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in den USA
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Kurzbiographie
- Anfang der
60er Jahre geboren
- 2000 Buch "Bobos in Paradise"
- leitender
Redakteur des US-amerikanischen Weekly
Standard
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David
Brooks in seiner eigenen Schreibe
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- BROOKS, David (2000):
The Good Old Boys.
In the new economy, yuppies
seem like the guradians of old-fashioned values,
in: New
York Times Magazine v.
20.02.
- BROOKS,
David (2002): Die bürgerliche Provokation.
Warum Araber und Europäer
Amerika hassen, beide auf ihre Weise - und doch
aus ähnlichen Motiven. Eine Polemik,
in: Die
ZEIT Nr.27 v. 27.06.
- Inhalt:
BROOKS führt die
Konflikte auf den Sozialneid zurück.
-
BROOKS, David (2002): Superioty Complex.
We have democratzized elitism in this country. Now everybode can
be a snob,
in: The Atlantic Monthly, Nr.11, November
-
BROOKS, David (2005): Empty Nests, and Hearts,
in: The New York Times v. 15.01.
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David
Brooks im Gespräch
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- STOSSEL,
Sage (2000): A kinder, gentler, overclass,
in: Atlantic Unbound
v. 15.06.
- ELFENBEIN,
Stefan (2000): Bobos in Paradis.
Die
junge Bildungselite in den USA geht Konflikten
aus dem Weg und mag das gute Leben. Ein
Gespräch,
in: Berliner
Zeitung v. 12.08.
- SERGENT, François
(2000): "Les Bobos font du business".
Portrait, d'une élite
rebelle,
in: Libération
v. 07.11.
- SUTER,
Martin (2001): "Sich entspannen und Spass
haben können Bobos nicht".
David
Brooks über postive Eigenschaften und die
Schwachpunkte der Bobos,
in: Sonntagszeitung
v. 27.05.
-
KREYE, Andrian (2002):
Manchmal muss man Regeln brechen.
David Brooks, Autor von "Bobos in Paradise",
über die amerikanische Elite in Zeiten der Krise,
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.07.
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David Brooks in der Debatte
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-
REDEN, Sven von (2004): Das Land frisst die Stadt.
In US-Horrorfilmen haben
Stadtmenschen, die es in die Provinz verschlägt, meist nichts zu
lachen. Doch das Bild vom Kulturkampf, das sich hinter diesem Szenario
verbirgt, steckt voller Widersprüche,
in: Taz v. 29.01.
- Neu:
MEJIAS, Jordan (2005): Revolutionärinnen gesucht,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.05.
- Kommentar:
MEJIAS berichtet über die neokonservativen
Hoffnungsträger der "Später vielleicht Karriere-Mütter".
Bessergebildete Frauen sollen vor dem
Berufsstart zuerst Mutter werden und danach eventuell ihre Karriere
starten. MEJIAS referiert drei Artikel der US-amerikanischen
Kontroverse.
Im Magazin der New York Times
erschien am 26. Oktober 2003 der Artikel
The Opt-Out Revolution der Kolumnistin Lisa BELKIN, in dem
über Karrierefrauen berichtet wurde, die den Beruf zugunsten der
Mutterschaft aufgegeben haben.
In der neokonservativen
Viertelmonatszeitschrift
The
Public Interest Ausgabe Winter 2005 erschien der Beitrag
What Do Woman Really Want? von Neil GILBERT, Professor für
Sozialpolitik an der Universität von Berkely. GILBERT ereifert sich
darin über die gestiegene Kinderlosigkeit von Karrierefrauen. Von
wegen Opt-Out-Revolution.
In der Kolumne
Empty Nests, and Hearts von David BROOKS in der New York
Times vom 15. 01.2005, wird als Lösung vorgeschlagen, dass
Frauen nach dem College erst einmal heiraten und Kinder kriegen
sollen. Zwischen 25 und 35 könnte sie Kinder erziehen und danach mit
Hilfe eines speziellen Mütterprogramms eine Ausbildung machen.
Immerhin hätte sie ja dann bis 70 Zeit einem Beruf nachzugehen.
Der Familiensoziologe Hans BERTRAM wendet sich
in seinem Gutachten "Nachhaltige Familienpolitik" gegen ein solches
Ansinnen, denn nicht die
Kinderlosigkeit ist das Problem, sondern der dramatische Rückgang
der Mehrkinderfamilie.
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Bobos
in Paradise (2000)
New
York: Simon & Schuster
(deutsch: "Bobos. Der Lebensstil der neuen
Elite", Ullstein)
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Rezensionen
- deutschsprachiger
Raum
- TIMM,
Tobias (2000): Amerikas neue
Elite.
Aus Politik
ist Lifestyle geworden,
in: Tagesspiegel
v. 29.07.
- LAU,
Mariam (2000): Die neue sanfte
Elite - Wie Bobos in Amerika an
die Macht kommen,
in: Welt
v. 29.07.
- ECHEVERRIA,
Ana Maria (2000): Bobos sind so
reich wie Yuppies und so
moralisch wie Hippies,
in: Frankfurter
Rundschau
v. 17.08.
- HARTMANN,
Elke (2000): Hippie + Yuppies =
BOBO.
Wer dominiert die Szene 2000?
Eine neue Leistungselite
verbindet den Aufbruchsgeist der
60er- mit der Geldgier der
80er-Jahre,
in: Focus
Nr.35 v. 28.08.
- LÖPFE,
Philipp (2000): Das späte Glück
der Rebellen.
Wie die intellektuelle
Mittelschicht reich geworden ist,
wo sie ihre geistige Heimat hat -
und was sie mit ihrem Geld macht,
in: Tages-Anzeiger
v. 30.08.
- LAU,
Mariam (2000): Endlich eine nette
Oberschicht!,
in: Merkur
Nr.11 v. November
- DÜRR,
Tobias (2001): Hellsichtige
Momentaufnahme,
in: Die ZEIT
Nr.18 v. 26.04.
- ESCH,
Christian (2001): Die beste aller
Welten.
David
Brooks' Lobgesang auf die neue
amerikanische Elite - garantiert
unpolitisch,
in: Berliner
Zeitung v.
28.04.
- LINTZEL,
Aram (2001): David Brooks: Die
Bobos. Der Lebensstil der neuen
Elite,
in: Literaturen
Nr.6, Juni
- Inhalt:
Aram LINTZEL bezeichnet das Buch als "amüsante
Mentalitätsstudie", in der die historische Leistung
einer Versöhnung widersprüchlicher
Individualisierungsschübe in den 60er und 80er Jahre
zu einem hybriden Lebensstil beschrieben wird.
Diese "Kapitalisten
der Gegenkultur" kennzeichnet einen neuen
Pragmatismus.
Diese Analyse einer
gesellschaftlichen Elite könnte nach Meinung von
LINTZEL die 68er-Debatte bereichern, vorausgesetzt
der hierzulande tobende Kulturkampf zwischen
Bourgeois und Boheme würde beigelegt.
- KANSTEINER,
Morten (2001): Wertschöpfung in
Wanderschuhen.
Die
"Bobos": David Brooks
über eine US-amerikanische
Elite,
in: Frankfurter
Rundschau
v. 25.06.
- HOHMANN,
Angela (2001): Die Revolte als
Pose.
Die
bürgerliche Protestkultur ist im
postideologischen Zeitalter
endlich bei sich selbst
angekommen. Als bourgeoise Boheme
kultiviert sie einen Lebensstil,
der höfischen Gepflogenheiten
immer näher kommt. Aus
langhaarigen Establishmentgegnern
sind Konservative in Jeans
geworden, die Mainstream und
Subkultur zu einer geschmeidigen
Allianz verbinden. Ein Auf- und
Abgesang auf den modernen
Weltbürger,
in: TAZ
v. 30.06.
- JENNY,
Matthyas (2001): Sind Sie ein
Bobo?,
in: Basler
Zeitung v.
20.08.
- Inhalt:
JENNY
vergleicht das Sachbuch
mit dem Roman
"Faserland" von
Christian KRACHT.
Während letzterer das
Abbild der damaligen
Gesellschaft präzise
getroffen hat, findet
JENNY das Buch von BROOKS
oberflächlich und im
Kern banal.
- GEISEL,
Sieglinde (2001): Das Verblassen
Amerikas.
Die Bobos -
ein durch und durch
amerikanisches Phänomen,
in: Neue
Zürcher Zeitung
v. 05.09.
- Inhalt:
Für
GEISEL ist die
Toskana-Fraktion zwar der
Vorreiter der Bobo-Kultur
gewesen, aber ansonsten
sind die Bobos durch und
durch amerikanisch:
"Bobos saufen,
rauchen, streiten nicht,
und neben den
finanziellen achten sie
peinlichst auf die
Einhaltung der sexuellen
und politischen
Korrektheiten.
Anders gesagt: Die Bobos
beschleunigen das
Verblassen
Amerikas."
- englischsprachiger
Raum
- ANDERSEN,
Kurt (2000): Nouveaux Bohemians.
A journalist tells how the
bourgeois revolution changed
America's idea of success,
in: New York
Times Book Review
v. 21.05.
- STARK,
Andrew (2000): Toaster chic. The
search for values in a world
without hierarchy, in: Times
Literary Supplement
v. 09.06.
- AKST,
Daniel (2000): Invasion of the
Bobos.
Today's hip
young elite have bohemian values
and bourgeois ambition,
in: San
Francisco Chronicle
v. 15.06.
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-
- WITTSTOCK,
Melinda (2000): Are you a BOurgeois
BOhemian?
We've had Hippies, Yuppies, Buppies and
Dinkies. Now it's time for the Bobos,
in: Observer
v. 28.05.
- ARTETA,
Stéphane & Alain CHOUFFAN (2000):
Les golden cools.
Génér@tion moitié yuppies, moitié,
in: Nouvel
Observateur v.
08.06.
- YORK,
Peter (2000): The evolution of Bobo.
First came the hippie. Then there was the
yuppie. Now meet their 21st-century
offspring: the bobos,
in: Independent
v. 21.07.
- RÖSINGER,
Christiane (2000): Vereinigt die
Eigenschaften der Boheme mit denen der
Bourgeoisie: Der Bobo, ein
Menschenschlag, der in Berlin aber nur
schwer Fuß fassen will,
in: TAZ
v. 25.08.
- LÖPFE,
Philipp (2000): Spass beiseite,
in: Tages-Anzeiger
v. 05.08.
- GUILLUY,
Christophe (2001): Municipales: les bobos
vont faire mal.
Dans la capitale,
comme dans les grandes villes, les
bourgeois bohème ont investi les
quartiers populaires et devraient y
confirmer l'ancrage de la gauche
plurielle,
in: Libération
v. 08.01.
- Der
LIBERATION-Artikel in der
deutschen Presse:
-
WALTHER,
Rudolf (2001): Bourgeois-bohème.
"bo-Bo",
der neue Pariser Chic,
in:
Basler
Zeitung
v. 06.02.
-
WALTHER,
Rudolf (2001): Bo-bo,
in:
Frankfurter
Rundschau
v. 16.02.
- MOHR,
Reinhard (2001): Zimt-Ravioli in
der Turboküche
Die
neue Elite des Informationszeitalters hat
sich etabliert: "Bourgeoise
Bohemiens" nennt sie der
amerikanische Autor David Brooks, eine
aparte Lebensstil-Mixtur aus Protest und
Karriere, Subkultur und Mainstream. Die
"Bobos" sind überall - auch in
Deutschland,
in:
Spiegel Nr.13 v.
26.03.
- Coverstory im
Nouvel Observateur:
- JOFFRIN,
Laurent (2001): Faut-il brûler
la gauche caviar?
in: Nouvel
Oberservateur
Nr.1900 v. 05.04.
- ALAGALARONDO,
Hervé (2001): Bobos: l'avis d'un
expert.
La «gentryfication» de la
social-démocratie,
in: Nouvel
Oberservateur
Nr.1900 v. 05.04.
- GILSON,
Martine (2001): 60 % d'abstention
à Lille-Sud.
Ces Lillois qui ont boud´d
Martine,
in: Nouvel
Oberservateur
Nr.1900 v. 05.04.
- ASKOLOVITCH,
Claude (2001): Comment on devient
bobo?
C'es la lutte branchée!
in: Nouvel
Oberservateur
Nr.1900 v. 05.04.
- KOERNER,
Swantje-Britt (2001): Der wahre
"Bobo" lebt in Frankreich,
in: FAZ.Net
v. 26.04.
- RIMSCHA,
Robert von (2001): Die
Ceranfeld-Republik.
Deutschlands
neue Elite hat aus Boheme und Bourgeoisie
ein neues Lebensgefühl destilliert, das
die Parteien in postideologische
Verwirrung stürzt - vor allem die
Grünen und die Liberalen,
in: Tagesspiegel
v. 28.04.
- TAZ
(2001): Montagskolumne.
meinhard rohr zur
lage der nation im spiegel seines
wissens,
in: TAZ
v. 30.04.
- RIEDLER,
Claudia (2001): Yuppie plus Hippie gleich
"Bobo",
in: Oberösterreichische
Nachrichten v.
05.05.
- BRUNNER,
René (2001): Luxus und Bohème.
Der neue
Lebensstil der Bourgeois-Bohème,
in: St.
Galler Tagblatt v.
05.05.
-
SEIDL,
Claudius (2001): Ich sag Bobo, was sagst
du?
Ein amerikanischer
Bestseller und seine deutschen Deuter,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 10.05.
- LISCHKA,
Konrad (2001): Trägt George W. Bush
Plastiktüten?
Warum es Bobos
in Deutschland schon 1849 gegeben hat,
sie aber nicht die neue Elite
beschreiben,
in: Telepolis
v. 13.05.
- WEGMÜLLER,
Philip (2001): Yuppi, der Bobo.
Bobos, bourgeois
bohémiens, sind die neue Elite:
Unbekümmert geben sie ihr Geld aus für
Luxusgüter oder zur Rettung des
Regenwalds,
in: Sonntagszeitung
v. 27.05.
- ROSS,
Jan (2001): Kleines Lob der Rezession.
Erfindungsreiche
Armut prägte die Nachkriegszeit. Den
Glauben an die Chancen des Mangels haben
wir allerdings verloren. Warum
eigentlich? Heute könnte er wieder
nützen,
in: Die
ZEIT Nr.28 v.
05.07.
- Kommentar:
Jan ROSS
sieht den zeitgenössischen Wohlstand durch die
Integration von Widerspruch, Distanz und Gewissen
geprägt:
"Die Symbolgestalt dieser
Jahre hat der amerikanische Journalist David Brooks
geschaffen mit dem 'Bobo', der Kombinationsfigur aus
Bourgeois und Bohemien, kapitalistischen Erfolg und
alternative Sensibilität harmonisch verbindend: viel
Geld verdienen, aber ohne Schlips in die Firma gehen
und bei 'Amnesty' Mitglied sein.
Der Bobo ist für ROSS Vorbote
eines neuen Spießertums:
"ein Syndrom aus materieller
und moralischer
Selbstzufriedenheit. Scheinbar
abenteuerlustig und zu jeder
neuen Herausforderung bereit,
waren der Prototyp der fetten
Clinton-Jahre und seine
europäischen Verwandten in
Wahrheit im Kern bequem."
ROSS wünscht sich deshalb
die Wiederkehr der 70er Jahre, denn Krisen regen zum
Denken an.
Petra STEINBERGER (siehe SZ
vom 05.07.2001) sieht das dagegen anders. Beide
stimmen jedoch darin überein, dass die 80er Jahre (
von ROSS erwünscht und von STEINBERGER bedauert) die
logische Konsequenz der 70er Jahre waren.
- SCHNEIDER,
Rolf (2001): Da hört der Spaß auf!
Die Öffentlichkeit
in den USA wie bei uns hat das
Dauerlächeln eingetauscht gegen die
Sorgenfalte,
in:
Welt
v. 16.08.
- Inhalt:
SCHNEIDER
schreibt einen Abgesang auf die
Spaßgesellschaft und sieht in
den "Bobos" von David
BROOKS die gescheiterte Elite
dieser Spaßzivilisation:
"Eine Art Kerntruppe oder
Elite hatte sie immerhin. Es
handelt sich um jene
jung-dynamischen Erfolgstypen,
für die der Name
"Bobo" in Umlauf kam:
bourgeoise Bohemiens, Leute mit
viel Geld, die sich von ihren
unmittelbaren Vorfahren, den
Yuppies, durch ein anderes
Markenbewusstsein und ein zartes
Interesse für Hochkultur
abhoben.
Die Kursrückgänge bei Nasdaq
und Neuem Markt haben in ihren
Kreisen entsetzlich gewütet. Bei
einem Besuch in New York
kürzlich durfte ich sie
bestaunen, in Kellerkneipen des
Stadtviertels Chelsea,
gescheiterte
"Start-uper" im nicht
mehr ganz neuen Armani, die
Budweiser aus Flaschen tranken
und darauf harrten, dass ein
Kopfjäger aus der IT-Branche
sich ihrer annähme."
- TAGESSPIEGEL
(2002): Schöne des Tages.
Die Bourgeois
Bohemians erobern in Paris die Laufstege
- viele Fummel könnten vom Flohmarkt
stammen,
in: Tagesspiegel
v. 13.03.
- NOLTE,
Paul (2002): Die neue Mitte - ein
Selbstbetrug.
Die SPD setzt
auf die schöne neue Arbeitswelt der IT -
und vergisst ihre eigene Klientel,
in: TAZ
v. 18.05.
- Kommentar:
Bis vor
kurzem redete jeder von der neuen
Mitte. Der Münchner Soziologe
Ulrich
BECK
hat mit seiner Neuformulierung
der
"nivellierten
Mittelstandsgesellschaft"
(SCHELSKY)
die öffentliche
Sozialstaats-Debatte dominiert.
Mit Scheindebatten wie Familien
contra Singles wurde elegant von
der Tatsache abgelenkt, dass die
Unterschiede innerhalb der
Generationen größer sind als
zwischen den Generationen. Dieser
Konsens ist angesichts der
Wahlerfolge der Populisten in
Europa am Bröckeln.
Paul
NOLTE behauptet nun "dass Polarisierung, nicht
Homogenisierung sozialer Lagen in
der ominösen 'Mitte' die
Bundesrepublik
kennzeichnet." Ausdruck
findet diese Polarisierung in den
Distinktionsstrategien:
"Vorherrschend
ist dabei jedenfalls die
Zuordnung 'nach unten' oder 'nach
oben' und gerade nicht die
Konsolidierung eines allgemeinen
Lebensstils der Mitte. Nicht
zufällig wird in letzter Zeit
der Aufstieg einer neuen Klasse
beschrieben, die sich durch ihre
Lebensführung vom Zentrum der
Gesellschaft abzusetzen versucht:
Das sind die 'Bobos'
oder 'Bourgeois Bohemians' bei
David Brooks; das ist die neue 'globale
Klasse' bei Ralf Dahrendorf."
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Das Buch
in Frankreich
- BOUGUEREAU,
Jean-Marcel (2000): Les "Bobos"
font la loi.
Croisement insolite des bourgeois
arrivés et des bohèmes rebelles, ils
sont la nouvelle élite,
in: Nouvel
Observateur Nr.1880
v. 16.11.
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Das Buch
in der Diskussion
- LEINKAUF,
Thomas (2000): Ankunft im Paradies,
in:
Berliner Zeitung v.
12.08.
- BLOMERT,
Reinhard (2000): Keine Lust mehr auf
Supermacht?
Von
Bobos, soccer moms und anderen Lagern im
amerikanischen Präsidentschaftswahlkamp,
in: Berliner Zeitung
v. 12.08.
- HERKOMMER,
Sebastian (2000): Von der Power Elite zur
neuen Klasse der Bourgeois Bohemians,
Universität Münster
- BECKER,
Andreas (2001): Der Bobo hat Niveau.
Eine neue soziale Klasse aus dem Geist
des Milchkaffees,
in: Frankfurter
Rundschau v. 04.01.
- HEILBRUNN,
Jacob (2001): Die letzte Schlacht.
Der Streit um die
68er - von Amerika aus betrachtet,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 31.01.
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