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Albrecht Müller: Reformlüge, Machtwahn & Meinungsmache

 
       
     
       
     
       
   

Albrecht Müller in seiner eigenen Schreibe

 
   

MÜLLER, Albrecht (1979): Ideologische Elemente, Ungereimtes und Widersprüchliches in der bevölkerungs- und familienpolitischen Debatte, in: Rainer Silkenbeumer (Hrsg) Geburtenrückgang. Risiko oder Chance? Hannover: Fackelträger Verlag

MÜLLER, Albrecht (2003): Säen und Ackern.
Erntehelfer. Das Versagen der Intellektuellen in der wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Debatte,
in: Freitag Nr.6 v. 31.01.

Albrecht MÜLLER zeichnet die Argumentation der neoliberalen Besitzstandwahrer nach und kritisiert die "Erfindung und Dramatisierung des so genannten demographischen Problems". Es bleibt auch nicht unerwähnt, dass dieser einflussreichen Gruppe ein weit gespanntes wissenschaftliches Netzwerk mit immensen finanziellen Ressourcen zur Verfügung steht.

MÜLLER, Albrecht (2003): Das Elend der Reformdebatte.
Über die unreflektierte Modernisierungs- und Reformdiskussion in Deutschland,
in: Aus Politik und Zeitgeschichte B 51 v. 15.12.

MÜLLER, Albrecht (2004): "Lasst die Geschichte anders enden".
Der Kanzler hält an seinem Kurs fest. Hier schreibt ihm Albrecht Müller, Ex-Berater von Willy Brandt und Helmut Schmidt, dass er das für falsch hält,
in: Tagesspiegel v. 23.08.

"Als ich im April hörte, Du wolltest den Würzburger Volkswirtschaftsprofessor Peter Bofinger zum Bundesbankpräsidenten machen, da dachte ich: Bravo, der Bundeskanzler hat’s verstanden! Jetzt setzt er mit dem auf Ankurbelung der Wirtschaft drängenden Wissenschaftler ein Gegengewicht gegen die Vorherrschaft der neoliberalen Mafia. Bofinger hätte hier im Land und als deutscher Vertreter in der Europäischen Zentralbank wichtige neue Akzente zur Belebung der europäischen Volkswirtschaften setzen können. Warum in aller Welt hast Du diese Chance nicht genutzt und Dich dem Widerspruch von Hans Eichel gebeugt?" fragt Albrecht MÜLLER den Kanzler.

MÜLLER, Albrecht (2004): Die Reformlüge,
in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Nr.9, September

MÜLLER, Albrecht (2004): "Die Pferde müssen wieder saufen".
Eine Erinnerung an erfolgreiche Konjunkturpolitik in den Zeiten von "Plisch und Plum" oder: Wachstum scheitert derzeit hauptsächlich an Dogmen,
in: Frankfurter Rundschau v. 22.09.

MÜLLER, Albrecht (2005): Der große Irrtum.
Standort Deutschland. Die Reformer sind wie Drogenabhängige - statt nachzudenken legen sie nach,
in: Freitag Nr.12 v. 25.03.

Albrecht MÜLLER geht u.a. auf einen Artikel von Frank SCHIRRMACHER in der FAZ ein:

"Wenn Sie die Reden unserer Führungsspitzen - wieder parteiübergreifend - Revue passieren lassen, dann werden Sie immer die gleichen Begründungen für Strukturreformen finden: Wir stünden vor völlig neuen Herausforderungen, vor der gänzlich neuen Globalisierung und vor dem neuen und bedrückenden Problem der demographischen Entwicklung, des Wenigerwerdens und des Älterwerdens.
        
Wenn ich ein junger Mensch im Ausland oder ein ausländischer Investor wäre und würde den dramatischen Geschichten des Mitherausgebers der FAZ Frank Schirrmacher glauben, ich ginge nicht nach Deutschland. (...).
        
Schrecklich ist allein das Niveau unserer Eliten. Auch die demographische Entwicklung wird maßlos übertrieben. Schirrmacher zum Beispiel behauptet wahrheitswidrig, die Weichen für Deutschlands Bevölkerungsrückgang von 82 Millionen auf 67 Millionen in 2050 seien »unumkehrbar« gestellt. Er unterschlägt, dass die Prognosen sehr unsicher sind und dass die mittlere Variante der Modellrechung der Demographen für 2050 bei 75 und nicht bei 67 Millionen liegt, wie er schreibt. 1950 übrigens waren es mit 68,7 Millionen weit weniger. Andere entlastende Faktoren wie die Entwicklung der Arbeitsproduktivität werden einfach weggelassen.
      
  Selbst wenn unsere Standortbedingungen wirklich so schlecht wären, (...) hätten unsere Politiker die Pflicht, gut über unser Land zu reden. Denn ein Land mit einem schlechten Image verkauft sich schlecht. Und auch wir verkaufen uns dann unter Wert"

MÜLLER, Albrecht (2006): Schock und Horror.
Schamlos: Wie das Vertrauen in die gesetzliche Rente zerstört wird,
in: Freitag Nr.11 v. 17.03.

Albrecht MÜLLER zeigt auf, dass die Verfechter der privaten Altersvorsorge wie Meinhard MIEGEL, Bernd RAFFELHÜSCHEN, Hans-Werner SINN und Bert RÜRUP eng mit den wirtschaftlichen Profiteuren des Sozialstaatsabbaus zusammenarbeiten.

MÜLLER, Albrecht (2007): Das Versagen der SPD-Linken.
Replik zu Benjamin Mikfeld: Seine Ausführungen lassen verstehen, weshalb die Sozialdemokraten nicht mehr als eigenständige politische Kraft wahrgenommen werden,
in: Freitag Nr.30 v. 27.07.

Harsche Kritik übt Albrecht MÜLLER u.a. an der rot-grünen Rentenreform: "Um den großen Versicherungskonzernen die Hasen in die Küche zu treiben, wurde das Vertrauen in die solidarische Altersversorgung systematisch zerstört. Vorerst letzter Akt war die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67, verbunden mit einer entsprechenden Minderung der Rente. Die Privatvorsorge über Riester- und Rürup-Rente wird gleichzeitig zu Lasten der allgemeinen Steuerzahler hoch subventioniert. Das ist sozusagen der öffentlich finanzierte Teil des Schmiergeldes, das die Versicherungskonzerne zur Beeinflussung von Wissenschaftlern und Politikern großzügig ausgeben. Allein an den Nebeneinkünften für den früheren sozialdemokratischen Arbeitsminister Walter Riester in Höhe von mindestens 181.500 Euro hätte sich der Vertreter der neuen SPD-Linken verschlucken müssen beim Versuch, diese Art, den Sozialstaat umzubauen, auch noch schön zu reden."

 
       
   

Albrecht Müller im Gespräch

 
   

SCHULZ, Daniel (2004): "Die Sozialstaatsreformer verhalten sich wie Drogensüchtige", sagt Albrecht Müller.
Sparen und reformieren - das ist das neue ökonomische Dogma. Erfolg hat es nicht. Aber das stört offenbar niemand,
in: TAZ v. 28.08.

SCHÖLZEL, Arnold (2006): "Der Fisch stinkt vom Kopf her".
Gespräch mit Albrecht Müller. Über Verfallsprozesse in der deutschen Führungsschicht, Korruption in der Wissenschaft, den Durchbruch des Neoliberalismus in der Bundesrepublik und die Folgen,
in: junge Welt v. 18.03.

SCHIRRMACHER, Frank & Andreas PLATTHAUS (2006): Ist Deutschland noch zu retten?
Ein Streitgespräch über Demographie zwischen Herwig Birg und Albrecht Müller,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.08.

Frank SCHIRRMACHER muss sich fragen lassen, warum er Albrecht MÜLLER und nicht den Demografen Gerd BOSBACH gegen den Demografen BIRG hat antreten lassen. Er hatte offenbar ANGST, dass ein Bevölkerungsstatistiker die PHRASEOLOGIE des Herwig BIRG ganz anders auseinander genommen hätte als Albrecht MÜLLER.

MÜLLER hat jedoch aufgezeigt, dass der Erklärungswert der nationalkonservativen Bevölkerungswissenschaft insgesamt eher gering ist, weil die Entwicklung der sozialversicherungsfähigen Jobs und die Produktivitätsentwicklung für den Wohlstand der Bevölkerung entscheidender ist als die Erreichung des Bestandserhaltungsziels. Es liegt auf der Hand, dass SCHIRRMACHER MÜLLER eine auswischen wollte, was er bereits im März 2005 versuchte. Herwig BIRG bläht sich entsprechend bis kurz vorm Platzen auf:

"1946 gab es in Deutschland 920.000 Geburten, 2005 nur noch 686.000. Nach meinen 1998 publizierten Berechnungen werden es 2030 noch 532.000 und 2050 nur 438.000 sein. Wie zuverlässig sind solche Prognosen? Die für 2005 prognostizierten Geburten und Sterbefälle haben eine Fehlerrate von einem Promille."

WOW! 1 Promille Fehlerrate! Der Mann ist echt doll. BIRG suggeriert uns, dass auch die Werte für 2030 und 2050 ernst zu nehmen seien. BIRG muss sich jedoch fragen lassen, was das für eine Fehlerrate sein soll. Ein Hinweis auf den Zaubertrick gibt BIRG im Interview selbst:

"Das sind die Ergebnisse der siebten Variante des Statistischen Bundesamts, die mit der bisherigen Entwicklung am besten übereinstimmt."

Der Zaubertrick des Herwig BIRG ist also ganz simpel: Man nehme 100 Berechnungen und suche sich rückblickend jene eine heraus, die die geringste Abweichung zur tatsächlichen Entwicklung hatte. Man gehe auf die Homepage des Herwig BIRG und schaue sich die dortigen Simulationsberechnungen an. Dann bleibt nicht mehr viel übrig von der Selbstherrlichkeit des "weltweit angesehensten Demographen" (FAZ).

Jahr FAZ-Geborenenzahlen Spannbreite Geborenenzahlen BIRG-Homepage
2005 686.000 601.000 (A11) - 701.000 (A12) - 826.000 (E24)
2030 532.000 417.000 (A11) -
546.000 (D12/22) -
976.000 (E24)
2050 438.000 288.000 (A11) - 447.000 (E21) - 1.135.000 (E24)

Die Spannbreite der immer noch möglichen Geborenenentwicklung ist also enorm. Die in der FAZ publizierten Zahlen liegen vom Möglichkeitsraum aus gesehen im unteren Bereich. Herwig BIRG muss sich also fragen lassen, ob er die Entwicklung nicht bewusst dramatisiert, denn die Entwicklung der Geborenenzahlen über lange Zeiträume wie sie BIRG immer wieder provokant hervorhebt, kann sich selbst in kurzen Zeiträumen erheblich verändern. Dies hat sowohl der Babyboom in den 1960er Jahren als auch der Geburtenrückgang in der ehemaligen DDR gezeigt.

Im Buch Die Single-Lüge wird die Strategie von Herwig BIRG und seinen Mitstreitern detailliert aufgezeigt und eine Gegenstrategie entworfen. Singles sollten sich von der Phrasendrescherei des Herwig BIRG nicht blenden lassen.

MINKMAR, Nils (2009): Eine perfekte Meinungsmaschine.
Der Politik-Blogger Albrecht Müller über die Macht von PR-Agenturen über Politik und Medien,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 16.08.

Nils MINKMAR befragt Albrecht MÜLLER über die Meinungsmache in den Medien. Ein typisches Beispiel ist die Durchsetzung des Elterngeldes:

"Haben Sie als Macher der »Nachdenkseiten« das Gefühl, gegen Windmühlen anzuschreiben?
            Albrecht Müller: Das ist mein Dauergefühl. Es gibt einen breiten Strom von herrschenden Meinungen; dagegen stehen unter anderem die »Nachdenkseiten«, die erfunden wurden, um eine Gegenöffentlichkeit zu kreieren. Es gibt ja durchaus viele mit guten Fakten begründete Gegenmeinungen zu den herrschenden Meinungen, aber diese Ströme laufen oft aneinander vorbei. Wie oft wurde beispielsweise die Behauptung wiederholt, 40 oder sogar 43 Prozent der Akademikerinnen blieben kinderlos? Aufgrund dieser Meinungsmache wurde das Elterngeld eingeführt. Dabei stand schon zwei Jahre vorher in der »Zeit«, dass diese Zahl nicht stimmen kann. Es war also eine gemachte Meinung. Doch die Veröffentlichung der Gegenmeinung hatte keinerlei Effekt."

Was das Thema Meinungsmache im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel betrifft, lässt sich dies Tag für Tag auf der News-Seite von single-dasein.de bzw. auf dieser News-Seite von single-generation.de nachlesen. Einen guten Überblick geben die Rückblicke auf die Jahre 2001, 2002, 2003, 2004, 2005 und 2006. Insbesondere die ZEIT spielte in der Durchsetzung des Elterngeldes eine zentrale Rolle. Anhand der Artikel der Journalisten Susanne GASCHKE und Björn SCHWENTKER lässt sich die Debatte um die Kinderlosigkeit der Akademikerinnen gut nachvollziehen. Die ZEIT reagierte auf die kritische Gegenöffentlichkeit von Websites wie single-dasein.de und single-generation.de mit der Engagierung des Wissenschaftsjournalisten Björn SCHWENTKER, der in der Online-ZEIT die Funktion eines "Anti-GASCHKE" übernahm. Erst nachdem die Durchsetzung des Elterngeldes gesichert war, durfte SCHWENTKER auch in der Print-ZEIT schreiben. Deutlicher lässt sich Meinungsmache kaum nachweisen.

Das Buch Die Single-Lüge aus dem Jahr 2006 war das erste Buch, das die Meinungsmache auf dem Gebiet der Demografie ausführlich beschrieb.

Wie vergesslich die Medien - insbesondere in Zeiten des Wahlkampfes - sind, wurde wieder einmal deutlich bei der Veröffentlichung der Geburtenzahlen für Deutschland in diesem Sommer durch das Statistische Bundesamt und EUROSTAT. Gegen diese Vergesslichkeit der Medien gibt es deshalb auf single-dasein.de immer wieder Hintergrundberichte und Anmerkungen zu speziellen Medienberichten.

TWICKEL, Christoph (2009): "Wir haben keine demokratischen Verhältnisse mehr".
PR-Kritiker Albrecht Müller im Gespräch,
in: Spiegel Online v. 21.08.

JELLEN, Reinhard (2009): "Überall ist Berlusconi".
Gespräch mit Albrecht Müller über sein neues Buch "Meinungsmache. Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen" - Teil 1,
in: Telepolis v. 07.10.

JELLEN, Reinhard (2009): "Alleine mit den gezahlten Boni kann man eine unserer Parteien mehrmals kaufen".
Gespräch mit Albrecht Müller über sein neues Buch "Meinungsmache. Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen" - Teil 2,
in: Telepolis v. 08.10.

 
       
   

Meinungsmache (2009).
Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen
Droemer Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Demokratie am Ende? Nicht ohne Grund empfinden so viele Menschen ein Unbehagen an der Politik: Es wird über ihre Köpfe hinwegregiert. Mit systematisch inszenierten Kampagnen wird die öffentliche Meinung beeinflusst. Albrecht Müller deckt auf, wer diese Kampagnen steuert und was wir dagegen tun können.

An vielen Beispielen weist er nach: Die öffentliche Meinungsbildung - und damit auch die politischen Entscheidungen - wird von kleinen Zirkeln und sehr großen Interessen bestimmt. Sie betreiben den Ausverkauf unseres Landes – des öffentlichen Vermögens und auch von privaten Unternehmen. Das Gemeinwohl hat abgedankt, das Profitinteresse triumphiert.

Mittels strategisch geplanter Kampagnen wird gezielte Desinformation betrieben – auf fast allen Kanälen und so lange, bis alle der Botschaft glauben, die durch vermeintliche Experten in die Köpfe gestreut wird.

Dieses Buch ist Aufklärung im besten Sinne – und eine Ermunterung, sich einzumischen: für alle, die sich das Denken nicht verbieten lassen."

 
     
 
       
   

Rezensionen

WOLTER, Peter (2009): Kontamination der Köpfe.
Wie aus Mist Marmelade gemacht wird: Über die Berlusconisierung der BRD,
in: junge Welt v. 07.09.

SAWERTHAL, Anna (2009): Die Lust am Zweifeln,
in: Falter Nr.40 v. 30.09.

Neu:
CASTNER, Thilo (2009): Abrechnung mit den Souffleuren der Macht.
Albrecht Müller warnt vor den Manipulationen der öffentlichen Meinung,
in: Das Parlament Nr.42-43 v. 12.10.

 
       
   

Machtwahn (2006).
Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zugrunde richtet
Droemer Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Sie sind unteres Mittelmaß, und sie sind rücksichtslos zerstörerisch: unsere »Eliten«. Mit ihren Reformen zerschlagen sie gewachsene Strukturen, ohne zu wissen, wo es hingehen soll. Nacheinander werden der Sozialstaat, unsere Moral, unsere Werte, die Sicherheit der Menschen und die Demokratie zur Disposition gestellt. Rücksichtslos räumen die Eliten ab. Und sie arbeiten auf eigene Rechnung.
Früher waren wir wirtschaftlich und sozial stark, doch die Dummheit der vermeintlichen Führungskräfte und Meinungsmacher beraubt das Land seiner Kraft.
Ein Netzwerk mittelmäßiger Eliten droht uns zu Grunde zu richten. Es sind dieselben, die uns seit Jahr und Tag einreden, dieses Land sei am Ende, damit sie ihr Ideal einer Wirtschaft ohne Regeln besser durchpeitschen können – dabei haben sie die Zustände selbst verursacht, die sie so lauthals beklagen. Es sind die Führungskräfte aus Politik und Publizistik, aus Wissenschaft und Wirtschaft, und sie tragen prominente Namen: Horst Köhler, Angela Merkel, Gerhard Schröder, Friedrich Merz, Josef Ackermann, die Bertelsmann-Stiftung, Roland Berger, Hans-Werner Sinn und viele andere."

 
     
 
       
   

Rezensionen

KAMANN, Matthias (2006): Kritik am Meinungskartell.
Albrecht Müller: "Machtwahn - Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zu Grunde richtet",
in: DeutschlandRadio v. 07.04.

Mit den sozial- und wirtschaftspolitischen Vorstellungen von Albrecht MÜLLER kann sich Matthias KAMANN zwar nicht anfreunden, aber bei seiner Kritik an der demografischen Demagogie stimmt er ihm zu:

"Es gibt sie, die Tendenz zur inzestuösen Meinungsbildung in jenen Informationseliten, die seit gut fünf Jahren eine Radikalkur für unsere Wirtschaft und Sozialsysteme fordern. Gerade diejenigen, die unablässig über Korporatismus und soziale Kartelle klagen, haben selbst ein korporatives Kartell aufgebaut, in dem einer dem andern die Reformthesen und Krisenbeschwörungen nachspricht. So kamen jüngst pünktlich zum Erscheinen des neuen Demographie-Buches von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher plötzlich die passenden Studien zum Geburtenrückgang daher, und die Medien überboten einander mit Serien über die alternde Gesellschaft und die Krise der Rentenversicherung. In solchen Fällen wird, da hat Müller schon recht, weniger hinterfragt als hinterher geschrieben."

 
   

Das Buch in der Debatte

SCHMIDT, Michael (2006): Verschwörung regiert.
Der frühere Brandt-Berater Albrecht Müller rechnet mit Deutschlands Elite ab – und erntet nicht nur Lob,
in: Tagesspiegel v. 13.04.

Michael SCHMIDT berichtet über eine Podiumsdiskussion, bei der Albrecht MÜLLER sein neues Buch Machtwahn gegen Christoph KEESE verteidigte.

 
       
   

Die Reformlüge (2004).
40 Denkfehler, Mythen und Legenden, mit denen Politik und Wirtschaft Deutschland ruinieren
Droemer Verlag (2005 als Taschenbuch erschienen)

 
   
     
 

Klappentext

"Albrecht Müller analysiert die Reformwut und sagt: Der Kaiser ist nackt. Was uns die politische Klasse als prächtiges Reformpaket verkauft, enthält nur leere Versprechungen und falsche Annahmen. Die Folgen sind katastrophal.
Seit Jahr und Tag zeichnen Politiker und Wirtschaftsexperten ein Schreckensszenario: »Die Lohnnebenkosten sind zu hoch«, »Wir leben über unsere Verhältnisse«, »Der Generationenvertrag trägt nicht mehr«. Alle sind sich einig: Es muss etwas geschehen. Doch was? Das Land taumelt von einer Reform zur nächsten.
Es geht auch anders. Fundiert und faktenreich entlarvt der Nationalökonom Albrecht Müller die gängigen Klischees über den Zustand unseres Landes als eiskalte Lügen. Das Ziel: die soziale Gerechtigkeit soll ausgehebelt werden. Den Nutzen haben einige wenige, die Zeche zahlen wir alle.
Ein wichtiges Buch, das schlagende Argumente gegen die Reform-Propaganda liefert und Alternativen zum sozialen Ausverkauf aufzeigt."

Pressestimmen

"Auch wer ganz andere Ansichten vertritt, kann mit Hilfe der »Reformlüge« seinen Blick schärfen und zu den wirtschaftspolitischen Debatten mehr als die bekannten Phrasen beisteuern."
(Ferdinand Knauß in der Financial Times Deutschland vom 01.09.2004)

"Albrecht Müller ist der erste Mutmach-Autor der aufkeimenden Es-wird-wieder-besser-Bewegung. Wenn nicht alles täuscht, ist die Ära der Miesmacher, in persona Meinhard Miegel, Peter Glotz, Oswald Metzger und Gabor Steingart, demnächst beendet. Ihre Litaneien, wie nahe das Ende der Republik sei, will einfach keiner mehr hören. Die Signale klingen neuerdings anders: Wir sind besser als unser Ruf!"
(Peter Felixberger in changex.de vom 08.09.2004)

"In sehr sachlicher und systematischer Form werden dort viele der Vorurteile widerlegt, die jeden Sonntagabend im Fernsehen bei Christiane Christiansen die Runde machen."
(Peter Bofinger in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 07.10.2004)

 
     
 
       
   

Buchvorstellung

GRAW, Ansgar (2004): Der mit den Linken tanzt.
"Die Reformlüge": CSU-Vize Horst Seehofer präsentiert das Buch des SPD-Nationalökonomen Albrecht Müller,
in: Welt v. 31.08.

Angsar GRAW berichtet über eine Buchvorstellung, bei der Horst SEEHOFER die Demografie als Mittel sozialpolitischer Demagogie kritisiert:

"Ein zentraler Irrtum, befindet Horst Seehofer mit Friedrich Nietzsche, bestehe darin, dass jede Generation überzeugt sei, vor der größten Herausforderung der Menschheitsgeschichte zu stehen. Und deswegen seien die alarmistischen Deutschen seit 40 Jahren überzeugt, ein »sterbendes Volk« zu sein. Doch die demografische Entwicklung werde eindeutig übertrieben dargestellt, sagt Seehofer."

 
   

Rezensionen

ROMMENEY, Ernst (2004): Albrecht Müller: Die Reformlüge,
in: BuchTipp. Sendung des DeutschlandRadio Berlin v. 29.08.

KNAUß, Ferdinand (2004): Eine Lanze brechen für die 70er Jahre,
in: Financial Times Deutschland v. 01.09.

THELEN, Peter (2004): Gegen den Mainstream deutscher Reformitis,
in: Handelsblatt v. 03.09.

FELIXBERGER, Peter (2004): Gegenreformation.
Die Reformlüge - das neue Buch von Albrecht Müller,
in: changex.de v. 08.09.

ADAM, Konrad (2004): Machts doch wie ich!
Albrecht Müller mogelt mit Mythen,
in: Welt v. 25.09.

Singlefeind Konrad ADAM ist verständlicherweise nicht begeistert über das Buch von MÜLLER, denn es widerspricht seinem familienfundamentalistischen Standpunkt.

NICOLINI, Elke (2004): Gedanken, die kaum einer mehr denkt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.10.

BOFINGER, Peter (2004): Albrecht Müller: Die Reformlüge.
Die Lieblingslektüre der Ökonomen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.10.

 
   

Das Buch in der Debatte

GLOTZ, Peter (2004): Gibt's einen Ausweg aus der Merz-Müller-Sackgasse?
Der Staubsauger des Keynesianismus hat Asthma bekommen. Und die neoklassischen Litaneien klingen schief,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 05.09.

Peter GLOTZ kritisiert mit Burkhart LUTZ' Der kurze Traum immerwährender Prosperität (1984) die beiden Bücher von Albrecht MÜLLER ("Die Reformlüge" und Friedrich MERZ ("Nur wer sich ändert, wird bestehen").
 
       
   

Ideologische Elemente, Ungereimtes und Widersprüchliches in der bevölkerungs- und familienpolitischen Diskussion (1979)
in: Rainer Silkenbeumer (Hrsg) Geburtenrückgang. Risiko oder Chance? Hannover: Fackelträger Verlag

 
   
     
 

Zitate:

Volk ohne Raum?

"Die Wohnbevölkerung des Jahres 2030 dürfte nach den üblichen Schätzungen einschließlich der Ausländer etwa 44 Mill. betragen; sie läge damit deutlich über dem Stand des Jahres 1939 in den Grenzen des Bundesgebietes. Bekanntlich nannte man uns damals ein »Volk ohne Raum«!" (S.158)

Die Erzeugung einer neuen Konfliktlinie

"Die Diskussion um Verteilung und Gerechtigkeit wird verschoben - von der Frage nach der Verteilungsgerechtigkeit zwischen reich und arm zu jener zwischen kinderarm und kinderreich.
          
 (...).
Es wird versucht, Solidarität zu erzeugen zwischen allen kinderreichen Familien gegen den Rest, der wenig bzw. keine Kinder hat; ganz gleich wie die Einkommens- und Vermögensverhältnisse liegen.

          
 (...).
Die Strategie unterstellt eine Interessenharmonie zwischen Ober- und Unterschichtfamilie. Die Thematisierung der Familie lenkt ab von den Unterschieden zwischen den Familien.

          
 (...).
Der Versuch, die begrenzten Mittel in Zukunft entsprechend der Umverteilungsvorstellung der CDU/CSU einzusetzen, ist schon deshalb abwegig, weil mehr als die Hälfte der Mehr-Kinder-Familien heute den Kreisen der gutsituierten Bürger zuzurechnen sind." (S.162f.)

Die bürgerliche Familie und die Dienstbotengesellschaft

"Erst seit die bürgerliche Familie nicht mehr ihre Privilegien genießt, sind die Kinderkosten ein Thema. Um die doppelbelasteten Arbeiterfrauen des letzten Jahrhunderts oder des Beginns diesen Jahrhunderts hat sich niemand gekümmert.
Das bürgerliche Ideal (die Viel-Kinder-Familie mit einer ganz ihren Interessen nachgehenden Mutter) hat nur funktioniert, so lange es möglich war, die Arbeit durch Dienstboten und Hausmädchen besorgen lassen zu können. Der Einkommensabstand zwischen Oberschicht, Mittelschicht und Unterschicht hatte bewirkt, daß früher die Lage der Kinder kein zentrales Thema der konservativen Debatte war. Die Lage der Arbeitnehmerfrauen hat nicht interessiert, obwohl ihre Kinder sehr viel schlechter dran waren als heute." (S.167)

 
     
 
       
   

Beiträge von single-generation.de zum Thema

Rente nach Kinderzahl - Der nicht erklärte Krieg gegen Singles

Die heimliche Rückkehr der Dienstmädchen

Im 4. Kapitel des Buches Die Single-Lüge werden die Konturen der neuen Klassengesellschaft beschrieben, die durch die Ökonomisierung und Biologisierung des Sozialen erzeugt wird.
 
   

Albrecht Müller im WWW

www.nachdenkseiten.de
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 09. Oktober 2004
Update: 16. Juni 2015