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William Gibson: Mustererkennung

 
       
     
       
     
       
   

William Gibson: Porträts und Gespräche

 
   

LIM, Dennis (2003): Think Different,
in: Village Voice v. 12.02.

LEOHNARD, Andrew (2003): Nodal point.
William Gibson talks about how his new present-day novel, "Pattern Recognition," processes the apocalyptic mind-set of post-9/11 world,
in: salon.com v. 13.02.

FISCHER, Johannes (2008): "Wir leben im Cyberspace".
Der Schriftsteller William Gibson über das Internet, die weltweite Vernetzung und seine Zukunftsangst,
in: Berliner Zeitung v. 01.07.

 
       
   

William Gibson in der Debatte

 
   

DATH, Dietmar (2004): Gegenwart der Zukunft.
Die Kultur der Science-fiction erlebt eine bedeutsame Krise,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.08.

Dietmar DATH beklagt den Verlust an positiven Utopien am Beispiel der Science-Fiction: "Die gültige Science-fiction der Gegenwart, die von Leuten wie Greg Egan, Kim Stanley Robinson, Bruce Sterling, China Mièville und - immer noch, immer wieder - William Gibson verantwortet wird (...), glaubt nicht mehr, wie Asimov, daß die Zukunft ein Puzzle ist - ein Problem, das wir mit Hilfe von Teilen lösen können, die wir schon haben. (...).
Deshalb stirbt der zu Problemlösungszwecken erfundene Erzählkern des beispielhaften Einzelvorfalls, der die Science-fiction-Kurzgeschichte belebt hat, historisch ab.
"

PRALLE, Uwe (2005): Der Traum vom Cyberspace.
Die technologischen Visionen des Romanciers William Gibson,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 03.09.

 
       
   

Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack (2013)
Stuttgart: Tropen

 
   
     
 

Klappentext

"Seine Romane zeugen von visionärer Kraft, von Ideenreichtum und seiner Brillanz als scharfsichtiger Beobachter unserer modernen Gesellschaft. Genau diese Fähigkeit zeichnet seine Beiträge für Zeitschriften wie »Wired«, »New York Times Magazine« oder »Rolling Stone« aus. Einprägsam beschreibt der Erfinder des »Cyberspace« in einer Rede in New York die neue interaktive Beziehung zwischen Autor und Leser. Nachdrücklich warnt er davor, dieser »Schönen neuen Virtualität« zu vertrauen, denn sie stellt abstrakte, aber keine persönlichen und menschlichen Beziehungen her. William Gibson wagt Voraussagen zu Gegenwart und Zukunft, die bisher immer von der Wirklichkeit überholt wurden und aufhorchen lassen. Faszinierend, überraschend und stets am Puls der Zeit!"

 
     
 
       
   

Vorabdruck

GIBSON, William (2013): Willkommen in der Zukunft.
William Gibson beschreibt, warum Science-Fiction in Tokio realistisch erscheint,
in: Jungle World Nr.6 v. 07.02.

 
   

Rezensionen

HUECK, Carsten (2013): Motor für Veränderungen.
William Gibson schreibt über Literatur, Musik, Mode, Film, die japanische Kultur und Wege in die digitale Zukunft, die sich schon längst in unserer Gegenwart bedrohlich bemerkbar macht. In diesem Essayband liest Gibson die Gegenwart als Science-Fiction-Roman,
in: DeutschlandRadio v. 11.04.

DATH, Dietmar (2013): Geschmackssachen.
Der bekannte Science-Fiction-Autor William Gibson wagt sich mit seinem neuen Buch an die Gegenwart. Gescheit beleuchtet und erklärt er dabei die Zeichen unserer Zeit,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.05.

Neu:
SCHÄFER, Frank (2013): Die Zukunft ist ein Projekt von gestern.
Sehnsuchtsorte: Der Schriftsteller William Gibson, Visionär der virtuellen Realität, legt einen tollen Essayband vor: "Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack" versammelt luzide Zeitdiagnosen aus vier Jahrzehnten,
in:
TAZ v. 29.06.

Frank SCHÄFER hebt insbesondere den Essay Glänzende Schlammkugeln hervor, in dem japanische Nerds (Otakus) von William GIBSON zu Rebellen stilisiert werden:

"In seinem Essay »Glänzende Schlammkugeln« erzählt er von zwei erstaunlichen Modeerscheinungen des zeitgenössischen Japans. Junge Menschen, vor allem Männer, lassen sich aus der Welt fallen, verbergen sich bisweilen jahrelang in ihren Zimmern, sogar vor ihren engsten Familienangehörigen, in totaler Einsamkeit, ohne dabei psychische Krankheitssymptome wie Agoraphobie oder Depression an den Tag zu legen. Etwa zur gleichen Zeit hört Gibson von den titelgebenden, ursprünglich von Kindern gefertigten glänzenden Schlammkugeln (jap. Hikaru Dorodango), die durch ständiges Rollen in der Hand einen tiefen, an alte Keramik erinnernden Glanz bekommen. Ein enormes Medienecho macht sie zu quasikultischen Objekten. (...). Die Einsamen »sind ebenfalls mit der Schaffung von Dorodango beschäftigt. Ihr gewähltes Material: das Leben selbst.« Hier haben wir die idealisierte, auf die Spitze getriebene, die Zen-Version des Nerds, den japanischen Otaku. Für Gibson ist er eine Art Rebell, der sich bewusst fernhält von den Waren- und Informationsströmen, die ihn unablässig umspülen, der mit äußerstem Einsatz sein Steckenpferd reitet, nämlich auf Kosten der Vielfalt des Lebens und seiner sozialen Existenz. Vielleicht gibt es deshalb auch so viele Verkaufsautomaten in Tokio, die für sich »eine geheime Stadt der Einsamkeit« bilden. Sie ermöglichen es, »tagelang jeden Blickkontakt mit anderen Menschen aus dem Weg zu gehen«. Gibson vermeidet jede Pathologisierung dieses Typus, denn mit einer Soziophobie hat das gar nichts zu tun. Es ist ein Spiel, sie bringen ihr Leben auf Hochglanz."

 
       
   

Mustererkennung (2004)
Stuttgart: Klett-Cotta

 
   
     
 

Klappentext

"In Amerika hat die Zukunft schon begonnen. Das »alte« Europa erlebt Cayce Pollard, die Hauptfigur des Romans, als eine Spiegelwelt: alles ist hier anders, aber auch hier greift schon die Globalisierung.
Cayce arbeitet als Coolhunter, im Moment für einen Sportschuhhersteller in London: sie berät bei Firmenlogos und spürt Modetrends an der Basis auf. In jeder freien Minute loggt sie sich ins Internet ein. Seit einiger Zeit tauchen merkwürdige Filmclips im Netz auf, sie faszinieren, sind Kult und werden fieberhaft diskutiert. Wie gehören die Schnipsel zusammen? Sind sie Teile eines Films? Was bedeuten Sie? Wer überhaupt macht sie? Und warum? Es sind suggestive Szenen, die Personen kaum zu erkennen, sie tauchen aus der Leere auf - zwei Personen? Ein Kuß? Ein weiter Strand - Cannes, vielleicht? Der Schemen eines großen Vogels?
Wieso sind Tausende User auf der ganzen Welt süchtig danach? Das Phänomen interessiert den Marketingmanager: nicht auszudenken, wenn man dies auf die Werbung übertragen könnte! Er engagiert Cayce, den Urheber dieser Filmschnipsel zu suchen. Mit Hilfe anderer Mitglieder des Fan-Forums gelingt es ihr, eine Markierung auf einem der Clips zu identifizieren.
Und damit beginnt eine Suche, die Cayce nach Tokio und schließlich nach Moskau führt. Und die sie in tödliche Gefahr bringt."

Pressestimmen

"Cayce Pollard ist Trendscout. Sie ist allergisch gegen Branding. Was bei Naomi Klein der Intellekt abzuarbeiten versucht, erledigt bei ihr der kranke Körper. Wenn sie den Michelin-Mann sieht, packt sie die Panik. Die Logo-gesättigten Lounges der Business-Class zwingen sie wimmernd in fötale Position. Ihre spezielle Sensitivität verhilft ihr allerdings zu einem gut dotierten Job. Sie soll, im Auftrag des Werbeagenturmagnaten Hubertus Bigend, eine Person finden, die Clip für Clip ein mysteriöses Videokunstwerk im Internet verbreitet."
(Günter Hack in Telepolis vom 16.03.2003)

"Der zentrale Begriff in »Pattern Recognition« ist Apophänie. Damit bezeichnet die Gestaltpsychologie ein bestimmtes Krankheitsstadium der Schizophrenie, wobei der Erkrankte spontan Verbindungen und Bedeutungen zwischen nicht in Zusammenhang stehenden Phänomenen sieht. Im Rätsel um die »Footage« verdichtet sich die Fragestellung: Ist sie »eine Illusion von Bedeutsamkeit, fehlerhafte Mustererkennung« oder steckt ein unbekanntes Genie dahinter, das es schafft, unzählige Menschen aus allen möglichen Kulturkreisen emotional zu berühren. Der Titel »Pattern Recognition« heißt übersetzt denn auch »Mustererkennung«.
Allerdings erzeugt man die Muster und Verbindungen in dem Augenblick, in dem man sie wahrnimmt, auch wenn sie vorher nicht da waren – eine Art von self-fulfilling prophecy. Dieser Mechanismus wiederholt sich auf verschiedenen Ebenen des Romans."
(Vali Djordjevic in der Jungle World vom 16.04.2003)

"das eigentliche Thema dieses Romans (ist) die genau Beobachtung urbaner Lebenswelten. An den Reibungsflächen von weltweit agierenden Workaholics und großstädtischer Subkultur entwirft Gibson lebendige Typen und Milieus der flüchtigen Welt."
(Till Briegleb in der Financial Times Deutschland vom 27.08.2004)

"Auf Anhieb weiß der Leser (...) nicht, was mit der Heldin Cayce Pollard los sein könnte. Ist die Junggesellin noch metropolitaner Designermensch (...)? Oder tritt uns hier bereits die Neuro-Maschine der Zukunft entgegen, die perfekte Roboter-Amazone, die man aus technoiden Comics kennt?"
(Roger Thiede im Focus vom 30.08.2004)

 
     
 
       
   

Rezensionen

BLANK, Gunter (2004): Schmusen mit der Gegenwart.
William Gibson, Vater der Cyber-Literatur, beerdigt die Zukunft und landet in der Gegenwart,
in: Welt am Sonntag v. 25.07.

MARESCH, Rudolf (2004): Im Hier und Jetzt gelandet.
Auch in William Gibsons Welt wird die Gegenwart immer breiter,
in: Telepolis v. 14.08.

STEINER, Thomas (2004): Die Codes der Coolness.
Und die Jagd nach den "Clips" im Internet: William Gibson hat sich mit seinem Roman "Mustererkennung" zu einer Art John le Carré der Sciencefiction entwickelt,
in: Magazin der Badischen Zeitung v. 14.08.

BRIEGLEB, Till (2004): Die Ware Welt.
Visionär: William Gibson entschlüsselt das Konsumverhalten des 21. Jahrhunderts,
in: Financial Times Deutschland v. 27.08.

THIEDE, Roger (2004): Der unsichtbare Film.
William Gibsons hochromantischer Internet-Roman "Pattern Recognition" liegt jetzt in deutscher Übersetzung vor,
in: Focus Nr.36 v. 30.08.

MENSING, Kolja (2004): Morgen war gestern.
Ein Abgesang auf das Genre der Science-Fiction-Literatur: William Gibson erzählt in seinem Roman "Mustererkennung" von der neoromantischen Sehnsucht nach neuen, sinnstiftenden Erlebnissen,
in: TAZ v. 06.10.

 
       
   

Pattern Recognition (2003)
New York: Putnam

 
   
     
 

Klappentext

"Cayce Pollard (pronounced »case«) is a legend in the field of market research, paid handsomely to recognize cultural and social patterns that corporations can turn into cash. Google her and you find »coolhunter,« and you may see it suggested that she is a »sensitive« of some kind, a dowserin the world of global marketing. The truth, according to her friends, is that her sensitivity is closer to allergy, a morbid and sometimes violent reactivity to the symbols of the marketplace.

Hired by Blue Ant, the world’s hippest ad agency, for the sort of high-corporate re-branding she’s known for, a more intriguing project emerges when the head of the firm asks her to determine who’s producing a mysterious series of video fragments that have gripped the imaginations of people around the world. The source of this footage, carefully concealed, has so far proven untraceable.

For Cayce’s worryingly brilliant employer, the footage is the most effective piece of guerilla marketing ever devised. For Cayce herself, the footage has a powerful emotional resonance as she attempts to come to terms with the apparent death of her father — a former U.S. security expert with ties to the intelligence community — in the collapse of the World Trade Center. But what if the sense of nascent meaning that she and others perceive in the footage is only an illusion of meaningfulness — in other words, faulty pattern recognition?"

 
     
 
       
   

Rezensionen

LIM, Dennis (2003): How Soon Is Now?
William Gibson's Present Tense,
in: Village Voice v. 12.02.

HACK, Günter (2003): Strickmuster erkannt.
"Pattern Recognition": William Gibson gehen die Zukünfte aus,
in: Telepolis v. 16.03.

DJORDJEVIC, Vali (2003): Jetzt-Apokalypse.
Der Cyberpunker William Gibson veröffentlicht seinen ersten Gegenwartsroman,
in: Jungle World Nr.17 v. 16.04.

 
       
   

Neuromancer (1984)
deutsche Ausgabe bei Heyne

 
   
     
 

Pressestimmen

"Der kanadische Autor hat 1984 (...) den Cyberspace erfunden. Zwar gab es auch damals schon vernetzte Computer, aber das Konzept des virtuellen Raumes hat in Gibsons erstem Science-Fiction-Roman »Neuromancer« seine erste Verkörperung gefunden.
In »Neuromancer« klinken sich die Konsolen-Cowboys in ihre Decks ein, schweben durch eine bunte Datenlandschaft aus Quadern, Pyramiden und Würfeln und durchbrechen virtuelle Mauern von Weltkonzernen, hinter denen infame Weltherrschaftspläne geschmiedet werden. (...). Mit »Neuromancer« und den beiden Fortsetzungsbänden »Count Zero« und »Mona Lisa Overdrive« begründete Gibson damals den Cyberpunk als neue Bewegung der Science-Fiction-Literatur. Autoren wie Bruce Sterling, Rudy Rucker, John Shirley, Pat Cadigan und andere erklärten Mitte der Achtziger die bisherige SF-Literatur für veraltet und verbanden in ihren stilistisch sehr unterschiedlichen Romanen Zukunftsspekulationen mit subkulturellem Flair.
(...) Gibson (gehört) seither zu den zuverlässig liefernden Autoren an der Schnittstelle zwischen Pop, SF und Literatur."
(Vali Djordjevic in der Jungle World vom 16.04.2003)

 
     
 
       
   

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William Gibson im WWW

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© 2002-2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 24. April 2003
Stand: 17. Juni 2015