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Richard Sennett: Der flexible Mensch & die Kultur des neuen Kapitalismus

 
       
     
       
     
       
   

Richard Sennett in seiner eigenen Schreibe

 
     
       
   

Richard Sennett: Porträts und Gespräche

 
   
  • GASCHKE & GEHRMANN (1999): Der charakterlose Kapitalismus,
    in:
    Die ZEIT Nr.49
  • DUVAL, Jean Français (1999): Zukunft der Arbeit: die Hölle,
    in:
    Brückenbauer Nr.17 v. 27.04.
  • NÜCHTERN, Klaus & Klaus TASCHWER (1999): Ich kann nichts mehr über die Postmoderne lesen,
    in:
    Freitag Nr.29 v. 16.07.
  • BERHORST, Ralf (2000): Perfekt versiegelte Einheit,
    in:
    Süddeutsche Zeitung v. 01.04.
  • KAUBE, Jürgen (2002): Sozialforschung auf die schnelle Tour. Der weltreisende Soziologe Richard Sennett.
    Novellist der Individualisierung: Richard Sennett zum sechzigsten Geburtstag,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 31.12.
 
       
   

Die Kultur des neuen Kapitalismus (2005)
Berlin Verlag (Original: Culture of the New Capitalism)

 
   
 
 

Klappentext

"Welche menschlichen Folgen hat die politische Ökonomie, in der wir leben? Manche nennen das System »neoliberal« und erwecken so den Anschein, als handle es sich dabei um nichts Neues, sondern lediglich um die Ausweitung der Marktwirtschaft auf einen globalen Maßstab. Andere meinen, neue Informations-, Transport- und Produktionstechnologien hätten die Welt in einem Ausmaß umgestaltet, das für unsere Großeltern unvorstellbar gewesen wäre. Für Richard Sennett geht die ganze Diskussion jedoch am eigentlichen Kern der Sache vorbei. Die tatsächlichen psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Kapitalismus zeigen sich laut Sennett vielmehr daran, wie Institutionen organisiert sind und wie die Menschen in ihnen leben. Der »neue Kapitalismus« betrifft also ein soziologisches Ganzes und nicht bloß Wirtschaft oder Technologie. Die Institutionen, in denen wir uns bewegen, haben nach Sennetts Überzeugung unsere Zeitwahrnehmung verändert: Arbeitsplatz, Sozialstaat und Gemeinschaftsleben sind als Bezugsrahmen einem immer rascheren Wandel unterworfen; Ursachen lassen sich kaum noch Wirkungen zuordnen; Absichten und Vorhaben verlieren sich in einem Netz von Unwägbarkeiten und Zufälligkeiten, über die Einzelne und Gruppen immer weniger Kontrolle haben. Kurzum: Institutionelles Leben vermag nicht mehr als Erzählrahmen zu dienen, als eine Geschichte, in der Menschen eine signifikante — aktive — Rolle spielen."

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

    • Neu:
      HORX, Matthias (2005): Sehnsucht nach dem Feudalismus.
      Der Soziologe Richard Sennett warnt vor den Sith Lords des Kapitals und interessiert sich nicht für pragmatische Lösungen,
      in: Welt v. 28.05.
      • Kommentar:
        Matthias HORX, der schon frühzeitig den Weg vom Frankfurter Sponti zum Bobo gegangen ist und damit heutzutage den Inbegriff des Hip -Konsumerismus verkörpert, reagiert allergisch auf Kritiker des neuen flexiblen Menschentums.

              
          Richard SENNETT, ein kulturkonservativer 68er, sieht sich dagegen als Anwalt der kleinen Leute, d.h. der Modernisierungsverlierer, die mit der "Kultur des neuen Kapitalismus" ihrem Niedergang entgegensehen. HORX verweist auf die Opfer des alten Kapitalismus der Industriegesellschaft, um SENNETT das Recht abzusprechen, über die Opfer des neuen Kapitalismus zu schreiben.
              
          Am Ende mag man weder Matthias HORX noch Richard SENNETT folgen, denn während ersterer nur die Modernisierungsgewinner des neuen Kapitalismus vertritt, kommt SENNETT im Gewand des alten Patriarchen daher, der keine neuen Perspektiven für die Modernisierungsopfer eröffnet. Mit ein bisschen Respekt ist es da einfach nicht getan...
 
       
   

Respekt (2002)
im Zeitalter der Ungleichheit

Berlin Verlag

 
   
 
 

Klappentext

"Der Soziologe Richard Sennett stellt hier die Frage, ob eine Gesellschaft, die von großer sozialer Ungleichheit, ja Ungerechtigkeit geprägt ist, »Respekt« noch zulässt - die Achtung vor dem anderen, vor allem vor den Gescheiterten."

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

    • GREINER, Ulrich (2002): Müssen manche drunten sterben?
      Richard Sennett quält sich (und seine Leser) mit der Ungleichheit von Menschen,
      in: Die ZEIT Nr.38 v. 12.09.
    • KAMANN, Matthias (2002): Man darf von anderen abhängig sein.
      Der Sozialstaat hat auch diese Wahl überlebt. Dem gewinnt Richard Sennett Positives ab,
      in: Welt v. 23.09.
    • LEITGEB, Hanna (2002): Die hohe Kunst der Asymmetrie.
      Wie man am Status der sozial Schwachen etwas ändern kann, wenn man ihre Selbstachtung stärkt,
      in: Literaturen Nr.10, Oktober
      • Inhalt:
        "Gewissermaßen wird hier genau das Problem verhandelt, das der »Generation Golf«-Sprecher Florian Illies in seiner «Anleitung zum Unschuldigsein» verkrampft locker und pseudo-komisch aufgegriffen hatte: nicht zu wissen, wie man auf sozial Schwächere zugehen soll", meint LEITGEB.
    • ROSENFELDER, Andreas (2002): Wären wir bloß nicht durch Kummersdorf gegangen.
      Ein Hochbegabter wendet sich zum Tiefbetrübten zu: Richard Sennett zollt dem Sozialstaat Respekt,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.10.
    • SCHEFCZYK, Michael (2002): An der Sache vorbei.
      Richard Sennett lässt den Respekt vermissen,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 08.10.
    • AREND, Ingo (2002): Die Würde der Abhängigkeit.
      Arbeit am Ausdruck. Der amerikanische Soziologe Richard Sennett sieht den Sozialstaat als Kulturprojekt,
      in: Freitag Nr.01 v. 27.12.
 
       
   

Der flexible Mensch (1998)
Die Kultur des neuen Kapitalismus
(Originaltitel "The Corrosion of Charakter")
Berlin Verlag
(Im Januar 2000 als Taschenbuch bei btb erschienen)

 
   
 
 

Klappentext

"Flexibilität ist das Zauberwort des globalen Kapitalismus. Auch der ganz normale Arbeitnehmer muß ständig bereit sein für Veränderungen, muß immer aufs neue wagen und gewinnen. Richard Sennett, einer der bekanntesten Soziologen der Gegenwart, liefert eine meisterhafte Analyse unserer Lebensbedingungen im Zeichen des neuen Kapitalismus. Sein streitbares Buch zeigt, wie der ständige Zwang zum Neuen den Menschen deformiert. Beruf, Wohnort, soziale Stellung, Familie, alles ist den zufälligen Anforderungen der Ökonomie unterworfen, das eigene Leben wird zum ziellosen und undurchschaubaren Stückwerk. Sennets Fazit ist eindeutig: Eine Gesellschaftsordnung, die das Bedürfnis des Menschen nach Stabilität so sehr vernachlässigt, kann nicht von Bestand sein."

 
 
 
       
     
   
  • Der flexible Mensch in der Debatte

    • SPIEGEL (2002): Wendige Nomaden.
      Die Einsätze im Ausland formen einen neuen Soldatentypus bei der Bundeswehr. Möglichst bindungslos und mobil sollen die Uniformierten sein - zu Hause schafft das Probleme,
      in: Spiegel Nr.11 v. 11.03.
      • Kommentar:
        Bislang galten die bösen Yetties als Prototyp des flexiblen Menschen (SENNETT), doch nach dem 11. September ist der gute Soldat zum Sinnbild des modernen Nomaden geworden. Im Gegensatz zum karrieregeilen Jobnomaden, geht es nun um unsere heroischen Helden (siehe FOCUS-Titelstory vom 25.02.2002). Mobilität kann nun endlich zu einem positiven Wert werden.
              
        Schliesslich lässt selbst Edmund STOIBER für den Kampf an der Berliner Front seine Plakat-Familie in Bayern im Stich und nimmt für Deutschland ein Opfer auf sich. Für den Kanzlerposten wird auch STOIBER zum Single. Wenn die Pflicht ruft, dann klingt das besser als wenn es um die schnöde Karriere geht...
 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 09. März 2002
Update: 23. Dezember 2007
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