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Richard
Sennett: Der flexible Mensch & die Kultur des neuen Kapitalismus
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Richard
Sennett in seiner eigenen Schreibe
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SENNETT, Richard (2002): Ich habe einen Traum
in: Die ZEIT Nr.51 v. 12.12.
- SENNETT, Richard (2003): Das neue
"eherne Gehäuse".
Die Globalisierung, die neue Marktwirtschaft und der fatale
Versuch, ihre Werte und Organisationsformen auf Sozialsysteme zu
übertragen,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.09.
- SENNETT, Richard (2005): Im Zeitalter
der Angst.
Wie den Amerikanern das
eigene Land unheimlich wird. Droht den USA ein sanfter Faschismus?
in: Tagesspiegel v. 02.11.
-
SENNETT, Richard (2005): Tolerieren ist nicht genug.
Megastädte, Ghettos und die Möglichkeiten des neuen Bürgersinns,
in: Welt v. 30.04.
-
SENNETT, Richard (2005): Die Angst, überflüssig zu sein.
Zwang zur Anpassung: Warum
der neue Kapitalismus unsere Freiheit nicht vermehrt hat,
in: Die ZEIT Nr.21 v. 19.05.
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Richard
Sennett: Porträts und Gespräche
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- GASCHKE & GEHRMANN (1999): Der
charakterlose Kapitalismus,
in: Die ZEIT
Nr.49
- DUVAL, Jean Français
(1999): Zukunft der Arbeit: die Hölle,
in: Brückenbauer
Nr.17 v. 27.04.
- NÜCHTERN, Klaus &
Klaus TASCHWER (1999): Ich kann nichts mehr über
die Postmoderne lesen,
in: Freitag
Nr.29 v. 16.07.
- BERHORST, Ralf (2000):
Perfekt versiegelte Einheit,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 01.04.
- KAUBE, Jürgen (2002): Sozialforschung
auf die schnelle Tour. Der weltreisende Soziologe Richard Sennett.
Novellist der Individualisierung: Richard Sennett zum sechzigsten
Geburtstag,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 31.12.
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Klappentext
"Welche menschlichen Folgen hat die
politische Ökonomie, in der wir leben? Manche nennen
das System »neoliberal« und erwecken so den
Anschein, als handle es sich dabei um nichts Neues,
sondern lediglich um die Ausweitung der
Marktwirtschaft auf einen globalen Maßstab. Andere
meinen, neue Informations-, Transport- und
Produktionstechnologien hätten die Welt in einem
Ausmaß umgestaltet, das für unsere Großeltern
unvorstellbar gewesen wäre. Für Richard Sennett geht
die ganze Diskussion jedoch am eigentlichen Kern der
Sache vorbei. Die tatsächlichen psychologischen und
gesellschaftlichen Auswirkungen des Kapitalismus
zeigen sich laut Sennett vielmehr daran, wie
Institutionen organisiert sind und wie die Menschen
in ihnen leben. Der »neue Kapitalismus« betrifft
also ein soziologisches Ganzes und nicht bloß
Wirtschaft oder Technologie. Die Institutionen, in
denen wir uns bewegen, haben nach Sennetts
Überzeugung unsere Zeitwahrnehmung verändert:
Arbeitsplatz, Sozialstaat und Gemeinschaftsleben
sind als Bezugsrahmen einem immer rascheren Wandel
unterworfen; Ursachen lassen sich kaum noch
Wirkungen zuordnen; Absichten und Vorhaben verlieren
sich in einem Netz von Unwägbarkeiten und
Zufälligkeiten, über die Einzelne und Gruppen immer
weniger Kontrolle haben. Kurzum: Institutionelles
Leben vermag nicht mehr als Erzählrahmen zu dienen,
als eine Geschichte, in der Menschen eine
signifikante — aktive — Rolle spielen."
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Rezensionen
- Neu:
HORX, Matthias (2005): Sehnsucht nach dem Feudalismus.
Der Soziologe
Richard Sennett warnt vor den Sith Lords des Kapitals und
interessiert sich nicht für pragmatische Lösungen,
in: Welt v. 28.05.
- Kommentar:
Matthias HORX, der schon
frühzeitig den Weg vom Frankfurter Sponti zum Bobo
gegangen ist und damit heutzutage den Inbegriff des
Hip -Konsumerismus verkörpert, reagiert
allergisch auf Kritiker des neuen flexiblen Menschentums.
Richard SENNETT, ein
kulturkonservativer 68er, sieht sich dagegen als Anwalt
der kleinen Leute, d.h. der Modernisierungsverlierer, die
mit der "Kultur des neuen Kapitalismus" ihrem Niedergang
entgegensehen. HORX verweist auf die Opfer des alten
Kapitalismus der Industriegesellschaft, um SENNETT das
Recht abzusprechen, über die Opfer des neuen Kapitalismus
zu schreiben.
Am Ende mag man weder
Matthias HORX noch Richard SENNETT folgen, denn während
ersterer nur die Modernisierungsgewinner des neuen
Kapitalismus vertritt, kommt SENNETT im Gewand des alten
Patriarchen daher, der keine neuen Perspektiven für die
Modernisierungsopfer eröffnet. Mit ein bisschen
Respekt
ist es da einfach nicht getan...
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Rezensionen
- GREINER, Ulrich (2002): Müssen
manche drunten sterben?
Richard Sennett quält sich (und seine Leser) mit der
Ungleichheit von Menschen,
in: Die ZEIT Nr.38 v. 12.09.
-
KAMANN, Matthias (2002): Man darf von anderen abhängig sein.
Der Sozialstaat hat auch diese Wahl überlebt. Dem gewinnt
Richard Sennett Positives ab,
in: Welt v. 23.09.
- LEITGEB, Hanna (2002): Die hohe Kunst der
Asymmetrie.
Wie man am Status der sozial Schwachen etwas ändern kann, wenn man
ihre Selbstachtung stärkt,
in: Literaturen Nr.10, Oktober
- Inhalt:
"Gewissermaßen wird hier genau das Problem verhandelt,
das der
»Generation Golf«-Sprecher Florian Illies in seiner
«Anleitung zum Unschuldigsein» verkrampft locker und
pseudo-komisch aufgegriffen hatte: nicht zu wissen, wie man auf sozial
Schwächere zugehen soll", meint LEITGEB.
- ROSENFELDER, Andreas (2002): Wären
wir bloß nicht durch Kummersdorf gegangen.
Ein Hochbegabter wendet sich zum Tiefbetrübten zu: Richard
Sennett zollt dem Sozialstaat Respekt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.10.
- SCHEFCZYK, Michael
(2002): An der Sache vorbei.
Richard Sennett lässt den Respekt vermissen,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 08.10.
-
AREND, Ingo (2002): Die Würde der Abhängigkeit.
Arbeit am Ausdruck. Der amerikanische Soziologe Richard Sennett
sieht den Sozialstaat als Kulturprojekt,
in: Freitag Nr.01 v. 27.12.
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Der
flexible Mensch (1998)
Die
Kultur des neuen Kapitalismus
(Originaltitel
"The Corrosion of Charakter")
Berlin
Verlag
(Im Januar 2000 als Taschenbuch bei btb erschienen)
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Klappentext
"Flexibilität ist
das Zauberwort des globalen
Kapitalismus. Auch der ganz normale
Arbeitnehmer muß ständig bereit
sein für Veränderungen, muß immer
aufs neue wagen und gewinnen. Richard
Sennett, einer der bekanntesten
Soziologen der Gegenwart, liefert
eine meisterhafte Analyse unserer
Lebensbedingungen im Zeichen des
neuen Kapitalismus. Sein streitbares
Buch zeigt, wie der ständige Zwang
zum Neuen den Menschen deformiert.
Beruf, Wohnort, soziale Stellung,
Familie, alles ist den zufälligen
Anforderungen der Ökonomie
unterworfen, das eigene Leben wird
zum ziellosen und undurchschaubaren
Stückwerk. Sennets Fazit ist
eindeutig: Eine Gesellschaftsordnung,
die das Bedürfnis des Menschen nach
Stabilität so sehr vernachlässigt,
kann nicht von Bestand sein."
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Rezensionen
- RATHNOW,
Thomas (1998): "Flexibilität"
ist für Richard Sennett das Zauberwort
der heutigen Ökonomie.
Vor ihren psychischen Folgen warnt der
Soziologe in seinem neuen Buch.
Kapitalismus essen Seele auf,
in: Tagesspiegel
v. 27.03.
- lSENSCHMID,
Andreas (1998): Die Kultur des neuen
Kapitalismus,
in: Tages-Anzeiger
v. 18.04.
- SCHMID,
Thomas (1998): Das Brot flimmert auf dem
Bildschirm,
in: Berliner Zeitung
v. 23.05.
- NEUMANN,
Brigitte (1998): Richard Sennett: Der
flexible Mensch,
in: Sendung
"Büchermarkt" des
DeutschlandRadio v.
03.07.
- PALZER,
Thomas (1998): Richard Sennett: Der
flexible Mensch,
in: Sendung
"Büchermarkt" des
DeutschlandRadio v.
03.07.
- Die New Economy,
ihre Folgen für die Sozialintegration
und das neue Menschenbild vom flexiblen
"Yettie"
- eine
Sammelrezension zu Büchern von Richard
SENNETT, Peter GLOTZ, Rainer HANK, Jean
Uwe HEUSER und Jeremy RIFKIN
- SCHUH,
Franz (2001): Alles ist strahlende
Oberfläche,
in: Die ZEIT Nr.38 v.
09.01.
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Der
flexible Mensch in der Debatte
- SPIEGEL
(2002): Wendige Nomaden.
Die
Einsätze im Ausland formen einen neuen
Soldatentypus bei der Bundeswehr.
Möglichst bindungslos und mobil sollen
die Uniformierten sein - zu Hause schafft
das Probleme,
in: Spiegel
Nr.11 v. 11.03.
- Kommentar:
Bislang
galten die bösen Yetties
als Prototyp des flexiblen
Menschen (SENNETT), doch nach dem
11. September ist der gute Soldat
zum Sinnbild des modernen Nomaden
geworden. Im Gegensatz zum
karrieregeilen
Jobnomaden,
geht es nun um unsere heroischen
Helden (siehe FOCUS-Titelstory
vom 25.02.2002). Mobilität kann
nun endlich zu einem positiven
Wert werden.
Schliesslich lässt selbst Edmund
STOIBER für den Kampf an der
Berliner Front seine
Plakat-Familie in Bayern im Stich
und nimmt für Deutschland ein
Opfer auf sich. Für den
Kanzlerposten wird auch STOIBER
zum Single. Wenn die Pflicht
ruft, dann klingt das besser als
wenn es um die schnöde Karriere
geht...
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