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Greil Marcus im Gespräch
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- FRICKE, Harald &
Thomas Groß (1993): Das
faschistische Badezimmer.
Greil Marcus, graue Eminenz der Rockkritik, über Hochzeiten,
Beerdigungen und Wiedergänger,
in: TAZ v. 09.07.
- Inhalt:
Greil MARCUS u.a. über Lipstick Traces:
"Nehmen Sie
nur den Titel "Lipstick Traces - On A Cigarette": Die zu Ende
gerauchte Kippe ist ein Emblem für den Tod, bei Lippenstiftspuren
denkt man an verflogenen Sex ...
Das stimmt, dieses Buch ist noch mehr als melancholisch: Es ist
verbittert, es ist im inneren Exil entstanden, in der Fremde. Und es
steckt jemand dahinter, der sich völlig außerhalb, in seinem eigenen
Raum- und Zeitsystem befindet. Er sucht einen Flecken, wo er sich
heimisch fühlen kann, aber der liegt sehr weit in der Zeit zurück.
Dieses Buch ist während der Reagan-Jahre geschrieben worden, die für
mich Jahre des Zorns und der Verzweiflung waren, als überall die
Dinge,
an die ich geglaubt hatte, verhöhnt wurden, und - viel schlimmer als
das - zerstört. Vielleicht sind in der Tat nur Spuren von den
Momenten geblieben, die mich bestätigt haben oder Möglichkeiten
aufzeigten. Aber Spuren sind nicht
nichts ..."
- ABS, Peter (2004): Greil
Marcus.
Wider und wider,
in: Spex
Nr. 280, September
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Klappentext
"Lester Bangs ist eine, wenn nicht die
Rock-Kritiker-Legende in Amerika. 1948 geboren starb
er bereits mit 33 Jahren im Jahre 1982. In
Californien aufgewachsen, ging er 1971 nach Detroit
und arbeitete dort fünf Jahre als Redakteur bei der
Musikzeitschrift Creem Magazine. In dieser
Zeit entwickelte er seinen kritischen journalistisch
aufrührerischen Stil, dem vor allem der Sound und
die Sprache des Rock 'n' Roll wichtig war. 1976
verließ er Creem und ging nach New York, um
sich als freier Autor durchzuschlagen. Er gründete
die Rockgruppe Lester Bangs & The Delinquents,
schrieb die Texte, sang und spielte Harmonika. Da
war er bereits in der Welt des Rock 'n' Roll berühmt
als Dope rauchender und exzessiv trinkender wilder
Mann.
In seinen
Reportagen, Kritiken, Glossen und Fragmenten entdeckt
er in »Wild Thing« von den Troggs eine Art
unkontrolliertes Lebensmanifest für die Zukunft. Er
bewundert Richard Hell, analysiert den Mythos von
Elvis, beschreibt sein schwieriges Verhältnis zu Lou
Reed, begleitet die Clash auf Tour, schreibt über John
Coltrane, Iggy Pop, Sham 69, John Lennon, PIL, Jethro
Tull, Barry White u.a."
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Lipstick Traces (1992).
Eine geheime Kulturgeschichte des 20. Jahrhundert
(Rogner & Bernard,
Taschenbuchausgabe 1996 bei Rowohlt, z. Z. vergriffen)
Original:
Harvard University Press
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Klappentext der
Rowohlt-Ausgabe
"»Lipstick Traces on a Cigarette?«
so sang Benny Spellman 1962. Dies ist ein Buch über
kulturelle Bewegungen, die kaum Spuren hinterlassen
haben. Jedenfalls keine unmittelbar sichtbaren. Sie
haben Macht und Herrschaft nicht wirklich
erschüttert, sie haben keine weithin anerkannten
Meisterwerke hinterlassen, sie haben Geschichte
nicht nachhaltig verändert.
So erging es dem Dada, so erging es dem Punk, so
erging es den meisten Subkulturen im zwanzigsten
Jahrhundert -und doch haben diese Bewegungen Zeichen
gesetzt, die sichtbar werden in der Art, wie
Menschen tatsächlich leben, wie sie sprechen und
sich bewegen. Die feinsinnige, untergründige
Spurensuche, auf die sich Greil Marcus begeben hat,
verdichtet sich zu einer Geheimgeschichte der
modernen Zeiten, die man lesen kann wie »Lipstick
Traces on a Cigarette«."
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