"Eine »alte Jungfer« zu werden, mit
fünfundzwanzig als sitzengeblieben zu gelten, das
war vor nicht gar zu langer Zeit eine furchtbare
Vorstellung für junge Frauen, die sie geneigt
machte, noch die unglücklichste Ehe diesem Geschick
vorzuziehen. Es ist ein Alptraum, der (im Westen)
kaum noch eine Frau quält. Doch was waren sie
wirklich, die unverheirateten Frauen in Zeiten, da
eine Verehelichung weniger von Liebe als von
wirtschaftlichen Umständen abhing: verbitterte,
geschlechtslose Wesen oder unabhängige Frauen, die
keinen andern über ihr Leben und ihren Körper
verfügen lassen wollten? Die
Literaturwissenschaftlerin Susan Koppelman hat eine
literarische Tradition wiederentdeckt, die vor allem
zwischen 1830 und 1890 in amerikanischen Zeiten
blühte: Stories, die von den Vorzügen des Lebens
alter Jungfern handeln - und häufig aus der Feder
unverheirateter Frauen stammten, charmanten frühen
Kämpferinnen gegen das Leitbild der ausschließlich
familienbezogenen Frau."
Inhalt
Catharine Maria Sedgwick - Alte Jungfern
Alice Ann Carter - Der Mitgiftjäger
Mrs. A. J. Graves - Mary und Ellen Grosvenor
oder Die beiden Schwestern
Susan Pindar - Tante Mabels Liebesgeschichte
Susan Petigru King - Altjungfernschaft versus
Ehe
Alice Cary - Die Geschichte einer alten
Jungfer
Frances Ellen Watkins Harper - Die beiden
Anträge
Elizabeth Stuart Phelps - Nummer 13
Marion Harland - Eine alte Jungfer
Rebecca Harding Davis - Eine unrühmliche
Märtyrerin
Mary Eleanor Wilkins - Louisa
Rose Terry Cooke - Wie Celia es sich anders
überlegt