen
(2001): Ein sozialstaatlicher Skandal ist das -
weg damit.
Die Pflegeversicherung
schadet den Armen und hilft den Reichen,
in: Focus
Nr.14 v. 02.04.
- Kommentar:
BORCHERT führt hier
vor allem aus, dass die
Pflegeversicherung eine unzulässige
Verteilung von Eltern auf Kinderlose bei
den Leistungen bewirkt. Das Karlsruher
Gericht folgte dieser Argumentation
nicht. Winfried
SCHMÄHL konnte
belegen, dass dies ein Vorurteil ist.
Dieser Aspekt geht aber in der
Medienberichterstattung völlig unter,
weil es nicht so recht zur
Scheinkontroverse Singles versus Familien
passt.
- BLINKERT,
Baldo (2000): Maßstab ist die
individuelle Kosten-Nutzen-Bilanz.
Über die
Bereitschaft von Angehörigen,
kranke Menschen zu Hause selbst
zu pflegen,
in:
Frankfurter Rundschau v. 15.12.
- BORCHERT,
Jürgen (2001): Permanenter Verfassungsverstoß.
Das
"Pflegeversicherungsurteil" bietet die
Chance zum umfassenden Umbau des Sozialstaates,
in: Welt
v. 07.04.
- BORCHERT, Jürgen
(2001): Karlsruhe entscheidet - doch die Politik
verweigert die Hausaufgaben.
Nach dem Urteil des
Bundesverfassungsgericht zur Pflegeversicherung
ist eine familienpolitische Strukturreform der
Rentenversicherung unvermeidlich - Nicht nur
Riester zögert,
in: Rhein-Neckar-Zeitung
v. 28.04.
- Neu:
BORCHERT,
Jürgen (2002): Wozu noch Familie?
Das
herrschende Sozial- und Familienrecht ist ein
Produkt der Individualisierung. Unter seinen
Widersprüchen aber haben vor allem die
Schwächeren zu leiden: Kinder und Frauen,
in:
Die ZEIT Nr.3 v. 10.01.
- Kommentar:
Der Sozialrichter
Jürgen BORCHERT eröffnet die
diesjährige Scheinkontroverse
"Familien contra Singles". Aus
diesem Grunde ein Essay, in dem die
Prämissen und Ziele von BORCHERT
deutlich gemacht werden.
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Jürgen
Borchert im Gespräch
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Das Vokabular von Jürgen
Borchert
"Sozialstaatskrimi"
"Transferausbeutung der
Familien"
Familien sind die
"Leistungsträger des
Generationenvertrags"
"Privatisierung der
Kinderlasten, Sozialisierung des
Kindernutzens"
"Wer keine Kinder
großgezogen hat, (...) lebt (...) auf Kosten
der Kinder anderer Leute"
"Saldo zu Lasten der
Familie selbst hinter solchen Regelungen
(...), die nach außen hin den Anschein einer
Begünstigung der Familie machen."
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- SCHAAF,
Thomas (2001): Gespräch mit Jürgen Borchert,
in:
Morgenecho, Sendung des WDR
5 v. 03.04.
- GERMIS,
Carsten (2001): Jürgen Borchert:
"Kinderlose könnten 15 Milliarden mehr für
Rente zahlen".
Der
Sozialrichter zu den Folgen des Urteils,
in: Tagesspiegel
v. 04.04.
- Kommentar:
"Wenn wir davon
ausgehen, dass ein Drittel der Haushalte
Kinder hat, ein Drittel Rentner sind und
ein Drittel Kinderlose, käme es darauf
an, ob nur die Kinderlosen oder auch die
Rentner belastet werden sollen", so
simpel stellt sich für BORCHERT ein
komplexes Problem dar.
Das Problem
der Sozialpolitiker ist, dass sie mit
Lebensläufen jonglieren als ob sie es
mit in der Zeit eingefrorenen Menschen zu
tun hätten. Dem Begriff
"Familienhaushalt", der mit
Familie verwechselt wird, fehlt die
zeitliche Dimension.
Es
wird viel von "Generationenvertrag" geredet, aber die
Zeitdimension "Lebenslauf" wird vernachlässigt.
Kinderlose sind dann
nämlich nicht mehr nur lebenslang Kinderlose (die kleinste
Gruppe), sondern Eltern in der Vor-Kinderphase und Eltern
ohne Kinder im Haushalt oder Eltern, deren Kinder gestorben
sind. Wenn es um die letztgenannten Gruppen geht, dann wird
aus dem medial inszenierten Konflikt "Singles versus
Familien" der Kernkonflikt um die Umverteilung zwischen
Familienphasen.
- NIEJAHR,
Elisabeth (2001): "Unsolidarisch".
Jürgen Borchert fordert ein
neues Sozialsystem,
in: Die
ZEIT Nr.16 v. 11.04.
- KÜHNE, Hartmut
(2001): Über den Gipfeln von Absurdistan.
Forderungen eines Richters. Jetzt muss
die Union Walter Riester bei der Rentenreform
Beine machen, sagt Jürgen Borchert,
in: Rheinischer Merkur
Nr.15 v. 13.04.
- GREFE, Christiane
(2001): Der lange Lauf.
Reformstau? Besitzstandwahrung? Wer
hartnäckig und ausdauernd ist, kommt trotzdem
voran. Bärbel Höhn, grüne Umweltministerin in
Düsseldorf, und Sozialrichter Jürgen borchert,
der gerade einen Sieg gegen die Bundesregierung
erlangte, tauschen Erfahrungen über ihre
politischen Kämpfe aus,
in: Die ZEIT
Nr.21 v. 17.05.
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Jürgen
Borchert in den Medien
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- QUADBECK, Eva
(2001): "Notfalls noch einmal in Karlsruhe
klagen",
in: Rheinische Post
v. 04.04.
- Kommentar:
Borchert erweist
sich als gewiefter Familienrhetoriker:
"Das Gericht hat klar gemacht, dass
die Politik versuchen muss, energisch das
Ruder des Sozialstaates 'Titanic'
herumreißen, der auf den demographischen
Eisberg zurast" (das steht
tatsächlich so da! Es hat sich wohl der
"Druckfehlerteufel"
eingeschlichen). Da weiß mann/frau
gleich was die Stunde geschlagen hat.
Bilder ersetzen das Nachdenken...
- UNGER, Ludwig (2001):
"Halbierter Rentenanspruch ist für
Kinderlose gerecht",
Landessozialrichter
skizziert neues Rentenmodell,
in: Fränkischer
Tag v. 17.04.
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Weiterführende
Links
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©
2002 - 2007
Bernd Kittlaus |
die@single-generation.de |
Erstellt:
18. April 2001
Update:
24. November 2007 |
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Zugriffe
seit
dem 03.Juni 2002 |
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