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Marie Theres
Kroetz-Relin: Für eine
Hausfrauenrevolution
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Marie Theres
Kroetz-Relin in ihrer eigenen Schreibe
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- KROETZ RELIN, Marie Theres (2004):
Karriere? Sorry, keine Zeit.
Managerin zum Nulltarif: Die Schauspielerin gab ihren Beruf auf
und ist Hausfrau und Mutter,
in: Frankfurter Rundschau v. 10.05.
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Marie Theres Kroetz-Relin im
Gespräch
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VOWINKEL, Heike (2003): Jung, dynamisch, Hausfrau.
Die Schauspielerin Marie-Theres Relin, Tochter von Maria Schell und
Frau von Franz Xaver Kroetz, fordert eine Revolution der Mütter,
in: Welt am Sonntag v. 16.02.
- Kommentar:
Wenn die isolierte Hausfrau privilegiert ist,
dann wird sie schon mal zur konservativen Revolutionärin:
"Ihr Mann, der Kroetz, war viel
unterwegs, hatte gedreht, inszeniert, sie aber mit den Kindern zu
Hause gesessen - »allein erziehende Mutter mit Mann sozusagen« -
einsame Abende verlebt und sich gesagt: Wenn ich nichts mache, werde
ich noch verrückt. Sie wurde krank. Eine Schilddrüsenüberfunktion
musste behandelt werden. »Ein Notsignal, das mein Mann und die
Kinder verstanden.« Sie wollte eine Welt für sich und kaufte sich
ein Laptop. »Trotz schlechten Gewissens, weil ich ihn für keine
Arbeit brauche wie mein Mann und so ein Ding ja teuer ist.« Kurz
darauf entstand die Homepage und die Revolution begann".
Der
Traum vom Hausfrauen-Gehalt liegt da natürlich nahe,
denn schließlich gibt es ein Heer
frustrierter Frauen, die sich ihre Karriere leichter vorgestellt
haben oder deren Karriere gerade stockt. Katja KULLMANN hat diese
Situation in "Generation Ally"
skizziert:
"Silke ist jetzt an einer Schwelle, an
der es brenzlig wird: Sie ist bereits zwei Mal befördert worden:
erst von der Junior Team Assistentin, und jetzt zur Senior Team
Assistentin. Jetzt wird die Luft dünner, nix mehr up-up'n'away. Von
nun an würde geboxt statt fraternisiert (...). Abends muss sie
stundenlang in ihrem Teamleiterbüro sitzen und Kalkulationen und
Erfolgsberichte und Leistungssurveys lesen, und sie muss darüber
nachdenken, wie sie all die schlechten Nachrichten vor dem
Senior-Senior-Teamleiter schönreden soll. Sie verdient jetzt 600
Euro mehr als vor ihrer letzten Beförderung, das ergibt nicht einmal
300 Euro zusätzlich im Monat. Dafür sitzt Silke täglich drei Stunden
länger im Büro und trinkt regelmäßig gegen 15 Uhr ein Glas mit
aufgelöstem Maaloxan-Pulver, weil ihre Magenschleimhäute
nervös sind, stellvertretend für Silke, die sich das nicht nicht
anmerken darf."
Barbara BIERACH hat daraus gleich ein
ganzes Buch gemacht und es "Das dämliche Geschlecht" (2002) genannt.
Kinder werden darin für Karrierefrauen zum "Heldennotausgang".
Die hohe Arbeitslosigkeit scheint den
Rückzug der Frauen an den Herd zu begünstigen. Die Mehrzahl der
Mütter möchte keinen dieser - von KULLMANN beschriebenen -
stressigen Vollzeitarbeitsplätze, sondern einen Arbeitsplatz, der
sich mit einem normalen Familienleben vereinbaren lässt:
"Wir haben es uns angewöhnt, die bei
uns extrem geringe Anzahl von Ganztagsplätzen in der Kinderbetreuung
als familienfeindliches Wachstumshemmnis zu betrachten. Dabei steht
hinter diesem Faktum nicht nur eine reaktionäre
Zurück-an-den-Herd-Ideologie, sondern auch eine gesunde Abneigung
gegen den Versuch, das Familienleben so zu verbiegen, dass es zu den
Verwertungsinteressen der Arbeitgeber passt"
schreibt GÜRTLER in
"Vorbild
Deutschland"
zu diesem Thema. Inwieweit familienfreundliche Arbeitsplätze für
Mütter jenseits des klassischen Vollzeiterwerbsarbeitsplatz
geschaffen werden, ist deshalb eine wichtige Frage der
Arbeitsmarktpolitik, denn offensichtlich ist die Nur-Hausfrauenrolle
nicht einmal für konservative Revolutionärinnen attraktiv:
"Im Herbst stand sie das erste Mal
seit zwölf Jahren wieder vor der Kamera (...). »Ein herrliches
Gefühl, eigenes Geld zu verdienen, wichtig zu sein, umsorgt zu
werden.« Plötzlich interessieren sich die Medien wieder für sie,
nicht mehr nur für die Tochter der Schell oder die Frau vom Kroetz."
- Neu:
LENNARTZ, Mareen (2004): "Ich bin ein
Muttertier".
Gespräch mit Marie Theres Kroetz-Relin,
in: Frankfurter Rundschau v. 23.10.
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Klappentext
"Zusammenhalt und Anerkennung,
Mütter-Streik und Oma-Leihservice: Marie Theres
Kroetz-Relin zeigt, was Hausfrauen heute fordern und
wie sie wirklich sind – wütend und trotzig,
humorvoll und zärtlich, authentisch und ganz nah
dran.
»If pigs could
fly – Wenn Schweine fliegen könnten«, ja, dann wäre
das Unmögliche möglich: Dann hätten Hausfrauen ein
festes Gehalt, wären im Alter mit einer eigenen
Rente abgesichert, wegen ihrer Verantwortung die
wahren Heldinnen und würden nicht als brave Muttis
belächelt. Und ihre Männer hätten nur Augen für sie
… Anders die Realität: Ein hektischer und oft
einsamer 16-Stunden-Tag als Putzfrau, Köchin und
Erzieherin, Sekretärin, Chauffeurin und
Buchhalterin, als Kinderärztin, Frisör,
Ernährungsexperte, Psychotherapeutin und
Haushaltsmanager in einem. Und als verständnisvolle
Frau und anspruchslose Geliebte. Hausfrau sein hat
viele Gesichter – Marie Theres Kroetz-Relin, die
stellvertretend für alle »Nur-Hausfrauen« zu
Solidarität und Veränderung aufruft, versammelt die
mutigsten, provozierendsten und spannendsten Texte
aus der Bewegung."
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Marie Theres
Kroetz-Relin im WWW
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