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Zurück zum Teil 1: Die 1970er Jahre |
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1980 |
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Januar |
Einsamkeit. Lernen, sich
selbst zu ertragen empfiehlt Theodor SEIFERT in der
Titelgeschichte der Zeitschrift psychologie heute. Ausgehend
vom Bedürfnis nach Alleinsein, das der Autor aufgrund der
SCHREIBER-Story über Singles als
massenhaften Trend auffasst, propagiert SEIFERT auch
im Anschluss an Peter HANDKE die
Liebe auf Distanz, nicht im räumlichen Sinne, sondern als
Freiraum. Dem Konzept der symbiotischen Liebe wird damit
eine Absage erteilt. Der
Soziologe Robert WEIß wird als Nestor der
US-amerikanischen Einsamkeitsforschung vorgestellt. Das
Buch Experience of Loneliness - Studies in Emotional
and Social Isolation (1974) wird als Auslöser der
neueren Debatte
um Einsamkeit bezeichnet. Carin
RUBINSTEIN, Philipp SHAVER und Letitia Anne PEPLAU
beschreiben Einsamkeit als Die Kluft zwischen Wunsch
und Wirklichkeit. Robert
JUNGK beschäftigt sich mit der Einsamkeit der Städte.
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Mai |
Wohngemeinschaft.
Eine Lebensform setzt sich durch verspricht die
Titelgeschichte der Zeitschrift psychologie heute.
Dieter KORCZAK beschreibt Wohngemeinschaften als den
dritten Weg zwischen Ehe und Alleinsein. |
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Dezember |
Im psychologie heute-Gespräch
beschreibt Bernice NEUGARTEN Deutschland Auf dem Weg in
eine ergraute Gesellschaft. Die
Wissenschaftlerin prognostiziert für das Ende der 1980er
Jahre ein Comeback der Großfamilie - nicht in der
traditionellen Form des Mehrgenerationenhaushalts, sondern
als
multilokale Mehrgenerationen-Familie:
"Die
Vier-Generationen-Familie ist auf dem Vormarsch. Es
gibt sogar Fünf-Generationen-Familien. Sie leben natürlich
nicht unter einem Dach, aber sie sind eng miteinander
verbunden."
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Die
populärwissenschaftliche Studie
Singles. Report über die Alleinlebenden von
Sybille WEBER und Claus GAEDEMANN erscheint. |
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Im Ullstein
Verlag wird das Buch
Singles. Alleinleben. Besser als zu zweit? von
Hermann SCHREIBER veröffentlicht. Das
Buch umfasst die
Spiegel-Serie
aus dem Jahr 1978 sowie die Ergebnisse der
GETAS-Studie und weitere Ausführungen des Autors speziell
zu älteren Singles. |
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Im
Rowohlt Verlag
erscheint Der
Tod des Märchenprinzen von Svende MERIAN.
Der
Roman war zuvor bereits im Hamburger Buntverlag erschienen
und entwickelte sich dort zum Szene-Bestseller. Svende
findet ihren Märchenprinzen über eine
Kontaktanzeige,
die in der alternativen Szene mit den
neu entstandenen
Stadtmagazinen ihren Aufschwung genommen hat.
Der
Roman beschreibt die Konflikte zwischen der frauenbewegten
Svende und dem Politmacker aus der autonomen Szene.
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Die Soziologin
Elisabeth BECK-GERNSHEIM publiziert im Fischer Verlag
das Buch
Das halbierte Leben, in dem sie die Vereinbarkeit
von Beruf und Familie fordert. Eine
zentrale These des Buches lautet: Nicht der männliche
Single, sondern
der familienfreie Ehemann ist die Norm der
Arbeitsgesellschaft. |
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1981 |
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März |
Spielregeln sind das Thema im
Kursbuch Nr.63. Beatrix CAMPBELL fragt Mit dem
Feind schlafen? Heterosexualität als politisches Problem. |
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Juli |
Der dritte Ort.
Lebenswichtige Frei-Räume zwischen Beruf und Familie
fordern Roman OLDENBURG & Dennis BRISSETT in der
Zeitschrift psychologie heute. Städtische
Öffentlichkeit ist nach Meinung der Autoren zu sehr auf
die
Kneipe als wesentlichen dritten Ort zusammen
geschrumpft. |
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September |
Bürokultur: Die leidenden
Angestellten sind Thema der Titelgeschichte der
Zeitschrift psychologie heute. Der
Schriftsteller
Wilhelm GENAZINO, durch die
Abschaffel-Trilogie bekannt geworden, klagt:
Melancholie ist nicht erlaubt. |
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Oktober |
Der große Bruch - Revolte 81 ist
Thema des Kursbuch Nr.65. Benny HÄRLIN liefert die
Berliner Bewegungsstudien Von Haus zu Haus. Matthias
HORX beschreibt Frankfurter Szenen: Alte Utopie und
neue Wut.
Der
Psychoanalytiker Jörg BOPP identifiziert die
Trauer-Power und Tilman SPENGLER schreibt über den Niedergang
der Theorie: Der Bauch als Avantgarde. |
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Horst OPASCHOWSKI
veröffentlicht mit Allein in der Freizeit, den Band
2 der Schriftenreihe zur Freizeitforschung des BAT
Freizeit-Forschungsinstitut in Hamburg. |
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Karl
SCHWARZ betrachtet in der Zeitschrift für
Bevölkerungswissenschaft Die Haushalte der
Unverheirateten und der verheiratet Getrenntlebenden. Anhand
der amtlichen Haushaltstatistik vom April 1979 wird die
Haushaltsstruktur analysiert. Eine
Sonderauswertung aus dem Jahr 1980 gibt Aufschluss über
die "Ehe ohne Trauschein" (unverheiratet zusammenlebende
Paare).
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1982 |
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Mai |
In der Zeitschrift
psychologie heute verteidigt der Psychologe
Klaus-Jürgen BRUDER die so genannte
"No-Future"- Jugend gegen Politiker, die schnell mit
der
Narzissmus-Etikettierung "neuer Sozialisationstyp" bei
der Hand sind. Der Aufstand gegen die "Blass-Tick"-Kultur
ist für BRUDER auch eine ästhetische Kulturrevolution.
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Mai |
In der Berliner
Frauenzeitschrift Courage schreibt Christa MÜLLER
ALLEIN-Leben ist für mich eine Herausforderung.
Eine
Umfrage der Zeitschrift hat ergeben, dass bei den
Leserinnen das Alleinwohnen an Attraktivität verloren hat.
Dagegen erfreuen sind Frauen-WGs größter Beliebtheit.
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September |
Wenn Ehen älter
werden, darüber schreibt die Psychoanalytikerin
Eva JAEGGI in
der psychologie heute-Titelgeschichte |
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Die Zeitschrift
Single kommt auf den Markt. |
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Die
Bevölkerungswissenschaftlerin Charlotte HÖHN plädiert in
dem Buch
Der Familienzyklus für eine Konzepterweiterung, da
die
Bevölkerungsstatistik auf der lebenslangen Ehe basiert. Durch
die Abnahme der Heiratsneigung, die Zunahme von
Scheidungen und unverheiratet zusammenlebender Paare
verliert die normative Bevölkerungsstatistik an
Repräsentativität. 20 Jahre später ist dieses Problem
immer noch nicht beseitigt. |
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1983 |
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März |
Das Heft 6 der
Zeitschrift Widersprüche für sozialistische Politik
im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich beschäftigt
sich angesichts der
Neuen Mütterlichkeit mit dem Thema Mütter-Fallen.
Hilde von BALLUSECK schreibt über die Einsamkeit der
älteren Frauen. |
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Juni |
Die neuen Kinder
sind Thema des Kursbuch Nr.72. Die Therapeutin
Franziska GRONAU schreibt über den Kinderwunsch der
68er-Generation im sauren Regen. GRONAU
sieht im Kinderkriegen einen Rückzug ins Private. Kinder
gelten nun als Selbstverwirklichung, da
Mutterschaft kein Zwang mehr ist, sondern Wahl. Karin
RESCHKE schreibt über Das Natürlichste von der Welt.
Fortpflanzung in Kreuzberg.
Claus
LEGGEWIE legt eine
Nachwuchskostenanalyse vor. Sein Fazit: Lieb und
teuer. Alleinerziehende gelten ihm als unvollständige
Familien. |
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August |
Günter ZURHORST
geißelt in der psychologie heute-Titelgeschichte
die Echtheit als Sehnsucht nach dem wahren
Selbst. Der Soziologe
Richard SENNETT
wird mit seinem Buch Verfall und Ende des öffentlichen
Lebens vorgestellt, in dem die Tyrannei der Intimität
beklagt wird, die sich nach Meinung von
Wolfgang KRAUSHAAR besonders in der Alternativbewegung
abzeichnet. |
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Dezember |
Der Psychoanalytiker
Erik H. ERIKSON spricht im
psychologie heute-Gespräch über den Lebenszyklus
und die neue Identität der Menschheit. Für ERIKSON
gehört Kinderkriegen zum Normallebenslauf. Was dies für
Kinderlose bedeutet, darauf geht ERIKSON in diesem
Gespräch ein. |
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Die erste deutsche
Literaturstudie zu den neuen Haushaltstypen erscheint im
Rahmen der
Stadtforschung unter dem Titel
Räumliche Konsequenzen der Entstehung neuer Haushaltstypen. Die Autoren Michael WAGNER, Wolfram DROHT und Jens DANGSCHAT von der TU Hamburg-Harburg verstehen darunter
Alleinlebende, unverheiratet zusammenwohnende Paare,
Wohngemeinschaften und Alleinerziehende. Letztere bleiben
jedoch unberücksichtigt. |
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Im Beitrag Die
Alleinlebenden der Zeitschrift für
Bevölkerungswissenschaft betrachtet
Karl
SCHWARZ die
Entwicklung der Einpersonenhaushalte im Zeitraum von 1961
bis 1981. Im Mittelpunkt stehen dabei die Veränderung
der Anteile von
Familienstandsgruppen. |
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In dem Beitrag
Jenseits von Klasse und Stand? des Sonderbandes 2
der Zeitschrift Sozialen Welt formuliert der
Soziologe Ulrich
BECK zum ersten Mal seine
Individualisierungsthese. |
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Im Ullstein
Verlag erscheint das Buch Liebe ohne Sex von
Gabrielle BROWN, das bereits 1980 in den USA erschienen
ist. Sexuelle Enthaltsamkeit wird von BROWN als
freiwilliger Legensstil propagiert. |
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1984 |
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Mai |
In der Titelgeschichte der Zeitschrift
psychologie heute wird gefragt Leben ohne
Kinder? Ein
Psychologenteam um Lutz von ROSENSTIEL hat den
Kinderwunsch von Paaren untersucht. Ausgehend
von der Frage, ob die Deutschen aussterben, behaupten die
Autoren, dass es zwischen Kinderwunsch und Anzahl der
geborenen Kinder keine große Differenz gibt. Sie sehen
daher einen
Trend zur Ein-Kind-Familie in Deutschland.
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August |
Liebe. Ist uns
die Lust vergangen? fragt besorgt eine Titelgeschichte
der Zeitschrift psychologie heute. Sam KEEN
schreibt über die Liebes-Krise. |
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13.08. |
"Hört auf,
wir sind schon zu viele" schreit es aus dem Spiegel
angesichts der Bevölkerungsexplosion. Für das Jahr
2000 werden 6,1 Milliarden Menschen prognostiziert. |
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Kiepenheuer &
Witsch bringt das Buch
Wir
leben zusammen, nicht allein von Herrad SCHENK
heraus. Die
Autorin sieht in den
Wohngemeinschaften eine
Alternative zum Alleinwohnen. Die
Statistiker dagegen kennen Wohngemeinschaften gar nicht,
weshalb Wohngemeinschaftsmitglieder meistens zu den
Alleinlebenden zählen.
Deutschland ist Absurdistan! |
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Bei Fischer
erscheint das Buch
Vom Geburtenrückgang zur Neuen Mütterlichkeit der
Soziologin Elisabeth BECK-GERNSHEIM. Die
Soziologin fragt wie problematisch der Geburtenrückgang
tatsächlich ist und befasst sich mit dem Phänomen der
späten Mutterschaft. |
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1985 |
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Januar |
Die Titelgeschichte
der Zeitschrift psychologie heute widmet sich der
Trennung. Zerreißprobe für das Ich. |
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22.02. |
In der Zeit
erscheint das Dossier Im Jahr 2030: Raum ohne Volk?
von Joachim NAWROCKI. |
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04.03. |
Renten in Gefahr.
Die Last wird zu groß behauptet der Spiegel-Titel.
Als Hauptursache gilt der demografische Wandel:
"Die Deutschen
ziehen seit 20 Jahren immer weniger Kinder groß; in den
nächsten Jahrzehnten wird die Bevölkerungszahl deshalb
erheblich sinken."
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Juli |
Familienzuwachs:
Die Ehe nach der Ehe ist die Titelgeschichte der
Zeitschrift psychologie heute.
Wassilios F. FTHENAKIS & Wilfried GRIEBEL fragen
Was kommt nach der Scheidung? Zweitfamilien. |
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Dezember |
Eifersucht. Das
Leiden, das uns schafft, heißt die Titelgeschichte der
Zeitschrift psychologie heute. |
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23.12. |
Den
Alterskassen ein Baby schenken? fragt Renate MERKLEIN
in einer 4teiligen Spiegel-Serie. Die
Autorin weist auf die
Fehleinschätzungen vergangener
Bevölkerungsvorausberechnungen hin, zeigt die
Erfolglosigkeit von Bevölkerungspolitik anhand
historischer und internationaler Vergleiche (z.B.
Frankreich) auf, kritisiert die Kinderwunschforschung und
plädiert dafür, darüber nachzudenken wie eine Zukunft mit
niedrigen Geburtenraten zu meistern sei. Die
Altersversorgung sieht MERKLEIN in höchstem Maße gefährdet
und prognostiziert, dass bereits im Jahr 2000 die
Altersarmut ein allgemeines Schicksal sein könnte. Dies
jedoch nicht in erster Linie aufgrund des demografischen
Wandels, sondern durch Überlastung der Rentenkassen mit
artfremden Leistungen. |
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Der
Studienkreis für Tourismus e.V. Starnberg veröffentlicht
die Studie
Allein im Urlaub. Soziodemographische Struktur,
touristische Verhaltensweisen und Wahrnehmungen von
Alleinreisenden von Albrecht STEINECKE & Kristiane
KLEMM. |
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Der Heyne
Verlag veröffentlicht
Das Ende der Alternativen von Matthias HORX. Der
Autor beschreibt darin, was aus den Kommunen, den
Aussteigern und den Spontis geworden ist (so
formuliert es der Untertitel). Der
Zerfall der Alternativbewegung hat den Single und das
Karrierepaar hervorgebracht. HORX sieht jedoch im
Bobo den
wahren Erben der Alternativbewegung (der Begriff zum
Phänomen wird erst 15 Jahre später von David BROOKS
geprägt). |
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Im Rotbuch Verlag
erscheint
Ganz
entspannt im Supermarkt. Liebe und Leben im ausgehenden
20. Jahrhundert der Spiegel-Autorin Cora
STEPHAN. |
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1986 |
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Februar |
Die erste Ausgabe
des Zeitgeist-Magazins Tempo erscheint. |
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Mai |
Die Geliebte: Was
kostet das Glück? fragt die Titelgeschichte der
Zeitschrift psychologie heute. |
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November |
Werden Männer
jemals erwachsen? fragt die Titelgeschichte der
Zeitschrift psychologie heute. In
der Rubrik Themen & Trends wird vom einem
Trend zum
Nesthockertum berichtet, der besonders stark in
Frankreich
und Italien
ausgeprägt ist. |
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24.11. |
Droge Luxus. Die
Deutschen im Kaufrausch titelt der Spiegel. Eine
New Yorker Werbeagentur hat den Ultra in die Welt gesetzt
und der Spiegel hat die Marktuntersuchung Outfit
beauftragt um die deutschen Konsummilieus zu
identifizieren. Das
Fazit:
"Nach dem gesellschaftlichen Zwischenspiel einer
Besinnung auf Werte des Seins und der Selbstverwirklichung
ist die Restauration einer Kultur des Habens im Gange. Die
Wende in Bonn ist Ausdruck des Stimmungsumschwungs, nicht
etwa seine Ursache. In ihrer diffusen Haltung, die sich
nur gegen links schroff abgrenzt, sind Ultras,
Yuppies und
Schicki-Mickis die Prototypen der neuen Verhältnisse."
Zum
gesellschaftlichen
Gegenentwurf der Alternativen mit Konsumaskese und
Selbstverwirklichung werden gerade noch 3 % der
Bevölkerung gezählt. Die
modisch gekleidete Karrierefrau ist ebenso Ausdruck des
neuen Lebensstils wie das "Überflußkind":
"Es ist ein
geplantes Kind, produziert nicht mehr als lebende
Altersversorgung oder als Zählstück einer patriarchalen
Sippenideologie. Es wird als Wunsch in die Welt gesetzt,
und das soll es auch herzeigen. Es wird nicht geputzt,
sondern gestylt."
Die
Erklärungen des Konsumrausches liefern die Theorie des
demonstrativen Konsums von Thorsten VEBLEN, die
außengeleitete
Persönlichkeit (David RIESMAN) und das
"Zeitalter des Narzißmus" (Christopher LASCH).
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Im
Campus-Verlag
erscheint das Buch
Neue Haushaltstypen. Entstehungsbedingungen,
Lebenssituation, Wohn- und Standortverhältnisse
von Erika SPIEGEL. In
dem Buch werden die Ergebnisse der ersten empirischen
Untersuchung zu den neuen Haushaltstypen in Hamburg
präsentiert. Zu
den neuen Haushaltstypen werden u. a. Alleinlebende,
unverheiratet zusammenlebende Paare und Wohngemeinschaften
gezählt. |
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1987 |
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März |
Trennungen sind das Thema des
Kursbuch Nr.87. Eva
DEMSKI schreibt über Trennungsvoyeurismus. Claus
LEGGEWIE gibt praktische Anleitung zur kostengünstigen
Scheidung: Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Die
Kunst des Seitensprungs erklärt Joseph von WESTPHALEN. Bis
zum Happy End gehts bei Karin RESCHKE. |
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März |
Einsamkeit. Eine Herzkrankheit?
fragt die Titelgeschichte der Zeitschrift psychologie
heute. |
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Mai |
Joseph HUBER beschreibt in einem
psychologie heute-Essay Die Avantgarde des High
Touch. HUBER
sieht in den
Aussteigern von gestern, die Dienstleistungs-Avantgarde
von heute. Zwischen
Staat und Markt soll ein
dritter
Dienstleistungssektor zivilgesellschaftlicher Projekte
("High Touch") etabliert werden. |
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August |
Die Titelgeschichte der Zeitschrift
psychologie heute verspricht Partnerwahl:
Verborgene Motive.
Ursula NUBER
schreibt Warum zwei sich finden. |
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09.10. |
Erste Sendung der
Single-Show Herzblatt mit Moderator Rudi CARELL.
Die Sendung wird im Regionalprogramm des Bayerischen
Rundfunks ausgestrahlt. |
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November |
Der Münchner Soziologe Ulrich BECK
beschreibt in einem Psychologie Heute-Essay über
Die Zukunft der
Familie.
Ist
die "Single-Gesellschaft" der einzige Ausweg, der uns
bleibt? |
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Grüne Frauen
verfassen das
Müttermanifest. Leben mit Kindern - Frauen werden laut,
das heftige Kontroversen in der Partei Die Grünen
auslöst. Frauenpolitikerinnen
wie Claudia
PINL kritisieren die Spaltung der Frauenbewegung durch
die Übernahme des konservativen Feindbildes der
kinderlosen Karrierefrau. Zu
den Erstunterzeichnern des Müttermanifests gehören Antje
VOLLMER, Christa NICKELS und
Gisela ERLER. |
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Mit dem Buch
Neue Urbanität rücken die Stadtforscher Hartmut
HÄUßERMANN & Walter SIEBEL die Aufwertung innerstädtischer
Altbauquartiere (Gentrification bzw. Yuppiefizierung) in
den Mittelpunkt. Sie
beschreiben junge Singles der Alternativszene und Yuppies
als Hauptakteure auf dem lukrativen großstädtischen
Wohnungsmarkt. |
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Im
Suhrkamp Verlag
erscheint das Buch
Die Kneipe. Zur Soziologie
einer Kulturform von
Franz DRÖGE & Thomas KRÄMER-BADONI. Die
Autoren beschreiben die Entstehung der Szenekneipen in den
70er Jahren und den Wandel der Kneipenkultur durch die
Yuppies in den 80er Jahren. |
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1988 |
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Januar |
Die Titelgeschichte
der Zeitschrift Psychologie Heute widmet sich dem
Paar von Morgen: Die festen Freien. Liebe ist
die Basis schreibt
Herrad SCHENK. |
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Januar |
Das
Zeitgeist-Magazin Wiener entdeckt den Mutterstolz
der Dreißigjährigen. |
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Februar |
Michael HOPP
verkündet im Zeitgeist-Magazin Tempo das Comeback
der Familie an. Peter PRASCHL schreibt im Wiener
über seinen Vaterstolz und das Abenteuer Kind. |
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Juli |
Unfruchtbar? Wenn
sich die Psyche verweigert heißt die Psychologie
Heute-Titelgeschichte. Des
Weiteren behauptet Ursula LEHR, Direktorin des Instituts
für Gerontologie in Heidelberg, So einsam sind sie
nicht und meint damit die älteren Alleinlebenden. |
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22.08. |
Tom SCHIMMECK
berichtet im Spiegel über die "Yuppisierung" der
Großstädte. Im
Mittelpunkt steht die Aufwertung des Hamburger
Schanzenviertels.
Singles
werden vom Autor zu den Hauptakteuren der Verdrängung
gezählt, wobei deren Charakteristikum den Yuppie meint. Die
stadtsoziologische Theorie liefern
Hartmut HÄUßERMANN & Walter SIEBEL und die Empirie
stammt von
Jürgen FRIEDRICHS & Jens DANGSCHAT.
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In den Materialien
zur Bevölkerungswissenschaft erscheint die Literaturstudie
Lebens- und Wohnformen Alleinstehender von Sibylle
MEYER & Eva SCHULZE. |
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Im Goldmann
Verlag erscheint das Buch
Gesprengte
Fesseln?
von Barbara EHRENREICH/Elisabeth
HESS/Gloria JACOBS. Die Autorinnen beschreiben darin die
Geschichte der sexuellen Revolution aus weiblicher Sicht. Mit
dem
Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft wird New York
zur Wiege
der modernen Single-Kultur. Die
Autorinnen beschreiben die Entwicklungen und Wandlungen
der weiblichen Angestelltenkultur in den USA von 1950 bis
Mitte der 1980er Jahre. |
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1989 |
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31.07. |
Kampf der
Generationen. Jung gegen Alt titelt der Spiegel.
"Es wird erbarmungslose Kämpfe geben" kündigt Hans
Joachim SCHÖPS "Age wars", also Alterskriege, an.
"Im
Jahr 2010 wird die Alterspyramide, die so gar nicht mehr
heißen dürfte, endgütig auf dem Kopf stehen. Auf 27
Prozent über 60jährige kommen dann nur noch 18 Prozent
unter 20jährige, und es geht so weiter",
wird uns
prophezeit. Als
Experten werden u. a Ursula LEHR,
Leopold
ROSENMAYR ("Trend zur Singularisierung") und
Max WINGEN
zitiert |
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02.10. |
Der Spiegel stellt
in seiner Titelgeschichte Die neue Männlichkeit
vor. Ariane BARTH nimmt Abschied vom Softie. |
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Im Beck-Verlag
erscheint das Buch
Balancen des Glücks von Sibylle MEYER & Eva
SCHULZE, das sich den neuen Lebensformen widmet. Erstmals
wurden mit dieser Studie Singles als partnerlos
Alleinwohnende Gegenstand einer empirischen
Forschungsarbeit in Deutschland. Die
Befragung der Singles, Alleinerziehenden und Paare ohne
Trauschein wurde 1987/1988 durchgeführt. Da
die befragten Singles zwischen 25 und 45 Jahren alt waren,
gehören sie teilweise zur 68er-Generation und teilweise
zur Post-68er-Generation. |
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