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Meinhard Miegel: Feindbild Single

 
       
     
       
     
       
   

Meinhard Miegel in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • MIEGEL, Meinhard (2000): Die Wirkungen von Bevölkerungsentwicklung und materieller Wohlstandsmehrung auf das Arbeitskräfteangebot,
    in:
    Criticón 168, Winter
  • MIEGEL, Meinhard (2002): Der Provokateur.
    Der Wirtschaftswissenschaftler Meinhard Miegel ist ein unbequemer Denker, der Politikern und ihren Wählern sagt, was sie nicht gern hören. Zum Beispiel, dass wir gerade mit vereinten Kräften dabei sind, unseren Staat zu ruinieren. Der stern veröffentlicht in Auszügen Miegels Thesen, die Mitte Februar auch als Buch erscheinen,
    in: Stern Nr. 7 v. 06.02.
  • MIEGEL, Meinhard (2002): Vor uns: 30 magere Jahre.
    in: Die ZEIT Nr.31 v. 25.07.
    • Kommentar:
      Der 68er Meinhard MIEGEL fordert Bestandsschutz für seine Generation, um die nachfolgenden Generationen umso stärker zu belasten:
                
      "Gegen die Rentenkasse haben viele Millionen Versicherte Ansprüche im Gesamtwert von ungefähr 4000 Milliarden Euro erworben. Diese bilden in den meisten Haushalten den wichtigsten Vermögensbestandteil und die tragende Säule der Alterssicherung. Deshalb dürfen sie durch eine Reform nicht beschädigt werden. Ebenso zwingend ist jedoch, dass im Hinblick auf die demografische Entwicklung keine weiteren Ansprüche dieser Art aufgebaut werden."
  • MIEGEL, Meinhard (2003): Der Staat schafft es nicht mehr,
    in: Welt v. 30.05.
  • MIEGEL, Meinhard (2004): Mit 66 Jahren, da fängt die Arbeit an.
    Die Alten werden mehr - und müssen mehr für die Gesellschaft tun,
    in: Tagesspiegel v. 29.05.
  • MIEGEL, Meinhard (2005): Ein Gespenst geht um in Europa.
    Niedergang des Westens und asiatischer Aufstieg: Die Moral einer globalisierten Gesellschaft,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.08.
    • Kommentar:
      "»Die Möglichkeit einer Insel« ist ein Roman über die panische Angst vor dem Altwerden", stellt Julia ENCKE in der heutigen FAZ fest.

                
      Meinhard MIEGEL ist Symptom dieser panischen Angst, nur dass er diese Ängste nicht auf das Individuum, sondern auf das Kollektiv projiziert.
                
      Bereits in seinem Pamphlet Das Ende des Individualismus hat der Oswald SPENGLER der Berliner Republik seine Untergangsphantasmen ausgewalzt.
                
      MIEGEL zeigt sich einmal mehr als typisches Kind seiner 68er-Generation, die mit ihrem Altern nicht zurecht kommt.
                
      Das verdrängte Trauma der Kriegskindheit kehrt als Phantasma zukünftiger Trümmerlandschaften wieder.
                
      Kein anderer als Jörg FAUSER hat das in seiner Erzählung Alles wird gut auf den Punkt gebracht.
                
      Wir sollten uns von diesen wehleidigen und selbstgerechten Jammer-Eliten endlich befreien! Benutze Deinen eigenen Verstand...
 
       
   

Meinhard Miegel: Porträts und Gespräche

 
   
  • KAMANN, Matthias (2002): "Berlin wird langsam auf die Größe Hamburgs eindunsten".
    Ein Gespräch mit Meinhard Miegel über die Zukunft der Hauptstadt, die Krise des Sozialstaats und die Grenzen der Zuwanderung,
    in: Welt v. 25.02.
  • WEIDENFELD, Ursula (2002): "Manipulation ist zum Breitensport geworden".
    Der Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel über Arbeitslosigkeit, Schwarzarbeit und die Rebellion der Bevölkerung,
    in: Tagesspiegel v. 17.06.
  • MÜLLER, Uwe (2002): Kassandra vom Rhein.
    Die Deutschen leben in einer deformierten Gesellschaft, in dem ein Moloch namens Sozialstaat die Initiative des Einzelnen erstickt,
    in: Welt v. 24.10.
  • MUNSBERG, Hendrik (2002): "Deshalb quietscht und knirscht es".
    Der Bonner Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel über Zustand und Reformmöglichkeiten der deutschen Sozialkassen,
    in: Berliner Zeitung v. 15.11
  • CLAUSS, Ulrich (2002): "Rot-Grün ist in vielen Bereich nicht regierungsfähig".
    Meinhard Miegel, Geschäftsführer des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft, zur Politik der Regierung,
    in: Welt v. 23.11.
  • MISHRA, Robin (2003): "Die Zeit ist reif".
    Zukunft. Gespräch mit Meinhard Miegel,
    in: Rheinischer Merkur Nr.21 v. 22.05.
  • SIEMS, Dorothea (2003): "Gewaltiger Zulauf".
    Der Bürgerkonvent von Meinhard Miegel trifft den Nerv der Zeit. Das Ziel: endlich Reformen voranbringen - denn sonst drohen "revolutionäre Umbrüche",
    in: Welt v. 22.05.
    • Kommentar:
      Nach über einer Woche Medienrummel um den BürgerKonvent ist das Interesse der Öffentlichkeit sichtbar abgeflaut. Nun erhält MIEGEL im Interview reichlich Platz zur Selbstdarstellung.
  • GÖBEL, Heike (2003): Meinhard Miegel.
    Im Geschäft mit der Zukunft,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.05.
  • DRIBBUSCH, Barbara (2004): "Die Armen werden nicht ärmer, aber es werden immer mehr", sagt Meinhard Miegel.
    Die Aufsteiger aus den unteren Milieus sind vom Abbau der Sozialleistungen am härtesten betroffen,
    in: TAZ v. 31.01.
    • Kommentar:
      Zum Jahreswechsel hat die Regierungs-TAZ ihren Lesern die Leviten gelesen: Bloß keine Angst! hieß die Parole. Nun widerspricht Meinhard MIEGEL:

            
         "Viele Bürger auch in mittelschichtigen Milieus haben aber Angst, durch die Kürzung der Sozialleistungen selbst abzusacken, weil etwa die Arbeitslosenhilfe abgesenkt und Lebensversicherungen aufgelöst werden müssen, wenn man lange ohne Job ist.
                
      Es ist zutreffend, dass die Aufsteiger aus den unteren Milieus vom Abbau der Sozialleistungen am härtesten betroffen werden. Ich denke an Facharbeiter oder wenig verdienende Angestellte. Die müssen jetzt befürchten, in das wirtschaftlich schwächste Bevölkerungssegment abzurutschen - eine Entwicklung, die in den USA oder Großbritannien schon deutlich zu erkennen ist.
                
      Das würde bedeuten, die Armen sind gar nicht so arm dran mit der Agenda 2010, sondern vor allem die unteren Mittelschichten sind betroffen?
                
      So ist es. Für die wirtschaftlich Schwächsten ändert sich durch die Reformen wenig. Wer nur einen Rentenanspruch auf Sozialhilfeniveau hat, dem kann im Alter kaum etwas passieren. Denn wenn diese Rente sinkt, bekommt er Grundsicherung. Das Problem ist nicht so sehr, dass die Armen ärmer werden, das Problem ist, dass ihre Zahl in den kommenden Jahren größer wird."
 
       
   

Epochenwende (2005)
Gewinnt der Westen die Zukunft?
Propyläen Verlag

 
   
 
 

Sozialdarwinismus als Ausgangspunkt marktradikaler Politik

"Erst mit Hilfe niedlicher Gesichtszüge und Körperformen, befeuert von Hormonen und - im Falle des Menschen - gedrängt von Sozialzwängen, gelingt in der Regel das Kunststück, daß sich die starken Eltern um ihre schwachen Kinder kümmern.
          
Umgekehrt funktioniert dieser Mechanismus bereits weniger zuverlässig. Sind die Eltern schwach geworden und ihre Kinder erstarkt, bedarf es großer Anreize, um die gegebenenfalls erforderliche Zuwendung zu gewährleisten. (...). Die Versorgung Hilfsbedürftiger, Kranker, Siecher und Alter war für die menschliche Gesellschaft stets eine besondere Herausforderung. Die Natur hat für deren Bewältigung keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen.
          
Das gilt noch weit mehr für die Teilhabe der generell Schwächeren am großen Kuchen - der Langsameren, Schwerfälligeren, Ungeschickteren, Ideenloseren oder Beziehungsärmeren".
(Meinhard Miegel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27.08.2005)

Die Schlüsselstellung des Bevölkerungsmaterials im Machtkampf der Eliten

"Die Unterschiede zwischen Volkswirtschaften beschränken sich (...) mehr und mehr auf den Bereich sogenannter weicher Faktoren: Sicht- und Verhaltensweisen der Bevölkerung sowie deren politische und soziale Ordnung."
(Meinhard Miegel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27.08.2005)

Der globale Wettbewerb erfordert den Niedrigstlohnsektor für das schwächliche Bevölkerungsmaterial

"Die Frage: »Was kannst du besser, was kann ich besser, und was lohnt sich am Ende des Tages auszutauschen?« ist dabei, ihren Sinn zu verlieren. Im 21. Jahrhundert wird sie ersetzt durch die Frage »Wer von uns beiden ist bereit, den niedrigeren Lebensstandard hinzunehmen, da keiner von uns etwas besser kann als der andere?« Wer hier »Ich!« ruft, der bekommt den Zuschlag, der hat im internationalen Wettbewerb die Nase vorn. Der andere hat das Nachsehen."
(Meinhard Miegel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27.08.2005)

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

    • HOFMANN, Gunter (2005): Vertrauter Untergangsgesang,
      in: Die ZEIT Nr.37 v. 08.09.
      • Inhalt:
        Gunter HOFMANN geht zwar mit den Analysen von Meinhard MIEGEL in seinem neuen Buch "Epochenwende" weitgehend konform, aber er kritisiert dessen mangelhaftes Marketing, das durch die Konzentration auf die Folgen, statt auf die Ursachen charakterisiert ist:

                  
        "Die Rückwirkungen der Demografie auf die Sozialsysteme, sein Leib- und Magenthema, sind inzwischen bekannt. Oft nagelt er auch Selbstverständlichkeiten fest, die Grüne und andere Ökologen längst entdeckten. Aber bei ihm wird die Analyse überwuchert von der Anklage – schuldig sei eine herrschende Mentalität, Sittenverfall, Hedonismus, Konsumismus, Egoismus, Vandalismus, Terrorismus. Nicht mögliche strukturelle Ursachen oder inhärente Logiken der herrschenden Ökonomie spießt Miegel auf, schuld seien (vor allem) die Folgen, die sie auslösten. Dass die Leute materialistisch verführbar seien, sei der Systemfehler. Einen Ruck, damit die Marktwirtschaft floriert, möchte Miegel uns ja trotzdem verordnen."
    • KOERDT, Marion (2005): Wohlstand macht müde.
      Meinhard Miegel: "Epochenwende. Gewinnt der Westen die Zukunft?"

      in: DeutschlandRadio v. 26.09.
    • Neu:
      PRA (2005): Verhaltene Freude auf die Zukunft,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 22.10.
      • Inhalt:
        PRA charakterisiert Meinhard MIEGEL als typischen Vertreter der deutschen 68er-Generation:

                  
        "Hoffnung schöpft Miegel nicht etwa aus der Erwartung von Innovationen, neuen Ideen, Produkten, Möglichkeiten, wie sie angelsächsische Analytiker der Globalisierung, beispielsweise der US-Ökonom Jagdish Bhagwati, in den Vordergrund rücken. Nein, Optimismus schöpft Miegel vielmehr aus der Erwartung, die durch die globale Konkurrenz erzwungene Wachstumsschwäche im Westen werde zur Eindämmung gesellschaftlicher Fehlentwicklungen wie Verschwendung, Übersättigung, Umweltzerstörung und sozialer Entfremdung führen, womit die Menschen vielleicht sogar glücklicher würden. Die wachstumskritischen Ideale aus alten 68er Zeiten stimmen nicht wirklich zukunftsfroh."
 
       
   

Die deformierte Gesellschaft (2002)
Wie die Deutschen ihre Wirklichkeit verdrängen
Berlin: Propyläen Verlag

 
   
 
 

Klappentext

"Meinhard Miegel (...) stellt unsere Gesellschaft auf den Prüfstand – das Gemeinwesen, die Wirtschaft, die Sozialsysteme. Sein Fazit: Von einer zukunftsorientierten Leistungsgesellschaft sind die Deutschen weit entfernt. Sie verdrängen ihre Wirklichkeit und wiegen sich in Wohlstandsillusionen. Dabei fordert der dramatische Wandel der Grundlagen unserer Gesellschaft ein rasches Umsteuern auf allen Ebenen."

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

Die demographische Zeitbombe

Deutsche Erfahrungen
Vom Bevölkerungswachstum zum Bevölkerungsschwund
Zunahme der Lebenserwartung
Geburtenrückgang
Bevölkerungsentwicklung im Rückwärtsgang
Beispiellose Alterung
Folgen der Zuwanderung
Das Ende der europäischen Zuwanderung
Gefahren der Ost-West-Wanderung
Europäer in einem Boot
Aspekte außereuropäischer Zuwanderung
Vom Geber- zum Nehmerland
Lehren aus der bisherigen Zuwanderung
Bedeutungswandel der Zuwanderung
Zuwanderung - kein Allheilmittel
Szenarien der Zuwanderung
Ein neuer Abschnitt der Geschichte
Dicht besiedelter Westen, dünn besiedelter Osten
Wachsende Unterschiede zwischen West und Ost
Der Osten altert schneller
Wo kommen die Berliner her?
Optionen der Bundeshauptstadt
Breite Schultern, schmale Schultern
Folgen der Alterung
Alt und reich
Im stillsten Winkel der Republik
Interessen und Bedürfnisse im Wandel
Bevölkerungsentwicklung und Arbeitsmarkt
Staatliche Vormundschaft oder Bürgergesellschaft
Politik in der Verantwortung
Leben in einer schrumpfenden, alternden Bevölkerung

Wirtschaft und Beschäftigung im Umbruch

Massenarmut bis Mitte des 20. Jahrhunderts
Wohlstandsexplosion
Rückkehr zur Normalität
Reiche Deutsche
Armut ist relativ
Gesagt wird Armut, gemeint ist Gleichheit
Wachsende Kluft zwischen Arm und Reich
Arbeit, Arbeit, Arbeit
Vollbeschäftigung im Westen
Vollbeschäftigung im Osten
Wirtschaftswachstum ohne Arbeitszuwachs
Wissen und Kapital - Motoren der Wohlstandsmehrung
Gerechter Lohn
Füllhörner des Wohlstands
Wohlstand aus zweiter Hand
Wissen und Kapital in einer alternden Bevölkerung
Angst vor Eliten
Mittelmaß als Leitbild
Bildung - der Schlüssel zum Erfolg
Revision des Kapitalstocks
Mehr sparen, weniger konsumieren
Symbiose von Kapital und Arbeit
Pyrrhussiege der Gewerkschaften
Gewerkschaften in der Zwickmühle
Ungleiche Vermögensverteilung
Arbeitsplätze - eine Aufgabe aller
Jeder ein Arbeitgeber
Erwerbsarbeit - Packesel des Sozialstaats
Arbeitslosigkeit im Zerrspiegel
Hinter den Kulissen der Statistik
Arbeitslosigkeit ist kein Massenschicksal
Arbeit kommt von Arbeit
Arbeitgeber sind rar
Nur nicht dienen
Genug Arbeit für Ausländer
Sozialhilfe als Mindestlohn
Unverzichtbare Dienste
Die Gesellschaft der Arbeitnehmer

Sozialstaat vor dem Offenbarungseid

Mechanismus des Herrschens
Menschen sind sozial
Bismarcks Sozialgesetzgebung
Weimarer Republik und Nationalsozialismus
West und Ost auf getrennten Wegen
Sozialstaat preußischer Prägung
Bürger oder Untertan
Deutschland am Scheideweg
Explosion des Sozialstaats
Säulen staatlicher Herrschaft
Sozialstaat in der Krise
Verweigerung der Bürger
Entsolidarisierung der Gesellschaft
Gestandene Erwachsene, lallende Kinder
Starke und Schwache
Von der Existenz- zur Lebensstandardsicherung
Wiedererlangung der Mündigkeit
Illusionistentheater
Wohlstand auf Pump
Sozialstaat in der Schuldenfalle
Kosten der Wiedervereinigung
Versteckte Schulden
Vorsorge durch Investitionen
Geplatzte Wohlstandsillusionen
Das Ende des Sozialstaats als Herrschaftsinstrument
Ein neues Gleichgewicht
Aktive Altersvorsorge
Die Reform des Gesundheitswesens
Pflegeversicherung auf Kapitalbasis
Begrenzung der Arbeitslosenversicherung
Evolution oder Revolution

Schlussbemerkung

Pressestimmen

"Miegel (...) schreckt (...) vor der üblichen Ideologisierung nicht zurück (...). So bleibt der Essay am Ende doch vor allem ein Sampler der schon bekannten Miegelschen Sozialstaatsideen. Interessanter wäre es gewesen, die kulturellen Veränderungen, die eine alternde, verlangsamte Gesellschaft mit sich bringt, noch weiter gedanklich durchzuspielen."
(Barbara Dribbusch in der TAZ vom 21.03.2002)

 
 
 
       
     
   
  • Rezensionen

    • DETTLING, Warnfried (2002): Lauter letzte Warnungen,
      in: Die ZEIT Nr.11 v. 07.03.
      • Kommentar:
        Warnfried DETTLING lobt das Buch "Die deformierte Gesellschaft" des konservativen Revolutionärs Meinhard MIEGEL. Der 68er versucht mit seiner "Niedergangsprophetie" die Notwendigkeit eines Abbaus des Sozialstaats als unabdingbaren Sachzwang darzulegen.
    • DRIBBUSCH, Barbara (2002): Ende des Konsums.
      Meinhard Miegel befasst sich mit den Problemen der alternden Gesellschaft, ohne neue Konzepte zu finden,
      in:
      TAZ v. 21.03.
    • DECKSTEIN, Dagmar (2002): Zustände wie im alten Rom.
      Die Lügen des deutschen Sozialstaats werden endgültig entlarvt,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 23.09.
    • KREUDER, Thomas (2002): Läuft  die Politik dem wirklichen Leben hinterher?
      Meinhard Miegels neuer Maßhalte-Appell,
      in: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Nr.10, Oktober
 
   
  • Das Buch in der Debatte

    • STOIBER, Edmund (2002): Ein starkes Stück Analyse.
      Edmund Stoiber (CSU) über Meinhard Miegels Buch "Die deformierte Gesellschaft",
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.09.
    • SEIBEL, Andrea & Thomas KIELINGER (2002): "Deutschland nimmt eher Prozac, als sich mit natürlichen Mitteln zu helfen".
      Lord Dahrendorf über den Reformstau, die Volksparteien, und die deutsche Depression,
      in: Welt v. 04.10.
      • Kommentar:
        Nach Meinung von DAHRENDORF steht Deutschland besser da als die offizielle Politik dies darstellt, andererseits ist die Stimmung mieser als sie sein müsste.

                  
        Nicht der anspruchsgesättigte Bürger ist für DAHRENDORF das entscheidende Problem, sondern die politische Klasse. Hoffnungen hegt DAHRENDORF hier hinsichtlich der Generation der 40jährigen:
                  
        "Die 68er im weitesten Sinne, die in irgendeiner Weise durch diesen Umkreis Geprägten, haben nach wie vor das Heft in der Hand. Das ist besonders lästig, da es in der Generation der 40-Jährigen einen freieren Umgang mit vielen Themen gäbe. Das wird aber kommen".
                  
        Unverständlich bleibt jedoch, dass DAHRENDORF ausgerechnet in dem Sozialpopulisten Meinhard MIEGEL jemanden sieht, der unorthodoxe Dinge zu sagen wagt.
 
   
  • Meinhard Miegel in der Debatte

    • RÜCKERT, Sabine (2000): Was sich liebt, das stresst sich.
      Wie die Leidenschaft optimiert wird. Besuche bei Scheidungswaisen, Zweitmüttern und Verliebten über 60,
      in: Die Zeit Nr.34
    • GÜRTLER, Detlef (2003): Vorbild Deutschland, Frankfurt a/M: Eichborn
      • Zitat:
        "Am 13. November 1992 erblickte ein schmales Taschenbüchlein von gerade einmal 106 Seiten das Licht der Buchläden. Es hieß Weil das Land sich ändern muss, und trotz seines geringen Umfangs vereinte es unter seinen Autoren die Creme der politischen Klasse Deutschlands: Marion Gräfin Dönhoff, Meinhard Miegel, Wilhelm Nölling, Edzard Reuter, Helmut Schmidt, Richard Schröder und Wolfgang Thierse malten die Zukunft der Republik in düstersten Farben. (...). Heute, gut zehn Jahre später, zeigt sich (...), dass der mit Abstand richtigste Satz des ganzen Pamphlets (...) war: »Allenthalben hat die Qualität der politischen Klasse nachgelassen.«
        Besonders deutlich wird das im Kapitel »Damit die Deutschen nicht aussterben«. Damit der geneigte Leser bereits an der Pforte alle Hoffnung fahren lasse, beginnt es mit einem Horrorgemälde: Bis Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts werde die Bevölkerung Deutschlands um rund eine Million Menschen abnehmen (...).
        Starke Worte, nicht wahr? Nur mit einem kräftigen Haken: Keines davon ist wahr. Jetzt, zehn Jahre später, können wir die ersten Horror-Zahlen an der tatsächlichen Bevölkerungsentwicklung messen. Und die Zahlen, die das Statistische Bundesamt für die Bevölkerungsentwicklung in den 90er Jahren veröffentlicht, haben nicht das Geringste mit der damaligen Schmidt-Dönhoff-Miegel-Prognose zu tun: Die Bevölkerung Deutschlands hat sich im Laufe jenes Jahrzehnts nicht etwa um eine Million Menschen verringert, sie hat um mehr als drei Millionen Menschen zugenommen!"
    • JENSEN, Annette (2003): Standortfaktor Alter.
      Das Arbeitskräfteangebot sinkt in den kommenden Jahren enorm. Trotzdem nehmen die Probleme auf dem Arbeitsmarkt zu - Regierung und Wirtschaft sparen am falschen Ende,
      in: TAZ v. 10.02.
    • ADAM, Konrad (2003): Wer steckt hinter dem neu gegründeten Bürgerkonvent?
      Meinhard Miegel, Hans-Olaf Henkel und Roland Berger haben eine parteiübergreifende wirtschaftspolitische Initiative gestartet,
      in: Welt v. 14.05.
      • Kommentar:
        Konrad ADAM klärt die Leser über den neu gegründeten Bürgerkonvent auf, dessen Sprecher der neoliberale Besitzstandwahrer Meinhard MIEGEL ist.

              
          Eigentlich sollte der Angehörige der 68er-Generation bereits im Deutschen Herbst 2002 das Ministerium für Sozialversicherungen übernehmen, aber das "Dreamteam für Stoiber" (Capital 19/2002) von Hans-Olaf HENKEL scheiterte bekanntlich.
              
          Jetzt soll der Bürgerkonvent mit massivem Kapitaleinsatz eine Art Stützkorsett sein, die den Kanzler vor dem Umfallen in die falsche Richtung schützt:
              
          "Weiter gehende Fragen, insbesondere solche nach den Sponsoren der nicht ganz billigen Aktion, bleiben jedoch ohne Antwort, einstweilen jedenfalls. Man habe keine Lust, sich selbst oder die Angehörigen den Angriffen und Pressionen von Leuten auszusetzen, die sich dazu berufen fühlen, an Stelle des Bundeskanzlers die Richtlinien der Politik zu bestimmen, heißt es zur Begründung."
 
   

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Update: 12. Dezember 2007
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