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Jerome D. Salinger: Ein jugendlicher Single im New York der 50er Jahre

 
       
     
       
     
       
   

Nachrufe zum Tod von Jerome D. Salinger

 
   

STEIN, Hannes (2010): "Erzähl nie irgendwem irgendwas".
"Fänger im Roggen"-Autor Jerome D. Salinger ist im Alter von 91 Jahren gestorben,
in: Welt v. 29.01.

DOTZAUER, Gregor (2010): Die Welt ist mein Feind.
Und der Schmerz des Erwachsenwerdens ist mein Freund. Zum Tod des amerikanischen Schriftstellers Jerome D. Salinger,
in: Tagesspiegel v. 29.01.

taz-Nachruf: So. Mehr erzähle ich euch nicht

Neu:
ZIEGLER, Ulf Erdmann (2010): Eisläufer im Central Park.
So stumm wie Wolfgang Koeppen und so unsichtbar wie Thomas Pynchon: Zum Tode des Gurus Jerome David Salinger,
in: TAZ v. 30.01.

HELLING, Reinhard (2010): Wer braucht den ganzen Mist?
in: Frankfurter Rundschau v. 30.01.

WINKLER, Willi (2010): Der Welt widerstehen wie ein Kind.
Der amerikanische Schriftsteller J. D. Salinger ist tot - und mit ihm hat der Leser seinen größten Beschützer verloren. Wie man lebt, zum "Fänger im Roggen" wird und sich dennoch verweigert,
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.01.

 
       
   

Der Fänger im Roggen (2003).
Köln:
Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Klappentext

"Holden Caulfield ist eine Kultfigur der amerikanischen Literatur. Er ist sechzehn Jahre alt und irrt durch New York, traurig, krank, verwirrt. Generationen von Lesern haben sich in ihm wiedererkannt, in seinen Träumen und Hoffnungen, in seinen Ängsten und Schwierigkeiten, erwachsen zu werden. Nun spricht er mit einer neuen deutschen Stimme – frech und witzig, traurig und provozierend, ehrlich.
1954 erschien im Züricher Diana Verlag der von Irene Mühlon übersetzte Roman »Der Mann im Roggen« von J. D. Salinger. Ein Schweizer Kritiker entdeckte, dass der Text verfälscht war; »unanständige« Stellen waren getilgt, Flüche verkürzt, durch Auslassungspünktchen ersetzt oder weggelassen. Man befand sich in den 50er Jahren ... Der Diana Verlag verlor die Rechte, die Kiepenheuer & Witsch 1960 erwarb. Heinrich Böll überarbeitete und ergänzte die Schweizer Übersetzung. Unter dem Titel »Der Fänger im Roggen«, der sich auf ein Gedicht von Robert Burns bezieht, erschien 1962 die deutsche Ausgabe. Es begann der unglaubliche Erfolg dieses Romans – 60.000 Exemplare im Hardcover und im KiWi-Paperback, weit über 1 Million im Taschenbuch bei Rowohlt.
Die Übersetzung Eike Schönfelds zeigt die stilistischen Qualitäten des Romans in neuem Glanz, die raffinierte Sprache, die Kaskaden der Flüche, hinter denen Holden seine Verletzlichkeit verbirgt. Es ist, als lese man ein neues Buch – geschrieben für junge Leser von heute.
"

 
     
 
       
   
"In der alten Übersetzung wird gepflegtes Hochdeutsch kurz vor der Pensionsgrenze benutzt, in der neuen prasseln die Sätze der Gegenwart in maximaler Kürze und Intensität aufs Papier",

lobt Paul INGENDAAY die Neuübersetzung von Salingers Der Fänger im Roggen. Was IGENDAAY, Jahrgang 1961, hier für Jugendslang hält, das ist wohl eher jener Slang, der cool war, als der Rezensent selbst jung war. Cultural lag à la FAZ...

HELLING, Reinhard (2003): Für meine Mutter.
In der Neuübersetzung von J. D. Salingers "Der Fänger im Roggen" darf Holden auch "Fuck you" sagen,
in: Berliner Zeitung v. 10.03.

RUTSCHKY, Katharina (2003): Sweet Little Sixteen.
Der erste aller Popromane in einer neuen Übersetzung: Jerome D. Salingers "Der Fänger im Roggen",
in: Tagesspiegel v. 06.04.

Katharina RUTSCHKY hat im Merkur gerade den Poproman als unerkanntes Genre beschrieben. Dort firmierte GOETHEs Werther als Urbild des Popromans. Und sie stellte sie die Behauptung auf:

"die Popliteratur konzentriert sich auf den Abschied von der unschuldigen Kindheit und den Eintritt in die Welt der Erwachsenen, die eine Welt der Schuld ist".

An der Übersetzung des Buchs Der Fänger im Roggen kritisiert RUTSCHKY erstens, dass Holden - für eine Gymnasiastenprosa - nicht elitär genug geraten sei und zweitens sich Holden bestimmt nicht hippiemäßig angebiedert hätte, weswegen sie lieber das distanzierte SIE bevorzugt hätte.

 
   

Hintergrundberichte zur Neuübersetzung

HELLING, Reinhard (2002): Literarische Rückrufaktion.
Heinrich Böll hat J. D. Salingers "Fänger im Roggen" völlig falsch übersetzt. Das wird jetzt korrigiert,
in: SonntagsZeitung v. 29.12.

Reinhard HELLING erzählt von den Umständen, unter denen J.D. SALINGERs The Catcher in the Rye aus dem Jahr 1951 über Großbritannien und die Schweiz ("Der Mann im Roggen") nach Deutschland ("Der Fänger im Roggen") kam. Anlass ist eine neue Übersetzung, die 2003 auf den Markt kommt.

MERKEL, Andreas (2003): "Bewusst so drastisch gelassen".
"Never trust the author, trust the tale": Eike Schönfeld hat J. D. Salingers Roman "Der Fänger im Roggen" neu ins Deutsche übertragen. Ein Gespräch über das Geschäft des Übersetzens, über fehlende Sätze und die Tücken der Umgangssprache,
in: TAZ v. 07.04.

 
       
   

The Catcher in the Rye (1951).
Boston: Litte, Brown and Co.
(deutsch: Der Mann im Roggen, Zürich: Diana, 1954
Der Fänger im Roggen,
Köln:
Kiepenheuer & Witsch 1962,
Taschenbuchausgabe bei Rowohlt, 1966; Kiepenheuer & Witsch 2001)

 
   
     
 

Klappentext

"Falls Sie wirklich meine Geschichte hören wollen, so möchten Sie wahrscheinlich vor allem wissen, wo ich geboren wurde und wie ich meine verflixte Kindheit verbrachte und was meine Eltern taten, bevor sie mit mir beschäftigt waren, und was es sonst noch an David Copperfield-Zeug zu erzählen gäbe, aber ich habe keine Lust, das alles zu erzählen. Erstens langweilt mich das alles, und zweitens bekämen meine Eltern pro Nase je zwei Schlaganfälle, wenn ich so persönliche Auskünfte über sie geben würde. Sie sind in der Hinsicht sehr empfindlich, besonders mein Vater. Sie sind sehr nette Leute und so - ich sage nichts gegen sie -, aber höllisch empfindlich. Außerdem will ich nicht meine ganze verfluchte Autobiographie oder etwas Ähnliches schreiben. Ich will nur die verrückten Sachen erzählen, die sich letzte Weihnachten abspielten, bevor ich vollkommen zusammenklappte und hierher gebracht wurde, um mich zu erholen..."

 
     
 
       
   

Rezensionen

STERN, James (1951): Aw, the World's a Crumby Place,
in:
New York Times v. 15.07.

BURGER, Nash K. (1951): Books of The Times,
in:
New York Times v. 16.07.

 
   

Das Buch in der Debatte

Deutschsprachiger Raum

SPIEGEL (1962): Mann im Wald,
in:
Spiegel Nr.8

APPLETON, Tom (2001): Der Fänger in Pension.
"Der Fänger im Roggen" wird 50 Jahre alt,
in: Telepolis v. 16.07.

HELLING, Reinhard (2001): Reißt euch das Ding unter den Nagel!
Happy Birthday, Holden. Heute vor fünfzig Jahren erschien J. D. Salingers Roman "Der Fänger im Roggen",
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 16.07.

JENTZSCH, Barbara (2001): Die Verlogenheit der Eltern.
Vor fünfzig Jahren erschien J.D. Salingers "Cather in the Rye",
in: Jungle World Nr.30 v. 18.07.

ZIEGLER, Ulf Erdmann (2001): Mittel gegen Ossenburger.
Literaturszenen (5): "Der Fänger im Roggen" für immer,
in: Frankfurter Rundschau v. 21.07.

WACKWITZ, Stephan (2001): Im Zaubermantel der Verneinung.
Fünfzig Jahre "Minima Moralia", fünfzig Jahre "Fänger im Roggen": Ein Plädoyer dafür, Adornos Kulturkritikbuch als Zwilling von Salingers Roman zu begreifen. Zugleich ein Rückblick auf die Siebzigerjahre, als das Ganze noch das Unwahre war
in: TAZ v. 24.11.

DECKERT, Marc (2002): "Der Fänger im Roggen" - Das Leben ist kein Kinderkarussell.
J. D. Salingers Held Holden Caulfield fand im Central Park für einen Moment das Glück. Es ist immer noch da,
in: Jetzt, Nr.13 v. 25.03.

Englischsprachiger Raum

ROMANO, John (1979): Salinger Was Playing Our Song,
in:
New York Times v. 03.06.

BRATMAN, Fred (1979): Holden, 50, Still Catches,
in:
New York Times v. 21.12.

MENAND, Louis (2001): Holden at fifty.
"The Catcher in the Rye" and what it spawned,
in: The New Yorker v. 01.10.

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 20. Juli 2001
Stand: 13. Juli 2015