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Douglas Coupland: Generation X und die Entstehung der Bobos

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1961 auf einem deutschen NATO-Stützpunkt geboren
    • 1991 Debütroman "Generation X"
    • 1995 Roman "Microserfs" (deutsch "Mikrosklaven")
    • 1996 Erzählband "Polaroids from the Dead"
    • 2000 Roman "Miss Wyoming"
    • 2000 Fotobuch "City of Glass"
    • 2002 Roman "Alle Familien sind verkorkst"
    • 2006 Roman "Eleanor Rigby"
    • lebt in Vancouver
 
       
     
       
   

Douglas Coupland in seiner eigenen Schreibe

 
     
       
   

Douglas Coupland: Porträts und Gespräche

 
   
  • WELLERSHOFF, Marianne (1994): Der Mensch als Diskette,
    in: Spiegel Nr.24 v. 20.06.
    • Inhalt:
      Anlässlich des Erscheinens von "Shampoo Planet" hat sich Marianne WELLERSHOFF mit Douglas Coupland getroffen.

                
      Das US-amerikanische Magazin Newsweek hatte kurz zuvor eine Titelgeschichte veröffentlicht, in dem das Bild der "Generation X" revidiert wird:
                
      "Überhaupt, sagt er und kramt vom Rücksitz seines schwarzen VW-Jetta zwischen Videokassetten und Papieren ein Newsweek-Heft hervor, überhaupt stehe alles in dieser Titelgeschichte »Der Mythos der Generation X - Sieben große Lügen über die Twentysomenthings«. Das sei besser recherchiert, als er es je könne, erklärt er in seinem singenden kanadischen Dialekt, und es beantworte alle Fragen.
                
      In der Newsweek-Story wird allerdings das Gegenteil dessen behauptet, was Magazine, Zeitungen und Fernsehen drei Jahre lang über die Generation X verbreitet hatten: Die 38 Millionen 20- bis 30jährigen in Amerika verdienen tatsächlich weniger, als ihre Eltern 20 Jahre zuvor bekommen haben - aber sie sind weder Jammerlappen noch Aussteiger, auch galt ihnen der Rocksänger Kurt Cobain niemals als Inkarnation der Generation X. Sie sind, im Gegenteil, mit ihren Jobs zufrieden und engagieren sich in freiwilliger Sozialarbeit mehr als je eine Generation vor ihnen. Und die Rezession ist auch fast vorbei.
      Coupland selbst beharrte seit jeher darauf, der »Generation X«-Roman handle ausschließlich von ihm selbst: von einem überqualifizierten Collegeabsolventen, der sich mit unterbezahlten McJobs in Supermärkten und Kneipen durchschlägt; einem ziellosen Streuner, der sich mit seinen genauso desorientierten Freunden die Zeit vertreibt."
  • GÄCHTER, Sven (1995): Der X-orzist.
    "Mit "Generation X" bescherte Douglas Coupland den 90er Jahren einen Schlüsselbegriff und sich selbst jede Menge Publicity. jetzt ist er auf der Suche nach Gott,
    in: Profil v. 13.08.
  • HOLERT, Tom (2001): "Einsamkeit ist gut für die Ökonomie".
    Nachdenken über die Zukunft der Arbeit - Ein Besuch bei dem kanadischen Schriftsteller Douglas Coupland,
    in: Literaturen Nr.2, Februar
  • FALLER, Heike (2001): Douglas Coupland: Ich habe einen Traum,
    in:
    Die ZEIT Nr.9 v. 22.02.
  • TREICHLER, Robert (2001): "Einen Steinwurf vom Wahnsinn entfernt".
    "Generation X"-Autor Douglas Coupland im E-Gespräch über das Tabu der Einsamkeit, greifbar nahen Wahnsinn, den Wunsch nach Neustart und ein Happy End,
    in: Profil Nr.10 v. 05.03.
  • SCHÄFER, Frank (2001): Der Müllmann.
    Douglas Coupland hat weder 57 Katzen noch Zeitungsberge in seiner Wohnung, aber ein Kulturmessie ist er schon. Frank Schäfer befragte den Autor zu dessen neuem Roman "Miss Wyoming",
    in: Jungle World Nr.12 v. 14.03.
  • AMEND, Christoph (2001): Die Zukunft des Propheten.
    Sein Titel "Generation X" ist weltberühmt. Es war sein erstes Buch und handelte von jungen Menschen, die vieles hatten, nur kein Ziel im Leben. Prognosen über die Welt von morgen sind die Leidenschaft des jungen Schriftstellers. In Berlin stellt er heute sein neuestes Werk vor,
    in: Tagesspiegel v. 25.03.
  • KRÖNER, Magdalena (2001): Douglas Coupland: "Ich bin selbst ein Stück Popkultur",
    in:
    Frankfurter Allgemeine Zeitung Online v. 30.03.
  • PAULI, Wilhelm (2001): Generation leer.
    Mit seinem neuen Roman begibt sich Douglas Coupland in die desillusionierende Welt Hollywoods,
    in: Woche Nr.14 v. 30.03.
  • FÖRSTER, Jochen (2001): Der Zauber der Banalität.
    Zehn Jahre nach "Generation X": Douglas Coupland schließt Frieden mit der Konsumindustrie,
    in: Welt v. 07.04.
  • LINNARTZ, Mareen (2001): Lassen Sie uns über Klone reden.
    Warum der Schriftsteller Douglas Coupland sich fragt, was der Spucknapf der Zukunft ist und er keine Angst hätte, sich selbst vervielfältigen zu lassen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 26.05.
  • SCHÄFER, Frank (2001): Der Müllmann,
    in:
    Neue Zürcher Zeitung v. 24.07.
  • MAGERL, Sabine (2001): Generation Anthrax.
    Der Schriftsteller Douglas Coupland über die Paranoia als Paradigma,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 12.11.
    • Kommentar:
      Auf die Frage von MAGERL: "Und jetzt ist Schluß mit der Spaßgesellschaft?" antwortet COUPLAND: "Spaßgesellschaft?" Von was, zum Teufel, reden Sie?" Offenbar ist die deutsche Debatte um das "Ende der Spaßgesellschaft" für den Kanadier nicht nachvollziehbar.
  • KÜHL, Christiane (2002): Probleme mit der Familie?
    Douglas Coupland kennt sich aus. Er hat über familiäre Schwierigkeiten und über zahlreiche andere Plagen Nordamerikas einen sehr hilfreichen Roman geschrieben,
    in: Die ZEIT  Nr.36 v. 29.08.
  • FACTS (2002): Geklont statt verkorkst.
    Im neuesten Roman von Douglas Coupland nimmt sich der Starautor der Familie an. Eine Freakshow,
    in: Facts Nr.35 v. 29.08.
  • ALBERS, Markus & Sonja BANZE (2002): "Maschinen sind Ausdruck von Menschlichkeit".
    Von der "Generation X" zum Familienroman: Douglas Coupland über den Kalten Krieg, sein Talent, in die Zukunft zu schauen, und Hunde in fahrenden Autos,
    in: Welt am Sonntag v. 06.10.
    • Kommentar:
      Douglas COUPLAND schockiert seine Interviewer mit erfrischenden Einwürfen und attackiert ansonsten die kulturpessimistische Internetkritik:

                  "Sie (wirken) ziemlich versessen auf technologische Aspekte des Sozialen: Im neuen Buch beschreiben Sie, wie das Internet Menschen zusammenbringt.
      Coupland: Versessen würde ich das nicht nennen. Aber mich interessiert die latente Humanität, die aus Menschen herausbricht, sobald sie die technischen Möglichkeiten dazu haben. Ich kenne vier verheiratete Paare, die sich im Internet kennen gelernt haben. Ich kenne zwei Menschen mit einer seltenen Krankheit, deren Leben komplett verändert ist, seit sie online Kontakt zu Leidensgenossen haben. Mein Interesse ist also nicht willkürlich: Maschinen können immer nur Ausdruck und Medium unserer Menschlichkeit sein."
  • Neu:
    DECKERT, Marc (2003): "Bis 25 bist du nur ein Embryo".
    Als Erfinder der "Generation X" wurde Douglas Coupland vor zehn Jahren berühmt. In seinem neuen, ernsthaftesten und bisher besten Roman "Hey Nostradamus!" erzählt er von den Folgen eines High-School-Massakers. NEON sprach mit Coupland über seinen Wandel als Schriftsteller, den Zuckergehalt von Coca-Cola und die Inflation der Generationen-Begriffe in der Literatur,
    in:
    NEON, Dezember 2003/Januar 2004
 
       
   

Generation X.
Tales for an Accelerated Culture (1991)
New York: St. Martin's Press
(deutsch: Generation X. Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur, München: Goldmann, 1994)

 
   
 
 

Klappentext

"Das Kultbuch aus den USA spiegelt die GENERATION X, die zwischen 1960 und 1970 Geborenen: Nach Baby-Boomer, denen am Ende des Jahrtausends nichts als Fatalismus zu bleiben scheint, wenn sie die Welt betrachten, die ihre Eltern ihnen übergeben. Coupland zeichnet, scharf und mit oft beißender Ironie, das Bild von Menschen, die als aufgeblasene Konsumenten, von Ruhmsucht besessen, im popkultgesättigten Strom der Mehrheit schwimmen - und er entwirft ein Gegenbild. Seine Helden sind die »Aussteiger« von heute, Bohemiens im Zeitalter der Postmoderne.
Andy, Dag und Claire haben den Glauben an Yuppie-Glück und Wohlstand verloren; und sie wissen zuviel, um die Mentalität der guten alten Hippies ungebrochen übernehmen zu können. Sie haben »die Geschichte« hinter sich gelassen und sich an den Rand der Wüste, nach Palm Springs, zurückgezogen; sie bestreiten ihren Lebensunterhalt mit McJobs (»niedrig dotierter Job mit wenig Prestige, wenig Würde, wenig Nutzen und ohne Zukunft im Dienstleistungsbereich«) und erzählen einander Geschichten: Phantasy, Lovestories, apokalyptische Ich-war-dabei-Berichte. Diese Geschichten, in denen surrealistischer Humor und harscher Realismus aufeinanderprallen, sind wunderbar witzige und phantasievolle Attacken auf unsere Gegenwart und zugleich Visionen, die die Sehnsüchte der GENERATION X enthüllen."

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

    • SPIEGEL (1992): Fast food in der Wüste.
      Der Kanadier Douglas Coupland hat einen Schlüsselroman über junge Sozialabsteiger geschrieben: "Generation X",
      in: Spiegel Nr.34 v. 17.08.
    • SCHECK, Denis: Douglas Coupland: Generation X,
      in: Büchermarkt, Sendung des DeutschlandRadio
 
   
  • Die Generation X in der Debatte

    • BURGER, Jörg (1994): Der Fluch des geheimnisvollen X.
      Amerikas Jugend wehrt sich gegen ihr Image,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 27.10.
    • SPoKK (1996): Generation X - Jugendforschung für eine immer schneller werdende Kultur,
      in:
      "Z" Zeitschrift für Kultur und Geisteswissenschaften Nr.12, Sommer, S.3-15
    • STAUN, Harald (2000): Das Gespenst der Freizeit.
      Form follows fun: Das E-Business braucht keine Krawatten,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 19.04.
    • HACK, Günter (2001): Niedergang als Lebensstil.
      Die Rückkehr der Slacker - Eine Glosse,
      in: Telepolis v. 28.02.
    • LISCHKA, Konrad (2001): Besser brennen!
      Am Ende der New Economy erfährt die Generation X, dass sie noch immer keine Macht hat,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 16.03.
 
     
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 25.Januar 2001
Stand: 17. Dezember 2007
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