Vorwort zur deutschen Ausgabe
1.
Kapitel
Die Krise
2.
Kapitel
Die
Bevölkerungszahlen
Geburten-
und Sterblichkeitsziffern
Wachstumsrate
Geschichte des Bevölkerungswachstums
3.
Kapitel
Bevölkerungsstruktur und Vorausberechnung
Altersstruktur
Verteilung
Verstädterung
Demographische Projektionen
Voraussagen der Veränderungen in Dichte und Verteilung
4.
Kapitel
Die
Grenzen des Erdballs
Der
Weltraum
Wärme
Energie
Nicht mehr zu ersetzende Bodenschätze
Wasser
Nahrung und Ernährung
Eine hungrige Welt
Verbreitete Mangelkrankheiten
Notwendige Folgen von hochgradigem Nährstoffmangel und
Hunger
Die amerikanischen Ernährungsverhältnisse
5.
Kapitel
Die
Produktion der Nahrung
Sonnenenergie und Nahrung
Jüngste Geschichte der landwirtschaftlichen Produktion
Die Anbauflächen
Verbesserung der Ernteerträge
Nahrung aus dem Meer
Neuartige Nahrungsquellen
Einschränkung der Verluste an Nahrungsmitteln
Haben wir Anlaß zum Pessimismus?
6.
Kapitel
Die
Umweltgefahren für den Menschen
7.
Kapitel
Die
gefährdeten Ökosysteme
8.
Kapitel
Optimale
Bevölkerungszahlen und Humanbiologie
Menschen
kontra Erde
Optima und Umwelt
Evolution und menschliche Fortpflanzung
Die natürliche Umwelt des Menschen
9.
Kapitel
Geburtenkontrolle
Geschichtliches
Herkömmliche Methoden
Sterilisation
Abtreibung
Möglichkeiten für die Zukunft
10.
Kapitel
Familienplanung und Bevölkerungskontrolle
Die
Familienplanung in den Industrienationen
Die Familienplanung in den Entwicklungsländern
Einstellungen und Geburtenziffern
Bevölkerungswachstum in den Vereinigten Staaten
Armut, Rasse und Geburtenkontrolle
Bevölkerungskontrolle
Maßnahmen zur Bevölkerungskontrolle
Einstellung der Menschen zur Bevölkerungskontrolle
11.
Kapitel
Soziale,
politische und ökonomische Veränderungen
12.
Kapitel
Die
internationale Szene
13.
Kapitel
Schlußfolgerungen
Rekapitulation
Empfehlungen: Ein positives Programm
Zitate:
Sozioökonomische Maßnahmen zur Durchsetzung einer
Single-Gesellschaft mit niedriger Geburtenrate
"Mit
anderen tritt der Demograph Kingsley Davis für den Versuch
ein, sozioökonomische Druckmittel zur Förderung oder
Einschränkung der Geburtenzahl anzuwenden. Von ihm stammen
viele der folgenden Anregungen.
(...).
Wie die amerikanischen Steuerzahler wissen, fördert die
Bundesregierung mit Hilfe ihrer gegenwärtigen
Einkommenssteuergesetze Eheschließungen und Geburten. Die in
unseren Steuergesetzen enthaltenden diesbezüglichen
Bestimmungen fußen auf einer Bevölkerungspolitik, die nicht
mehr gerechtfertigt ist. Die Steuergesetze sollten heute
darauf ausgerichtet werden, alleinstehende Menschen,
berufstätige Frauen und kleine Familien zu begünstigen
(anstatt sie zu bestrafen). Vielleicht könnten sie sogar
große Familien zusätzlich belasten, soweit deren Einkommen
oberhalb einer gewissen Grenze liegt. Offensichtliche
psychologische Vorzüge enthält die Anregung, für die ersten
zwei Kinder wirksamere Einkommensteuernachlässe zu bieten
(...), aber keine Nachlässe für weitere Kinder.
(...).
Ein weiteres Verfahren könnte einen Anreiz zur Spätehe und
Kinderlosigkeit bieten, so etwa Prämienzahlungen an Frauen,
die sich nicht vor dem 25. Lebensjahr verheiraten (...);
Prämien könnten auch Paaren ausgezahlt werden, die während
der ersten fünf Ehejahre kinderlos geblieben sind, oder
Männern, die sich zur Vasektomie bereit finden, nachdem ihre
Frauen eine bestimmte Zahl Kinder geboren haben. Lotterien,
an denen nur kinderlose Erwachsenen teilnehmen können, sind
ebenfalls vorgeschlagen worden.
(...)
Alternden Menschen, die wenige oder gar keine Kinder gehabt
haben, könnte als Ersatz für die fehlende
Altersunterstützung durch Nachkommen eine besondere
Sozialversicherung gewährt werden." (S.334ff.)
Die
Single-Gesellschaft als Ideal einer Gesellschaft mit
niedriger Geburtenrate
"Wäre die
Gesellschaft von der Notwendigkeit niedriger Geburtenziffern
überzeugt, so würde ohne Zweifel der den Junggesellen, den
unverheirateten Frauen und den kinderlosen Ehepaaren
üblicherweise anhaftende Makel rasch in Vergessenheit
geraten. Alleinstehende sollten aber die Freiheit der
Alternative im Lebensstil haben, und vielleicht ist die
Einrichtung einer zwanglosen, leicht wieder lösbaren »Ehe«
für die Kinderlosen eine der Möglichkeiten. Die Tatsache,
daß die Gesellschaft in vielen Industrienationen schon eine
in diese Richtung weisende Tendenz zeigt, läßt darauf
schließen, daß sich solche Formen auf einer hohen
Zivilisationsstufe von selbst ergeben." (S.335)