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Rainer
Münz: Politikziel Zuwanderung
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Rainer
Münz im Porträt
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Rainer
Münz in seiner eigenen Schreibe
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- MÜNZ,
Rainer (1998): Grau oder bunt?
Was
der Alterungsprozeß der deutschen Bevölkerung
für Gesellschaft und Politik bedeuten wird,
in: Berliner
Zeitung v. 13.06.
- MÜNZ,
Rainer (2001): Wir werden immer weniger.
Die
Gesellschaft schrumpft und altert: Das fordert
eine von der Mehrheit akzeptierte
Bevölkerungspolitik,
in:
Welt v. 09.03.
- Kommentar:
Im Jahr 1979
erschien "Bevölkerungsrückgang in
der Bundesrepublik Deutschland: Ausmaß
und Konsequenzen" von Günter
BUTTLER. Dort heißt es:
"Es ist verschiedentlich
durchgerechnet worden, wie sich die Bevölkerungszahl der
Bundesrepublik verändern wird, falls die augenblicklichen
Verhältnisse in den nächsten Jahrzehnten fortdauern. Die
Resultate sind alarmierend. Nach Schwarz wird sich die
deutsche Bevölkerung von derzeit über 57 Millionen auf 52,2
Millionen im Jahre 2000 reduzieren, auf 39,4 Millionen im
Jahr 2030 und auf 22 Millionen im Jahre 2070. In knapp 100
Jahren würde sich die deutsche Bevölkerung demnach über 60
Prozent verringern."
Der
renommierte Bevölkerungswissenschaftler
Karl SCHWARZ hat nach BUTTLER die
Bevölkerung im Jahr 2000 auf 52,2
Millionen prognostiziert. 1998 lebten in
Westdeutschland aber 66,7 Millionen
Menschen. Sie ist also gestiegen und
nicht gesunken. Dies sind über 25 % mehr
Menschen als 25 Jahre vorher
prognostiziert worden sind.
Der
Spiegel
fragte schon 1975 besorgt, ob die
Deutschen aussterben. Die gegenwärtige
Debatte ist also keineswegs neu und erst
recht nicht originell. Kurzfristige
Geburtenrückgänge in langfristigen
Prognosen fortzuschreiben, ist ein
beliebtes politisches Spiel, um
Handlungsdruck zu erzeugen, wo sich
partout keiner finden will. Wo bleiben
die mutigen Journalisten, die endlich die
bevölkerungspolitische Debatte der 70er
Jahre aufarbeiten? Sie würden sicherlich
einige interessante Befunde zu Tage
fördern, die die heutige Debatte
relativieren...
- Ein
Blick auf die Geburtenstatistik
zeigt, dass die Anzahl der
Geburten im früheren
Bundesgebiet 1999 höher war als
in den Jahren 1973 - 1987:
Geburtenstatistik
der Bundesrepublik 1946-1999
- MÜNZ,
Rainer (2001): Kinderbetreuung statt Kindergeld.
Warum
wir eine bessere Förderpolitik zu Gunsten
erwerbstätiger Frauen brauchen,
in: Welt
v. 24.04.
- Kommentar:
MÜNZ ist wenigstens
schon mal so ehrlich, dass er seinen
Kinderlosenbegriff etwas
differenziert:
"eines ist klar:
Familien mit Kindern, die von einer solchen Regelung
profitieren, sind in der Minderheit. Die Mehrheit der
Erwachsenen ist kinderlos oder hat längst keine Kinder mehr
im Haushalt. Diese Erwachsenen wären die Nettozahler."
Was
er jedoch verschweigt: die Kinderlosen sind nicht alle
lebenslang Kinderlose, sondern vor allem Noch-Kinderlose.
Die Konsequenzen der steigenden Lebenserwartung erwähnt er
mit keinem Wort.
- MÜNZ,
Rainer (2001): Verzweifelt gesucht: mehr
Menschen.
Auch
wenn die gebärfaulen Deutschen ein Babywunder
herbeizaubern könnten, werden Arbeiter und
Rentenschaffer aus dem Ausland gebraucht,
in: Die
ZEIT Nr.18 v. 26.04.
- Kommentar:
Mann stelle sich
einmal "gebärfaule" Männer
vor!
- MÜNZ,
Rainer (2001): Auf der Flucht.
Im
20. Jahrhundert mussten in Europa 45 Millionen
Menschen ihre Heimat verlassen - Klaus Bade nennt
die Gründe
in: Tagesspiegel
v. 07.05.
-
Neu:
MÜNZ, Rainer (2003): Mehr Kinder, mehr Macht.
ZEIT-Serie
"Land ohne Leute" (2): Europa schrumpft, die USA wachsen. Auch die Einwohnerzahl
entscheidet darüber, wer künftig in der Welt den Ton angibt,
in: Die ZEIT Nr.3 v. 09.01.
- Kommentar:
NIEJAHR hat vor einer Woche in
der ZEIT die Stoßrichtung vorgegeben, dass "der Machtkampf
zwischen Staaten auch in Kreißsälen und Wochenbetten entschieden
werden kann".
Nun darf der
Bevölkerungswissenschaftler Rainer MÜNZ die
Normalisierung auf dem Felde der Bevölkerungspolitik in der
ZEIT einleiten und die machtpolitische Dimension ausführen.
Bevölkerungspolitik als Ideologie
verdankt sich in erster Linie seiner machtpolitischen Dimension.
In der deutsch-französischen Rivalität und dem
Schrecken von Sedan kommt jener bevölkerungspolitische Mythos
zum Tragen, der nun reaktiviert werden soll.
MÜNZ geht einerseits auf diese
Tradition ein und andererseits wird
jener Ball
aufgegriffen, den der ECONOMIST vor einiger Zeit vorgelegt hat.
Am Ende steht die Instrumentalisierung des Gebärens nicht mehr im
Zeichen des deutsch-französischen Geburtenwettlaufs, sondern wird
auf die globale Ebene des Zusammenpralls der Kulturen gehoben. Die
Geschichte darf nun endlich auch auf diesem Feld zurückkehren.
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Rainer
Münz im Gespräch
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- KLINGST,
Martin & Werner A. PERGER (2001): "Wir
müssen uns öffnen".
Wie
soll die Reform des Zuwanderungsrechts aussehen?
Fragen an Rainer Münz,
Bevölkerungswissenschaftler und Mitglied der
Süssmuth-Kommission,
in: Die
ZEIT Nr.28 v. 05.07.
- PAUL,
Markus (2002): Bevölkerungsexperte:
Zuwanderung sichert unsere
Lebensqualität
in: Nürnberger
Zeitung v. 15.01.
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Rainer
Münz in den Medien
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Studie
"Alternative demographische Szenarien für
die Schweiz" von Rainer Münz und Ralf
Ulrich
- IM
(2001): Mehr als 8 Millionen?
Neue
Entwicklungsszenarien für die Schweiz
bis 2060,
in: Neue
Zürcher Zeitung
v.01.11.
- MÜNZ,
Rainer & Ralf ULRICH (2001): Die
Schweiz im 21. Jahrhundert.
Politik und
Gesellschaft im Licht demographischer
Prognosen,
in: Neue
Zürcher Zeitung
v.10.11.
- Inhalt:
Die beiden
Autoren stellen die neue Prognose
von
Avenir
Suisse
vor. Es wird nicht von einem
zukünftigen
Bevölkerungsrückgang in der
Schweiz ausgegangen. Grundlage
der Prognose ist die Annahme
einer geringeren Sterblichkeit im
Alter und eine höhere
Einbürgerungsrate.
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weiterführende
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