[ Singles in aller Welt ] [ Autoren der Single-Generation ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Gabriella Hima: Neue Sachlichkeit

 
       
     
       
   

Gabriella Hima in ihrer eigenen Schreibe

 
   
  • fehlt noch
 
   

Dunkle Archive der Seele in hellen Gebärden des Körpers (1999).
Die Anthropologie der neusachlichen Prosa
Frankfurt a/M u.a.: Peter Lang

 
   
 
 

Klappentext

"Das Buch beschreibt Wahrnehmungs-, Aktions- und Ausdrucksformen der «Neuen Sachlichkeit». Diverse Attitüden in repräsentativen Erzähltexten werden unter behavioristischem Aspekt dargestellt. Analogien zwischen Dezsö Kosztolanyi, Joseph Roth, Erich Kästner und Irmgard Keun liefern Indizien für den breiteren Wirkungskreis der umstrittenen literarischen Strömung, die im vorliegenden Werk nicht nur als «weimaranische Inzucht» betrachtet wird. Kosztolanyi, bedeutender ungarischer Schriftsteller der Zwischenkriegszeit, wird hier zum ersten Mal im Zusammenhang mit deutschsprachigen Schriftstellern besprochen."

Inhaltsverzeichnis

I. Vorwort

0. Einleitung

1. Neue Sachlichkeit

1.1 Zum Status und zur Legitimität des Begriffs
1.2 Stichwörter zur Neuen Sachlichkeit
1.3 Das Schicksal der Strömung Neue Sachlichkeit

2. Allgemeine Tendenzen

II. Analysen

0. Vorbemerkungen zur Methode

1. Raum

2. Scham

3. Rebellion

4. Lebenskunst

4.1 Lebenskunst als Praxis

Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen, 1932

4.2 Lebenskunst als Euphemismus

Erich Kästner: Fabian, 1931

4.2.1 Verbale Taktik
4.2.2 Platztausch zwischen Subjekt und Objekt
4.2.3 Exkurs: Senecas Anthropologie
4.2.4 Euphemismus

4.3 Lebenskunst als Inversion

III. Menschenbild der Neuen Sachlichkeit

1. Theorien über die Neue Sachlichkeit

1.1 Philosophischer Kontext
1.2 Behaviorismus und Schamkultur
1.3 Medientheorie der zwanziger Jahre

2. Konklusionen

2.1 Darstellungsprinzipien

2.1.1. Antipsychologismus
2.1.2. Homogenisierungstendenz

2.2 Anthropologischer Schluß

2.2.1 Binäre Ordnung der Welt
2.2.2. Binäre Struktur des Alltaglebens und der Psyche

3. Fazit

Zitate:

Allgemeine Tendenzen der Neuen Sachlichkeit

"Die Fiktion überhaupt verlor an Boden. Der Dokumentarismus trat in den Vordergrund. Ernst Jüngers Roman In Stahlgewittern (1920) hat schon die Form eines Tagebuchs, obwohl er stilistisch noch in vieler Hinsicht von der Avantgarde geprägt ist. Viele Schriftsteller der literarischen Richtung Neue Sachlichkeit arbeiten als Journalisten. Der Reportagestil setzte sich auch in den belletristischen Arbeiten durch. (...).
Eine andere nicht fiktive Gattung, der Essay, erlebte auch seine produktive Hochphase. (...).
Auf das Zurücktreten der Fiktion weist auch die neue Blüte des historischen Romans hin. (...).
Die Literatur der Neuen Sachlichkeit kultivierte vor allem Gattungen, die ein breites Publikum konsumierte" (S.21)

Lebenskunst als Euphemismus

"Ironie und Euphemismus sind verschiedene Erscheinungsformen der zynischen Haltung, deren Ziel es ist, die immer wieder aufstauenden sentimentalen Gefühle abzuwehren.
(...).
Ironie und Euphemismus funktionieren wie ein verbaler Deckmantel, unter dem soziale, psychische und körperliche Defizite gleichmäßig verborgen werden können: Beide implizieren das schlichte Gegenteil einer sich als glücklich gerierenden Gesellschaft, deren Mitglieder sich ohne diesen verbalen Deckmantel als schwer geschädigt zu erkennen geben." (S.227f.)

 
 
 
       
   
  • Die Neue Sachlichkeit in der Debatte

    • fehlt noch
 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
     
   
 
   
© 2002-2003
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 21. Oktober 2003
Stand: 21. Oktober 2003
Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002