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Klappentext
"Es
ist kein Zufall, dass der Einbruch der Geburtenraten
die Deutschen so drastisch trifft. Gravierende
politische Versäumnisse und gesellschaftliche
Rückstände haben den Kindermangel enorm beschleunigt.
Nirgends klafft die Schere zwischen Kinderzahl und
Kinderwünschen so stark auseinander wie in
Deutschland. Das bedeutet, Politik und Gesellschaft
müssen Verhältnisse schaffen, in denen die Menschen
sich ihre Kinderwünsche erfüllen können.
Welche Schritte dazu notwendig sind und wie sie
umgesetzt werden können, zeigt Ulrich Deupmann in
seiner Streitschrift für eine langfristige, moderne
Bevölkerungspolitik. Denn wenn wir unseren
Lebensstandard im 21. Jahrhundert erhalten wollen,
gibt es nur einen Weg: Wir müssen alles tun, damit in
Deutschland mehr Kinder geboren werden. Und wir müssen
alles unternehmen, damit jedes Kind eine optimale
Ausbildung erhält."
Pressestimmen
"In
seinem Zehnpunktekatalog fordert er unter anderem ein
mindestens einjähriges Erziehungsgeld in Höhe von 80
Prozent des letzten Nettogehaltes, die Einführung
eines »Kinder- und Familien-TÜV« für alle
Gesetzentwürfe, einen »Kinder-Soli« von drei Prozent
auf Renten und Beamtenpensionen sowie die Erhöhung des
Spitzensteuersatzes um drei Prozentpunkte."
(Ute Diehl im WDR 5, 22.04.2005)
"Etwas
rätselhaft
bleibt
Deupmanns
Optimismus.
(...).
Diese
erstaunliche
Zuversicht
-
nach
einer
überzeugend
düsteren
Gegenwartsbeschreibung
-
mindert
den
Wert
der
Analyse
(...)
nicht."
(Felix
Berth
in
der
Süddeutschen
Zeitung
vom
18.07.2005)
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Rezensionen
-
PETROPULOS, Kostas (2005): Nachwuchsmisere in Deutschland.
in: DeutschlandRadio v. 15.04.
-
DIEHL, Ute (2005): Die Macht der Kinder!
in: Leonardo. Sendung des WDR 5 v. 22.04.
-
HORST, Ernst (2005): Das Kind ist
der Vater aller Dinge.
Nachwuchs jetzt: Ulrich Deupmann pädokratisches Manifest,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.05.
- Kommentar:
HORST hält den Ansatz von DEUPMANN
für überzogen.
Kinder von gering
verdienenden Eltern zu fördern, das kann gerne auf den
Sankt Nimmerleinstag verschoben werden. Die Elite muss
zuerst kommen:
"Bei
uns hat eine Frau im Durchschnitt 1,3 Kinder.
Akademikerinnen kommen auf 1,1, und es sind naturgemäß
nicht die schlechtesten Gene, die da verlorengehen",
belehrt uns HORST.
Der kinderlose Yuppie
darf in der Bevölkerungspolitik einen säkularen
Ablasshandel sehen:
"Ein gutverdienender
Kinderloser wird sich nicht freuen, wenn er mehr Steuern
zahlen muß. (Dafür braucht er kein schlechtes Gewissen
wegen seiner Kinderlosigkeit zu haben. Er bezahlt
schließlich andere fürs Kinderkriegen.)"
Im Gegensatz zu
DEUPMANN sieht HORST das Heil unserer Gesellschaft nicht
im schnellstmöglichen Bevölkerungswachstum. Der Wohlstand
ließe sich auch bei langsamer Schrumpfung erhalten.
Nicht zuletzt plädiert
HORST für mehr Individualisierung:
"Ist in unserer Gesellschaft
nicht auch Platz für die Nur-Hausfrau, die ihre sieben
Kinder ohne Kindergarten großziehen will? Dafür kann es
dann eine andere Frau geben, die keine Kinder will und
dafür nach dem Physiknobelpreis strebt. Was zählt, ist
letzten Endes der statistische Durchschnitt."
-
DETTLING, Warnfried (2005): Kinder, Kosten, Karriere.
Die beste
Familienpolitik machen Länder, die das Wort Familienpolitik
gar nicht kennen: Der Journalist Ulrich Deupmann erklärt in
"Die Macht der Kinder" lesenswert, warum,
in: TAZ v. 28.05.
- Kommentar:
Warnfried DETTLING
rechtfertigt in seiner Rezension des Buches "Die Macht der
Kinder" von Ulrich DEUPMANN das
Dramatisieren des
Bevölkerungsrückgangs.
Auf den knappen Nenner
gebracht: Die Interessen der erfolgreichen Mitte heiligen
die Diskriminierung von Kinderlosen.
Mit dem
Elterngeld, das DETTLING begrüßt, erhalten die
Modernisierungsgewinner eine zusätzliche
"Leistungsprämie", während potenzielle Eltern, die noch
nicht einmal ihren Berufseinstieg richtig schaffen,
weiterhin außen vor bleiben.
-
Neu:
KRUPOK, Isolde (2005): Ulrich
Deupmanns Vision von der "Kinderrepublik Deutschland",
in: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Juli/August
- Kommentar:
Isolde KRUPOK, eine Angehörige der
Generation Golf, plädiert im Sinne der ehemals
"Schwarzen Visionen"
für die Wahlfreiheit, die ihr bei DEUPMANN zu kurz kommt:
"Die wichtigste,
verantwortungsvollste und oft auch anstrengendste Aufgabe,
nämlich die Fürsorge für ein Kind, gilt als am wenigsten
attraktiv. So viel Individualität sollte (...) möglich sein:
Eine Frau soll selbst entscheiden, wie sei die Mutterrolle
ausfüllen möchte".
- BERTH, Felix (2005): Viel
hilft manchmal wenig.
Ein Plädoyer für eine bessere Familienpolitik,
in: Süddeutsche Zeitung v. 18.07.
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