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Susan Cain: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt

 
       
     
       
     
       
   

Susan Cain in ihrer eigenen Schreibe

 
   

fehlt noch

 
       
   

Susan Cain im Gespräch

 
   

KREIL, Elke (2003): "Wir brauchen die Nachdenklichen mehr denn je".
Susan Cain im Interview über ihr neues Buch „Still. Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt“,
in: Riemann Verlag

 
       
   

Still (2011).
Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt
(amerikanischer Originaltitel: Quiet - The Power of Introverts In a World That Can't Stop Talking)
Riemann

 
   
     
 

Klappentext

"Selbstsicheres Auftreten und die Beherrschung von Small Talk sind nicht alles. Susan Cains glänzendes Plädoyer für die Qualitäten der Stillen.

Ein leerer Topf klappert am lautesten . Aber wer der Welt etwas Bedeutendes schenken will, benötigt Zeit und Sorgfalt, um es in Stille reifen zu lassen. Still ist ein Plädoyer für die Ruhe, die in unserer Welt des Marktgeschreis und der Klingeltöne zu verschwinden droht. Und für leise Menschen, die lernen sollten, zu ihrem So-Sein zu stehen. Ohne sie hätten wir heute keine Relativitätstheorie, keinen Harry Potter , keine Klavierstücke Chopins, und auch die Suchmaschine Google wäre nie entwickelt worden. Still baut eine Brücke zwischen den Welten, kritisiert aber das gesellschaftliche Ungleichgewicht zugunsten der Partylöwen und Dampfplauderer. Es herrscht eine extrovertierte Ethik , die stille Wasser zwingt, sich anzupassen oder unterzugehen. Ihre Eigenschaften Ernsthaftigkeit, Sensibilität und Scheu gelten eher als Krankheitssymptome dennals Qualitäten. Zu unrecht, sagt Susan Cain, und stellt sich gegen den Trend, der selbstbewusstes Auftreten verherrlicht. Still ist das Kultbuch für Introvertierte, hilft aber auch Extrovertierten, ihre Mitmenschen besser zu verstehen."

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung: Der Norden und der Süden des Temperaments

Teil I: Das Ideal der Extraversion

1 Der Aufstieg des "wirklich netten Kerls"

Wie die Extraversion zum gesellschaftlichen Ideal wurde

2 Der Mythos der charismatischen Führung

Die Persönlichkeitskultur heute

3 Eine Uberdosis an kreativer Zusammenarbeit

Die Entstehung des neuen Gruppendenkens und die Kraft des Alleinarbeitens

Teil II: Unsere Biologie, unser Selbst

4 Ist Temperament Schicksal?

Anlage, Sozialisation und die Orchideenhypothese

5 Jenseits des Temperaments

Die Rolle des freien Willens und das Geheimnis der freien Rede für Introvertierte

6 Franklin und Eleanor

Die Vereinigung von Selbstbewusstsein und Gewissen

7 Warum die Wall Street zusammenbricht, während Warren Buffett immer reicher wird. Und warum

Introvertierte anders denken als Extravertierte

8 Die Macht der Sanftmut

Das Extravertiertenideal in anderen Gesellschaften

Teil III: Formen der Liebe und Arbeit für Introvertierte

9 Introvertiert in einer extravertierten Welt

Wann man sich anpassen sollte – und wann nicht

10 Die Kommunikationslücke

Wie man zu Mitgliedern des anderen Typs redet

11 Über Schuster und Generale

Wie man stille Kinder in einer Welt erzieht, die sie nicht hören kann

Schluss: Wunderland

 
     
 
       
   
  • Rezensionen

Neu:
KREMLA, Andreas (2011): Lob der Stillen, Introvertierten, Fleißigen,
in: Falter Nr.23 v. 01.06.

 
   
  • Introvertierte in der Debatte

RAUCH, Jonathan (2003): Caring for Your Introvert.
The habits and needs of a little-understood group,
in: The Atlantic Monthly, März

RAUCH bricht eine Lanze für Introvertierte
(der Begriff geht auf den Psychoanalytiker C. G. JUNG zurück) , zu denen sich der Autor selber zählt.  RAUCH grenzt Introvertiertheit von Schüchternheit, Misanthropie und Arroganz ab. Amerika bezeichnet er als Gesellschaft der Extravertierten. Das hervorstechendste Merkmal dieser Menschen ist für RAUCH die Tatsache, dass sie nicht allein sein können:

"Extroverts are energized by people, and wilt or fade when alone. They often seem bored by themselves, in both senses of the expression. Leave an extrovert alone for two minutes and he will reach for his cell phone. In contrast, after an hour or two of being socially »on,« we introverts need to turn off and recharge".

In der Gesellschaft der Extravertierten gelten  Introvertierte als asozial oder depressiv. Sie werden mit Wörtern beschrieben, die negative Assoziationen hervorrufen:

Introverts are described with words like »guarded,« »loner,» «reserved,» «taciturn,» «self-contained,» «private«—narrow, ungenerous words, words that suggest emotional parsimony and smallness of personality. Female introverts, I suspect, must suffer especially."

Nur männliche "Hillbillys" aus dem Mittleren Westen haben als starke und stille Typen einen besseren Ruf. RAUCH setzt dagegen eine positive Selbsteinschätzung des Introvertierten, die ihn sicherlich bei Extravertierten nicht beliebter macht:

"I suppose this common misconception has to do with our being more intelligent, more reflective, more independent, more level-headed, more refined, and more sensitive than extroverts".

Für RAUCH ist Introvertiertheit keine Frage von Entscheidungen oder des Lebensstil, sondern eine persönliche Veranlagung.

PSYCHOLOGIE HEUTE-Titelgeschichte:
Stille Menschen.
Das Geheimnis der Introvertierten

ERNST, Heiko (2011): Das Coming-out der Insichgekehrten.
Editorial,
in: Psychologie Heute, Januar

ROMING, Anna (2011): Die Stillen im Land.
Sie wirken schüchtern, gehemmt, manchmal auch arrogant: Introvertierte Menschen, die lieber mit sich allein als mit vielen anderen sind, stoßen in unserer auf Geselligkeit und "Fun" programmierten Gesellschaft häufig auf Unverständnis. Der Grund: Es gibt noch zu viele Vorurteile und Unwissen über die Introversion,
in: Psychologie Heute, Januar

ROMING erklärt die hirnbiologischen Unterschiede zwischen extravertierten und introvertierten Menschen. Introversion ist in dieser Sicht kein Lebensstil, sondern eine Persönlichkeitseigenschaft. Diese Sichtweise vertrat z.B. auch Jonathan RAUCH in dem 2003 erschienen Artikel Caring for Your Introvert in der Atlantic Monthly. Den Unterschied zwischen Introversion und Schüchternheit sieht ROMING auf der Gefühlsebene:

"Schüchterne Menschen wünschen sich soziale Kontakte, fürchten aber, den Begegnungen mit anderen nicht gewachsen zu sein. (...). Introvertierte dagegen kennen solche Ängste nicht."

Ausgeblendet werden in diesem Artikel die Probleme jener  Menschen, die sowohl introvertiert als auch schüchtern sind.
            Das Problem der Introvertierten gegenüber den Extravertierten liegt dagegen in der unterschiedlichen Aufnahmekapazität:

"Introvertierte verkraften soziale Kontakte nur in kleinen Dosen. Ganz anders geht es da Extravertierten. Sie brauchen Input, ständigen Input. (...). Handys und Internet sind ideal für Extravertierte, denn mit deren Hilfe bleibt die wichtige Verbindung zur Außenwelt immer erhalten. Introvertierte dagegen lassen ihr Handy oft ausgeschaltet und checken ihre E-Mails nur selten."

Auch das Glücksempfinden von Introvertierten und Extravertierten ist unterschiedlich:

"In unserer westlichen Gesellschaft ist Glücklichsein ein hohes Ziel, wenn nicht gar ein Zwang (...). Das hat Auswirkungen auf introvertierte Menschen. Denn Glücklichsein ist nicht ihre oberste Priorität. Sie brauchen keine externen Belohnungen, um ihr Gehirn auf Trab zu bringen, sie brauchen genau das Gegenteil: Ruhe und Reizarmut."

Und wer glaubt, dass sich Extraversion und Depression ausschließen, der wird von ROMING eines Besseren belehrt.  

SAUM-ALDEHFF, Thomas (2011): Wo haben Introvertierte ihre Schokoladenseite?
Carl Gustav Jungs Persönlichkeitstypologie,
in: Psychologie Heute, Januar

 
   
  • Susan Cain im WWW

www.thepowerofintroverts.com

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 12. Juni 2011
Stand: 12. Juni 2011