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William Gibson:
Mustererkennung
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William Gibson:
Porträts und Gespräche
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Klappentext
"In
Amerika hat die Zukunft schon begonnen. Das »alte«
Europa erlebt Cayce Pollard, die Hauptfigur des
Romans, als eine Spiegelwelt: alles ist hier anders,
aber auch hier greift schon die Globalisierung.
Cayce arbeitet als Coolhunter, im Moment für einen
Sportschuhhersteller in London: sie berät bei
Firmenlogos und spürt Modetrends an der Basis auf.
In jeder freien Minute loggt sie sich ins Internet
ein. Seit einiger Zeit tauchen merkwürdige Filmclips
im Netz auf, sie faszinieren, sind Kult und werden
fieberhaft diskutiert. Wie gehören die Schnipsel
zusammen? Sind sie Teile eines Films? Was bedeuten
Sie? Wer überhaupt macht sie? Und warum? Es sind
suggestive Szenen, die Personen kaum zu erkennen,
sie tauchen aus der Leere auf - zwei Personen? Ein
Kuß? Ein weiter Strand - Cannes, vielleicht? Der
Schemen eines großen Vogels?
Wieso sind Tausende User auf der ganzen Welt süchtig
danach? Das Phänomen interessiert den
Marketingmanager: nicht auszudenken, wenn man dies
auf die Werbung übertragen könnte! Er engagiert
Cayce, den Urheber dieser Filmschnipsel zu suchen.
Mit Hilfe anderer Mitglieder des Fan-Forums gelingt
es ihr, eine Markierung auf einem der Clips zu
identifizieren.
Und damit beginnt eine Suche, die Cayce nach Tokio
und schließlich nach Moskau führt. Und die sie in
tödliche Gefahr bringt."
Pressestimmen
"Cayce Pollard
ist Trendscout. Sie ist allergisch gegen Branding.
Was bei Naomi Klein der Intellekt abzuarbeiten
versucht, erledigt bei ihr der kranke Körper. Wenn
sie den Michelin-Mann sieht, packt sie die Panik.
Die Logo-gesättigten Lounges der Business-Class
zwingen sie wimmernd in fötale Position. Ihre
spezielle Sensitivität verhilft ihr allerdings zu
einem gut dotierten Job. Sie soll, im Auftrag des
Werbeagenturmagnaten Hubertus Bigend, eine Person
finden, die Clip für Clip ein mysteriöses
Videokunstwerk im Internet verbreitet."
(Günter Hack in Telepolis vom
16.03.2003)
"Der zentrale
Begriff in »Pattern Recognition« ist Apophänie.
Damit bezeichnet die Gestaltpsychologie ein
bestimmtes Krankheitsstadium der Schizophrenie,
wobei der Erkrankte spontan Verbindungen und
Bedeutungen zwischen nicht in Zusammenhang stehenden
Phänomenen sieht. Im Rätsel um die »Footage«
verdichtet sich die Fragestellung: Ist sie »eine
Illusion von Bedeutsamkeit, fehlerhafte
Mustererkennung« oder steckt ein unbekanntes Genie
dahinter, das es schafft, unzählige Menschen aus
allen möglichen Kulturkreisen emotional zu berühren.
Der Titel »Pattern Recognition« heißt übersetzt denn
auch »Mustererkennung«.
Allerdings erzeugt man die Muster und Verbindungen
in dem Augenblick, in dem man sie wahrnimmt, auch
wenn sie vorher nicht da waren – eine Art von
self-fulfilling prophecy. Dieser Mechanismus
wiederholt sich auf verschiedenen Ebenen des
Romans."
(Vali Djordjevic in der Jungle World vom 16.04.2003)
"das
eigentliche Thema dieses Romans (ist) die genau
Beobachtung urbaner Lebenswelten. An den
Reibungsflächen von weltweit agierenden Workaholics
und großstädtischer Subkultur entwirft Gibson
lebendige Typen und Milieus der flüchtigen Welt."
(Till Briegleb in der Financial
Times Deutschland vom 27.08.2004)
"Auf
Anhieb weiß der Leser (...) nicht, was mit der
Heldin Cayce Pollard los sein könnte. Ist die
Junggesellin noch metropolitaner Designermensch
(...)? Oder tritt uns hier bereits die
Neuro-Maschine der Zukunft entgegen, die perfekte
Roboter-Amazone, die man aus technoiden Comics
kennt?"
(Roger Thiede im Focus vom
30.08.2004)
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Rezensionen
-
BLANK, Gunter (2004): Schmusen mit der Gegenwart.
William Gibson, Vater der Cyber-Literatur, beerdigt die
Zukunft und landet in der Gegenwart,
in: Welt am Sonntag v. 25.07.
-
MARESCH, Rudolf (2004): Im Hier und Jetzt gelandet.
Auch in William Gibsons Welt wird die Gegenwart immer
breiter,
in: Telepolis v. 14.08.
- STEINER, Thomas (2004): Die
Codes der Coolness.
Und die Jagd nach
den "Clips" im Internet: William Gibson hat sich mit seinem
Roman "Mustererkennung" zu einer Art John le Carré der
Sciencefiction entwickelt,
in: Magazin der Badischen Zeitung v. 14.08.
- BRIEGLEB, Till (2004): Die Ware
Welt.
Visionär: William Gibson entschlüsselt das
Konsumverhalten des 21. Jahrhunderts,
in: Financial Times Deutschland v. 27.08.
- Neu:
THIEDE, Roger
(2004): Der unsichtbare Film.
William Gibsons hochromantischer Internet-Roman "Pattern
Recognition" liegt jetzt in deutscher Übersetzung vor,
in: Focus Nr.36 v. 30.08.2004
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Klappentext
"Cayce Pollard (pronounced »case«)
is a legend in the field of market research, paid
handsomely to recognize cultural and social patterns
that corporations can turn into cash. Google her and
you find »coolhunter,« and you may see it suggested
that she is a »sensitive« of some kind, a dowserin
the world of global marketing. The truth, according
to her friends, is that her sensitivity is closer to
allergy, a morbid and sometimes violent reactivity
to the symbols of the marketplace.
Hired by Blue
Ant, the world’s hippest ad agency, for the sort of
high-corporate re-branding she’s known for, a more
intriguing project emerges when the head of the firm
asks her to determine who’s producing a mysterious
series of video fragments that have gripped the
imaginations of people around the world. The source
of this footage, carefully concealed, has so far
proven untraceable.
For Cayce’s
worryingly brilliant employer, the footage is the
most effective piece of guerilla marketing ever
devised. For Cayce herself, the footage has a
powerful emotional resonance as she attempts to come
to terms with the apparent death of her father — a
former U.S. security expert with ties to the
intelligence community — in the collapse of the
World Trade Center. But what if the sense of nascent
meaning that she and others perceive in the footage
is only an illusion of meaningfulness — in other
words, faulty pattern recognition?"
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weiterführende
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