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Klappentext
"»Quirkyalone«
ist die Bibel einer neuen Single-Generation. Die
stolze, kluge, witzige, herzliche Absage an den
Pärchenwahnsinn. Ein Buch, so romantisch, so
revolutionär, so einzigartig wie alle, die mit sich
allein sein können.
In
Deutschland sind 13 Millionen Menschen solo - und
bereit für die Botschaft: Schluß mit traurig!
(Focus). Die attraktive, aber am Valentinstag stets
ungeküßte Sasha Cagen erfand die Quirkyalones, eine
Single-Bewegung, die Tag für Tag größer wird und
beginnt, von San Francisco aus die Welt zu erobern.
Speed und Blind Dates, Partnervermittlung, Annoncen
und sonstige Männerbeschaffungsprogramme einfach
sein lassen, sagt Cagen. Wir, die schrägen
Alleinstehenden , sind nicht gegen Liebe, erst recht
nicht gegen Sex, nur brauchen wir dazu zum Glück
keine nervtötenden Beziehungen. Handstreichartig
haben die Singles aus Leidenschaft den Valentinstag
zum Internationalen Quirkyalone-Day gemacht, und
auch sonst drehen sie den Spieß einfach um: Als
überzeugte Romantiker wissen sie, es kann dauern,
bis sie den oder die Richtige finden. Und so lange
warten sie - genüßlich."
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Die Quirkyalones in den
Medien
-
HOGGARD, Liz (2004): Let's say it loud: We're single... and
proud.
Americans are dumping romance, pleading dating fatigue
and calling themselves "qurkyalones". As Valentine's Day
approaches, will Britisch singletons be joining them?
in: The Observer v. 01.02.
- Inhalt:
HOGGARD listet einige prominente
Quirkyalones auf:
"While
quirkyalone is about celebrating feminism, men are very much
part of the constituency. And it is mercifully free of
psychobabble. Inspirational figures include Katharine
Hepburn, Oprah,
Sarah Jessica Parker, Eddie Izzard, George Clooney,
Jesus,
Morrissey and Oscar Wilde (Cagen is particularly keen to
pay tribute to gay culture, which pioneered the elevation of
friendship). The number one quirkyalone princess is Nicole
Kidman, who waited three years after her divorce before
dating again."
-
FINCH, Amy (2004): Flying solo.
Author Sasha Cagen stumbled upon a personality type that’s
not new, really, but has always flown under the radar. Now,
‘quirkyalones’ are finding each other with greater ease —
not that they really needed anyone’s assistance,
in: The Boston Phoenix v. 13. 02.
-
FORD, Dave (2004): "Quirkyalones" stand by their declaration
of independence.
Group celebrates the happiness of beeing single,
in: San Francisco Chronicle v. 14.02.
-
HURWITT, Sam (2004): Meet the Quirkyalones.
You don't need a life partner to be complete - or so say
participants of this budding social movement,
in: East Bay Express v. 17.03.
-
HERBON, Bernd (2004): Single bells.
"Quirkyalones": Rechtzeitig zum Valentinstag formieren
sich die glücklichen Einsamen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.02.
- Kommentar:
HERBON berichtet über eine neue
Single-Bewegung in den USA.
"Quirkyalones" nennt Sasha CAGEN jene
selbstbewussten Singles, die - entgegen dem
Bridget-Jones-Stereotyp - ihr Single-Dasein nicht um
jeden Preis überwinden möchten, sondern ihrem Alleinleben
Positives abgewinnen können.
In
den USA sind Kinderlose bereits seit der Ära CLINTON
Anfang der 90er Jahre massiv in die Defensive geraten.
Die Regierung BUSH und ihre neokonservativen Anhänger
verfechten die Familienwerte noch militanter.
In diesem singlefeindlichen Klima - das
mittlerweile auch in Deutschland spürbarer wird - haben
die Singles das negative Stereotyp vom "schrulligen
Alleinstehenden" zu einem Kampfbegriff umfunktioniert.
Diese Strategie verwendete die
Anti-Ehe-Bewegung bereits erfolgreich Ende der 60er
bzw. Anfang der 70er Jahren als erstmals Singles
massenhaft öffentlichwirksam in Erscheinung getreten sind.
HERBON schreibt zur neuen
Singlebewegung:
"Die
Anti-Gefühlsterror-Einheit meint es ernst: In einem ersten
Handstreich hat sie den Valentinstag gekapert und
kurzerhand zum »International Quirkyalone Day« erklärt. In
diesem Jahr wird er bereits in 40 amerikanischen und
europäischen Städten gefeiert.
Initiatorin der Bewegung ist die Publizistin Sasha Cagen
aus San Francisco – eine aparte 30-Jährige, deren letzte
längere Beziehung nach eigenen Angaben mehrere Jahre
zurückliegt. 1999 veröffentlichte sie ihre Betrachtungen
eines »eingefleischten Singles« in der
Zeitschrift To-Do-List und erhielt überwältigende
Reaktionen. Der Essay dient nun als Grundlage des gerade
erschienenen Buches »Quirkyalone: A Manifesto for
Uncompromising Romantics«. Inzwischen haben die
»kompromisslosen Romantiker« eine heftig frequentierte
Website (www.quirkyalone.net)
und die Aufmerksamkeit aller großen US-Medien.
Cagens pathetisch-kämpferische Unabhängigkeitserklärung
richtet sich gegen falsches Mitleid der Gesellschaft und
eventuell aufkommendes Selbstmitleid der Alleinstehenden:
»Als Romantiker, Idealisten und Exzentriker empfinden wir
unser Single-Dasein als natürlichen Ruhezustand«.
Quirkyalones, so Cagen weiter, sehen sich als »Rebellen«
in einer von Ehe und Partnerschaft bestimmten Gesellschaft
– spätere Liebesbeziehung oder gelegentliche
Lebensabschnittsgefährten natürlich nicht ausgeschlossen.
Denn auf keinen Fall sei man »anti-sex« und »anti-love« .
Ein enges Netzwerk von Freunden und Gleichgesinnten soll
dabei helfen, den Gefühlshaushalt der Quirkyalones zu
stabilisieren. Damit nicht passiert, was die
Journalistin
Heike Faller im »Kursbuch: Die 30-Jährigen« als
ultimative Horrorvorstellung ihrer Generation beschreibt:
»Alleine zu bleiben. Kinderlos. Bis man schließlich mit 60
beim Fensterputzen ausrutscht und zwei Jahre später
skelettiert aufgefunden wird.«
Freundeskreise als Familienersatz propagiert der
amerikanische Sachbuchautor
Ethan Watters bereits als neues Zeitgeist-Phänomen.
Auch dem deutschen Lifestyle-Magazin Neon ist das Thema
eine Titelstory wert.
Watters bezeichnet die Zweckgemeinschaften der »never-marrieds«
als »urban tribes« – Stämme von städtischen Singles
mit eigenen Ritualen und Treffpunkten, vorzugsweise chicen
Cocktailbars."
Hinsichtlich der Einschätzung des
politischen Einflusses von Singles in Deutschland deckt
sich HERBONs Sichtweise mit jener, die von
single-generation.de vertreten wird:
"In
Deutschland leben 13 Millionen Menschen allein – Tendenz
steigend. Das entspricht einem Drittel der
Privathaushalte.
Doch die Größe dieser wachsenden Minderheit spiegelt
keinesfalls ihren Einfluss. Wahrscheinlich, weil es schwer
fallen dürfte, ein gemeinsames Sprachrohr für ältere
Frauen mit winziger Witwenrente und Ferrari fahrende
Yuppies zu finden. So dienen Singles als Zielscheiben
unterschiedlichster Couleur. Im krisengeschüttelten
Sozialstaat werden sie schon mal als selbstsüchtige
Hedonisten etikettiert und gegen generationenvertragstreue
Familien mit Kindern ausgespielt."
Jetzt aber
aufgepasst liebe Leser! Nun folgt der Clou! Der Artikel
wird von single-dasein.de nur als
WICHTIG, NICHT ABER als
SINGLEFREUNDLICH eingestuft. Der Grund ist
einfach: HERBON argumentiert unredlich!
Die Rede vom
"schlafenden Riesen", der von einer Singlebewegung geweckt
werden könnte, lässt sich nur durch eine Argumentation auf
der Haushaltsebene rechtfertigen. Bereits 1/3 Singles. WOW!
Und der Anteil steigt sogar noch. WOW! Der politische
Einfluss von Ehe und Familie ist in Gefahr, soll das
heißen. Her mit dem Familienwahlrecht würden jetzt die
Familienfundamentalisten fordern.
Dies ist auch der
Grund, warum single-generation.de in der
Individualisierungsthese eine Ursache des derzeit
entstehenden Familienfundamentalismus sieht. HERBON
benützt die singlefeindlichen Strategien der
Individualisierungsvertreter, die insgeheim
Familienromantiker sind.
Betrachtet man die
Machtverhältnisse jedoch nicht auf der Haushaltsebene,
sondern auf der Personenebene, dann wird deutlich, dass
hier von HERBON ein Papiertiger aufgebaut worden ist.
Bei der Bundestagswahl
2002 gab es gemäß FAZ vom 24.09.2002 ca. 61,3 Millionen
Wahlberechtigte. Dem stehen jedoch nur ca. 13,5 Millionen
Alleinlebende in Deutschland gegenüber, d.h. die
Alleinlebenden stellen
nur ca. 22 % der Wähler und nicht etwa 1/3, wie HERBON das
suggeriert!
Erst nachdem dies klar
herausgestellt ist, kommt das zum Tragen, was HERBON als
Interessenantagonismus deutlich gemacht hat.
Die Heterogenität der
Single-Haushalte ist jedoch noch gravierender.
Grob gesagt,
gibt es mindestens drei Interessengruppen innerhalb der
statistischen Gruppe der Alleinlebenden, die sich aus der
Stellung im Lebenszyklus ergeben:
Alleinlebende sind in
erster Linie Menschen vor der Familiengründung und in
zweiter Linie Menschen, deren Kinder nicht mehr im
Familienhaushalt leben. Dagegen sind Alleinlebende, die
ihr Single-Dasein als Alternative zu Ehe und Familie
betrachten eine Minderheit der Alleinlebenden.
Diese lebenszyklischen
Interessengegensätze der Alleinlebenden werden dann noch
einmal durch die krassen Einkommensunterschiede innerhalb
der statistischen Gruppe der Einpersonenhaushalte
torpediert.
Nur auf diese
Einkommensunterschiede hebt jedoch HERBON ab.
Nun dürfte auch dem
letzten Leser klar geworden sein, warum dieser Artikel
zwar in der familienfreundlichen Süddeutschen Zeitung
erschienen ist, in dieser Form jedoch nie für
single-generation.de geschrieben worden wäre.
- BÖCK, Ingrid (2004): Wer wartet,
der findet?
In den USA formiert sich mal wieder eine neue
Single-Bewegung - die Quirkyalones,
in: Focus Nr.14 v. 29.03.
- Neu:
CHAKRABORTY, Sanghamitra/GHOSH, Labonita/SRINIVASARAJU,
Sugata/ROY, Soumya (2005): Two's A Crowd.
Home alone.
Move over the eccentric bachelor uncle or
the poor spinster aunt. Singlehood today is a choice—a happy,
free one,
in: Outlook India v. 31.01.
- Inhalt:
CHAKRABORTY u.a. stellen den Lesern
die neuen Singles in Indien vor.
Nach einer Vorstellung der
US-amerikanischen Bestseller von
Ethan WATTERS ("Urban
Tribes") und Sasha CAGEN ("Quirkyalone") wird auch ein
indisches Buch von
Sunny SINGH ("Single in the City: the Independent Woman’s
Handbook") erwähnt.
Nicht nur in westlichen
Großstädten, sondern auch im urbanen Indien gibt es
mittlerweile Yuppies, die sich ein Singleleben leisten
können.
Die Autoren beschreiben
das neue Singleleben und gehen auf die Vorurteile ein, mit
denen diese Singles konfrontiert sind.
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