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STÜRMER, Michael (2001): Ade, Generation
Golf.
Ein einziger Tag
hat den Serienglück-Seelen das Bild des irdisch Unvollkommenen
eingebrannt,
in: Welt v. 31.12.
"Das Recht auf
die Suche nach dem Glück ist seit der europäischen Aufklärung
Wurzel und Inbegriff individueller Freiheit. Aber nicht Glück
bestimmt die Grunderlebnisse der Generationen, sondern die
Verwundungen und Traumata.
Die Vergleichsreihen der Allensbacher Wertestudien erweisen, dass
nirgendwo im Westen die Generationenkluft so tief ist wie bei uns.
Das hat Gründe in den Generationserlebnissen, die inkompatibel
sind,"
meint Michael STÜRMER und stürmt durch die
Generationengeschichte, die - obgleich enorm verkürzt - doch nicht
so recht seine "Generationentheorie" zu stützen vermag.
"Ein Trauma war
dies alles nicht",
fasst er deshalb die Schicksale der
Nachkriegsgenerationen zusammen, um das Ausbleiben eines Traumas
zum einheitsstiftenden Generationenerlebnis zu erklären. Ist das
nicht Glück? Die
Generation Golf
sei nun in der "Realität" angekommen, offenbar für STÜRMER ein
Synonym für "Trauma".
Eine
Einführung in die aktuelle Generationendebatte |
STÜRMER, Michael (2002): Lasst die Alten ran.
Produktive Potenziale Teil VII: Die Jugend ist der einzige
Fehler, der sich von selbst korrigiert,
in: Welt v. 21.10.
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Michael STÜRMER prophezeit
den Double Income, no Kids eine düstere Zukunft. |
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Der Historiker Michael
STÜRMER propagiert das Buch Allemagne. Chronique d'un mort
annocé von Yves-Marie LAULAN.
Für den Nachweis eines "Selbstmordraum der
westlichen Welt" (ZELTNER) sind seit dem Erscheinen von
HOUELLBECQs Bestseller Elementarteilchen bereits ganze
Wälder zum Opfer gefallen.
Gerade in Frankreich wurde der
"demografische Schrecken" seit dem 1. Weltkrieg kultiviert wie
in keinem anderen westlichen Land.
Es verwundert deshalb kaum, dass jetzt ein demografielastiges
Werk über den Untergang des Abendlandes in Frankreich
erscheint.
So wie
jedoch der "demografische Schrecken" zum Großteil nichts als
Propaganda war, so werden spätere Generationen über die
gegenwärtige Hysterie nur den Kopf schütteln, denn die
Geburtenzahlen für Westdeutschland stehen im krassen Gegensatz
zur Rhetorik des Aussterbens.
Seit 25 Jahren liegen die
Geburtenzahlen im angeblich hedonistischen Westdeutschland
immer über dem Geburtentiefststand von 1978.
Nach dem Lieblingsslogan unserer
Nationalkonservativen, dass ungeborene Kinder keine Kinder
gebären, müssten sich die Geburtenzahlen inzwischen wieder
halbiert haben.
Offensichtlich ist das nicht geschehen
wie jeder selber nachprüfen kann!
Es ist also etwas oberfaul
an den Horrorszenarien unserer Apokalyptiker...
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Der Historiker Michael STÜRMER, ein Angehöriger der deutschen
Jammer-Elite, schreibt:
"Es
gibt quer durch die Jahrhunderte kein schärferes Zeichen
kollektiver Depression als den Niedergang von Heiraten und
Geburten."
Wir
behaupten, dass diese Depression ein Zerrbild ist. Unsere
Bevölkerungsstatistik ist gar nicht in der Lage das Ausmaß der
lebenslangen Kinderlosigkeit korrekt abzubilden, denn sie ist
normativ und nicht wertneutral. Es
gibt in Deutschland ein nationalkonservatives Deutungsmonopol. Wo
ist unsere angeblich globale Klasse?
Warum
muss z.B. die TAZ-Journalistin Ulrike WINKELMANN einen
Aufsatz über die zu hoch angegebene Kinderlosigkeit von
Akademikerinnen in der Zeitschrift
Feministische Studien veröffentlichen, der bis
heute nicht in den sich liberal gebenden Medien ausreichend
gewürdigt wurde? Es
erstaunt uns sehr, dass bis heute weitgehend unwidersprochen
Zahlen in Umlauf gebracht werden dürfen, die offensichtlich völlig
überhöht sind. Von
Herwig BIRG bis
Susanne GASCHKE predigen uns die nationalkonservativen
Seilschaften, dass es in Deutschland
zu wenig
Kinder gibt. Den Beleg bleiben sie uns jedoch schuldig, wenn
man nicht gerade Anhänger dieser neuen politischen Religion ist. Sie
können das nur, weil unsere angeblich globale Klasse sie gewähren
lässt! Deutschland sei liberal, heißt es. Dies gilt nicht für das
Gebiet des demografischen Wandels. Während
internationale Demografen längst die zu niedrig ausgegebenen
Geburtenraten in Deutschland diskutieren, herrscht in Deutschlands
Öffentlichkeit Schweigen im Walde. Wer ist politisch unkorrekt
genug, dieses Tabu zu brechen? Es
gibt hierzulande ein Schweigekartell. Auf Single-generation.de
wird dies dokumentiert. Es wird sich also nachweisen lassen, wer
diejenigen gewesen sind, die zu feige waren, die Lage richtig
darzustellen. Dies wird die Wissenschaft in Misskredit bringen.
Nicht Kinderlose haben zu wenig Mut, es sind unsere feigen Eliten! Es
sollte also im Interesse der Wissenschaft sein, endlich Stellung
zu nehmen zu dieser unerträglichen Situation. |
Neu:
STÜRMER, Michael (2006): Und der Rest der
Deutschen wandert aus.
Im vergangenen Jahr haben wieder mehr
als 140.000 Menschen das Land verlassen. Nicht schlimm? Doch. Es sind
fast ausschließlich die Jungen, Aktiven und Tüchtigen, die gehen,
in: Welt v. 22.08.
In der
FAZ
vom 26. Februar 2006 hat
Jürgen KAUBE darüber aufgeklärt, dass die amtliche Statistik -
zumal wenn sie so missbraucht wird wie von Michael STÜRMER -
die Zahlen der dauerhaften Auswanderer überschätzt, weil
kürzere Auslandsaufenthalte bei der jungen Elite zum Teil der
Normalbiografie geworden sind:
"Um
ein realistischeres Bild des »brain drain« zu erhalten,
mußte die Soziologin ihr Augenmerk also auch auf die Dauer
des Aufenthalts von akademisch qualifizierten Deutschen im
Ausland richten. So hat zwischen 1990 und 2000 die Zahl der
temporären amerikanischen Visa für hochqualifizierte
Deutsche um etwa 50 Prozent zugenommen. Viele dieser
Personen geben dabei ihren alten Wohnsitz auf, wodurch sie
sowohl hierzulande wie im US-Zensus als Aus- und Einwanderer
gezählt werden. Das Risiko eines sich verstetigenden
Aufenthalts ist, so Diehl, ungefähr konstant geblieben; es
beschließen also heute nicht mehr Deutsche, die eine
Zeitlang in Amerika arbeiten, dort endgültig zu bleiben, als
früher. Austauschstudenten aber, die es ebenfalls vermehrt
gibt - in den letzten 25 Jahren ist die Zahl der im Ausland
studierenden Deutschen um das Vierfache angestiegen -,
lassen sich selten in den Vereinigten Staaten nieder."
Die Welt muss sich
zudem vorwerfen lassen, dass sie gezielt
gefälschte Zahlen zur Geborenenstatistik
in Umlauf
gebracht hat. Und weil fast die gesamte so genannte
Qualitätspresse dies ungeprüft nachgedruckt hat, wird dies in
der Presse weiterhin totgeschwiegen... |
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