| |
|
[
Autoren der
68er-Generation ] [
Debatte: Familien contra Singles ] [
News ] [
Suche ] [
Homepage ]
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Albrecht Müller:
Reformlüge, Machtwahn & Meinungsmache
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Albrecht Müller in
seiner eigenen Schreibe
|
|
| |
|
-
MÜLLER, Albrecht (1979): Ideologische Elemente,
Ungereimtes und Widersprüchliches in der bevölkerungs- und
familienpolitischen Debatte, in:
Rainer
Silkenbeumer (Hrsg) Geburtenrückgang. Risiko oder Chance?
Hannover: Fackelträger Verlag
-
MÜLLER, Albrecht (2003): Säen und Ackern.
Erntehelfer. Das Versagen der Intellektuellen in der wirtschafts-
und gesellschaftspolitischen Debatte,
in: Freitag Nr.6 v. 31.01.
- Inhalt:
Albrecht MÜLLER
zeichnet die Argumentation der neoliberalen Besitzstandwahrer nach
und kritisiert die "Erfindung und Dramatisierung des so genannten
demographischen Problems".
Es bleibt auch nicht
unerwähnt, dass dieser einflussreichen Gruppe ein weit gespanntes
wissenschaftliches Netzwerk mit immensen finanziellen Ressourcen
zur Verfügung steht.
-
MÜLLER, Albrecht (2003): Das Elend der Reformdebatte.
Über die unreflektierte Modernisierungs- und Reformdiskussion in
Deutschland,
in: Aus Politik und Zeitgeschichte B 51 v. 15.12.
- MÜLLER, Albrecht (2004): "Lasst die
Geschichte anders enden".
Der Kanzler hält an seinem Kurs fest. Hier schreibt ihm Albrecht
Müller, Ex-Berater von Willy Brandt und Helmut Schmidt, dass er das
für falsch hält,
in: Tagesspiegel v. 23.08.
- Inhalt:
"Als
ich im April hörte, Du wolltest den Würzburger
Volkswirtschaftsprofessor
Peter
Bofinger zum Bundesbankpräsidenten machen, da dachte ich:
Bravo, der Bundeskanzler hat’s verstanden! Jetzt setzt er mit dem
auf Ankurbelung der Wirtschaft drängenden Wissenschaftler ein
Gegengewicht gegen die Vorherrschaft der neoliberalen Mafia.
Bofinger hätte hier im Land und als deutscher Vertreter in der
Europäischen Zentralbank wichtige neue Akzente zur Belebung der
europäischen Volkswirtschaften setzen können. Warum in aller Welt
hast Du diese Chance nicht genutzt und Dich dem Widerspruch von
Hans Eichel gebeugt?"
fragt Albrecht MÜLLER den Kanzler.
-
MÜLLER, Albrecht (2004): Die Reformlüge,
in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Nr.9,
September
- MÜLLER, Albrecht (2004): "Die Pferde
müssen wieder saufen".
Eine Erinnerung an erfolgreiche Konjunkturpolitik in
den Zeiten von "Plisch und Plum" oder: Wachstum scheitert derzeit
hauptsächlich an Dogmen,
in: Frankfurter Rundschau v. 22.09.
-
MÜLLER, Albrecht
(2005): Der große Irrtum.
Standort Deutschland. Die Reformer sind wie Drogenabhängige - statt
nachzudenken legen sie nach,
in: Freitag Nr.12 v. 25.03.
- Inhalt:
Albrecht MÜLLER
geht u.a. auf einen
Artikel von Frank SCHIRRMACHER in der FAZ
ein:
"Wenn
Sie die Reden unserer Führungsspitzen - wieder parteiübergreifend -
Revue passieren lassen, dann werden Sie immer die gleichen
Begründungen für Strukturreformen finden: Wir stünden vor völlig
neuen Herausforderungen, vor der gänzlich neuen Globalisierung und
vor dem neuen und bedrückenden Problem der demographischen
Entwicklung, des Wenigerwerdens und des
Älterwerdens.
Wenn ich ein junger Mensch im Ausland oder ein
ausländischer Investor wäre und würde den dramatischen Geschichten
des Mitherausgebers der FAZ
Frank Schirrmacher glauben, ich
ginge nicht nach Deutschland. (...).
Schrecklich ist allein das Niveau unserer Eliten.
Auch die demographische Entwicklung wird maßlos übertrieben.
Schirrmacher zum Beispiel behauptet wahrheitswidrig, die Weichen für
Deutschlands Bevölkerungsrückgang von 82 Millionen auf 67 Millionen
in 2050 seien »unumkehrbar« gestellt. Er unterschlägt, dass die
Prognosen sehr unsicher sind und dass die mittlere Variante der
Modellrechung der Demographen für 2050 bei 75 und nicht bei 67
Millionen liegt, wie er schreibt. 1950 übrigens waren es mit 68,7
Millionen weit weniger. Andere entlastende Faktoren wie die
Entwicklung der Arbeitsproduktivität werden einfach weggelassen.
Selbst wenn unsere
Standortbedingungen wirklich so schlecht wären, (...) hätten unsere
Politiker die Pflicht, gut über unser Land zu reden. Denn ein Land
mit einem schlechten Image verkauft sich schlecht. Und auch wir
verkaufen uns dann unter Wert"
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Albrecht Müller im Gespräch
|
|
| |
|
-
SCHULZ, Daniel (2004): "Die Sozialstaatsreformer verhalten sich wie
Drogensüchtige", sagt Albrecht Müller.
Sparen und reformieren - das
ist das neue ökonomische Dogma. Erfolg hat es nicht. Aber das stört
offenbar niemand,
in: TAZ v. 28.08.
-
MÜLLER, Albrecht (2006): Schock und Horror.
Schamlos: Wie das Vertrauen in die gesetzliche Rente zerstört wird,
in: Freitag Nr.11 v. 17.03.
-
SCHÖLZEL, Arnold (2006): "Der Fisch stinkt vom Kopf her".
Gespräch mit Albrecht Müller.
Über Verfallsprozesse in der deutschen Führungsschicht, Korruption in
der Wissenschaft, den Durchbruch des Neoliberalismus in der
Bundesrepublik und die Folgen,
in: junge Welt v. 18.03.
-
SCHIRRMACHER, Frank & Andreas PLATTHAUS (2006): Ist Deutschland noch
zu retten?
Ein Streitgespräch über Demographie zwischen Herwig Birg und
Albrecht Müller,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.08.
-
MINKMAR, Nils (2009): Eine perfekte Meinungsmaschine.
Der Politik-Blogger Albrecht Müller über die Macht von PR-Agenturen
über Politik und Medien,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 16.08.
- Inhalt:
Nils MINKMAR befragt Albrecht
MÜLLER über die Meinungsmache in den Medien. Ein typisches Beispiel
ist die Durchsetzung des Elterngeldes:
"Haben
Sie als Macher der »Nachdenkseiten« das Gefühl, gegen Windmühlen
anzuschreiben?
Albrecht
Müller: Das ist mein Dauergefühl. Es gibt einen breiten Strom
von herrschenden Meinungen; dagegen stehen unter anderem die
»Nachdenkseiten«, die erfunden wurden, um eine
Gegenöffentlichkeit zu kreieren. Es gibt ja durchaus viele mit guten
Fakten begründete Gegenmeinungen zu den herrschenden Meinungen, aber
diese Ströme laufen oft aneinander vorbei.
Wie oft
wurde beispielsweise die Behauptung wiederholt, 40 oder sogar 43
Prozent der Akademikerinnen blieben kinderlos? Aufgrund dieser
Meinungsmache wurde das Elterngeld eingeführt. Dabei stand schon
zwei Jahre vorher in der »Zeit«, dass diese Zahl nicht stimmen kann.
Es war also eine gemachte Meinung. Doch die Veröffentlichung der
Gegenmeinung hatte keinerlei Effekt."
Was
das Thema Meinungsmache im Zusammenhang mit dem demografischen
Wandel betrifft, lässt sich dies Tag für Tag auf der
News-Seite von
single-dasein.de bzw. auf
dieser
News-Seite von single-generation.de nachlesen.
Einen guten Überblick geben die Rückblicke auf die Jahre
2001,
2002,
2003,
2004,
2005 und
2006.
Insbesondere
die ZEIT spielte in der Durchsetzung des Elterngeldes eine
zentrale Rolle. Anhand der Artikel der Journalisten
Susanne GASCHKE und
Björn SCHWENTKER lässt sich die
Debatte um die Kinderlosigkeit der
Akademikerinnen gut nachvollziehen.
Die
ZEIT reagierte auf die kritische Gegenöffentlichkeit von
Websites wie single-dasein.de und single-generation.de
mit der Engagierung des Wissenschaftsjournalisten Björn SCHWENTKER,
der in der Online-ZEIT die Funktion eines "Anti-GASCHKE"
übernahm. Erst nachdem die Durchsetzung des Elterngeldes gesichert
war, durfte SCHWENTKER auch in der Print-ZEIT schreiben.
Deutlicher lässt sich Meinungsmache kaum nachweisen.
Das
Buch
"Die Single-Lüge"
aus dem Jahr 2006
war das erste Buch, das die Meinungsmache auf dem Gebiet der
Demografie ausführlich beschrieb.
Wie
vergesslich die Medien - insbesondere in Zeiten des Wahlkampfes -
sind, wurde wieder einmal deutlich bei der Veröffentlichung der
Geburtenzahlen für Deutschland in diesem Sommer durch das
Statistische Bundesamt und
EUROSTAT. Gegen diese
Vergesslichkeit der Medien gibt es deshalb auf single-dasein.de
immer wieder Hintergrundberichte und Anmerkungen zu speziellen
Medienberichten.
-
TWICKEL, Christoph (2009): "Wir haben keine demokratischen
Verhältnisse mehr".
PR-Kritiker Albrecht Müller im Gespräch,
in: Spiegel Online v. 21.08.
-
JELLEN, Reinhard (2009): "Überall ist Berlusconi".
Gespräch mit Albrecht Müller über sein neues Buch "Meinungsmache.
Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen" -
Teil 1,
in: Telepolis v. 07.10.
-
JELLEN, Reinhard (2009): "Alleine mit den gezahlten Boni kann man eine
unserer Parteien mehrmals kaufen".
Gespräch mit Albrecht Müller über sein neues Buch "Meinungsmache.
Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen" -
Teil 2,
in: Telepolis v. 08.10.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
 |
|
 |
| |
|
|
Klappentext
"Demokratie am Ende? Nicht ohne Grund empfinden so
viele Menschen ein Unbehagen an der Politik: Es wird über ihre
Köpfe hinwegregiert. Mit systematisch inszenierten Kampagnen
wird die öffentliche Meinung beeinflusst. Albrecht Müller deckt
auf, wer diese Kampagnen steuert und was wir dagegen tun können.
An vielen Beispielen weist
er nach: Die öffentliche Meinungsbildung - und damit auch die
politischen Entscheidungen - wird von kleinen Zirkeln und sehr
großen Interessen bestimmt. Sie betreiben den Ausverkauf unseres
Landes – des öffentlichen Vermögens und auch von privaten
Unternehmen. Das Gemeinwohl hat abgedankt, das Profitinteresse
triumphiert.
Mittels strategisch
geplanter Kampagnen wird gezielte Desinformation betrieben – auf
fast allen Kanälen und so lange, bis alle der Botschaft glauben,
die durch vermeintliche Experten in die Köpfe gestreut wird.
Dieses Buch ist Aufklärung
im besten Sinne – und eine Ermunterung, sich einzumischen: für
alle, die sich das Denken nicht verbieten lassen."
|
|
|
 |
|
 |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
 |
|
 |
| |
|
|
Klappentext
"Sie sind unteres Mittelmaß, und sie sind
rücksichtslos zerstörerisch: unsere »Eliten«. Mit ihren Reformen
zerschlagen sie gewachsene Strukturen, ohne zu wissen, wo es
hingehen soll. Nacheinander werden der Sozialstaat, unsere
Moral, unsere Werte, die Sicherheit der Menschen und die
Demokratie zur Disposition gestellt. Rücksichtslos räumen die
Eliten ab. Und sie arbeiten auf eigene Rechnung.
Früher waren wir wirtschaftlich und sozial stark, doch die
Dummheit der vermeintlichen Führungskräfte und Meinungsmacher
beraubt das Land seiner Kraft.
Ein Netzwerk mittelmäßiger Eliten droht uns zu Grunde zu
richten. Es sind dieselben, die uns seit Jahr und Tag einreden,
dieses Land sei am Ende, damit sie ihr Ideal einer Wirtschaft
ohne Regeln besser durchpeitschen können – dabei haben sie die
Zustände selbst verursacht, die sie so lauthals beklagen. Es
sind die Führungskräfte aus Politik und Publizistik, aus
Wissenschaft und Wirtschaft, und sie tragen prominente Namen:
Horst Köhler, Angela Merkel, Gerhard Schröder, Friedrich Merz,
Josef Ackermann, die Bertelsmann-Stiftung, Roland Berger,
Hans-Werner Sinn und viele andere. "
|
|
|
 |
|
 |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Rezensionen
-
KAMANN, Matthias (2006): Kritik am Meinungskartell.
Albrecht Müller: "Machtwahn - Wie eine mittelmäßige
Führungselite uns zu Grunde richtet",
in: DeutschlandRadio v. 07.04.
- Inhalt:
Mit den sozial- und
wirtschaftspolitischen Vorstellungen von Albrecht MÜLLER
kann sich KAMANN zwar nicht anfreunden, aber bei seiner
Kritik an der demografischen Demagogie stimmt er ihm zu:
"Es
gibt sie, die Tendenz zur inzestuösen Meinungsbildung in
jenen Informationseliten, die seit gut fünf Jahren eine
Radikalkur für unsere Wirtschaft und Sozialsysteme
fordern. Gerade diejenigen, die unablässig über
Korporatismus und soziale Kartelle klagen, haben selbst
ein korporatives Kartell aufgebaut, in dem einer dem
andern die Reformthesen und Krisenbeschwörungen
nachspricht. So kamen jüngst pünktlich zum Erscheinen des
neuen
Demographie-Buches von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher
plötzlich die passenden Studien zum Geburtenrückgang
daher, und die Medien überboten einander mit Serien über
die alternde Gesellschaft und die Krise der
Rentenversicherung. In solchen Fällen wird, da hat Müller
schon recht, weniger hinterfragt als hinterher
geschrieben."
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Die Reformlüge (2004).
40 Denkfehler, Mythen und Legenden, mit denen
Politik und Wirtschaft Deutschland ruinieren
Droemer Verlag
|
|
| |
|
 |
|
 |
| |
|
|
Klappentext
"Albrecht Müller analysiert die Reformwut und sagt:
Der Kaiser ist nackt. Was uns die politische Klasse als
prächtiges Reformpaket verkauft, enthält nur leere
Versprechungen und falsche Annahmen. Die Folgen sind
katastrophal.
Seit Jahr und Tag zeichnen Politiker und Wirtschaftsexperten ein
Schreckensszenario: »Die Lohnnebenkosten sind zu hoch«, »Wir
leben über unsere Verhältnisse«, »Der Generationenvertrag trägt
nicht mehr«. Alle sind sich einig: Es muss etwas geschehen. Doch
was? Das Land taumelt von einer Reform zur nächsten.
Es geht auch anders. Fundiert und faktenreich entlarvt der
Nationalökonom Albrecht Müller die gängigen Klischees über den
Zustand unseres Landes als eiskalte Lügen. Das Ziel: die soziale
Gerechtigkeit soll ausgehebelt werden. Den Nutzen haben einige
wenige, die Zeche zahlen wir alle.
Ein wichtiges Buch, das schlagende Argumente gegen die
Reform-Propaganda liefert und Alternativen zum sozialen
Ausverkauf aufzeigt."
Pressestimmen
"Auch wer ganz andere Ansichten vertritt,
kann mit Hilfe der »Reformlüge« seinen Blick schärfen und zu
den wirtschaftspolitischen Debatten mehr als die bekannten
Phrasen beisteuern."
(Ferdinand Knauß in der Financial Times
Deutschland vom 01.09.2004)
"Albrecht Müller
ist der erste Mutmach-Autor der aufkeimenden
Es-wird-wieder-besser-Bewegung. Wenn nicht alles täuscht,
ist die Ära der Miesmacher, in persona Meinhard Miegel,
Peter Glotz, Oswald Metzger und Gabor Steingart, demnächst
beendet. Ihre Litaneien, wie nahe das Ende der Republik sei,
will einfach keiner mehr hören. Die Signale klingen
neuerdings anders: Wir sind besser als unser Ruf!"
(Peter Felixberger in changex.de vom
08.09.2004)
"In sehr sachlicher und systematischer Form
werden dort viele der Vorurteile widerlegt, die jeden
Sonntagabend im Fernsehen bei Christiane Christiansen die
Runde machen."
(Peter Bofinger in der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung vom 07.10.2004)
|
|
|
 |
|
 |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Rezensionen
-
ROMMENEY, Ernst (2004): Albrecht Müller: Die Reformlüge,
in: BuchTipp. Sendung des DeutschlandRadio Berlin v.
29.08.
-
KNAUß, Ferdinand (2004): Eine Lanze brechen für die 70er
Jahre,
in: Financial Times Deutschland v. 01.09.
-
THELEN, Peter (2004): Gegen den Mainstream deutscher
Reformitis,
in: Handelsblatt v. 03.09.
-
FELIXBERGER, Peter (2004): Gegenreformation.
Die Reformlüge - das neue Buch von Albrecht Müller,
in: changex.de v. 08.09.
-
ADAM, Konrad (2004): Machts doch wie ich!
Albrecht Müller mogelt mit Mythen,
in: Welt v. 25.09.
- Kommentar:
Singlefeind
Konrad ADAM ist verständlicherweise nicht begeistert
über das Buch von MÜLLER, denn es widerspricht seinem
familienfundamentalistischen Standpunkt.
- NICOLINI, Elke (2004):
Gedanken, die kaum einer mehr denkt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.10.
-
BOFINGER, Peter (2004): Albrecht Müller: Die Reformlüge.
Die Lieblingslektüre der Ökonomen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.10.
|
|
| |
|
-
Das Buch in der Debatte
-
GRAW, Ansgar (2004): Der mit den Linken tanzt.
"Die Reformlüge": CSU-Vize Horst Seehofer präsentiert
das Buch des SPD-Nationalökonomen Albrecht Müller,
in: Welt v. 31.08.
- Inhalt:
GRAW berichtet über eine Buchvorstellung,
bei der Horst SEEHOFER die Demografie als Mittel sozialpolitischer
Demagogie kritisiert:
"Ein
zentraler Irrtum, befindet Horst Seehofer mit Friedrich Nietzsche,
bestehe darin, dass jede Generation überzeugt sei, vor der größten
Herausforderung der Menschheitsgeschichte zu stehen. Und deswegen
seien die alarmistischen Deutschen seit 40 Jahren überzeugt, ein
»sterbendes Volk«
zu sein. Doch die
demografische Entwicklung werde eindeutig übertrieben dargestellt,
sagt Seehofer."
- GLOTZ, Peter (2004): Gibt's einen Ausweg
aus der Merz-Müller-Sackgasse?
Der Staubsauger des Keynesianismus hat Asthma bekommen. Und die
neoklassischen Litaneien klingen schief,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 05.09.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
 |
|
 |
| |
Zitate:
Volk ohne Raum?
"Die
Wohnbevölkerung des Jahres 2030 dürfte nach den üblichen
Schätzungen einschließlich der Ausländer etwa 44 Mill.
betragen; sie läge damit deutlich über dem Stand des Jahres
1939 in den Grenzen des Bundesgebietes. Bekanntlich nannte
man uns damals ein
»Volk ohne Raum«!" (S.158)
Die Erzeugung einer neuen
Konfliktlinie
"Die Diskussion um
Verteilung und Gerechtigkeit wird verschoben - von der Frage
nach der Verteilungsgerechtigkeit zwischen reich und arm zu
jener zwischen kinderarm und kinderreich.
(...).
Es wird versucht, Solidarität zu erzeugen zwischen allen
kinderreichen Familien gegen den Rest, der wenig bzw. keine
Kinder hat; ganz gleich wie die Einkommens- und
Vermögensverhältnisse liegen.
(...).
Die Strategie unterstellt eine Interessenharmonie zwischen
Ober- und Unterschichtfamilie. Die Thematisierung der
Familie lenkt ab von den Unterschieden zwischen den
Familien.
(...).
Der Versuch, die begrenzten Mittel in Zukunft entsprechend
der Umverteilungsvorstellung der CDU/CSU einzusetzen, ist
schon deshalb abwegig, weil mehr als die Hälfte der
Mehr-Kinder-Familien heute den Kreisen der gutsituierten
Bürger zuzurechnen sind." (S.162f.)
Die bürgerliche Familie
und die Dienstbotengesellschaft
"Erst seit die
bürgerliche Familie nicht mehr ihre Privilegien genießt,
sind die Kinderkosten ein Thema. Um die doppelbelasteten
Arbeiterfrauen des letzten Jahrhunderts oder des Beginns
diesen Jahrhunderts hat sich niemand gekümmert.
Das bürgerliche Ideal (die Viel-Kinder-Familie mit einer
ganz ihren Interessen nachgehenden Mutter) hat nur
funktioniert, so lange es möglich war, die Arbeit durch
Dienstboten und Hausmädchen besorgen lassen zu können. Der
Einkommensabstand zwischen Oberschicht, Mittelschicht und
Unterschicht hatte bewirkt, daß früher die Lage der Kinder
kein zentrales Thema der konservativen Debatte war. Die Lage
der Arbeitnehmerfrauen hat nicht interessiert, obwohl ihre
Kinder sehr viel schlechter dran waren als heute." (S.167)
|
|
 |
|
 |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|