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Kurzbiographie
- 1949 in Tabernes de Valldigna
bei Valencia geboren
- 1998 Roman "Der lange Marsch"
- 2000 Roman "Der Fall von
Madrid"
- 2004 Roman
"Alte Freunde"
- 2008 Roman
"Krematorium"
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Rafael Chirbes im Gespräch
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Klappentext
"Matias ist gestorben, der
charismatische jüngere Bruder des erfolgreichen
Bauunternehmers Rubén Bertomeu, in seiner Jugend ein
Anhänger revolutionärer Gewalt, später – wie seinem
Bruder zum Trotz – ein Ökobauer. Mit dem Tod von
Matias setzt ein vielstimmiger Chor ein: Da ist
Rubén, der Sozialist und Bauunternehmer, der auf
sein Leben zurückblickt, in dem jedes Ideal für Geld
und Erfolg geopfert wurde. Aus unterschiedlichen
Perspektiven entsteht ein grandioses
Gesellschaftspanorama: die Familie als Ort des
Besitzdenkens, die Zerstörung der Umwelt,
Bauspekulation, schmutzige Geschäfte, Korruption,
Drogen. Sexualität als Ware und gleichzeitig letzter
Halt gegen die Auflösung jeglicher Verbindungen."
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Rezensionen
-
RÜHLE, Alex (2008): Die lebende Abrissbirne.
Trinken, ficken, jagen, schlafen: Mit betonhartem
Pragmatismus erzählt Rafael Chirbes in seinem Roman
"Krematorium" von der Zerstörungswucht des Massentourismus,
in: Süddeutsche Zeitung v. 16.09.
-
SCHÜTZ, Edgar (2008): Ein Leben ohne Gott und Marx,
in: Falter Nr.39 v. 24.09.
-
SCHMIDT, Birgit (2008): Heißes Fleisch und faule Früchte.
Im neuen Roman von Rafael Chirbes sieht nicht nur der
spanische Massentourismus alt aus,
in: Jungle World Nr.40 v. 02.10.
-
SCHMIDT, Georg (2008): Momente des Erwachens,
in: DeutschlandRadio v. 19.12.
-
RESCH, Andreas (2009): Die Schöne, der Macher und die
Schriftsteller,
in: Tagesspiegel v. 29.03.
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Klappentext
"Wie gefährlich es ist,
nostalgisch in die eigene Vergangenheit zu tauchen -
diese Erfahrung machen die »alten Freunde«, die sich
treffen, um über alte Zeiten zu plaudern, als man
gegen Franco und für die Revolution stritt. Die
Jahre nämlich, die vergangen sind, seit Rita,
Amalia, Elisa, Carlos, Guzmán, Pedrito und ihre
Genossen politische Verschwörungen anzettelten und
von einer lichten Zukunft träumten, sie haben ihre
tiefen Spuren hinterlassen. Die Freunde von einst
sind einander fremd geworden. Aus Revolutionären
wurden abgebrühte Bauunternehmer, Medienfunktionäre,
Eurokraten, die sich in der modernen Gegenwart
bestens zurechtgefunden haben. Einige hat es
schlimmer erwischt. Und einige sind gar nicht erst
gekommen. Rafael Chirbes, in Deutschland der
vielleicht erfolgreichste unter den neuen spanischen
Schriftstellern, ist nach »Der lange Marsch« und
»Der Fall von Madrid« mit diesem letzten Teil seiner
Trilogie aus dem Nachkriegsspanien in der Gegenwart
angekommen."
Presssestimmen
"Aldo Nove verkörpert den Groove der neunziger Jahre
und ist vor allem der Interpret eines Lebensgefühls"
(Maike Abath in der Neuen Zürcher
Zeitung vom 13.02.)
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Rezensionen
- ALBATH, Maike (2004):
Revolution im Rückblick.
Rafael Chirbes porträtiert "Alte Freunde",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 13.02.
- KRETSCHMER, Winfried (2004): Die
Pepsi-Generation.
Die 68er sind die wahren Lifestyle-Helden. Anmerkungen zu
den neuen Büchern von Sophie Dannenberg und Rafael Chirbes,
in: changeX.de v. 17.09.
- Inhalt:
KRETSCHMER kritisiert Sophie
DANNENBERGs Buch
"Das bleiche Herz der Revolution"
und Rafael CHIRBES' Buch "Alte Freunde" als "Ausdruck des
gesellschaftlichen Mainstreams im Umgang mit dem Phänomen
68".
Mit
Thomas FRANK
und
Mathias STUHR ("Popökonomie") argumentiert KRETSCHMER
stattdessen, dass die Gegenkultur zum Vorreiter des
Lifestyle-Konsum geworden ist und dadurch die "Expansion
des Kapitalismus in die Tiefe der Gesellschaft hinein erst
möglich machte. Voraussetzung für diese gesellschaftliche
Wirkung war allerdings ihr politisches Scheitern."
-
HERMANN, Max (2006): Katzenjammer an Gänseconfit.
Rafael Chirbes Abschluss seiner Madrider Trilogie,
in: Welt v. 02.10.
-
DÖBLER, Katharina (2004): Eine Tafelrunde alter Genossen.
Rafael Chirbes
porträtiert eine glücklich desillusionierte Generation im
Nachkriegsspanien,
in: Die ZEIT Nr.42 v. 07.10.
- RICHTER, Steffen (2004): Kein
erhebender Anblick.
"Alte Freunde": Rafael Chirbes bittet die spanischen
Achtundsechziger zum großen Tischgespräch,
in: Literaturbeilage der Frankfurter Rundschau v.
08.12.
- SCHOELLER, Wilfried F.
(2005): Requiem auf eine verlorene Generation.
Der spanische Erzähler Rafael Chirbes nimmt Abschied von
den Achtundsechzigern und einem Geschichtsprojekt,
in: Literaturen, Januar/Februar
-
KRAUME, Anne (2005): Die Zeit und Francos Tod.
Der spanische Autor
Rafael Chirbes unternimmt mit seinem neuen Roman "Alte
Freunde" ein weiteres Mal
den Versuch, die Gegenwart Spaniens aus seiner jüngeren
Geschichte heraus zu deuten,
in: TAZ v. 22.01.
-
ROSSUM, Walter van (2005): Am Ende der Katzenjammer.
Verdruss:
In Rafael Chirbes Roman "Alte Freunde" berauschen sich ein
paar einstige Politkämpen an ihrem Scheitern,
in: Freitag Nr.6 v. 11.02.
-
SCHMIDT, Birgit (2005): Heute links, morgen Krebs.
»Alte Freunde«
heißt der neue Roman von Rafael Chirbes. Einen Aufbruch in
bessere Zeiten verspricht er nicht,
in: Jungle World Nr.7 v. 16.02.
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