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T. C. Boyle: Schluss mit cool

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1948 geboren
    • 2002 Erzählband "Schluss mit cool"
    • 2003 Roman "Drop City"
    • 2004 Buch "Dr. Sex"
    • 2009 Roman "Die Frauen"
    • 2010 Erzählung "Das wilde Kind"
 
       
     
       
   

T. C. Boyle in seiner eigenen Schreibe

 
   

BOYLE, T. C. (2003): Warten auf die Apokalypse.
Die kalifornische Feuersbrunst,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.11.

 
       
   

T. C. Boyle im Gespräch

 
   

SCHOLZ, Martin & Jochen SIEMENS (2001): "Es führen viele Wege in die Hölle".
US-Schriftsteller T.C. Boyle und der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit über glücklose Öko-Apostel, eine Welt ohne Sex und die Frage, ob die Grünen in den Mülleimer der Geschichte gehören,
in: Frankfurter Rundschau v. 07.07.

FRIEMEL, Kerstin (2002): "Ich bin ein Genie".
Das meint T.C. Boyle ganz im Ernst. Denn von Selbstironie und Satire hat der US-Erfolgsautor inzwischen genug. In seinem neuen Buch "Schluß mit Cool" - und beim Essen - gibt er sich der Untergangsstimmung hin,
in: Financial Times Deutschland v. 15.02.

FREUND, Wieland (2003): "Ich bin typisch amerikanisch".
T. C. Boyle über Unsterblichkeit, gezähmte Wälder, Amerikas 68er und sein altes Schlagzeug,
in:
Welt v. 25.10.

T. C. BOYLE u. a. über seine Hippie-Zeit und das Vakuum, das der Katholizismus hinterließ:
"
DIE WELT: "Drop City" ist kein autobiografischer Roman, aber er ist ohne Autobiografie auch nicht denkbar. Wie war es denn nun, das Hippie-Leben des T. C. Boyle?
Boyle: Das war meine verstörteste Zeit. Ich lebte mit ein paar Freunden zusammen und unterrichtete in einer High School, um nicht in Vietnam hingerichtet zu werden. Ich hatte keine pädagogische Qualifikation, aber mitten im Baby-Boom reichte ein Abschluss aus, und ich unterrichtete Englisch, war damit wichtig für die nationale Sicherheit und wurde nicht eingezogen. Ich hatte also eine Verantwortung. Ich musste zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein.
(...).
Thoreau ist der erste Hippie, es hängt alles mit allem zusammen. Bis zu meinem zwölften, dreizehnten Lebensjahr war ich Katholik. Aber was ich in der Schule lernte, ließ mich zweifeln. Also ging ich zu meiner Mutter und sagte: Ich glaube nicht. Ich fühle aber bis heute ein Vakuum und bin deprimiert, weil die Welt so ziellos ist. Ich würde gerne glauben. Aber ich kann nicht.
"

BINAL, Irene (2004): Ausgerechnet Alaska!
Tom Coraghessan Boyle hinterfragt die Hippie-Bewegung,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 19.01.

FREUND, Wieland (2005): "Die Perlen eines Rosenkranzes".
T.C.Boyle über das Schreiben, die Sexualität und seinen Erfolg,
in: Welt v. 17.05.

T.C. BOYLE u.a. zum neuen Papst: "Was den neuen Papst angeht (und genauso den alten) - ich halte ihn für einen Reaktionär und glaube, daß die Ächtung von Abtreibung und Geburtenkontrolle in einer überbevölkerten Welt großen Schaden anrichtet. Überbevölkerung führt zu Umweltzerstörung, und Umweltzerstörung führt zur Vernichtung der Kultur und schließlich der Spezies."

Neu:
SCHOLZ, Martin (2011): "Bis uns die Dinger um die Ohren fliegen".
Der US-Schriftsteller T.C. Boyle spricht über seine Sorgen als Nachbar eines Atomkraftwerks im erdbebengefährdeten Kalifornien,
in: Berliner Zeitung v. 25.03.

 
       
   

Drop City (2003)
München:
Hanser

 
   
     
 

Klappentext

"T.C. Boyle erzählt in seinem Roman über eine Hippiekommune, die von Kalifornien nach Alaska zieht, mit allen berechenbaren und unberechenbaren Folgen. Drop City ist der Roman einer naiven und idealistischen Generation, die das Lebensgefühl von vielen von Grund auf verändert und bis auf den heutigen Tag geprägt hat.

Drop City: So heißt die Hippiekommune, die im Kalifornien der 70er Jahre ihren Traum von einem freien Leben zu verwirklichen sucht. Eigentlich haben sie alles, was sie brauchen: ein großes Grundstück, eine erstklassige Plattensammlung, ein reichhaltiges Sortiment von Halluzinogenen. Doch das Nirwana finden sie trotzdem nicht. Ein Kind trinkt Orangensaft, der mit LSD versetzt ist, eine Minderjährige wird von Kommunemitgliedern vergewaltigt, es kommt zu Handgreiflichkeiten, und der Unrat türmt sich meterhoch, bis der Sheriff einschreitet und droht, das Gelände zu räumen. Also beschließt Norm, der Guru des Stammes, nach Alaska zu ziehen, wo er von einem Onkel eine Hütte geerbt hat. In ihrem alten, mit Drogen voll bepackten Schulbus reisen sie nach Norden, unbehelligt von den kanadischen Grenzern, denen sie weismachen, sie seien die Greatful Dead auf Tournee.
Unter dem polaren Himmel kommt es zur Kollision zweier Kulturen: Die ortsansässigen Jäger und Trapper sind nicht erbaut über die Fremdlinge, und als der Winter anbricht, geht es nicht mehr darum, wie man mit tödlicher Langeweile fertig wird, sondern wie man dem Hungertod entflieht."

Der Autor über Drop City

"Nicht von ungefähr schickt Boyle seine Hippies ausgerechnet in diese Einöde: «Alaska ist der entfernteste Ort, an den man gehen kann. 1970 konnte man dort noch Grund besetzen, so wie es unsere Vorväter machten: Man findet Land, nimmt es in Besitz, baut ein Haus. Keine Steuern, kein Kaufpreis, nichts. Man lebt dort so wie vor dem Industriezeitalter.» Die Suche nach der grossen Freiheit im hohen Norden ist für den Autor aber auch eine Parabel auf die amerikanische Geschichte: «Amerika war immer von utopischen Gesellschaftsformen fasziniert. Die Pilger kamen, um der Unterdrückung zu entkommen und in ein neues Land zu ziehen, in dem es alle Ressourcen gab und in dem sie leben konnten, wie sie wollten. Ich glaube, die Kommunenbewegung der sechziger spiegelt das wider.»"
(aus: Irene Binal in der Neuen Zürcher Zeitung vom 19.01.2004)

Pressestimmen

"Der Text (...) lebt nicht unerheblich vom Jargon des Jahrs 1970, in dem die Handlung angesiedelt ist, von den Parolen Timothy Learys vor allem, dessen »Turn on, tune in, drop out« zum Leitmotiv einer ganzen Generation wurde, die vom Engagement ihres Landes im Vietnam-Krieg und dessen bedingungslosem Bewegungs- und Konsumrausch so enttäuscht wurde, daß sie ihre Zuflucht zu Drogen, Rockmusik und freier Liebe nahm. Diese Rauschmittel versprachen Alternativen, die das bürgerliche Leben, die »Plastikwelt«, nicht mehr bereitzuhalten schien."
(Andreas Platthaus in der FAZ vom 06.09.2003)

"Nicht die Konfrontation Kommune versus Einzelgänger ist das Problem von Drop City – die Hippies sind längst Teil des amerikanischen Spiels –, Boyles Widerhaken steckt hier im Bösen, das jeden spannenden Western in Bewegung hält. In diesem Fall ist es der schwarze Lester, der mephistophelisch Gleichheit für alle einklagt und seinen Anteil am weißen weiblichen Fleisch fordert, zum anderen Joe Bosky, ehemaliger Vietnam-Kämpfer, der will, was die anderen haben – Frauen, Geld, Ärger. Sie spielen die ewigen Indianer, jenes Feindbild, das Amerika braucht, um seine Grenzen auszutesten."
(Konrad Heidkamp in der Zeit vom 30.10.2003)

 
     
 
       
   

Rezensionen

HARTMANN, Andreas (2003): Die Blumenkinder im Eis.
Zurück zur Natur: In T. C. Boyles neuem Roman "Drop City" zieht eine Hippie-Kommune von Kalifornien nach Alaska - und sieht sich dort mit dem täglichen Kampf ums Überleben konfrontiert,
in: TAZ v. 22.08.

PLATTHAUS, Andreas (2003): Naturbursche schlägt Naturfreund.
Ausgerechnet Alaska: In seinem neuen Roman läßt T.C. Boyle die Hippies tanzen und verwildern,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.09.

HEIDKAMP, Konrad (2003): Hey, was tut sich so?
Mit seinem abenteuerlichen Roman über eine Hippie-Kommune im Kalifornien der siebziger Jahre erweist sich T. C. Boyle als heimlicher Moralist,
in: Die ZEIT Nr.45 v. 30.10.

Kessler, Gregor (2003): Und dann war der Sommer der Liebe vorbei.
T. C. Boyle erzählt vom Ende des Hippie-Traums,
in: Financial Times Deutschland v. 07.11.

SONNENSCHEIN, Ulrich (2003): Trapper, Hippies...
T. C. Boyle erinnert sich noch sehr gut an die Sechziger - zu unserem Vergnügen,
in: Frankfurter Rundschau v. 26.11.

DUBBE, Daniel (2004): Blumenkinder im ewigen Eis.
T. C. Boyles neunter Roman ist eine spannende Abrechnung mit der amerikanischen Hippiekultur,
in: Rheinischer Merkur Nr. 2 v. 08.01.

 
       
   

Schluss mit cool (2002)
München:
Hanser

 
   
     
 

Klappentext

"Brilliant, witzig, böse behandelt Boyle in seinen neusten Geschichten auf seine gewohnt sarkastische Weise Alltagsschicksale und merkwürdige Angewohnheiten amerikanischer Bürger. Er erzählt von super-coolen Vätern, tatkräftigen Greisinnen, schrillen Athletinnen und einsamen Männern."

 
     
 
       
   

Rezensionen

WELT AM SONNTAG (2002): Sinfonie des Grauens.
Zwei Kapseln Zyankali wollte Thomas Coraghessan Boyle schon seinem letzten Roman "Freund der Erde" im Schutzumschlag beilegen lassen,
in: Welt am Sonntag v. 17.03.

MAUS, Stephan (2002): Der Putzerfisch im Aquarium einer schwangeren Serienkillerin.
Betont verrückte Zuckerwattenexplosionen: T. C. Boyle lässt in dem Sammelband "Schluss mit cool" den Textgenerator heisslaufen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.04.

STEINMETZGER, Ulrich (2002): Männer außer Kontrolle.
T. C. Boyle zeigt, warum Schluss ist mit lustig,
in: Saarbrücker Zeitung v. 31.05.

MECHLENBURG, Gustav (2002): Das Grauen vor Augen.
Zu Tom Coraghessan Boyles Shor-Story-Sammlung "Schluss mit Cool",
in: Literaturkritik.de, Nr.6, Juni

WFR (2002): Schluss mit cool.
Das dicke Ende kommt noch,
in: Welt v. 15.06.

ROSSUM, Walter van (2002): Im Herzen des Müllcontainers.
"Schluß mit cool" - T. C. Boyle erklärt der zierlichen Verzweiflung den Krieg,
in: Die ZEIT Nr.34 v. 15.08.

SONNENSCHEIN, Ulrich (2002): Faust in der Tasche.
T. C. Boyle macht Schluss mit der Coolness,
in: Frankfurter Rundschau v. 24.10.

Ulrich SONNENSCHEIN  erläutert zuerst den Unterschied zwischen einem Zyniker und einem Moralisten, um danach T. C. BOYLE ("Schluss mit Cool") als Zyniker einzuordnen:

"Wenn man einem Moralisten seine absolute Moral vorhält, bleibt der Zyniker schon deshalb unangreifbar, weil er jenseits des Textes gar kein Ziel mehr verfolgt. Und das ist meistens auch die Grundlage für die besseren Geschichten"

 
   

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© 2002-2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 24. Februar 2002
Stand: 18. Mai 2015