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Oswald Metzger:
Die Grünen als Öko-FDP
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Kurzbiographie
- 1954 in Grabs (Schweiz) geboren
- Studium der
Rechtswissenschaften
- Seit 1987 Mitglied der Grünen
- 2003 Buch
"Einspruch!"
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Oswald Metzger
in seiner eigenen Schreibe
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- METZGER, Oswald (2002): Die Koalition, ein
Trauerspiel.
Daß Schröder, Fischer & Co. die Strukturprobleme des Landes nicht
anpacken, wird sich rächen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.10.
- METZGER, Oswald (2003): Ein jeder trage
seine Last.
Die Veränderung der Alterspyramide erzwingt Reformen. Die Schweiz
hat es vorgemacht,
in: Tagesspiegel v. 22.11.
- METZGER, Oswald (2003):
Keine Nibelungentreue.
Es ist Zeit für eine schwarz-grüne Koalition,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.01.
- Kommentar:
Heute darf SCHIRRMACHERs
Liebling, der Öko-FDPler METZGER, an die FAZ-Krisenfront. Das
50er-Jahre-Credo von METZGER lautet:
"Sparen für das Alter heißt
Konsumverzicht heute. Also müssen auch nichtmaterielle Werte wieder
ins Blickfeld rücken: Nachbarschaftshilfe, ehrenamtliches
Engagement, Zeit für sich selbst und die Familie. »Weniger ist
mehr!« als Metapher läßt sich sowohl grün wie schwarz positiv
beleuchten."
- METZGER, Oswald (2003): Im Schlaraffenland
der Unverantwortlichen.
Rezepte für einen gesellschaftlichen Wandel gibt es, aber niemand
wagt sich heran: Warum Gerhard Schröder im Kampf gegen die
Gewerkschaften Beistand braucht,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.04.
-
METZGER, Oswald (2003): Wie Deutschland den demographischen
Wandel meistern kann.
Ohne Gegensteuer schrumpft der Gestaltungsspielraum der jungen
Generation,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 26.07.
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Oswald Metzger: Porträts und
Gespräche
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Einspruch!
(2003).
Wider den
organisierten Staatsbankrott
München:
Riemann
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Rezensionen
-
HERRMANN, Ulrike (2003): Die Wirtschaftskrise lösen? Kein
Problem.
Oswald Metzger will endlich wieder mal bei "Christiansen"
eingeladen werden. Sein polemisches und schlichtes Buch wird
ihm da sicher helfen,
in: TAZ v. 20.05.
- Kommentar:
Oswald METZGER - das Hätschelkind
der Feuilleton-Revoluzzer - möchte die Grünen als Öko-FDP
profilieren.
Mit "Einspruch!" hat
er dazu das mediengerechte Buch geschrieben, das HERRMANN
als das beschreibt, was es ist: "bissiges
Schwarzweißdenken", das die
Ökonomie der
Aufmerksamkeit bedient.
Das einzig
Ketzerische daran ist der Gebrauch des Wortes Ketzerisch.
Ansonsten wird das neoliberale Mantra heutzutage in allen
"Neue Mitte"-Medien als frohe Botschaft verkündet.
-
BORSTEL, Stefan von (2003): Abschied vom Schlaraffenland.
Oswald Metzger nimmt kein Blatt vor den Mund. In
"Einspruch" rechnet der ehemalige Haushaltspolitiker der
Grünen schonungslos ab: mit dem Politikbetrieb, den
Parteikollegen - und dem Sozialstaat,
in: Welt v. 31.05.
- Neu:
RIEDEL, Annette (2003): Oswald Metzger: Einspruch!
in: DeutschlandRadio Berlin v. 03.08.
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Oswald Metzger in der Debatte
-
SCHIRRMACHER, Frank (2002): Die Grünen hatten die
Revolution von den Bürgern nur geborgt.
Für Dosen verpfänden die Grünen ihre Zukunft,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 17.12.
- Kommentar:
Die Revolte ist ausgeblieben und
SCHIRRMACHER steigt nun selbst in den Ring.
Am 19.11.20002 rief Arnulf BARING in der FAZ die Bürger
auf die Barrikaden und der Kapitän auf dem
Titanic-Feuilleton der FAZ ist nun sichtlich verärgert,
dass sich die
Kinderpolitiker und die Öko-FDP (namentlich Oswald
METZGER) bei den Grünen weder durchsetzten noch freudig
BARING mit revolutionärem Sachverstand unterstützten,
denn:
"Blickt man auf die
jüngere Geschichte, so ließ sich das Bürgertum in den
vergangenen Jahrzehnten überhaupt nur noch ein einziges
Mal mobilisieren: durch den ökologischen Aufstand, den die
Grünen symbolisierten".
Wie ein beleidigtes
Kind hält SCHIRRMACHER nun schmollend den Grünen ihren
Wert Nachhaltigkeit entgegen:
"längst wäre ja zu
begreifen, daß das ökologische Ethos auch ein
gesellschaftspolitisches ist. Nachhaltigkeit und
Langfristigkeit sind in der gesellschaftspolitischen
Debatte so wichtig wie nie zuvor.
Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen -
dieser berühmte Satz der Grünen ist angesichts eines
maroden Rentensystems bei gleichzeitiger Neutralisierung
eines Mannes wie Oswald Metzger anscheinend längst
obsolet."
Was
SCHIRRMACHER dann über die Grünen und ihre Politiker
FISCHER, KÜNAST und TRITTIN zu sagen hat, das kann man -
wesentlich sachlicher und ausführlicher - bei
Joachim
RASCHKE in der von SCHIRRMACHER angegriffenen Süddeutschen
Zeitung lesen.
SCHIRRMACHER
zeigt zum wiederholten Male, dass der Vorwurf seines
Kollegen Eckhard FUHR nur zu berechtigt ist:
"Plötzlich
sehen sich diejenigen, denen sich scheinbar grenzenlose
Aussichten geboten hatten, im begrenzten Hier und Jetzt
ihrer Familie, ihrer Nation und ihrer Sozialversicherung.
Und weil nun die journalistischen Deutungseliten von der
Wirtschaftsflaute besonders hart betroffen sind, gerät
diese schmerzhafte Korrektur von Lebensperspektiven zur
medialen Inszenierung der Apokalypse".
Man fragt sich
nur noch: wie weit ist die TITANIC und ihr Kapitän
SCHIRRMACHER noch vom Eisberg entfernt?
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