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- NIEJAHR,
Elisabeth (2003): Land ohne Leute.
Die vergreiste Republik. Deutschland
verliert jährlich 200000 Einwohner, da mehr
Menschen sterben als geboren werden. Es wächst
ein demografisches Problem ungeheuren Ausmaßes
heran, doch die Politiker ignorieren es,
in: Die ZEIT Nr.2
v. 02.01.
- ZEIT-Serie "Land ohne
Leute" - Teil 2,
in: Die ZEIT Nr.3 v. 09.01.
- ZEIT-Serie "Land ohne
Leute" - Teil 3,
in: Die ZEIT Nr.4 v. 16.01.
- JACOBI, Robert (2003): Nach
uns die Flut.
Zu viele Rentner, zu wenig Arbeit,
düstere Perspektiven:
Armes Deutschland (III) - Die Last der späten
Geburt: "Die junge Generation muss sich
zusammentun und laut werden". Begegnung mit
vier jungen Menschen und ihren Lebensentwürfen
in schwerer Zeit,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 22.01.
- THOMANN, Jörg (2003):
Abrechnung in Kostheim.
Es begann beim Fußball: Die
"Spaßgesellschaft" wird zehn Jahre alt
- und ihre Medienkarriere geht zu Ende,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 23.01.
- ZEIT-Serie "Land ohne
Leute" - Teil 4,
in: Die ZEIT Nr.5 v. 23.01.
- ZEIT-Serie "Land ohne
Leute" - Teil 5,
in: Die ZEIT Nr.6 v. 30.01.
- ZEIT-Serie "Land ohne
Leute" - Teil 6,
in: Die ZEIT Nr.7 v. 06.02.
- ZEIT-Serie "Land ohne
Leute" - Teil 7 (Ende),
in: Die ZEIT
Nr.8 v. 13.02.
- NZZ-Zeitfragen: Die
soziale Vererbung der Scheidung,
in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 16.02.
- SOHN, Manfred (2003):
Auf absterbendem Ast.
Die Nation schrumpft. Gibt es
einen Zusammenhang von Kapitalismus und
Geburtenrate? Zur Ökonomie untergehender
Gesellschaften (Teil 1)
in: Junge Welt v. 17.02.
- Kommentar:
Die ZEIT hat gerade
ihre 7teilige Serie "Land ohne
Leute" abgeschlossen. Die Junge Welt
beginnt deshalb ebenfalls mit einer Serie
zum Thema. Manfred SOHN hat seine Sicht
der Dinge bereits am 08., 09. und
11.06.2001 in dieser Zeitung dargelegt.
Man kann also vergleichen, ob er Neues zu
sagen hat.
- SOHN, Manfred (2003):
Immer tiefer ins demographische Loch.
Die Nation schrumpft: Gibt es
einen Zusammenhang von Kapitalismus und
Geburtenrate? Zur Ökonomie untergehender
Gesellschaften. Teil II und Schluß,
in: Junge Welt v. 18.02.
- BACHMANN, Klaus
(2003): Ich heirate mich selbst.
Eine Niederländerin hat
endlich die Single-Ehe durchgesetzt,
in: Frankfurter
Rundschau v. 18.02.
- Kommentar:
"Sie
sei jahrelang mit sich uneins gewesen,
ihr »sachliches Ich« habe mit ihrem
»emotionalen Ich« gerungen. Sollte sie
Wirtschaftswissenschaften studieren oder
auf die Kunstakademie gehen? Als der
Konflikt ausgetragen war und sich
Jennifer mit sich selbst versöhnt hatte,
beschloss sie, mit sich vor den Altar zu
treten", berichtet BACHMANN aus den
Niederlanden über eine
"Single-Ehe".
Die
sog. Multioptions-Gesellschaft (GROSS),
deren Charakteristikum - oberflächlich
gesehen - die Wahlfreiheit ist, erhöht
gleichzeitig die Sehnsucht nach einer
Ritualisierung des Alltags.
Kannten
frühere Gesellschaften noch rites de
passage, d.h. Übergangsriten vom Jugend-
ins Erwachsenenalter, so ist die Moderne
durch die Abwesenheit solcher Riten
gekennzeichnet.
Die
Eheschließung galt Mitte der 60er Jahren
noch als Eintritt ins Erwachsenalter. Den
Singles fehlt jedoch ein solches Ritual.
Die
"Single-Ehe" kann als eine Form
der öffentlichen Selbstverplichtung
angesehen werden, die einer
weitreichenden Lebensentscheidung die
nötige Bedeutung verleihen soll.
Es
ist eben nicht so, wie das
Individualisierungspositivsten behaupten,
dass alle Entscheidungen reversibel sind.
Diesem Ideal widerspricht die Realität,
dass Entscheidungen wie das Kinderkriegen
durchaus den Charakter von
Weichenstellungen für das weitere Leben
haben.
- GILLIES, Constantin (2003): Liebe ist die
Killerapplikation.
Dates aus dem Internet sind
Surfern viel wert - auch kostenpflichtige
Singlesites sind gut besucht,
in: Welt v. 25.02.
- Kommentar:
Partnerbörsen
sollen die Kommerzialisierung des
Internets vorantreiben. Das Geschäft
soll Profit abwerfen. "387 Prozent
Umsatzwachstum" werden vermeldet.
Solche Prozentzahlen werden jedoch immer
dann eingesetzt, wenn absolute Zahlen
kläglich aussehen würden. Positive
Thinking ist angesagt!
- JAUER, Marcus (2003):
Gang raus und rollen lassen.
Pendeln zwischen Ost und
West, des Lebens wegen: "Es klingt
vielleicht blöd, aber irgendwie vergeht die
Zeit".
Armes Deutschland (VII): Das Schicksal einer
ostdeutschen Familie: Er arbeitet in München
unter seinen Fähigkeiten, und sie wartet in
Kodersdorf auf das Wirtschaftswunder,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 26.02.
- Im Blick:
Familienpolitik auf Sparflamme,
in: Frankfurter Rundschau
v. 27.02.
- Schwerpunkt "Familie
und Erziehung"
in: Universitas, März
- FOCUS-Titelgeschichte:
Welche Ehe hält wie lange?
Überraschende Erkenntnisse
über Gefühl und Kalkül. Das unterscheidet
unzertrennliche von gefährdeten Paaren,
in: Focus
Nr.10 v. 01.03.
- EIDLHUBER, Mia &
Nina HOROWITZ (2003): www.einsamkeit.ade.
Vom Jagdrevier für schnelle
sexuelle Abenteuer hat sich das Internat längst
zum salonfähigen Umschlagplatz für den
bindungswilligen Mittelstand entwickelt. Wer die
neuen Konsumenten sind, wo man sich am besten
einklickt, wie das Online-Dating zum
Wirtschaftsfaktor mutiert und warum der
Cyberspace im 21. Jahrhundert die Bartheke
ersetzt,
in: Profil
Nr.11 v. 10.03.
- PROFIL (2003):
Interview mit Soziologin Bühler-Ilieva.
Die Schweizer Soziologin
Evelina Bühler-Ilieva, Autorin der ersten
repräsentativen Studie zur Partnersuche im
Internet, über die zunehmende Bedeutung von
Online-Dating,
in: Profil
Nr.11 v. 10.03.
- Schwerpunkt: Mütter - Dichtung
und Wahrheit
in: Literaturen
Nr.4, April
- Thema: Familie,
in: Fluter,
April
- RM: Pro und Contra:
Sollen Kinderlose weniger Rente erhalten?
in: Rheinischer Merkur Nr.15
v. 10.04.
- PROFIL-Thema:
Bevölkerungsentwicklung in Europa,
in: Profil Nr.16 v. 14.04.
-
FOCUS-Titelgesichte:
Die Partner der Singles.
Lust und
Frust von Fernbeziehungen. Und wie sie überhaupt
funktionieren können
- SACHSE, Katrin
(2003): Pakt mit der Sehnsucht.
Fernbeziehungen
fördern die Karriere, belasten aber die
Liebe. In Deutschland lebt bereits jedes
achte Paar auf Distanz - Tendenz
steigend,
in: Focus
Nr.17 v. 19.04.
- KAI (2003): Die Generation
Golf gibt es wirklich.
Ein soziologischer Nachweis,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 22.04.
- Inhalt:
KAI referiert einen
Aufsatz von Markus Klein:
"Der Soziologe
Markus Klein hat in einem Aufsatz für
die aktuelle Ausgabe der »Kölner
Zeitschrift für Soziologie und
Sozialpsychologie« Werte und
Einstellungen der zwischen 1965 und 1975
Geborenen untersucht und ist zu dem
Schluß gekommen: »Es gibt die
Generation Golf im Sinne einer klar
abgegrenzten Geburtskohorte mit einem
spezifischen Werteprofil, das sie von
anderen Generationseinheiten deutlich
abhebt«.
KLEIN behauptet eine
Abkehr von postmaterialistischen Werten
wie sie von der Apo-Generation
(1946-1953) und der Generation der Neuen
Sozialen Bewegungen (1954 - 1964)
gepflegt werden.
- SZ-Thema: Wiedereinführung
des demografischen Faktors in der
Rentenversicherung,
in: Süddeutsche Zeitung v.
23.04.
- RM-Spezial "Das alte
Europa".
Wo ist die neue Generation?
in: Rheinischer Merkur
Nr.17 v. 24.04.
- NZZ-Themen und Thesen
der Wirtschaft: Generationenbilanzen,
in: Neue Zürcher Zeitung v.
26.04.
- TAZ-Brennpunkt: Die Zukunft
der Rene,
in: TAZ v.
26.04.
- PH-Titelgeschichte
"Beruf und Familie?".
So gelingt der Balance-Akt,
in: Psychologie Heute,
H.5, Mai
- NZZ-Folio
"Altersvorsorge",
in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher
Zeitung, Nr.5 , Mai
- PARIS,
Rainer (2003): Doing Gender,
in: Merkur, Nr.5 , Mai
- FREITAG-Thema
"Sozialstaat",
in: Freitag, Nr.19 v. 02.05.
-
ZITTY-Titelgeschichte
"Abenteuer Kind".
Die neue Lust am Nachwuchs,
in: zitty Nr.10 v. 05.05.
- WECKBACH-MARA,
Friedemann (2003): "Singles trifft es
hart."
Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe
rechnet noch mit Widerstand gegen die Agenda 2010
von Bundeskanzler Gerhard Schröder,
in: Welt am Sonntag
v. 25.05.
- Inhalt:
In dem Gespräch geht es
u.a. um die Zusammenlegung der
Arbeitslosen- und Sozialhilfe und die
Zumutungen für Singles:
"Die
Arbeitslosen- und Sozialhilfe wird ab
2006 zusammengelegt, bei Absenkung der
Arbeitslosenhilfe als Arbeitslosengeld
II. Die Auswirkung wird abgemildert durch
Erleichterungen, etwa für Familien mit
Kindern und allein Erziehende. Härter
trifft es vor allem die Singles.
WamS: Wie hart?
Stolpe: Wer als Single zumutbare Arbeit
in zumutbarer Entfernung ablehnt,
erhält weniger Zuwendungen."
- HERRMANN, Ulrike (2003): Teilhabe
ist ungerecht.
TAZ-Serie "Agenda 2010", Teil
4: Schröders SPD ist die Partei der Arbeitenden
und der Familien - Schwache bleiben außen vor.
Hilfe ist kein Recht mehr, sondern Gnade,
in: TAZ v. 27.05.
- LEVEND, Helga (2003): Warum
ein Kind?
in: Psychologie
Heute,
H.6, Juni
- LEVEND, Helga (2003): Warum
kein Kind?
in: Psychologie Heute, H.6,
Juni
- DRIBBUSCH, Barbara (2003):
Die neue Angstklasse.
TAZ-SERIE Agenda 2010, Teil 6: Das
Konjunkturtief schürt in der Mittelschicht die
Furcht vor dem Abstieg und gefährdet die
Solidarität. Doch die Unterschicht ist stärker
betroffen,
in: TAZ v. 05.06.
- TAZ-Brennpunkt:
Bevölkerungsprognose 2050
Was bedeutet die vom Statistischen
Bundesamt aufs Neue bestätigte deutsche
Entwicklung zu einer Gesellschaft der Alten? Die
Alten werden jugendlicher und fitter, aber die
Altersarmut wird steigen. Die Partnerschaften
werden wechseln, und alte Single-Frauen werden
Trendsetter,
in: TAZ v. 07.06.
- SZ-Thema: "Ein Volk
von Jammerlappen",
in: SonntagsZeitung v.
08.06.
- WEILL,
Claude (2003): Du baby-boom au papy-blues.
Histoire d'une génération qui a
changé la France - et changé avec elle,
in: Nouvel Observateur Nr.2014
v. 12.06.
- PROFIL-Titelgeschichte
"Was Frauen wirklich wollen",
in: Profil Nr.25 v. 16.06.
- SPIEGEL (2003): Vom
Unglück der Singles,
in: Spiegel Nr.25 v. 16.06.
- Kommentar:
Im
Mutterstolz-SPIEGEL müssen Singles
50+ per se unglücklich sein.
Da wird nicht
davor zurückgeschreckt eine noch
unveröffentlichte Studie des Soziologen
Walter BIEN, der nicht gerade für
ein undifferenziertes Single-Bild bekannt
ist, auf eine Kurzmeldung zu reduzieren,
in der Unfreiwilligkeit ("Tod des
Partners, Scheidung und Ähnliches")
zum Unglück wird.
Unfreiwilligkeit
kann auch eine Chance zum Neuanfang sein.
Dass Nicht-Singles auch nicht immer
glücklich sind, dieses Thema wird dabei
ebenfalls verschwiegen.
- BEZIEHUNGSWEISE
(2003): Auslaufmodell Single?
Der Wertewandel wirft seinen
Schatten über das einst "strahlende"
Single-Dasein,
in: beziehungsweise
Nr.13 v. 26.06.
- BRAUN, Walter (2003): Die
Bohnenstangenfamilie.
Seit Menschengedenken hatte die
Altersstruktur der Gesellschaft die Form einer
Pyramide - viele Kinder an der Basis, wenige alte
Menschen an der Spitze. Nun müssen zum ersten
Mal in der Geschichte vier, wenn nicht gar fünf
Generationen miteinander auskommen,
in: Psychologie Heute,
Juli
- Kommentar:
BRAUN
stellt Sarah HARPER, Direktorin des
Oxford Insitute of Ageing vor, die das
Buch "The Family in Ageing
Societies" herausgegeben hat.
HARPER geht es
im Gegensatz zu den üblichen
sozialmoralischen Verurteilungen einer
alternden Gesellschaft um die
Veränderungen, die durch die neue
Langlebigkeit beeinflusst werden.
Während
neoliberale Sozialstaatskritiker von
Jürgen BORCHERT bis Konrad ADAM die
niedrige Geburtenrate als Ausdruck eines
familienunfreundlichen Sozialstaats
interpretieren, sieht HARPER die
Geburtenrate im Zusammenhang mit der
neuen Langlebigkeit.
So führt
Langlebigkeit zu einer
"Verlängerung der einzelnen
Lebensphasen". Wie sich die
Langlebigkeit jedoch genau auf das
Fortpflanzungsverhalten auswirkt, das
lässt sich dem Artikel nicht entnehmen.
- GEO-Titelgeschichte
"Neid"
in: GEO, Juli
- SCHIRRMACHER,
Frank (2003): Männerdämmerung.
Wer uns denkt: Frauen übernehmen die
Bewußtseinsindustrie,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 01.07.
- Kommentar:
SCHIRRMACHER
diagnostiziert den Zerfall der
Gesellschaft, der mit der Übernahme der
Bewußtseinsindustrie durch Frauen
bereits im Gange ist. Sein Gewährsmann
dafür ist der Anthropologe Arnold
GEHLEN:
"Die
Patriarchen verdämmern, und die
Nachfrage nach ihnen sinkt. Frauen
übernehmen die Vermittlung und sogar die
Macht in einer zerfallenden Gesellschaft.
»Kleine zivilisierte Völker«, so hat
Arnold Gehlen eines vorhergesagt, »oder
solche, denen alle Knochen zerschlagen
sind, streben der Deckung zu, sie neigen
zu Versicherungen, Krankenscheinen, zu
sexuellen Libertisinismen und moralischen
Vorträgen an die Außenwelt. Aber gerade
diese Atmosphäre kommt den innersten
Bedürfnissen des Weibes
entgegen«."
- SPIEGEL-Titelgeschichte "Die
neuen Werte"
in: Spiegel Nr.28 v. 07.07.
- ZYLKA,
Jenni (2003): Fernsehserien, gruselig.
Während sie das Kind kriegt, geht der
Olle Schampus trinken - in den schönen neuen
Babyshows,
in: TAZ v. 08.07.
- MEISTER,
Martina (2003): Zurück in den Kreißsaal.
Der medial inszenierte Baby-Boom
verhält sich umgekehrt proportional zur
Geburtenrate,
in: Frankfurter Rundschau
v. 16.07.
- STERN-Titelgeschichte
"Das Märchen von der
Chancengleichheit",
in: Stern Nr.30 v. 17.07.
- ECONOMIST
(2003): Europe's population implosion.
Europe's population is shrinking and
greying - with grim consequences,
in: Economist v.
17.07.
- NZZ-Zeitfragen: Die
zerbrechliche Coolness,
in: Neue Zürcher Zeitung v.
19.07.
- RM-Special "Eine
neue Bevölkerungspolitik muss her",
in: Rheinischer Merkur
Nr.31 v. 31.07.
- MAGAZIN-Thema
"Babys statt Krise",
in: Das Magazin,
August
- NZZ-Zeitfragen:
Mutter-Stress,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 02.08.
- CASDORFF,
Stephan-Andreas/FELDKIRCHEN, Markus/SIEBENMORGEN, Peter
(2003): Wer wird Ihre Rente bezahlen, Herr
Mißfelder?
Der Vorsitzende der Jungen Union über
seinen Ruhestand mit 70, Generationenverrat - und
strategische Fehler seiner Partei,
in: Tagesspiegel v.
03.08.
- SCHOLZ,
Olaf (2003): Gerechtigkeit und Solidarische Mitte
im 21. Jahrhundert.
13 Thesen für die
Umgestaltung des Sozialstaats und die Zukunft
sozialdemokratischer Politik,
in: Frankfurter
Rundschau v. 07.08.
- MERNISSI,
Fatema (2003): Generation Minigolf.
Die 35- bis 39-Jährigen sind
die grösste Bevölkerungsgruppe der Schweiz,
mehrheitlich erfolgreich, ideologiefrei, nicht
ganz unverklemmt. Welche Werte prägen, welche
Ziele verfolgen sie?
in: Weltwoche
Nr.32 v. 07.08.
- Kommentar:
MERNISSI
beschäftigt sich mit der unbekannten
Alterskohorte, die nur zum Teil zur
"Generation Golf" gehört und
soziologisch bisher nicht in Erscheinung
getreten ist.
MERNISSI
hat deshalb eine Reihe von
Wissenschaftlern befragt (u.a. die
Soziologen François
HÖPFLINGER und Peter GROSS).
Erhellen
soll das Dunkel auch zwei Bücher, die
demnächst erscheinen: Rolf
DOBELLIs Roman «Fünfunddreissig
Eine Midlife Story» und Volker
MARQUARDTs Buch «Das Wissen der
35-Jährigen».
Letztlich
- wie soll es derzeit auch anders sein -
geht es um das "Ende des
Single-Daseins" der
"kinderlosen
Single-Generation".
- HILLENKAMP,
Sven & Henning SUSSEBACH (2003): Was wird?
Zwischen Lebensplanung und
Zukunftsangst: In dieser LEBEN-Ausgabe
verschreiben wir uns der Reform. Mit den Debatten
um Gesundheitsvorsorge, Renten und Arbeitsmarkt
ist die Zukunft in unser Bewusstsein
zurückgekehrt - vor allem als Bedrohung. Ein
Gespräch mit dem Soziologen Ulrich Beck,
in: Die
ZEIT Nr.33 v. 07.08.
- ZEIT-Dossier
"Allein zu zweit",
in: Die ZEIT
Nr.33 v. 07.08.
- FAZ
(2003): Die demographische Zeitbombe,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 07.08.
- Kommentar:
Anlässlich der
bevorstehenden Reform der
Alterssicherung, mit der drastische
Verschlechterungen beschlossen werden
sollen, versorgt die FAZ die Eliten mit
Argumenten für die anstehenden
Kürzungen:
"Diesmal
könnte weit gesprungen werden. Tabus
beim Nachdenken soll es nicht mehr geben.
Geprüft wird alles - von der Grundrente
über stärkere Kapitaldeckung bis hin
zur Anhebung des Rentenalters oder einer
Staffelung der Rente nach
Kinderzahl", betont HIG.
U.a.
dürften Kurt BIEDENKOPF, Franz
MÜNTEFERING, Katrin GÖRING-ECKHARDT,
Bernd RAFFELHÜSCHEN und Friedhelm
HENGSBACH ihre Version von
Generationengerechtigkeit vortragen.
- MÜLLER,
Kerstin (2003): Wieder verzweifelt sein.
Warum der
Ex-Smiths-Frontsänger Morrissey gute Chancen
hat, wieder groß rauszukommen,
in: Jungle
World Nr.34 v. 13.08.
- FAZ
(2003): Eine Gratwanderung zwischen Beitragssatz
und Rentenniveau.
Die demographische Zeitbombe
(Teil 2) - Das gesetzliche Rentensystem ist
bedroht,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 14.08.
- RM-Brennpunkt
"Jung gegen alt",
in: Rheinischer Merkur Nr.33
v. 14.08.
- WW-Titelgeschichte
"Jung gegen alt".
Der Krieg der Generationen,
in: Wirtschaftswoche
Nr.34 v. 14.08.
- GASCHKE,
Susanne (2003): Wo sind die Kinder?
Generationenvertrag. Im Land
der Egoisten: Kein Nachwuchs, keine Rente,
in: Die
ZEIT v. 14.08.
- BULLION, Constanze von
(2003): Mach mir den Hof.
Erhöhte Temperatur -
Geschichten, die der Sommer schreibt (IV): Sie
soll die Landwirtschaft akzeptieren, schrieb er.
Carsten Schäfer, Jungbauer mit Schwerpunkt
Schweinemast, fand seine Liebe im Inernet. Und
sie wird täglich größer,
in: Tagesspiegel
v. 15.08.
- Kommentar:
Die
Nöte der Landwirte bei der Partnersuche
sind in diesem Sommer DAS Single-Thema
der Mitte-Medien - abseits der üblichen
sozialpolitischen Schelte...
- STOLLORZ, Volker (2003):
Die altersschwache Gesellschaft.
Der demographische Wandel ist zum
Politikum geworden. Manche fürchten schon den
Krieg der Generationen. Aus der Zahl der
Geburten, Todesfälle und Zuwanderungen versuchen
Bevölkerungsforscher den Trend zu erkennen: Wir
werden immer älter, fühlen uns aber so jung wie
nie,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 16.08.
- Kommentar:
Das
Wissenschaftsressort der FAS hat eine
Doppelseite freigeräumt, um der "demographischen
Zeitbombe" gebührend
Raum einzuräumen.
Es
gibt viele Schaubilder zur Veränderung
des Altersaufbau und Grafiken zu den
Veränderungen einzelner Indikatoren.
Das
ist alles wenig neu und hat auch nur die
Funktion, dass sich nach der X-ten
Wiederholung der Sachverhalt als
Selbstverständlichkeit absetzt, ohne
dass noch irgendetwas hinterfragt wird.
Die
Rentenreform steht nun auf der Agenda,
das wird inzwischen wohl auch dem Letzten
klar geworden sein...
- MÜLLER-VOGG,
Hugo (2003): Die Lifestyle-Sünden der
Baby-Boomer rächen sich,
in: Welt am Sonntag
v. 17.08.
- Kommentar:
Der
Ohrensessel-Demonstrant MÜLLER-VOGG übt
den Schulterschluss zwischen Großvater
und Enkel, was momentan auch auf dem
Buchmarkt in Mode ist.
Was
MÜLLER-VOGG über die
"bevölkerungspolitisch korrekte
Vermehrung" schreibt, ist jedenfalls
richtiger als das, was GASCHKE gerade in
ihrem ZEIT-Leitartikel vom Stapel
gelassen hat.
Nur
gehört MÜLLER-VOGG nicht zu den
70-Jährigen Großvätern, sondern als
1947 Geborener gehört er zur
68er-Generation, d.h. er gehört bereits
zur Generation der "zeugungs-
und gebärfaulen Eltern", über die
er schimpft.
Wenn der Autor
"als Vater nur eines Kindes"
als Friedensangebot auch kein
Problem damit hätte, wenn seine Rente um
einen "Kinder-Fehlbetrag"
gekürzt würde, Geringverdienern würde
das sehr wohl etwas ausmachen.
Verfechter einer
Rente nach Kinderzahl - z.B. Hans-Werner SINN - haben das
bereits vorgeschlagen, aber gerade die
Generation von MÜLLER-VOGG soll davon
ausgenommen werden.
Auch darüber
gibt es hier im September-Thema von
Single-dasein.de mehr zu lesen.
- FR-Debatte:
Gerechtigkeit - Luxus oder Notwendigkeit,
in: Frankfurter Rundschau
v. 18.08.
- GÜRTLER, Detlef (2003):
Gerontokratie? Nichts da! Bald kommt der
Baby-Boom.
Warum sich Statistiker,
Demographen und Schwarzseher irren, und was
daraus folgt,
in: Welt
v. 19.08.
- RIEDI,
Stephani & Thomas WIDMER (2003): Generation
Ratlos.
Aus der Spassgesellschaft in
den Ernst des Lebens kapapultiert. Die 25- bis
35-Jährigen sind überfordert - und in der
Krise,
in: Facts
Nr.34 v. 21.08.
- Inhalt:
Die Autoren
berichten über die Quarterlife-Crisis.
Dazu gibt es ein Generationen-Alphabet
von @ bis Z (wie
Zaungast).
- RM-Schwerpunkt
"Nachwuchs".
Glücklich? Ja, mit Familie,
in: Rheinischer Merkur Nr.34
v. 21.08.
- FAZ
(2003): Die kapitalgedeckte Zusatzrente kommt in
Mode.
Die Alterung der Gesellschaft
trifft alle Industriestaaten. Altersvorsorge auf
mehreren Säulen. Zwischen Volksheim und
Privatvorsorge.
Die demographische Zeitbombe (Teil 3) - Wie das
Ausland für das Alter vorsorgt,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 21.08.
- WITZMANN,
Erich (2003): Gehrer: "Eine
Neidhammel-Diskussion".
VP-Vizechefin Gehrer
kritisiert die Forderungen der jüngeren
Generation and die Pensionisten und erinnert sie
an ihre Aufgaben - etwa den Nachwuchs betreffend,
in: Die
Presse v. 23.08.
- Kommentar:
Mit Bezug auf
GASCHKEs ZEIT-Artikel fordert die
österreichische Bundesministerin für
Bildung, Wissenschaft und Kultur
Elisabeth GEHRER eine Wertedebatte in
Österreich:
"Gehrer:
»Kinder sind die beste
Zukunftssicherung, darüber muss man
reden.« Deshalb plädiert die Ministerin
für den Beginn einer Wertediskussion.
»Was macht das Leben lebenswert? Etwa
wenn man von Party zu Party rauscht, ist
es das Single-Leben?«
(...).
Tatsache ist für Gehrer jedenfalls, dass
es den heute 30-Jährigen nichts nützt,
wenn die gegenwärtigen Pensionisten mit
einer Strafsteuer belegt werden. Das
helfe ihnen in drei oder vier
Jahrzehnten, wenn sie dann selbst in den
Ruhestand treten, wenig. Das Resümee der
Unterrichtsministerin: »Die Wahrheit
ist: Die Zukunft ist gesichert, wenn ein
Land Kinder hat.«"
- FAZ (2003): Zwischen
Steuerfinanzierung und Kapitaldeckung.
Jenseits des politischen
Pragmatismus hält die Debatte über die
Rentenreform weitreichende Vorschläge bereit.
Staatliche Grundrenten und private
Altersvorsorge. Die demographische Zeitbombe
(Teil 4) - Alternativen und Ergänzungen zum
Umlagesystem,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 27.08.
- MIERSCH, Michael
(2003): Trost für alte Kämpfer.
Was macht ein männlicher,
heterosexueller Metropolensingle mit
linksradikaler Sozialisation und Szenelebenslauf,
wenn die Schläfen grau, die Lesebrille fällig
und der Bauchansatz unübersehbar werden?
Reinhard Mohr hat versucht, diese Frage ehrlich
zu beantworten. In "Generation Z"
beschreibt er das Dilemma einer ganzen
Generation, die vom Altern kalt erwischt wurde,
in: Weltwoche
Nr.35 v. 28.08.
- Kommentar:
Michael MIERSCH hat gerade
selbst eine Lebensbeichte abgelegt, in
der er sich über die Karrierelinke
mokiert hat. Also ist Trost nötiger denn
je...
- PH-Titelgeschichte
"Endlich allein".
Warum Sie mehr Zeit für sich
selbst brauchen,
in: Psychologie
Heute, September
- PROFIL-Titel
"Partys, Drogen, Faulenzen!".
Wie schlimm ist Österreichs
Jugend wirklich?
in: Profil
Nr.36 v. 01.09.
- JW-Thema
"Generation Hüftgelenk",
in: Jungle World
Nr.37 v. 03.09.
- REINHARDT, Susie (2003):
Wenn Frauen das vorher wüssten.
Mutterschaft, ein
Standardschicksal? Vom Märchen, Beruf und Kinder
seien mit etwas gutem Willen und einem willigen
Partner durchaus vereinbar. Ein Blick aufs Ganze,
in: TAZ v.
04.09.
-
STERN-Titel
"Vergreiste Republik",
in: Stern
Nr.37 v. 04.09.
- BURCHARD,
Amory (2003): "Eine Familie ist wie eine
Versicherung".
Geld und gute Taten: Der
Berliner Soziologe Martin Kohli über den
privaten Generationenvertrag,
in: Tagesspiegel
v. 05.09.
- TAZ-DOSSIER:
Deutsche, wollt ihr ewig leben?
Arbeit,
Rente, Gesundheit: Der Nation gehen die Jungen
aus. Ein Dossier zum demografischen Wandel der
Gesellschaft
- WEIDERMANN, Volker (2003):
die neue deutsche Romantik.
Die deutschsprachige
Gegenwartsliteratur zieht sich ins Private
zurück und feiert das Glück der Liebe,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 14.09.
- WORATSCHKA,
Rainer (2003): "Kinderlose werden zahlen
müssen",
in: Tagesspiegel v. 17.09.
- Kommentar:
Familienvater
Siegfried STRESING wird von Jürgen BORCHERT bei seiner
Klage vertreten. Er darf deshalb Sätze
sagen, die man auch von BORCHERT zu
Genüge kennt:
"Ich will,
dass deutlich wird, was das
Verfassungsgericht schon im Pflegeurteil
entschieden hat: Dass in unserem System
zwei Säulen gleichberechtigt
nebeneinander stehen, die zum Ausgleich
gebracht werden müssen: die Beiträge
und die Erziehung von Kindern."
- FÜLBERTH,
Georg (2003): Kinder im Kalkül.
Generationenkampf,
Klassenkampf. Der demographische Faktor ist vor
allem ein Arbeitsmarktproblem,
in: Robinson.
Beilage der Wochenzeitung Freitag
Nr.39 v. 19.09.
- TAGESSPIEGEL-Thema:
Familie,
in: Tagesspiegel v. 20.09.
- STANDARD-Dossier: "Das
Ende der Familie?",
in: Der Standard v. 20.09.
- MOHR, Reinhard (2003):
Langer Lauf zur neuen Liebe.
Joschka Fischer ist nicht nur der
beliebteste, sondern auch der
scheidungsfreudigste Politiker Deutschlands -
zeugt das von Verlotterung oder radikaler
Romantik?
in: Spiegel Nr.39
v. 22.09.
- STERN-Titel: Liebe, Flirt
und Seitensprung.
Immer
mehr Deutsche finden heute ihre Partner im
Internet. Die besten Web-Adressen - Tipps und
Risiken
in: Stern Nr.40 v. 25.09.
- MOHR,
Reinhard (2003): Soundtrack eines Biotops.
"Herr Lehmann", Leander
Haußmanns Romanverfilmung, ist Milieustudie und
Männerfilm,
in: Spiegel Nr.40
v. 29.09.
- BRAND EINS
- SCHWERPUNKT ELITEN,
in: brand eins, Oktober
- THADDEN,
Elisabeth von (2003): Der Preis der Liebe.
Die israelische Soziologin
Eva Illouz hat erforscht, wie heillos das
großartigste aller Gefühle in den Kapitalismus
verstrickt ist,
in: Literaturbeilage
der ZEIT Nr.42 v. 09.10.
- REHDER,
Julia (2003): Lange Nacht der Frauen.
"Sex and the City" erobert
die Kino - und das weibliche Publikum unterhält
sich während der Vorstellung laut über Männer,
in: Tagesspiegel 13.10.
- EMMA-Dossier: Neue
Väter - verzweifelt gesucht.
Mütter träumen von Agassi & Co,
in: Emma,
November/Dezember
- UNIVERSITAS-Schwerpunkt: Jung gegen
alt?
in: Universitas,
November
- Focus-Titelgeschichte:
Jeder kann sich ändern!
Auch über 30,
in: Focus
Nr.46 v. 10.11.
- STERN-Titelgeschichte:
Heute nicht, Schatz!
Sex-Killer Alltag,
in: Stern Nr.47 v. 13.11.
- STANDARD - Jugendserie
"Jugend in Österreich" (14. und
letzter Teil),
in: Der Standard v. 17.11.
- FR-Thema:
Alleinerziehende Frauen,
in: Frankfurter Rundschau v. 29.11.
- NEON-Coverstory: Generationen-Gejammer.
Warum so viele Forderungen an junge
Menschen Unsinn sind,
in: Neon,
Dezember 2003/Januar 2004
- MAGAZIN-Titelgeschichte: Generation
Bruchlandung.
Die 30Jährigen im deutschen
Jammertal
in: Das Magazin, Dezember
- HARTMANN, Elke (2003):
Ziel MBA: Mann, Brautkleid, Altar,
in: Focus
Nr.49 v. 01.12.
- KUHLBRODT,
Detlef (2003): Schmerzkapitale Frankfurt am Main.
Gerade ist man glücklich und
entspannt, da ist man ausgerechnet gleich als
Experte in Sachen Liebeskummer unterwegs. Ein
Erfahrungsbericht,
in: TAZ
v. 02.12.
- TAZ-Brennpunkt:
Katholische Bischöfe segnen die Agenda 2010 ab,
in: TAZ
v. 13.12.
- GERMIS,
Carsten (2003): Der Generationenkonflikt findet
nicht statt.
Jung kämpft gegen alt. So
lautet die gängige These. Alles Quatsch. In
Wirklichkeit rücken Enkel und Opa enger
zusammen, sagt ein Trendforscher,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung
v. 14.12.
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- SCHOLZ,
Leander (2003): Schuld hat, wen es trifft.
Innere Globalisierung. Ein paar
Anmerkungen zum Verteilungskampf zwischen Jung
und Alt,
in: Freitag Nr.3
v. 10.01.
- Kommentar:
Leander
SCHOLZ gehört zu den wenigen kritischen
Stimmen im Land, die in das allgemeine
Neue-Mitte-Geheul nicht einstimmen und
stattdessen hinter dem Versuch die
Singles zu Sündenböcken zu machen, die Probleme
dieser Gesellschaft aufscheinen lässt:
"Wer
jugendlich ist, überschreitet permanent
die Grenze zwischen Berufsleben und
Privatleben und damit auch das Modell der
Kleinfamilie als Ort der Regeneration.
Diese Jugend ist daher dem Phänomen des
Outburn ausgesetzt. Niemand hält einem
mehr den Rücken frei. Im Gegenteil, die
Patchwork-Familie verlangt mindestens
genauso viel Management wie die eigene
Karriere. Beziehungen, Ehen, Familien und
Freundschaften gehören längst der
gleichen Innovationslogik an und bilden
keineswegs mehr den lebensweltlichen
Gegenpol zur Teilnahme am Markt als
Person."
Im
Gegensatz zum sozialpopulistischen
Diktum, dass die Familie ein
Bollwerk gegen den Kapitalismus sei, zeigt
SCHOLZ auf, dass die individualisierte
Familie längst das Ebenbild der modernen
Ökonomie ist.
Nostalgie ist jedoch fehl am Platz:
"Es
ist schon bemerkenswert, wie schnell sich
die Sehnsucht nach dem alten autoritären
Nationalstaat und dem alten neurotischen
Familienmodell wieder beleben lässt,
wenn sie erst einmal überholt
sind".
Es
gibt kein Zurück zu den
alten Zuständen und hinzu
kommt:
"Der
Generationenvertrag kann nicht erneuert
werden, nicht weil eine Partei nicht mehr
will oder egoistisch ist, sondern weil
sich die Bedingungen dafür grundlegend
geändert haben".
SCHOLZ
erteilt jenen einen klare Absage, die die
gegenwärtigen Probleme auf den
demografischen Wandel reduzieren
möchten:
"Das
Problem ist nicht, dass die Bevölkerung
kleiner wird. Das Problem der letzten
Jahrzehnte besteht darin, dass sich die
produktiven Kräfte grundlegend
verschoben haben und dass Arbeit für
einen nicht unerheblichen Teil der
Gesellschaft zu einer Einnahmequelle
unter anderen geworden ist, während für andere ihre
schnell verbrauchte Humanressource das
einzige Kapital
darstellt."
Am
Anfang steht die neoliberale Maxime
"Gewinne privatisieren, Verluste
vergemeinschaften". Sozialpopulisten
wie Konrad ADAM, Paul KIRCHHOFF oder Jürgen BORCHERT gehören zu
jenen, die diese neoliberale Maxime nicht
nur auf die Ökonomie, sondern auch auf
die Familie anwenden wollen. Abgewandelt
kann man ihr Credo zusammenfassen:
"Kinderglück
privatisieren, Kinderkosten
vergemeinschaften".
- ALLMENDINGER, Jutta & Christine WIMBAUER
(2003): Von der Magd zum Markt.
Zwiespalt Beruf und Familie:
Trotz unbestreitbarer Fortschritte bleibt
Geschlechtergleichheit oft eine bloß diskursive
Idee,
in: Frankfurter
Rundschau v. 25.02.
- Kommentar:
Die Münchner
Soziologin Jutta ALLMENDINGER und
Christine WIMBAUER widmen sich in der FR-Serie
zur sozialen Ungleichheit dem
Aspekt der Geschlechterungleichheit.
Sie beschreiben zuerst
den Erfolg der Bildungsexpansion der 60er
Jahre. Die Bildungsbenachteiligung des
katholischen
Arbeitermädchen vom Lande existiert
heutzutage nicht mehr.
Auf dem Arbeitsmarkt bestehen
die Geschlechterungleichheiten jedoch
weiterhin fort, weswegen sich die Autoren
der Frage zuwenden, warum sich diese
nicht auflösen.
Sie unterscheiden dabei die
drei analytischen Ebenen Person,
Organisation und gesellschaftliche
Rahmenbedingungen.
Den Personfaktoren schreiben
sie keinerlei Erkenntniswert zu.
Auf der Ebene der
Organisation werden Frauen dagegen
aufgrund möglicher Mutterschaft anders
behandelt als Männer. Dies hat Katja
KULLMANN in "Generation Ally"
anschaulich dargestellt. Außerdem
hindern die extremen
Verfügbarkeitsnormen Mütter an der
Einnahme von Führungspositionen. Die
größten Hindernisse sehen die Autoren
jedoch auf der gesellschaftlichen Ebene.
Die gesetzliche Begünstigung
des "Ein-Verdiener-Familienernährermodells" ist ihnen
ein Dorn im Auge, denn es definiert die
Familie als verheiratete
Zwei-Eltern-Zwei-Generationen-Familie.
Die Autoren sehen eine Wende hin
zur Bevölkerungspolitik als Gefahr
für die Gleichstellung von Mann und
Frau:
"Die gegenwärtigen partiellen
politischen Reaktivierungsversuche
hergebrachter Rollenaufteilungen, die
sich aus dem Zusammenwirken einer
gesellschaftlich für notwendig
erachteten Erhöhung der Geburtenrate und
einer ebenso notwendig erscheinenden
Entlastung des Arbeitsmarktes ergäben,
legen nahe, dass der Zenit der
gesellschaftlich angestrebten
Gleichberechtigung zwischen den
Geschlechtern bereits überschritten ist.
Politische Akteure versuchen so, die
Rolle der nicht oder nur geringfügig
erwerbstätigen Mutter auch durch hohe
finanzielle Anreize attraktiver zu
machen".
Dem
bevölkerungspolitischen Blacklash
stellen die Autoren ihr
"radikales" Modell einer
lebenszeitlichen Entzerrung der
Lebensbereiche entgegen:
"Lebenszeit haben wir mittlerweile
genug. Warum also hetzen wir uns in der
frühen Mitte des Lebens ab, um alles auf
einmal zu schaffen, wenn dann die
Wenigsten im Alter von 50 Jahren noch im
Erwerbsleben stehen? Könnten Bildungs-
und Ausbildungswege nicht vielmehr so
geschnitten werden, dass Personen auch
bei späterem beruflichem Einstieg noch
auf der Höhe der Zeit sind? Was spricht
dagegen, dass wir die Hochphase der
Erwerbstätigkeit um zehn Lebensjahre
zurückverlegen und im Alter von 40 bis
60 Jahren konzentriert arbeiten, anstatt
wie heute zwischen 30 und 50? Werden
Kinder heute hauptsächlich aufgrund
ihres »Konsumnutzens« geboren, also
wegen der mit ihnen einkehrenden
"Güter" wie Freude, Glück und
Liebe, nicht aber wegen ihres
finanziellen Nutzens, so würde eine
Entzerrung beiden Elternteilen zumindest
diesen »Konsum« erlauben".
- DUDEN,
Barbara (2003): Wir, die falschen Hasen.
Befinden und Befunde. Die
Frauenbewegung hat schon vor langer Zeit ihre
gemütliche Identität verloren. Ein Grund für
den Verlust ist die historische Neuordnung des
"wir",
in: Freitag
Nr.11 v. 07.03.
- Kommentar:
Barbara DUDEN blickt
wehmütig zurück. Sie hat eine
Epochenschwelle erkannt: Nicht mehr das
ideologische WIR der
70er-Jahre-Frauengemeinschaft, sondern
das gnadenlose, statistische WIR
beherrscht die heutigen Debatten.
Das
hat zur Folge, dass die Ungleichheit
zwischen Frauen wahrnehmbar wird:
"»Frau« war
für Braidotti ein romantisches,
sentimentales, unwissenschaftliches,
typisch rassistisches ideologisches
Konglomerat. Ein Hochstilisieren von
etwas angeblich Gemeinsamem an
schottischen Hausfrauen, afrikanischen
Sklavinnen, relativ unterbezahlten
Leitungsbeamtinnen, arbeitslosen
Habilitierten und Dienstmädchen.
Braidotti sprach als Wissenschaftlerin.
Sie ließ nur das als zuschreibbare
Eigenschaft gelten, was gemessen werden
kann und was gemessen worden ist."
Die Kluft zwischen Frauen
ist DUDEN - im Gegensatz zu KLAMMER -
bewusst:
"Nach zwanzigjähriger Bewegung war
es mir klar, dass politische Erfolge im
Dienst der Verwirung aller Frauen der
Welt unvermeidlich und primär der
Beförderung jener Menschen gedient
hatte, mit deren Eigenschaftsprofilen ich
mich vergleichen kann. Und dass dieses
Modell als Vorbild dienen sollte für
weitaus mehr Frauen, die immer ferner und
immer schmerzlich bewusster entfernt von
unseren Fortschritten waren".
Andererseits hat das
heutige statistische WIR Konsequenzen,
die dieses neue WIR durchaus fragwürdig
erscheinen lässt:
"Wenn heute eine »ich« sagt, also
mit zurück gebogenem Zeigefinger auf
die, die spricht, verweist, so ist ihr
Referent immer häufiger eine
statistische Population. (...). Das
postmoderne Selbstgefühl wird zunehmend
durch Selbst-Zuschreibung von
diagnostizierten Befunden gespeist, die
nichts mit der eigenen Befindlichkeit zu
tun haben. Mit jedem Zeugnis, jedem
Rezept und mit jeder Diagnose vermisst
sich heute die Frau im doppelten Sinn des
Wortes: Sie versetzt sich jedes mal in
eine statistische Population, wird zum
Fall in einer Ansammlung von Fällen,
denen nichts anderes als ein Syndrom
gemeinsam ist, zum Beispiel eine
Geschwulst im Alter von 30 bis 40 bei
unverheirateten einzelstehenden Personen
mit niedrigem Hämoglobin und begrenzter
Schulbildung von denen - ich überzeichne
- je x Prozent erfahrungsgemäß an
Haarausfall, y Prozent an
Erwerbslosigkeit und z Prozent an
Gewalttaten leiden werden. Ob sie
innerhalb dieser Population auch wirklich
von Haarausfall betroffen werden wird,
ist und bleibt fifty-fifty. Aber vom
Augenblick der Diagnose an weiß sie, in
welche Risiko-Gruppe sie gehört, und
kann die Angst vor dem Haarausfall und
besonderer Neigung zur Vergewaltigung
nicht mehr los werden.
Ein derartig vermessener Ersatz des
eigenen Befindens durch selbst
zugeschriebene Befunde war Mitte der
1970er Jahre ein Zeichen für
Hypochondrie, wenn nicht Schizophrenie.
Immer mehr wurde es in den 80er Jahren
zum Lehrziel von Frauenbildungszentren.
Wenn Frauen heute einen Zusammenschluss
versuchen, so Verwiren sie Menschen mit
einem derartig zersplitterten und aus
Befunden zusammengeklebten Selbst".
- BUTTERWEGGE, Christoph (2003): "Kinder bilden
die am stärksten von Armut bedrohte
Altersgruppe".
Bedenkliches Zeugnis in einem
Land wie der Bundesrepublik. Konsequente
Beschäftigungspolitik verringert
Arbeitslosigkeit und Not der Jugend,
in: Frankfurter
Rundschau v. 30.07.
- Kommentar:
Familienpolitik muss
nicht singlefeindlich sein. Das beste
Beispiel dafür ist Christoph
BUTTERWEGGE:
"»Umverteilung von oben nach
unten!«, nicht »Umverteilung von den
Kinderlosen zu den Eltern!« müsste die
Devise einer gerecht(er)en
Familienpolitik lauten. Statt alle Eltern
materiell besser zu stellen, wie es die
traditionelle Familienpolitik getan hat,
müssten sozial benachteiligte Kinder
besonders gefördert werden. Dabei sollte
die Hilfestellung unabhängig von der
jeweiligen Familienform und der
Erwerbsbiografie der Eltern erfolgen.
Denn die Rechte eines Kindes leiten sich
aus seiner Identität als Kind, nicht aus
seinem Verhältnis zu einem
anspruchsberechtigten Elternteil ab.
Politik für Kinder muss auch Politik von
und mit Kindern sein. Das deutsche System
der sozialen Sicherung ist
erwerbsarbeits-, ehe- und
erwachsenenzentriert. Eine
kinderorientierte Sozialpolitik würde
ausschließen, dass kommunale
Betreuungsangebote wegen leerer Kassen
verringert werden."
- HARTMANN, Michael (2003):
Macht muß gelernt sein.
Die Rekrutierung der
deutschen Wirtschaftselite ist keine Frage der
Leistung, die bringt man mit,
in: junge Welt v. 19.09.
- Kommentar:
Viel ist zur Zeit
vom PISA-Schock zu lesen, wenig dagegen
von den weiterführenden Schulen.
"Voll krasse
Bildung" heißt ein
Artikel von Martin KRAUSS in der Jungle
World. Dort wird auf das Problem der
Migrantenkids hingewiesen:
"Was fürs
linke und linksliberale Milieu gern
gesehener Anlass ist, über Kanaksprak aus »krass«,
»voll konkret« und »ey, Alter« zu
lachen, zeigt doch, dass auch hier die
Vielfältigkeit dieser Gesellschaft nicht
zur Kenntnis genommen wird. Ohne
Übertreibung: Die beinah einzige Chance
zum sozialen Aufstieg für Millionen
Migrantenkids besteht darin, bei RTL als
Superstar entdeckt zu werden oder einen
Vertrag als Profiboxer zu erhalten."
Schulbildung
ist jedoch nur eine notwendige, aber
keine hinreichende Bedingung für den
sozialen Aufstieg.
Das ist das
Thema des Soziologen Michael HARTMANN.
Nicht Leistung zählt in der
geschlossenen Gesellschaft, sondern die
Herkunft bestimmt in erster Linie die
Zugehörigkeit zur Wirtschaftselite.
HARTMANN
kritisiert aus dieser Perspektive auch
die Gerechtigkeitsvorstellungen
des SPD-Generalsekretär Olaf SCHOLZ.
-
BUTTERWEGGE, Christoph (2003): Sozialdemokraten
in der neoliberalen Falle.
Der vielbenutzte Begriff der
Eigenverantwortung kaschiert nur den Ruf nach
sozialer Verantwortungslosigkeit,
in: Frankfurter Rundschau v. 23.09.
- Kommentar:
Der Sozialwissenschaftler
Christoph
BUTTERWEGGE, der im
Gegensatz zu vielen anderen nicht
Kinderlose und Familien gegeneinander
ausspielt, kritisiert den
sozialpolitischen Kurs der Neue-Mitte-SPD
und plädiert für einen Erhalt des
Sozialstaats.
Seine
Vorstellungen einer Bürgerversicherung
sind eine Absage an neoliberale
Grundrentenverfechter à la Meinhard
MIEGEL.
BUTTERWEGGE
verteidigt - da ist er mit Norbert BLÜM
einig - die Beitragsfinanzierung. In
Abgrenzung zu BLÜM plädiert er aber
für einen Abschied von der
Erwerbszentrierung der
Sozialversicherung:
"Es geht
darum, die spezifischen Nachteile des
deutschen Sozialstaatsmodells
auszugleichen, ohne seine Vorzüge
preiszugeben. Strukturdefekte des
»rheinischen« Wohlfahrtsstaates bilden
seine duale Architektur (Spaltung in
Sozialversicherung und Sozialhilfe),
seine strikte Lohn- und
Leistungsbezogenheit (Äquivalenzprinzip)
sowie seine Barrieren gegen
Egalisierungstendenzen (im Grunde
systemwidrige Beitragsbemessungsgrenzen;
Versicherungspflichtgrenze in der
Kranken- und Pflegeversicherung;
partielle Freistellung prekärer
Beschäftigungsverhältnisse von der
Sozialversicherungs- bzw. Steuerpflicht).
Der entscheidende Pluspunkt des
Bismarck'schen Sozialsystems gegenüber
anderen, damit konkurrierenden Modellen
liegt darin, dass seine Geld-, Sach- und
Dienstleistungen keine Alimentation von
Bedürftigen und Benachteiligten aus
Steuermitteln darstellen, sondern durch
Beitragszahlungen erworbene und auch
verfassungsrechtlich garantierte
Ansprüche."
BUTTERWEGGEs
Ansatz möchte also die Sicherheiten der
alten Arbeitnehmergesellschaft durch
Ausdehnung auf Personengruppen, die im
traditionellen Modell ausgeschlossen -
oder unzureichend berücksichtigt - sind,
und eine breitere Basis der
Beitragszahler zukunftsfähig machen.
BUTTERWEGGE
schlägt damit eine Brücke zwischen den
unversöhnlichen Strategien von alter und
neuer Mitte.
Wie Michael
HARTMANN kritisiert BUTTERWEGGE die neue
Gerechtigkeitsformel der SPD.
- BERGER,
Ulrich & Christoph STEIN (2003): Die
Baby-Boomer in Deutschland.
Ein herbes Schicksal bis zur
Rente,
in: Telepolis
v. 22.10.
- Kommentar:
Die Autoren
verweisen zwar in ihrem Beitrag nicht auf
single-dasein.de, aber sie benutzen
Argumente, die seit langem auch auf
diesen Seiten vertreten werden.
BERGER
& STEIN klären über den Mär des
Geburtenrückgangs auf, den
Professor Peter KRAFT auf seinen Seiten
ausführlich behandelt.
Der
privaten Altersvorsorge stehen sie
kritisch gegenüber, da sie die Probleme
auch nicht besser lösen kann als das
bewährte Umlageverfahren.
Mit Detlef
GÜRTLER
stimmen sie darin überein, dass nicht
die Demografie die Wirtschaft, sondern
umgekehrt die wirtschaftliche Entwicklung
das demografische Schicksal beeinflusst:
"Die
Demografie ist kein Schicksal, sie ist
eine Herausforderung, die gemeistert
werden kann - oder auch nicht. Große
demografische Schwankungen haben zwar
wirtschaftliche Auswirkungen, aber die
wirtschaftlichen Konjunkturen
determinieren am Ende die demografischen."
Einen
demografisch begründeten Handlungsdruck
angesichts der gegenwärtigen Krise des
Sozialsystems verweisen die Autoren ins
Reich der
sozialpolitischen
Demagogie:
"Ein
demografisch begründbarer
Handlungsbedarf zur Stabilisierung der
Rentenkassen entsteht erst ab 2025 und
das auch nur, wenn die unsicheren und
umstrittenen Prognosen zur Geburtenrate
und zur Lebenserwartung richtig sein
sollten."
- DRIBBUSCH,
Barbara (2003): Keine Kinder, keine Kohle.
Neue Rentenpläne der CSU
wollen Kinderlose benachteiligen. Der Vorschlag
ruft Empörung hervor. Denn Biologie, Lebenswege
und Schicksal dürfen niemals politisch belohnt
oder bestraft werden,
in: TAZ
v. 11.11.
- Inhalt:
DRIBBUSCH stellt die
Lobby spezieller Interessengruppen im
Kampf um eine gerechtes Rentenkonzept
vor.
Als erste
kommt Elke VANDENBERG zu Wort. Die
40jährige Verkäuferin ist
Vorstandsmitglied des Berliner Vereins
"Wunschkind", in dem sich
ungewollt Kinderlose organisieren.
Danach
erklärt DRIBBUSCH das CSU-Rentenkonzept
und dessen Nähe zur
Rente nach Kinderzahl, wie es
von Hans-Werner SINN propagiert wird.
Noch im März wurde es auch von Angela
MERKEL propagiert, die sich heutzutage
vom CSU-Konzept distanziert.
Das
CSU-Konzept ist nur vor dem Hintergrund
des Klischees vom "asozialen
Luxusmenschen" verständlich,
dagegen setzt DRIBBUSCH die Sicht jener
Kinderlosen, die ein Kind um jeden Preis
anstreben und dazu auch teure und
unangenehme Prozeduren wie die
In-vitro-Fertilisation in Kauf nehmen.
Die
Argumente jener Kinderlosen, die an der
Unvereinbarkeit von Beruf und Familie
leiden, trägt die Regensburger
Soziologin Corinna ONNEN-ISEMANN vor.
Die
Verfechter des CSU-Konzeptes, die sich
auf das Familienbild vom "Lastesel
der Nation" berufen, werden bei
DRIBBUSCH vom Heidelberger Büro für
Familienfragen repräsentiert.
Zum
Schluss folgt eine Kritik am CSU-Konzept
sowie ein Resümee:
"Doch
auch diese Rechnung weist Mängel auf.
Würden alle Kinderlosen wie
Selbstständige nur privat ansparen,
hätten sie später genug fürs Alter,
auch ohne gesetzliche Rente. Wer aber
würde von einem allein stehenden
Selbstständigen einen Sozialbeitrag
verlangen, als Ablasszahlung für seine
Kinderlosigkeit? Niemand - es wäre
absurd.
Individuelles Schicksal, Biologie und
Lebensentscheidungen dürfen im privaten
Klatsch zwar durchgehechelt, in der
Politik aber niemals bewertet, belohnt
oder bestraft werden. Das spüren auch
viele Politiker. Die FDP- und
CDU-Vertreter haben bereits gegen den
Stoiber-Vorstoß protestiert. Er hat
keine Chance."
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